Corona-Virus

Hier kann alles rein, was sonst nirgends passt
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Jupp
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Jupp » Mi 16. Dez 2020, 20:31

Es wird wohl darüber diskutiert ganze Kommunen abzuriegeln: https://www.freiepresse.de/nachrichten/ ... el11254551
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Re: Corona-Virus

Beitrag von mahe » Mi 16. Dez 2020, 23:05

alberg94 hat geschrieben:
Mi 16. Dez 2020, 17:31
Was braucht man denn von offizieller Seite nach ca. neun Monaten für Ratschläge, um zu wissen wie man sich einschränkt ?

Offene Augen, Ohren und klarer Verstand sollten genügen, auch wenn es in einem Land wie Deutschland schwer fällt, wo einem bisher alles vorgekaut wurde !
Wenn Personen jetzt noch zu dämlich sind eine MNS-Maske zu tragen, sagt das viel über ein solidarisches Miteinander aus.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Pointer » Do 17. Dez 2020, 01:12

Ich denke, im Frühjahr war allen die Gefahr und das Risiko auf Grund der Berichte aus Wuhan und Norditalien bewusster. Da stand eine drohende Gefährdung im Raum die man noch nicht so richtig einschätzen konnte und die Vorgaben der Exekutiven waren klar – man hat sich daran gehalten.
Die Aussagen der Virologen waren in der Risikobewertung weitestgehend übereinstimmend und es gab keine Aufweichungen, das Thema wurde politisch noch nicht instrumentalisiert und missbraucht.

Über den Sommer wurden dann insbesondere auch von Herrn Kretschmar immer mehr Lockerungen eingefordert und umgesetzt. Die Gefahr des Virus wurde in der öffentlichen Darstellung verharmlost.
Der Beginn des großen Versagens und die Ursache für die aktuell beängstigende Situation und ich meine hierbei die Situation in den Krankenhäusern aber auch die finanzielle Situation vieler Selbständiger und Unternehmen, aber auch des Landes insgesamt.
Es war keine Frage das die 2. Welle kommt und es gab keine Vorbereitung darauf von Seiten der sächsischen Staatsregierung und des offenbar völlig überforderten Gesundheitsministeriums.

Ich würde dies nicht einmal aufschreiben wollen, wenn ich nicht heute die Rede des Herrn Kretschmar im Landtag vernommen hätte. Er macht die Unvernunft der Bürger dieses Landes für die aktuelle Situation verantwortlich und reflektiert in keinster Weise seinen persönlichen Anteil daran bzw. den seiner Ministerien. Sein Versuch sich mit dieser Schuldzuweisung aus der Verantwortung zu ziehen ist einfach nur erbärmlich.

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schmidder
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Re: Corona-Virus

Beitrag von schmidder » Do 17. Dez 2020, 08:30

Pointer hat geschrieben:
Do 17. Dez 2020, 01:12
Es war keine Frage das die 2. Welle kommt und es gab keine Vorbereitung darauf von Seiten der sächsischen Staatsregierung und des offenbar völlig überforderten Gesundheitsministeriums.

Ich würde dies nicht einmal aufschreiben wollen, wenn ich nicht heute die Rede des Herrn Kretschmar im Landtag vernommen hätte. Er macht die Unvernunft der Bürger dieses Landes für die aktuelle Situation verantwortlich und reflektiert in keinster Weise seinen persönlichen Anteil daran bzw. den seiner Ministerien. Sein Versuch sich mit dieser Schuldzuweisung aus der Verantwortung zu ziehen ist einfach nur erbärmlich.
Bei aller Liebe, ich bin der letzte der Politiker in Schutz nimmt aber das Großversagen kommt aus Berlin.

Das man im Sommer gelockert hat, war absolut richtig. Zum einen Bestand die Notwendigkeit nicht zum anderen brauchte die Bevölkerung auch eine Verschnaufpause. Hätte man über den Sommer das so durchgezogen, hätte man die Bevölkerung völlig verloren.

Was dann folgte, war ein nicht nachvollziehbarer Schlingerkurs. Erst heißt es bei 20.000 pro Tag wird es kritisch. Dann hat man 20.000 pro Tag und macht einen nichtsbringenden Teillockdown, in dem man der Bevölkerung außer der Arbeit alles nimmt. Das der Lockdown in der Form nix bringt, hätte jedem klar sein müssen. Die Zahlen haben es ja auch gut wiedergespiegelt...aber da hieß es dann wochenlang, man habe die Dynamik gebremst. Bis es irgendwann hieß, oh die Zahlen (also die, wochen-monatelang gleichgeblieben sind) sind viel zu hoch. Sachsen war dann das erste Bundesland was den Arsch in der Hose hatte einen richtigen Lockdown auszurufen. Ein paar Tage später hat dann auch die Bundesregierung reagiert, was dann auch wieder dazu geführt hat, dass unsere Teils strengeren Maßnahmen wieder etwas gelockert wurden. Bzw an anderen Stellen wie die Weihnachtsregel jetzt strenger gehandelt wird (wobei hier die sächs. Regel mMn besser gewesen wäre).Und jetzt nach nicht mal einer Woche wird schon wieder darüber gesprochen wieder zu verschärfen. Also ganz ehrlich dieses hin- und her und aller 3 Tage was neues, das nervt nur noch. Wo ist der langfristige Plan? Wieso gibt es den noch immer nicht? Übrigens etwas was unser MP schon lange gefordert hat.

Aber wo du Recht hast, ist dass die Gesundheitsämter völlig überfordert sind. Wobei überfordert noch die Untertreibung des Jahres ist. An vielen Stellen hat man das Gefühl man hätte es mit eienr Schnecke zu tun, die sich einfach in ihr Häusschen zurückzieht bis der Regen vorbei ist. Das ist aber kein sachsenweites Problem, sondern deutschlandweit. Und das nach 9 Monaten Pandemie ist einfach ein Bankrotterklärung! Der Gesundheitsminister und alle Angestellten gehören mMn sofort vor die Tür gesetzt. Habe jetzt sogar noch gelesen, dass alle Gesundheitsämter mit eigener Software arbeiten und das die Einführung einer bundesweiten Software monatelang im Bundestag blockiert wurde. Jetzt setzt man das gerade um, mitten in der Pandemie...ganz ehrlich jeder kennt doch das Chaos was neue Software bewirkt. Ein schlechteren Zeitpunkt kann man sich ja gar nicht ausdenken.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Pointer » Fr 18. Dez 2020, 00:18

In solchen Situationen zeigt sich leider immer wieder, dass die Politik, völlig egal welcher Ausrichtung, von Leuten bestimmt wird, die in erster Linie ihre eigene Karriere verfolgen. Weichgespült, nur keine Fehler machen und das klappt besonders gut, wenn man selbst keine Initiative zeigt. Und wenn man dann etwas entscheidet – egal welche finanziellen Folgen das hat – die Ausgaben sind halt other people money!
Wir haben in der Geschichte dieses Landes aber auch immer wieder positive Leuchttürme gesehen. Helmut Schmidt in der Flutkatastrophe 1962, Platzeck 2002, Jena, Rostock und Tübingen fallen mir da in der aktuellen Pandemiebekämpfung auch ein.
Doch die Mehrheit der Politiker taucht in Krisensituationen natürlich lieber ab. Aktuell wieder, egal ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene.

Dennoch werden Sie sich den aktuellen Fragen stellen müssen:
- warum hat man den Schutz von Alten- und Pflegeheimen hier in Sachsen nicht schon im Sommer zur höchsten Priorität erklärt
- warum wurde der kleine Grenzverkehr zu Polen und Tschechien nicht konsequent geschlossen als dort die Fallzahlen explodierten
- wieso hat man nicht das IT-Potential der Betriebe der Region genutzt um Patenschaften zu Schulen aufzubauen mit dem klaren Ziel, die dortige Digitalisierung voranzutreiben
- warum wurden die Gesundheitsämter nicht massiver mit Personal unterstützt
- warum werden Verstöße gegen die allgemeinen Corona-Regelungen nicht konsequenter geahndet

Leider ist die Liste der Fragen hier noch längst nicht zu Ende.
Vielleicht, und das ist meine große Hoffnung, wird man im Ergebnis dieser Pandemie endlich die Diktatur der Parteien und deren Bevormundung des lästigen Wahlvolkes einmal in Frage stellen.
Das Unvermögen werden wir und unsere Kinder und Enkel bezahlen. Die aktuellen Todesfälle sind aber eng mit den Namen der handelnden Politiker verbunden.

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Re: Corona-Virus

Beitrag von schmidder » Fr 18. Dez 2020, 08:16

Pointer hat geschrieben:
Fr 18. Dez 2020, 00:18
Die aktuellen Todesfälle sind aber eng mit den Namen der handelnden Politiker verbunden.
Das glaube ich nicht. Die politik- und medienlandschaft sowie wahrscheinlich ein großer Teil der Bevölkerung wird Merkel&Co nach dem Ende der Pandemie ein Denkmal bauen und erzählen, wie toll die Politik uns doch durch die Krise geführt hat :sick:
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Re: Corona-Virus

Beitrag von tomsen » Fr 18. Dez 2020, 10:21

@Pointer: Ich verstehe nicht ganz, dass Du "die Politik" zu mehr Handeln aufforderst und gleichzeitig aber "Diktatur der Parteien und deren Bevormundung des lästigen Wahlvolkes" reklamierst.

Frage: Sollte man Deiner Meinung nach den Bürgern mehr Eigenverantwortung übertragen oder eher weniger?

In den grenznahen Gebieten z.B. darauf vertrauen, dass die Menschen nicht mehr "zum Kippenholen" rüber fahren, wenn dort die Fallzahlen explodieren? Auf Maskenpflicht und Abstandsregelen vertrauen? Oder noch konsequenter anordnen, kontrollieren und rigoroser bestrafen?
Aus Liebe zu meiner Heimatstadt und Interesse an gutem Fußball.

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Re: Corona-Virus

Beitrag von Jupp » Fr 18. Dez 2020, 10:34

Man muss bei der Situation in Deutschland schon differenzieren, weil sie sich sehr unterscheidet. Sachsen hat bei den Kreisdaten eine Inzidenz von knapp 500, Schleswig-Holstein steht bei unter 100. Thüringen steht mit 286 auf dem negativen Platz 2 mit großem Abstand zu Sachsen. Vor allem Kreise in der Nähe von Sachsen sind angestiegen, weil es dort weiterverteilt wurde: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/c ... tung#karte

Die Situation ist in den sächsischen Krankenhäusern mittlerweile so, dass Patienten nach Sachsen-Anhalt verlegt werden, weil es die Krankenhäuser in Sachsen nicht mehr schaffen: https://www.mdr.de/sachsen/corona-virus ... r-100.html

Die Übersterblichkeit lag in Sachsen bereits in der Woche vom 9.-16. November bei 27% über dem Durchschnitt und die Zahlen sind seitdem noch deutlich angestiegen und man wird das bei der Übersterblichkeit in den nächsten Wochen noch leider sehen: https://www.tagesschau.de/inland/uebers ... t-101.html

In Chemnitz erreicht ein Krematorium bereits die Kapazitätsgrenze: https://www.freiepresse.de/chemnitz/zu- ... el11256616

In Bautzen wurde ein Kühlcontainer für die Lagerung der Verstorbenen bestellt: https://www.saechsische.de/coronavirus/ ... -plus.html

Hier jetzt pauschal Urteile für Gesamtdeutschland zu fällen, passt nicht. Sachsen ragt im negativen Sinne heraus und da muss man schon mal fragen, warum das so ist, gerade weil man bis Ende des Sommers gut unterwegs war und ähnliche Zahlen wie Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein hatte. Eigentlich die perfekte Ausgangssituation, um in den Herbst und Winter zu gehen, weil man die Kontrolle hatte.

Woran liegt das aber jetzt? Sachsen hat wie kein anderes Bundesland den eigenen sächsischen Weg betont. Der war auch sehr erfolgreich bis Ende August. Im Frühjahr schnell und konsequent im Verhältnis der Infektionszahlen reagiert, gerade mal rd. 200 Tote bis zum Sommer insgesamt und da das Virus praktisch ausgerottet war, konnte man mehr öffnen als alle anderen Bundesländer. Man hat diesen Weg aber ganz offensichtlich so gefeiert und war überzeugt davon, dass es auch im Herbst/Winter so weiter geht, dass man dann laut Aussage des Ministerpräsidenten das Virus unterschätzt habe, obwohl man eigentlich genau wusste, was passieren kann, wenn das Virus einmal unterwegs ist. Während die Kanzlerin im Oktober die Ministerpräsidenten einbestellte, der dortige Virologe deutlich machte, dass es nicht mehr 5 vor 12, sondern schon um ist, die Kanzlerin deutlich machte, dass ein Unheil aufzieht, gehörte Sachsen zu den Bundesländern, die das als Hysterie abtaten. Als es um die Beherbergungsverbote für Personen aus Risikogebiete ging, schlug Sachsen vor, dass man die Zahlen ja noch oben korrigieren könne und man setzte sich für das Ende der Beherbergungsverbote ein, was dann ja auch so kam. Mecklenburg-Vorpommern hielt das bspw. bis zu einem Urteil noch aufrecht und ging einen ganz anderen Weg und wollte die Zahlen immer auf einem niedrigen Niveau halten. Man ging mit einer Inzidenz von um die 100 in den harten Lockdown und hat Anfang Januar die Aussicht, dass Schulen und Kitas wieder öffnen können.

Dazu kam in Sachsen noch eine weitere Situation: Tschechien, die sich ähnlich wie Sachsen für ihre Corona-Politik im Frühjahr feierten, machte dann zu viel auf, Inzidenzen von über 1.000 wurden erreicht, mittlerweile hat das kleine Land rd. 10.000 Tote. Wer jetzt dachte, nach Ischgl und Norditalien, was entscheidend für Bayern und BaWü ist, dort wird jetzt an den Grenzen reagiert, sah sich getäuscht. Immer höher stiegen die Zahlen in den angrenzenden Gegenden. Wer jetzt dachte, wir haben eine Hotspot-Strategie und dort wo Fälle auftreten, wird wie angekündigt hart reagiert, wurde wieder getäuscht. Man ließ es laufen, die Zahlen stiegen dort immer höher und es breitete sich immer weiter in andere Landkreise aus. Bei Demos, und damit meine ich nicht nur die in Leipzig, wurde ebenfalls nicht auf den Infektionsschutz geachtet, was für die Vorbildwirkung der weiteren Bevölkerung ebenfalls nicht gut ist. Motto, dort laufen sie massenhaft ohne Maske und Abstand rum, es wird nicht sanktioniert, warum soll ich das dann jetzt hier machen?

Insgesamt muss man neben der Landesregierung auch die Kreise in den Blick nehmen. In Leipzig wurde das Spiel gegen Basaksehir bei einer Inzidenz von 18 auf 100.000 Einwohner auf 999 Zuschauer vom Gesundheitsamt reduziert, ich bin ehrlich, so richtig Verständnis hatte ich dafür nicht. Im Nachhinein war auch diese Entscheidung absolut richtig, weil man damit auch ein Zeichen nach außen setzt. Im Erzgebirge sprach man hingegen weiterhin von Hysterie obwohl die Zahlen ganz anders war. Landrat Vogel meinte, die Menschen sterben ja hier nicht wie die Fliegen, letzte Woche erzählte er dann jedoch, dass aber mittlerweile mehr als jeder zweite Test positiv ist, im Bundesdurchschnitt sind es etwas mehr als 11%, was darauf hindeutet, dass im Vergleich wenig getestet wird und die Dunkelziffer sehr hoch ist. Der Bürgermeister von Stollberg schrieb vor ein paar Wochen noch einen verharmlosenden öffentlichen Brief, wollte seinen Weihnachtsmarkt dürchführen, seine Stadt hat jetzt eine Inzidenz von 1.200, Leipzig steht heute bei 205 durch den Anstieg der letzten Tage bei einer allerdings viel jüngeren Bevölkerung.
Dabei war seit Frühjahr klar: Wenig Fälle=mehr Kontrolle=weniger negative Auswirkungen in allen Bereichen. Umso wichtiger ist es frühzeitig hart und entschlossen zu reagieren, letztlich wie es Sachsen im Frühjahr gemacht hat. Mit mehr Wissen über das Virus wurde aber gegenteilig gehandelt, ich verstehe es nicht.

Und ja, auch die Bevölkerung trägt natürlich eine Schuld. Wenn sich alle Menschen dran halten würden, wäre die Situation eine andere. Dabei war aber auch klar: Sachsen hat einen der höchsten Altersdurchschnitte überhaupt, der Anteil der über 60-jährigen ist besonders hoch und somit auch die Anzahl der Risikopersonen. Auch die Anzahl der Personen in Pflegeheimen dürfte höher sein, geschützt hat man sie trotzdem nicht ausreichend, aber das ist ja nicht nur in Sachsen so. Seit letzter Woche wird in der Fläche endlich getestet in Sachsen. Dazu gab es eine Bevölkerung, die im Gegensatz zum Kreis Heinsberg oder südlichen Gebieten Deutschlands fast noch keinen Kontakt zum Virus hatte und es war zu erwarten, dass man es deshalb eher unterschätzt. Das dürfte in Mecklenburg-Vorpommern aber ähnlich sein und trotzdem haben die seit September eine ganz andere Entwicklung genommen, welche zuvor nahezu identisch war.

Und nein, der mediale Blick ist ein ganz anderer mittlerweile. Siehe das Interview von Frau Slomka bei dem sich der Ministerpräsident harte Fragen gefallen lassen muss. https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... l-100.html
Analyse bei der Zeit: https://www.zeit.de/2020/50/coronavirus ... mar-regeln
Oder auch der Bild-Artikel heute und es gibt noch viele weitere Beispiele: https://www.bild.de/regional/dresden/dr ... .bild.html

Das werden jetzt richtig harte Wochen hier und der Lockdown wird in Sachsen in den meisten oder sogar allen Gegenden noch länger als bis zum 9. Januar gehen.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Tag Eins » Fr 18. Dez 2020, 12:05

Die Überbetonung des Sächsischen (Sonder-)Wegs durch Kretschmer ist einfach nur peinlich, wenn dieser Weg zu den aktuell katastrophalen Coronazahlen führt und mindestens eine 180 Grad-Wende beinhaltet. Dass wir die vulnerabelsten Menschen unserer Bevölkerung in den Alten- und Pflegeheimen nicht ausreichend schützen konnten, ist eine Schande für ein zivilisiertes Land.

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Re: Corona-Virus

Beitrag von mahe » Fr 18. Dez 2020, 12:13

Pointer hat geschrieben:
Fr 18. Dez 2020, 00:18
- warum werden Verstöße gegen die allgemeinen Corona-Regelungen nicht konsequenter geahndet
Was hat das mit der Legislative (Politiker) zu tun? Kontrolle ist Aufgabe der Exekutive (Polizei & Ordnungsamt). Das mit der Gewaltenteilung ist doch nicht so schwer.
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