Corona-Virus

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Adamson
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Adamson » Di 19. Jan 2021, 16:01

Rind hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 13:03

Für die "katastrophale Situation" ist in erster Linie das Virus verantwortlich. Und danach kommen die Bürger, die sich nicht an Auflagen halten und dem Virus helfen, sich zu verbreiten.
Na ja, da machst du es dir aber auch hübsch einfach. Na klar, möchte die Bundesregierung gern das Bild transportieren, dass sie keine Fehler gemacht hat, einzig der dumme, undisziplinierte Bürger schuld sei an den hohen Infektionszahlen. Man hat ja fast den Eindruck, als sei es ein Makel, wenn man sich mit dem Virus infiziert, so als ob man was falsch gemacht hätte. "Und weil du so unvernünftig warst, muss jetzt dein Opa sterben, so!" Unvergessen unser lieber Ministerpräsident, der in einem Interview ernsthaft einen Zusammenhang, zwischen Wahlverhalten und Infektionsgeschehen herzustellen versucht hat.
Mal nebenbei, auch unser Gesundheitsminister hat sich irgendwo infiziert und der sollte ja eigentlich wissen, wie man sich vorbildlich verhält.

Die jeweils besten Freunde meiner Eltern sind letzte Woche gestorben. Nicht an Corona auch nicht mit, einfach so, weil es das Schicksal so wollte. Die Freunde hatten sich seit Oktober nicht mehr gesehen, einfach weil man das Risiko nicht eingehen wollte, was Mutter und Vater inzwischen bitter bereuen. Weil: was hat es denn gebracht? Sie können nicht mal zur Beerdigung, nicht mal das, nach 70 Jahren Freundschaft. Ist es das denn alles wert?
Und da reden wir von Schuld, von mal kurz die Arschbacken zusammenkneifen. Kurz? Das geht jetzt schon ein Jahr und dauert sicher noch mehr als ein Weiteres und uns fehlt jetzt schon die Empathie für die Wünsche und Bedürfnisse der Anderen. Wie viele werden dieses weitere Jahr gar nicht mehr haben?
Ich sage es ganz offen, ich halte mich seit März penibel an alle Auflagen, mir steht es aber inzwischen bis „hier“.
La cura para todo siempre es el agua salada: el sudor, las lagrimas o el mar!

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elbosan
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Re: Corona-Virus

Beitrag von elbosan » Di 19. Jan 2021, 16:19

Naja, es ist halt einfach niemanden mehr vermittelbar, dass sich auf Arbeit 20 Leute im Konferenzraum setzen dürfen, aber ein Vater mit seinem 3 Jährigen Sohn, darf sich nicht mit nem anderen Vater mit seinem 3 Jährigen auf dem Spielplatz treffen.

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schmidder
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Re: Corona-Virus

Beitrag von schmidder » Di 19. Jan 2021, 16:36

So wie dir Adamson geht es eigentlich jeden den ich so kenne.

Das Problem ist doch, wir haben bald 1 Jahr mit teils massiven Einschränkungen hinter uns und trotzdem heißt es jeden Tag: das reicht nicht, es wird nicht besser, härter Maßnahmen müssen kommen. Kaum wurde neue Maßnahmen beschlossen treffen sich die Politiker und reden davon das wäre alles zu wenig.

Da stellt sich mir doch die Frage, warum genau nehmen wir das dann alle auf uns, wenn es eh nichts bringt.

Die richtige Frage ist vielleicht am Ende, brachten wir das ganze vielleicht auch einfach falsch?

Mir kommt es so vor, als ob die Virus-Bekämpfung aktuell nur durch Mathematiker (die Berater der Kanzlerin sind ja vorrangig Physiker und Virologen) ausgefochten wird. Alles hängt sich an den Inzidenzwert.

Wie sinnvoll ist die Zielgröße 50 eigentlich? Meine Fragen dazu:
-Warum eine so niedrige Zahl? 50 pro Woche bedeutet 2,6% der Bevölkerung oder anders 2,1 Mio Infizierte im Jahr. Nochmal zum Vergleich die normale Grippe kommt auf 4 Mio Infizierte in 8 Monaten. Ich will jetzt hier keinen Vergleich der beiden Krankheiten anstellen, mir ist bewusst das Corona was anderes ist aber ungefährlich ist die normale Grippe für Risikogruppen sicherlich nicht. Also warum sind da 4 oder sogar tlw. 8 Mio Infizierte in 8 Monaten keine Gefahr für unser Gesundheitssystem?

-Ist der Inzidenzwert wirklich die richtige Betrachtungsgröße? Der Wert soll ja eine vergleichbarkeit vermitteln. Nimmt man aber mal die Hotspots für Infizierungen (Krankenhäuser, Pflegeheime). Ist es doch Recht wurscht ob in dem Land 17 Mio. Menschen oder 4 leben. Die Wahrscheinlichkeit das in einem Pflegeheim mit 100 Bewohner Corona ausbricht und sagen wir 50 Infiziert ist in beiden Bundesländer die Gleiche. Nur bei dem einen macht das im Inzidenzwert 0,X aus beim anderen 1,x. Wenn man dann noch bedenkt das in Ländern wie Thüringen der Altersdurchschnitt höher ist und Prozentual mehr Leute in Pflegeheimen wohnen, ist eigentlich klar, dass die Inzidenzwert höher ausfallen muss.

Am Ende vermitteln die Inzidenzwerte eine ziemliches Schreckengespenst, denn klar 226 >> 50. Meine Frage ist aber, sollte man wirklich so an die Sache rangehen? Oder sich vielleicht doch mal von rein mathematischen Betrachtungen lösen oder zumindest die Grundparameter überdenken?
So lange besser möglich ist, ist gut nicht genug

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Re: Corona-Virus

Beitrag von Rind » Di 19. Jan 2021, 17:02

Warum muss denn immer nachgebessert und verschärft werden? Weil es so viele Dullis gibt, die die Grenzen ausreizen, Schlupflöcher suchen oder sich einfach an viele Maßnahmen nicht halten. Sieht, hört und liest man tagtäglich. Da wird der (wenn überhaupt vorhanden) Verstand ausgeschaltet und Weihnachten mit Oma und Opa gefeiert, nach dem Motto "aber die Regierung hat es doch erlaubt".
Jeder etwas normal denkender Bürger (ich will hier gar nicht von Intelligenz schreiben) bräuchte keine FFP2-Maskenpflicht, Betretungsverbote für Pflegeheime und Krankenhäuser oder diesen 15-Km-Radius, denn die meisten Dinge verstehen sich von selbst, wenn es heißt, dass Kontakte reduziert werden müssen. Da muss man kein Atomphysiker sein und nicht warten, dass einem die Regierung alles abnimmt und einem den Alltag durchreguliert.
Schulen, Kitas und Wirtschaft sind natürlich ein anderes Thema.

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Re: Corona-Virus

Beitrag von Jupp » Di 19. Jan 2021, 17:15

Natürlich würden wir besser durch die Pandemie kommen, wenn sich alle Personen daran halten, aber selbst dann bestehen mittlerweile für jede Person gefahren, für manche Personen mehr als für andere. Wenn man beruflich mit vielen Menschen Kontakt hat und eben nicht ins Homeoffice kann, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, genauso auch für Schüler, die in die Schule mussten usw. Letztlich müssen die politischen Verantwortungsträger dies immer berücksichtigen, dass nicht alle mitmachen und im Idealfall mit stringenten Maßnahmen, die erfolgreich sind, motivieren. Ich sehe auch den Spin den Adamson anspricht teilweise von Politikern, dass man die Situation jetzt auf die schiebt, die sich nicht immer daran halten. Das greift aber zu kurz und ist meiner Meinung nach auch von der Kommunikation gefährlich, wenn man sich selbst toll darstellt und die Schuld nur bei anderen sucht.

@Schmidder
Für den Infektionsschutz sind immer die Länder und Kreise erstmal verantwortlich. Letztlich können sie machen, was sie wollen, was sie ja auch im Herbst gemacht haben. Ich erinnere an die berühmte Sitzung als Frau Merkel überhaupt nicht zufrieden war und von Unheil sprach, was aufkommen werde, wenn jetzt nicht reagiert werde. Durchsetzen konnte man da nichts, weil die Ministerpräsidenten mehrerer Länder es mitunter als Hysterie abtaten. Kein Bundesland wie Sachsen betonte dabei den eigenen (sächischen) Weg auf den man aus meiner Sicht zu Recht sehr stolz sein konnte bis zum Sommer. Wie du sagst, hat man im Frühjahr schnell reagiert. Entscheidend ist dabei nicht das Datum, sondern das Infektionsgeschehen. Sachsen hatte ganz wenige Fälle als reagiert wurde, das war in Bayern, NRW oder BaWü ganz anders. Umso besser sind wir dann ins Frühjahr und durch den Sommer gekommen. Als ich im Biergarten hier saß und die dort noch zu waren, habe ich Kollegen in Bayern noch witzige Bilder geschickt, wie so ein Biergarten von innen doch aussieht.

Trotz dieser Erfahrung, dass frühe und härtere Intervention extrem effektiv sind und am Ende mehr Freiheiten bringt, machte man im Herbst genau das Gegenteil. Die Schulen/Kitas und der Einzelhandel wurden erst am 14.12. geschlossen, da hatte Sachsen eine Inzidenz von mehr als 400. So eine hohe Inzidenz haben andere Bundesländer noch nie erreicht. Keine Ahnung also, wo Sachsen da früh dran war, kein Bundesland hat später reagiert. Diese Fehlentscheidungen von September bis Dezember müssen wir noch lange ausbaden.

In Bezug zu Grenzreglungen kann Sachsen natürlich das selbst festlegen, was man ja auch jetzt gemacht hat. Wenn die Regelungen so wie jetzt wären, hätten wir eine ganz andere Situation gehabt. Mit Testungen von Grenzpendlern fing übrigens der Landkreis Cham damals in Bayern an, was ja auch sinnvoll ist, da nicht wenige Tschechen auch im Pflege- oder Gastronomiebereich mit vielen Kontakten arbeiten.

Sowohl Ramelow als auch Kretschmer haben eingeräumt, dass sie mal lieber auf Frau Merkel gehört hätten im Herbst. Das macht die Entscheidung nicht besser, ist aber immerhin etwas. Kretschmer erklärte dann noch selbst, dass er das Virus unterschätzt habe und wäre gern eher gewarnt worden vor der Situation in den Krankenhäusern. Wobei ich mich da frage, was er für Quellen nutzt und für Experten im Umfeld hat. Man konnte das eigentlich sehr leicht aus den Zahlen ablesen und die Gefahr des Virus war aus anderen Ländern im Frühjahr bekannt. Sachsen hat jetzt 131 Todesfälle je 100.000 Einwohner, MV steht bei 19, obwohl man bis zum Sommer noch ähnlich unterwegs war.

Letztlich muss man jetzt mit der Situation klar kommen und alle müssen gemeinsam das beste hieraus machen. Gut ist, dass sich die Inzidenz in Sachsen von über 500 nahezu halbiert hat und auch sonst die Zahlen in Deutschland zurückgehen. Man darf jetzt nicht zu früh lockern. Ist man da jetzt konsequent, dann werden wir wieder ein schönes Frühjahr/Sommer haben und danach helfen die Impfungen richtig.

Was ich in diesem Zusammenhang kritisch sehe, sind die Schulöffnungen in Sachsen in dieser Woche für Abschlussklassen, was Sachsen als einziges Bundesland macht und damit mal wieder seinen eigenen sächsischen Weg geht. Für mich unverständlich, da schon in zwei Wochen wieder Ferien sind und man damit für ein paar Stunden 50.000 Menschen neu zusammenholt. 50.000 Schüler plus Lehrer sind damit wieder in geschlossenen Räumen zusammen, wohlgemerkt bei einer Inzidenz von knapp 300 am gestrigen Montag in Sachsen. Ein Niveau, was nur noch Thüringen und Brandenburg in der maximalen Spitze erreicht haben. Es hat sich dabei auch nur ein Teil (38%) der Schüler und Lehrer testen lassen und die Inzidenz der getesteten Schüler lag bei knapp 200, bei den Lehrern waren es über 200. Die ungetesteten Schüler und Lehrer gehen natürlich trotzdem fröhlich in den Unterricht. Der Lacher war, dass teilweise Schüler in die Klassen gegangen sind und die Tests nach dem Unterricht stattfanden. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, wie hier die gerade gute Entwicklung durch den eigenen sächsischen Sonderweg gefährdet wird. Bleibt zu hoffen, dass es keine Ausbrüche gibt und man da Glück hat.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von RotorBrowser » Di 19. Jan 2021, 17:23

mahe hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 12:54
Da waren doch heute zwei Erwachsene mit Kind an den Höfen am Brühl und regten sich tatsächlich darüber auf, dass man bei geschlossenen Läden nicht gut shoppen kann. :roll:
:rofl: :rofl: :rofl:

Ja, bei Stromausfall, muß man bei Kerzenlicht Fernsehen guggen !!!

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Re: Corona-Virus

Beitrag von Jupp » Di 19. Jan 2021, 17:33

Warum die Zahl 50 bei der Inzidenz als Grenze?
Weil da alle Gesundheitsämter die Kontaktverfolgung sicherstellen können und man bei Ausbrüchen diese schnell eindämmen kann. Was man immer wieder feststellen konnte, dass wenn man im Fahrstuhl mit den Fallzahlen einmal oberhalb saß, umso schneller stiegen dann die Fälle. Über Leipzig wurde ja zwischenzeitlich deutschlandweit berichtet, warum wir so lange so wenig Fälle hatten. Die Antwort war dabei klar, weil man halt sehr lange sehr wenig Fälle hat und man diese lange kontrollieren konnte. Dies ging dann aber eben auch verloren und dann ging es auch hier schnell nach oben. Wenn man zu den Hochzeiten 3.000 offiziell aktive Fälle in der Stadt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendo jemanden trifft, nicht mehr so gering. Dunkelziffer mal 3-5, sind es schon 9.000-15.000 aktiv infizierte Person. Ist dann schon rd. jede 50. Person, der man begegnet. Zwei Schulklassen, ein Infizierter und das ist nur ein Beispiel, was man auf viele weitere Bereiche übertragen kann. Leipzig hat aktuell 2.566 aktive Fälle und ist damit weiterhin noch auf einem zu hohen Niveau, auch wenn die Inzidenz auf 175 gesunken ist.

Deswegen gilt auch weiterhin: Wenig Fälle=mehr Kontrolle=mehr Freiheiten=weniger negative Auswirkungen auf alle Bereiche=weniger Chancen für Mutationen
Schützt man dann noch die Risikogruppen besser, kommt man besser durch. Wenn wir im Herbst früh reagiert hätten, dann wäre es jetzt viel angenehmer. Das hat man aber nicht, insofern müssen wir da jetzt das beste draus machen.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von melzer » Di 19. Jan 2021, 17:43

Rind hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 17:02
Warum muss denn immer nachgebessert und verschärft werden? Weil es so viele Dullis gibt, die die Grenzen ausreizen, Schlupflöcher suchen oder sich einfach an viele Maßnahmen nicht halten. Sieht, hört und liest man tagtäglich. Da wird der (wenn überhaupt vorhanden) Verstand ausgeschaltet und Weihnachten mit Oma und Opa gefeiert, nach dem Motto "aber die Regierung hat es doch erlaubt".
Jeder etwas normal denkender Bürger (ich will hier gar nicht von Intelligenz schreiben) bräuchte keine FFP2-Maskenpflicht, Betretungsverbote für Pflegeheime und Krankenhäuser oder diesen 15-Km-Radius, denn die meisten Dinge verstehen sich von selbst, wenn es heißt, dass Kontakte reduziert werden müssen. Da muss man kein Atomphysiker sein und nicht warten, dass einem die Regierung alles abnimmt und einem den Alltag durchreguliert.
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Na und? Ich bin Einer dieser "Dullis" und jetzt? Spiel dich hier nicht als Weltverbesserer auf!

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Re: Corona-Virus

Beitrag von melzer » Di 19. Jan 2021, 17:47

Jupp hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 17:33
Warum die Zahl 50 bei der Inzidenz als Grenze?
Weil da alle Gesundheitsämter die Kontaktverfolgung sicherstellen können und man bei Ausbrüchen diese schnell eindämmen kann. Was man immer wieder feststellen konnte, dass wenn man im Fahrstuhl mit den Fallzahlen einmal oberhalb saß, umso schneller stiegen dann die Fälle. Über Leipzig wurde ja zwischenzeitlich deutschlandweit berichtet, warum wir so lange so wenig Fälle hatten. Die Antwort war dabei klar, weil man halt sehr lange sehr wenig Fälle hat und man diese lange kontrollieren konnte. Dies ging dann aber eben auch verloren und dann ging es auch hier schnell nach oben. Wenn man zu den Hochzeiten 3.000 offiziell aktive Fälle in der Stadt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendo jemanden trifft, nicht mehr so gering. Dunkelziffer mal 3-5, sind es schon 9.000-15.000 aktiv infizierte Person. Ist dann schon rd. jede 50. Person, der man begegnet. Zwei Schulklassen, ein Infizierter und das ist nur ein Beispiel, was man auf viele weitere Bereiche übertragen kann. Leipzig hat aktuell 2.566 aktive Fälle und ist damit weiterhin noch auf einem zu hohen Niveau, auch wenn die Inzidenz auf 175 gesunken ist.

Deswegen gilt auch weiterhin: Wenig Fälle=mehr Kontrolle=mehr Freiheiten=weniger negative Auswirkungen auf alle Bereiche=weniger Chancen für Mutationen
Schützt man dann noch die Risikogruppen besser, kommt man besser durch. Wenn wir im Herbst früh reagiert hätten, dann wäre es jetzt viel angenehmer. Das hat man aber nicht, insofern müssen wir da jetzt das beste draus machen.
Du weißt aber schon, dass selbst in Grippejahr 2017 der Wert bei ca 170 lag? Wie soll ein Wert weniger 50 im Winter (kalt, Grippezeit...) rein logisch umsetzbar sein? Das geht einfach nicht und ist völlig weltfremd!

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Re: Corona-Virus

Beitrag von The-Last-ReBeL » Di 19. Jan 2021, 17:48

melzer hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 17:43
Rind hat geschrieben:
Di 19. Jan 2021, 17:02
Warum muss denn immer nachgebessert und verschärft werden? Weil es so viele Dullis gibt, die die Grenzen ausreizen, Schlupflöcher suchen oder sich einfach an viele Maßnahmen nicht halten. Sieht, hört und liest man tagtäglich. Da wird der (wenn überhaupt vorhanden) Verstand ausgeschaltet und Weihnachten mit Oma und Opa gefeiert, nach dem Motto "aber die Regierung hat es doch erlaubt".
Jeder etwas normal denkender Bürger (ich will hier gar nicht von Intelligenz schreiben) bräuchte keine FFP2-Maskenpflicht, Betretungsverbote für Pflegeheime und Krankenhäuser oder diesen 15-Km-Radius, denn die meisten Dinge verstehen sich von selbst, wenn es heißt, dass Kontakte reduziert werden müssen. Da muss man kein Atomphysiker sein und nicht warten, dass einem die Regierung alles abnimmt und einem den Alltag durchreguliert.
Schulen, Kitas und Wirtschaft sind natürlich ein anderes Thema.
Na und? Ich bin Einer dieser "Dullis" und jetzt? Spiel dich hier nicht als Weltverbesserer auf!
vor allem. Wenn Oma und Opa noch im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, sollte ihnen doch die Entscheidung überlassen werden. Ich frage mich, warum ständig indoktrinierte Menschen sich ereifern was für andere gut und schlecht ist. So lange diese Menschen abwägen können ob das Risiko für sie OK ist, dann ist doch alles gut.

Edit
einen habe ich noch. Die Grippe ist dieses Jahr nicht zum Ausbruch gekommen weil die Menschen die AHA Regeln einhalten


Corona Fälle sind gestiegen, weil die Menschen die AHA Regeln NICHT einhalten.

Da sage ich doch Aha :think:
https://www.youtube.com/watch?v=pMFQt84uYZI&list=RDpMFQt84uYZI&start_radio=1

„Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“ Emil Zàtopek

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