Corona-Virus

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Rumpelstilzchen
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Re: Corona-Virus

Beitrag von Rumpelstilzchen » Mo 27. Jul 2020, 23:47

Verstehe ehrlich gesagt nicht EB, was diese Einwürfe hier zu suchen haben, wenn Links zum Thema gepostet werden. Lass bitte dieses Offtopic.
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EisenerBulle
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Re: Corona-Virus

Beitrag von EisenerBulle » Mo 27. Jul 2020, 23:50

Rumpelstilzchen hat geschrieben:
Mo 27. Jul 2020, 23:47
Verstehe ehrlich gesagt nicht EB, was diese Einwürfe hier zu suchen haben, wenn Links zum Thema gepostet werden. Lass bitte dieses Offtopic.
Zu Befehl! :twisted:
Edit: Hab es ins Feedback verlagert.
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elbosan
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Re: Ticketing

Beitrag von elbosan » Di 28. Jul 2020, 17:11

Get H hat geschrieben:
MarkoDe hat geschrieben:
Mo 27. Jul 2020, 19:20
Der beschriebene Talk war in der Tat recht informativ und hat eigentlich alle Seiten beleuchtet und verschiedene Meinungen zu Wort kommen lassen.

https://www.servustv.com/videos/aa-23wpn3t6h1w12/
Dann werde ich mir den die Tage mal anschauen um mich meiner Vorurteile zu stellen.
Es ging schon Latent in diese Richtung. Spannend fand ich die Kernaussage, dass es wirklich keinerlei Infektionen in Geschäften gegeben hat und man dort nun die Maskenpflicht ehr aus erzieherischen Zwecken wieder einführen möchte. Dagegen sprach die Richterin, dass „Erziehung“ keine Rechtsgrundlage bildet.

Weiter interessant:

- Masken verringern die Infektionsgefahr um 17 Prozent
- in Deutschland ist seit dem Lockdown die Selbstmordrate um 62% gestiegen
- 1% höhere Arbeitslosenquote in Österreich bedeutet 3 Monate kürzere Lebenserwartungen in der Gesamtbevölkerung (statistisch natürlich in den Schichten verschoben)

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Re: Corona-Virus

Beitrag von jimmy.klitschi » Di 28. Jul 2020, 19:52

Ich hab mir die Sendung nicht angeguckt, weil, dort ja üblicherweise nicht mit nachweisbaren Fakten bzw. Studienlinks hantiert wird.

Zu den Aussagen
- Masken verringern die Infektionsgefahr um 17 Prozent
- in Deutschland ist seit dem Lockdown die Selbstmordrate um 62% gestiegen
- 1% höhere Arbeitslosenquote in Österreich bedeutet 3 Monate kürzere Lebenserwartungen in der Gesamtbevölkerung (statistisch natürlich in den Schichten verschoben)
Möchte ich folgendes sagen:

17 % Gefahrverringerung einer Infektion durch Masken: Hier hätte ich gerne und dringend einen belastbaren Verweis. Die aktuelle faktische Studienlage geht z.T. Richtung 80%.

62 % Steigerung der Selbstmordrate in Deutschland: Die mir bekannten Erhebungen aus Deutschland der letzten Monate zeigen (auch für mich paradoxer Weise) eine signifikante Reduzierung der Suizide.

Arbeitslosenquote und Lebenserwartung: Die Lebenserwartung sinkt mit steigender Arbeitslosenquote. Das ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Und die Corona-assoziierte Arbeitslosigkeit dürfte in erster Linie mit der durch die Coronakrise bedingte Wirtschaftslage zu begründen sein. Unter der aktuellen Situation (sofern man das Virus und dessen Gefährlichkeit nicht leugnet) ist es laut der auch schon hier sehr viel weiter vorn (durch nevermore) verlinkten Studie der Ifo- und Helmholtz-Institute für Gesundheit, Gesundheitssystem und eben auch für die Wirtschaft (!) am besten, wenn man durch entsprechende Anti-Corona-Maßnahmen (meine Ergänzung: und/oder Disziplin in der Bevölkerung) eine Reproduktionszahl um den Faktor 0,75 erreicht und beibehält. Eine R=Ü1 (wie derzeit) hingegen verschärft als separater Aspekt sowohl die Gesundheitsproblematik, erhöht die Sterblichkeits- und Spätfolgewahrscheinlichkeit ... als auch die Schwächung der Wirtschaft ... und damit die Arbeitslosigkeit ... und damit die Lebenserwartung ... Mein Fazit: Das Infektionsgeschehen durch diverse Maßnahmen auf dauerhaft unter R= 0,75 (besser: Richtung 0,3) drücken. Dann funktionierts evtl. auch besser mit der wirtschaftlichen Erholung.
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Re: Corona-Virus

Beitrag von jimmy.klitschi » Di 28. Jul 2020, 20:00

Ich hab mir die Sendung nicht angeguckt, u.a. weil dort ja üblicherweise nicht mit unmittelbar nachweisbaren Fakten bzw. Studienlinks hantiert wird.

Zu den Aussagen
- Masken verringern die Infektionsgefahr um 17 Prozent
- in Deutschland ist seit dem Lockdown die Selbstmordrate um 62% gestiegen
- 1% höhere Arbeitslosenquote in Österreich bedeutet 3 Monate kürzere Lebenserwartungen in der Gesamtbevölkerung (statistisch natürlich in den Schichten verschoben)
möchte ich folgendes sagen:

17 % Gefahrverringerung einer Infektion durch Masken:

Hier hätte ich gerne und dringend einen belastbaren Verweis. Die aktuelle faktische Studienlage weist auf einen deutlich höheren Wert - bis zu über 80%.

62 % Steigerung der Selbstmordrate in Deutschland:

Die mir bekannten Erhebungen aus Deutschland der letzten Monate zeigen (auch für mich paradoxer Weise) eine signifikante Reduzierung der Suizide.

Arbeitslosenquote und Lebenserwartung (... und Corona?):

Die Lebenserwartung sinkt mit steigender Arbeitslosenquote. Das ist mittlerweile eine Binsenweisheit.

Und die Corona-assoziierte Arbeitslosigkeit dürfte dann mit der schlechten Wirtschaftslage zu erklären sein, die einerseits mit der Coronakrise (der Krankheit/der Pandemie) ansich und andererseits mit den hierdurch notwendigen Maßnahmen zu tun hat. Das ist ein in sich sehr komplexes Thema. Bei sowas gibt es naturgemäß keine einfachen Wahrheiten oder gar Antworten.

Unter der aktuellen Situation (sofern man das Virus und dessen Gefährlichkeit nicht leugnet) ist es laut der auch schon hier sehr viel weiter vorn (durch nevermore) verlinkten Studie der Ifo- und Helmholtz-Institute für Gesundheit, Gesundheitssystem und eben auch für die Wirtschaft (!) am besten, wenn man durch entsprechende Anti-Corona-Maßnahmen (meine Ergänzung: und/oder Disziplin in der Bevölkerung) eine Reproduktionszahl um den Faktor 0,75 erreicht und beibehält.

Eine R=Ü1 (wie derzeit hier in D) hingegen verschärft als separater Aspekt sowohl die Gesundheitsproblematik, erhöht die Sterblichkeits- und Spätfolgewahrscheinlichkeit ... als auch die Schwächung der Wirtschaft ... und damit die Arbeitslosigkeit ... und verringert entsprechend damit die Lebenserwartung ...

Mein Fazit: Das Infektionsgeschehen durch diverse Maßnahmen auf dauerhaft unter R= 0,75 (besser: Richtung 0,3) drücken. Dann funktionierts evtl. auch besser mit der wirtschaftlichen Erholung resp. einem Aufhalten des Trends zu mehr Arbeitslosigkeit und einer Stabilisierung der Lebenserwartung.

(Btw/OT: Ich war auch selbst mal einige Zeit arbeitslos: Ich hab mich physisch und psychisch nie zuvor und nie danach so gesund wie während dieser Zeit gefühlt ... )
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Re: Corona-Virus

Beitrag von nevermore » Di 28. Jul 2020, 20:10

Ich habe inzwischen über die ganzen Maskenstudien völlig den Überblick verloren. Vor vier Wochen erschien in Science ein Überblicksartikel, in dem man einige zitiert findet.

https://science.sciencemag.org/content/368/6498/1422

In The Lancet erschien um dieselbe Zeit eine Metastudie über 200 Einzelstudien, aufgrund derer die WHO ihre Einschätzung änderte.

https://www.thelancet.com/journals/lanc ... 9/fulltext

Die Frage, die sich mir unmittelbar stellt (ohne dass ich jetzt die Sendung gesehen hätte): Was ist gemeint mit "reduziert Infektionsrisiko um 17 Prozent"? Wessen Infektionsrisiko - des Maskenträgers, oder der Kontaktperson eines Infizierten? Von welchen Masken ist die Rede? Stoffmasken, OP-Masken, FFP(1,2,3)-Masken? Von welchem Infektionsweg ist hier die Rede - Tröpfchen oder Aerosole?

Aktuell würde mich speziell interessieren, in welchem Maß OP-Masken das Risiko einer Aerosol-Infektion für den Träger reduzieren. Ich meine, ich hätte da kürzlich etwas gelesen, wo über ca. 50 Prozent die Rede war. Aber keine Ahnung, wo das gewesen ist .... also, wenn jemand da etwas Neueres findet..


E: Zu den Selbstmordraten:
https://www.esanum.de/today/posts/coron ... r-suiziden
https://www.dw.com/de/weniger-selbstmor ... a-53620594

Da hätte ich zu den gegenteiligen Aussagen auch gern eine Quelle.

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Corona-Virus

Beitrag von elbosan » Di 28. Jul 2020, 20:39

Tjosr. Schau die Sendung. Ab Minute 8 finde ich die Argumentationskette des Herrn Doktor schon recht interessant und (sollten die Werte so stimmen) auch für mich schlüssig.

Die 17 Prozent sind wohl irgendwie das absolute Infektionsrisiko ohne Maske. Bedeutet, wenn man einen Corona-Infizieren Menschen trifft (Sachsen hat aktuelle 111 von 100.000 also von 900 Leuten die man treffen müsste hätte 1er Corona. Also 0,111 Prozent Chancen jemanden mit Corona zu treffen) dann hat man 17% Chance sich anzustecken. Also von 0,11111..% ist das Ansteckungsrisiko 0,01889 ohne Maske und 0,00389 % mit Maske. (3,5% statt 17%)

Wo die Zahl der Suizide herkommt, keine Ahnung.
Ich hab nur das gelesen: https://www.presseportal.de/pm/119575/4619293

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Re: Corona-Virus

Beitrag von nevermore » Di 28. Jul 2020, 20:40

elbosan hat geschrieben:
Di 28. Jul 2020, 20:39
Tjosr. Schau die Sendung. Ab Minute 8 finde ich die Argumentationskette des Herrn Doktor schon recht interessant und (sollten die Werte so stimmen) auch für mich schlüssig.
Mich interessieren wissenschaftliche Studien oder Zahlen aus seriösen Quellen, nicht die Aussagen irgendeines Doktors. Werden die da genannt? Ansonsten kann ich mir auch die Videos von Dr. BS aus Sinsheim ansehen.

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Corona-Virus

Beitrag von elbosan » Di 28. Jul 2020, 21:05

nevermore hat geschrieben:
elbosan hat geschrieben:
Di 28. Jul 2020, 20:39
Tjosr. Schau die Sendung. Ab Minute 8 finde ich die Argumentationskette des Herrn Doktor schon recht interessant und (sollten die Werte so stimmen) auch für mich schlüssig.
Mich interessieren wissenschaftliche Studien oder Zahlen aus seriösen Quellen, nicht die Aussagen irgendeines Doktors. Werden die da genannt? Ansonsten kann ich mir auch die Videos von Dr. BS aus Sinsheim ansehen.
Letztendlich sind die Zahlen halt auch alle für die Tonne:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/21437 ... rpretieren

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

Diese beiden Werte zusammengenommen zeigt das eigentliche Dilemma. Mehr Tests = mehr Falsch/Positiv Meldungen.

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Re: Corona-Virus

Beitrag von nevermore » Di 28. Jul 2020, 21:10

In der Presseportal-Meldung steht außer Vermutungen, was Furchtbares droht, überhaupt nichts zu den Suizidraten.

Was die Frage mehr Tests, mehr Positive angeht, werden wir morgen mehr wissen. Dann kommen die Testzahlen für die vergangene Woche, und dann werden wir ja sehen, ob die Testzahlen in gleichem Maß wie die Positiven gestiegen sind.


E: Jetzt weiß ich, wo ich das her hatte mit den Masken. Kekulé hat das in seinem Podcast zitiert.
Es gibt nun eine Untersuchung, die die Wirksamkeit von Stoffmasken im Vergleich zu OP-Masken untersucht hat. Herr Kekulé,mit welchem Ergebnis? - Es kommt ja aus Boston. Aber dort nicht von einer der Star-Universitäten,sondern die Northeastern University in Boston.Die haben jetzt Anfang Juli was veröffentlicht. Das war die Abteilung Umweltingenieure und Bioingenieure. ... Aus meiner Sicht ist das wichtigste Ergebnis, dass die ganz normale chirurgische Gesichtsmaske,also der Mund-Nasen-Schutz, der hat einen Schutzfaktor von 50 bis 75 Prozent für den Eigenschutz. Für den Fremdschutz ist es mit Sicherheit höher. Das heißt also,die Hälfte bis dreiviertel aller möglichen Infektionen werden damit nach dieser Studie vermieden. FFP2-Masken liegen so bei 99 Prozent.
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/ ... adFile.pdf

Leider verlinkt der MDR die Studien nicht, und ich finde sie mit diesen Angaben nicht. :thdown:

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