Politik-Stammtisch

Hier kann alles rein, was sonst nirgends passt

Politik im Fußballforum - Soll der Thread bis auf weiteres geschlossen werden?

Umfrage endete am Sa 26. Nov 2016, 09:18

Nein - alles so lassen
19
43%
Mir egal - ich schaue hier eh selten rein
9
20%
Ja - Politik und Fußball vertragen sich nicht
16
36%
 
Abstimmungen insgesamt: 44

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meinemeinung
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von meinemeinung » Di 20. Jun 2017, 23:14

elbosan hat geschrieben:@Adamson
Das hat Olovil doch genau so gesagt. Oder steh ich auf dem Schlauch?

Im übrigen ist das wie Äpfel und Birnen.
Wenn in England ein Hochhaus abbrennt weil der Staat seiner Sorgfaltspflicht bei den technischen Kontrollen und dem Brandschutz nicht nachkommt schlägt das bei uns nunmal weniger Wellen wie ein Selbstmordattentäter bei nem Konzert in Manchester, der weniger Todesopfer forderte. Der Grund ist doch naheliegend. Das brennende Hochhaus wird es bei uns ehr weniger geben, zumindest gehen wir davon aus. Beim Selbstmordanschlag schaut es da schon anders aus.
ach man ... sorry
auch dass find ich nicht ganz so richtig . ich glaube der Vorsatz, der Wille, die Intension ist da viel entscheidenter. Fährst du zu schnell, und verunfallst jemanden tödlich, ist dass für den außenstehenden längst nicht so schlimm und selbstgefährdent wie ein vorsätzlich verursachter Anschlag in eine Menschengruppe, Wettrennen, oder Suizid durch Geisterfaht.
Nicht die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Anschlags, Unfalls oder einer anderen Tragödie ist entscheident, sondern der Auslöser bzw. der Anlass....war es Unfall oder Vorsatz !
.......... aber ich glaube fast dass du dass auch sagen wolltest. ;)

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Allgäuer
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von Allgäuer » Mi 21. Jun 2017, 08:16

Olovil hat geschrieben:Eigentlicher Auslöser war der Beitrag von Allgäuer, der sich darüber mokiert hat, dass hier im Forum niemand linksextreme Anschläge erwähnt oder verurteilt.
Stimmt! Aber was soll es. Die Aufklärung wird wie immer erfolglos im Sand verlaufen. Unsere Behörden sind derzeit mit der Aufklärung, richtigerweise - nur falsche Priorität, mit der Hetze im Netz beschäftigt. Ein Schwerpunkt des Herrn Maas.

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Eventzuschauer
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von Eventzuschauer » Sa 8. Jul 2017, 00:27

Ich äußere mich hier wenig...muss un aber mal paar Zeilen los werden.
Ich bin erstaunt. Kein Statement zu den Krawallen die seit gestern in Hamburg am laufen sind. Wo sind denn die Äußerungen derjenigen, die sonst gegen Gewalt, Hass und für ein friedfertiges Deutschland sind? Warum wird bei Attacken rechter Seite...das ganze groß und breit diskutiert und verurteilt? Warum nicht bei Attacken linker Seite? Wo ist da der Aufschrei!? Warum wird ein Pegida, Legida und wie all der Shrott heißt...vernichtend diskutiert...das Gegenbündniss gefeiert.
Warum kommt aus diesem spektrum jetzt kein Wort zum G20 Gewaltgipfel?
Es ist schlimm und Menschenverachtend und nicht zu entschuldigen, wenn ausländische Mitbürger durch die Straßen gejagt werden. Es ist assozial, wenn sich ein Horde rechter Gesinnungsgenossen zusammen rauft und einen Stadtteil zerlegt.
Es gab da von nicht wenigen...auch Mitgliedern gewisser Fangruppierungen...ein klares Statemant.
Zu den Ausschreitungen jetzt....kein einziges Wort. Da werden Polizisten angegriffen, da wird Eigentum von unbescholtenen Bürgern zerstört, Geschäfte geplündert, Menschenleben mehr als gefährdet. Da wird eine neue Massengewaltstufe initiiert.
Ach ja...stimmt..sind ja die anderen...nicht wir.

Ich bin einer der in der Mitte des Lebens steht. Beide Extreme einfach nur zum Kotzen findet. Aber was mich mehr ankotzt...ist diese scheinheilige Doppelmoral aus dem linken Spektrum. Wasser predigen und Wein saufen....äääh Frieden predigen und Steine schmeißen...meinte ich.

Ich warte auf Solidaritätsbanner pro Opfer der einschlägigen Fangruppierungen und natürlich vom RSL. Gerne mit Namen der Gewalttäter an Litfaßsäulen und Boykott von Sportveranstaltungen, wo diese Täter anwesend sind.

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tomsen
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von tomsen » Sa 8. Jul 2017, 02:37

Ich habe gerade auf einem Youtube-Livekanal Bilder gesehen, wo „Antifaschisten“ Geschäfte zerstört, ausgeraubt und ihr „A-Zeichen“ an die Wand gesprüht haben. Kommt mir bekannt vor, Faschisten verhalten sich so. Asoziales kriminelles Pack! Heute Nachmittag ein Interview eines Attac-Typen, der was von zivilem Ungehorsam labert und auf Nachfrage zu Steinen und Gewalt kein klares Statement zustande bringt. Dann der Anmelder von „Welcome To Hell!“, der sich lieber an der Polizei abarbeitet, anstatt das Vermummungsverbot in seiner Veranstaltung durchzusetzen. Dazu Tausende Gaffer mit Bierflaschen, Connewitz 2015 hoch 5. Neben den Youtube-Videos läuft ein Chat, in dem sich Hakenkreuze, Peace-Zeichen und Erdogan-Herzen abwechseln. Es ist widerlich.

An anderen Orten der Welt werden Pflastersteine mit MG-Salven beantwortet. Da kommt den Möchtegern-Rovoluzzern Deutschland für ihren Facebook-Ruhm natürlich recht. Übrigens auch sehr viele Ausländer darunter. RT mit einer Kamera immer mitten drin (komischerweise vollkommen unbehelligt!?), es wird „Police, Police“ und „Vamos!“ gerufen, und in Geschäfte was mit „Policija“ gesprüht.

Ich persönlich bin irgendwo diskussionsmüde, aber schon länger. Wenn Du mehr Empörung willst Eventzuschauer, musst Du vielleicht konkret Namen nennen. Scheinheiliges „linkes Klientel“, dass Pegida verteufelt, das „Gegenbündnis feiert“ und selbst „Frieden predigt, aber Steine schmeißt“, kenne ich hier nicht. Enthaltung ist nicht Sympathisierung.

Richtig austoben könntest Du Dich z.B. im Forum, in das Grinch umgesiedelt ist. Dort werden Mitglieder und Admins von rb-fans.de schon mal als Linksfaschisten und schlimmeres beschimpft. Da fiel die grüne Maske sozusagen. Aber ich denke das ist nicht Dein Niveau.

Bleib mal lieber hier. ;)
Aus Liebe zu meiner Heimatstadt und Interesse an gutem Fußball.

Olovil
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von Olovil » Sa 8. Jul 2017, 07:21

Eventzuschauer hat geschrieben:Warum wird bei Attacken rechter Seite...das ganze groß und breit diskutiert und verurteilt? Warum nicht bei Attacken linker Seite? Wo ist da der Aufschrei!? Warum wird ein Pegida, Legida und wie all der Shrott heißt...vernichtend diskutiert...das Gegenbündniss gefeiert.
Warum kommt aus diesem spektrum jetzt kein Wort zum G20 Gewaltgipfel?
Ich versuch mal zu antworten.
Bei Legida und Pegida drehte sich die Diskussion anfänglich um die Frage, ob das Nazis sind oder nicht. Das wurde von einigen Sympatisanten verneint, obwohl die Personen und die verwendete Sprache eindeutig waren.

Bei den Ereignissen in Hamburg ist die Lage von vornherein ziemlich eindeutig. Wenn Terroristen ein Stadtviertel in Schutt und Asche legen gibt es wenig Diskussionsbedarf, wessen Geistes Kind diese Leute sind. Wer friedlichen Protest, der immer zulässig sein muss, möchte, muss sich soweit es geht von diesen Gewaltfanatikern fernhalten. Das ist insbesondere durch die Organisatoren nicht passiert. Deswegen muss sich niemand wundern, das die berechtigte Kritik am G20-Gipfel niemanden mehr interessiert.

Wie auch bei Legida/Pegida gilt: Wer sich als "normaler" Demonstrant mit den extremen Teilnehmern gemein macht, diesen in der Masse Schutz bietet, muss sich nicht beschweren wie diese behandelt zu werden.

Das heißt nicht, dass jede Entscheidung der Polizeiführung während der bis dahin friedlichen Demonstrationen der Situation entsprechend angemessen war.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 56503.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Aber diese Kritik wurde durch die Verbrecher in den eigenen Reihen durch die Randale in der Nacht vollständig delegitimiert.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 56552.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Demonstranten sind Menschen, die für ein politisches Anliegen protestieren, gerne kreativ, gerne lautstark, und wenn es sein muss auch zivil ungehorsam. Sie haben eine politische Botschaft und ein soziales Anliegen. Zehntausende solcher Demonstranten sind in Hamburg unterwegs. Man sieht sie nicht mehr, zu sehen ist nur noch der Rauch brennender Barrikaden. Man hört sie nicht mehr, zu hören ist nur noch das Klirren eingeschmissener Scheiben.
Edit: Danke an die Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und sonstige Einsatzkräfte, die dort gegen den Abschaum versuchen die Zivilisiation zu erhalten.

Teekessel
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von Teekessel » Sa 8. Jul 2017, 09:21

Echt heftig was man so sieht. Und so ganz unrecht hat der Eventi nicht, die üblichen Prediger gegen Gewalt sind hier wieder ganz schön ruhig. Und da meine ich niemanden aus dem Forum.

Ich schließe mich Olovil an und zolle der Polizei meinen Respekt.

Richtig tomsen, im Prinzip verhalten sich diese “ Antifaschistischen“ nicht anders als Faschisten. Widerlich

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bruno
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von bruno » Sa 8. Jul 2017, 09:42

Teekessel hat geschrieben:Echt heftig was man so sieht. Und so ganz unrecht hat der Eventi nicht, die üblichen Prediger gegen Gewalt sind hier wieder ganz schön ruhig. Und da meine ich niemanden aus dem Forum.

Ich schließe mich Olovil an und zolle der Polizei meinen Respekt.

Richtig tomsen, im Prinzip verhalten sich diese “ Antifaschistischen“ nicht anders als Faschisten. Widerlich
Darum sind es für mich auch Links Faschisten.
Ich halte mich an die Regeln wenn man mich Regeln lässt

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Jupp
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von Jupp » Sa 8. Jul 2017, 14:35

Ich schätze derzeit sind viele Leute einfach im Urlaub, auch ich war die letzten Tage unterwegs. Olovil hat zudem gut begründet, warum das Verhalten weniger Diskussion auslöst. Aus meiner Sicht gibt es da keine zwei Meinungen. Das sind Gewalttäter, die hinter Gitter gehören. Sie versuchen auch nicht die politische Mitte zu erreichen, um ihr extremes Gedankengut zu verbreiten, sondern schrecken diese mit ihren Gewalttaten ab. Einfach nur übel, wenn man das sieht.

Letztlich war aber absolut erwartbar, was sich da an Klientel nach Hamburg macht. Erinnert an 1212 in Leipzig als die Antifa zur bundesweiten "Weihnachtsfeier" geladen hat. Die Voraussetzungen sind dabei vergleichbar bloß noch ein paar Stufen drüber. Vor Ort gibt es eine linksradikale Szene, die entsprechend vernetzt ist. In Hamburg ist diese Szene nochmal deutlich größer und der Aufruf war dieses Mal europaweit. Für mich damals in Leipzig erstaunlich wie wenig Polizei vor Ort war, so dass es völlig außer Kontrolle geriet.

In Hamburg bin ich nun davon ausgegangen, dass man mit 20.000 Polizisten die Lage deutlich besser in den Griff bekommt. Da lag ich leider völlig daneben, was eine Katastrophe für dortige Anwohner, Geschäfte und beteiligte Polizisten ist, die das umsetzen, was Politik und deren Leitung vorgibt. Man muss ganz klar sagen, dass die Strategie eine Null-Toleranz-Politik zu fahren, die Stimmung in den letzten Tagen nicht wirklich beruhigt hat. Gestern wurden zusätzlich zu den 20.000 Polizisten weitere Einsatzkräfte angefordert und es gab am Abend trotzdem teilweise Anarchie. Da ist gewaltig was schief gelaufen, um es sehr vorsicht auszudrücken.

Der Hauptfehler ist für mich aber bereits vorher gemacht wurden, Hamburg als Ort für den G20-Gipfel zu machen. Hier müssen sich die Bundesregierung genauso wie die politisch verantwortlichen in Hamburg definitiv den Hut aufsetzen.

Der Kommentar "Die Eskalation ist eine Blamage für die Demokratie" bei der Berliner Zeitung trifft es ganz gut: http://www.berliner-zeitung.de/politik/ ... e-27934540" onclick="window.open(this.href);return false;
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Allgäuer
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Politik-Stammtisch

Beitrag von Allgäuer » Sa 8. Jul 2017, 19:41

Jupp hat geschrieben:Ich schätze derzeit sind viele Leute einfach im Urlaub, auch ich war die letzten Tage unterwegs. Olovil hat zudem gut begründet, warum das Verhalten weniger Diskussion auslöst. Aus meiner Sicht gibt es da keine zwei Meinungen. Das sind Gewalttäter, die hinter Gitter gehören. Sie versuchen auch nicht die politische Mitte zu erreichen, um ihr extremes Gedankengut zu verbreiten, sondern schrecken diese mit ihren Gewalttaten ab. Einfach nur übel, wenn man das sieht.

Letztlich war aber absolut erwartbar, was sich da an Klientel nach Hamburg macht. Erinnert an 1212 in Leipzig als die Antifa zur bundesweiten "Weihnachtsfeier" geladen hat. Die Voraussetzungen sind dabei vergleichbar bloß noch ein paar Stufen drüber. Vor Ort gibt es eine linksradikale Szene, die entsprechend vernetzt ist. In Hamburg ist diese Szene nochmal deutlich größer und der Aufruf war dieses Mal europaweit. Für mich damals in Leipzig erstaunlich wie wenig Polizei vor Ort war, so dass es völlig außer Kontrolle geriet.

In Hamburg bin ich nun davon ausgegangen, dass man mit 20.000 Polizisten die Lage deutlich besser in den Griff bekommt. Da lag ich leider völlig daneben, was eine Katastrophe für dortige Anwohner, Geschäfte und beteiligte Polizisten ist, die das umsetzen, was Politik und deren Leitung vorgibt. Man muss ganz klar sagen, dass die Strategie eine Null-Toleranz-Politik zu fahren, die Stimmung in den letzten Tagen nicht wirklich beruhigt hat. Gestern wurden zusätzlich zu den 20.000 Polizisten weitere Einsatzkräfte angefordert und es gab am Abend trotzdem teilweise Anarchie. Da ist gewaltig was schief gelaufen, um es sehr vorsicht auszudrücken.

Der Hauptfehler ist für mich aber bereits vorher gemacht wurden, Hamburg als Ort für den G20-Gipfel zu machen. Hier müssen sich die Bundesregierung genauso wie die politisch verantwortlichen in Hamburg definitiv den Hut aufsetzen.

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Sorry Jupp, aber in einem demokratischen Rechtsstaat muss es an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich sein so eine Veranstaltung durchzuführen.
Nach deiner Logik dürfte es dann nämlich auch kein RB Leipzig geben und das ist völliger Blödsinn.

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katmik
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Re: Politik-Stammtisch

Beitrag von katmik » Sa 8. Jul 2017, 20:00

Die Typen haben doch mit einer politischen Richtung nichts am Hut. Das sind einfach nur Krawalltouristen.
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als jener, der ohne Ziel umherirrt. (Lessing)

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