RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

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Stiller_Support
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Stiller_Support » Sa 2. Jul 2016, 10:43

mahe hat geschrieben:
Jerichoid hat geschrieben:Wurde mir aber so gesagt, dass es erstmal zum testen ist, an diesem Tag. Die Eheschließung ist echt, aber für die Stadt ein test.
da hat man dir bzgl. des datum eine falschauskunft gegeben, heute ist die trauung nicht.

RBL langt ganz schön zu. man hat eine reinigung vor der zeremonie und eine nach der zeremonie zu zahlen.
Wieso davor :?: :?
........

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Peppermint Pig
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Peppermint Pig » Mo 18. Jul 2016, 20:45

Ich setze eher auf die Karte Investor.
Manfred Schwabel Präsident der SpVgg Unterhaching im Kickerinterview auf die Frage „Wie sieht es mit Sponsoren aus?“
Rasenballsportgemeinschaft Red Bull Leipzig------------------------Bild---Bild---Bild-----------------------FC Red Bull Salzburg
⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿⦿
Europapokal-K.o.-Runden-Bilanz 5:1

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mahe
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von mahe » Mo 18. Jul 2016, 22:13

Stiller_Support hat geschrieben:Wieso davor :?: :?
das versteht ja keiner und ist aus meiner sicht abzocke.
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Lindenauer reloaded
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Lindenauer reloaded » Di 19. Jul 2016, 07:06

mahe hat geschrieben:
Stiller_Support hat geschrieben:Wieso davor :?: :?
das versteht ja keiner und ist aus meiner sicht abzocke.
Wer ist der Vertragspartner? RedBull oder die ZSL?

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mahe
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von mahe » Di 19. Jul 2016, 08:06

kann man nur das brautpaar fragen, wenn sie wieder im lande sind
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Fanblock-Gänger » Di 2. Aug 2016, 09:26

Teure Fußballtransfers: Mit Wahnsinn hat das nichts zu tun

Nie war ein deutscher Fußballer teurer als Schalkes Leroy Sané, der jetzt nach Manchester wechselt. Schon sind wieder Klagen über zu hohe Ablösesummen zu hören. Was für eine Doppelmoral.
...
http://www.spiegel.de/sport/fussball/le ... 05609.html
:thumb:

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Karlo
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Karlo » Sa 24. Sep 2016, 16:50

Eine Veranstaltungsempfehlung zum Thema:
26.10.2016 | 20:00 Uhr | NAUMANNs (Leipzig) | Eintritt frei!

RB Leipzig – der Untergang des Fußballs?
Über das Kicken im Kapitalismus und die Sehnsucht nach einem fragwürdigen Idyll - Ein Vortrag von Alex Feuerherdt

Kaum etwas bringt die Fanszene in Deutschland derzeit so in Wallung wie RB Leipzig. Glaubt man den zahllosen Statements, die es seit der Gründung des Klubs im Jahr 2009 gab – in den Stadien wie in Ultra-Foren, in Fanzines wie in den sozialen Netzwerken –, dann droht mittelfristig nicht weniger als der Untergang des Fußballs mitsamt seiner geheiligten Tradition und Fankultur (zumal jetzt, nach dem Aufstieg von RBL in die Bundesliga). Denn das „zentrale Anliegen“ des „sächsischen Kunstvereins“, so formulierte es der Chefredakteur der Zeitschrift „11 Freunde“ in einer regelrechten Philippika, sei nicht das Kicken, sondern „die Profitmaximierung“: „Spitzenfußball und familienfreundliches Entertainment nach amerikanischem Vorbild, alles immer im Dienste der Marke Red Bull.“

Ein etwas merkwürdiges Argument. Schließlich sind die meisten Profiklubs längst selbst Konzerne geworden, die – so ist das im Kapitalismus notwendigerweise – Profitmaximierung betreiben und deren Funktionäre letztlich nichts anderes sind als Unternehmer. Nur verkaufen sie keine Getränkedosen, sondern die Ware Fußball und suchen sich zu diesem Zweck potente Sponsoren. Und sie brauchen – genau wie Red Bull und jedes andere Unternehmen auch – Kunden, die ihr Produkt kaufen. Dass diese Kundschaft aus Fans besteht, die davon überzeugt sind, dass der eigentliche Daseinszweck ihres Lieblingsklubs noch immer das Fußballspiel als solches ist, macht das Marketing erheblich einfacher, weil emotionale Bindung – auch über den Verweis auf „Tradition“ und „Fankultur“ – umsatzfördernd ist.

Das mag herzlos klingen, aber die Totalität der kapitalistischen Vergesellschaftung hat den Fußball nun mal längst eingeschlossen. Und es stellt sich auch die Frage, welches Idyll da eigentlich beschworen wird, wenn RB Leipzig mal wieder als „Rattenball“ oder „Bullenseuche“ verunglimpft wird. Um die Proteste gegen RB Leipzig und ihre Motivation, um den Fußball im Kapitalismus ganz allgemein (und die Geschichte seiner Kommerzialisierung darin) sowie um die Problematik, die mit der Romantisierung des scheinbar Ursprünglichen, Authentischen und Natürlichen einhergeht, soll es im Vortrag von Alex Feuerherdt gehen. Der Referent ist freier Publizist und lebt in Köln. Er ist Betreiber des Blogs „Lizas Welt“ und schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für die „Jüdische Allgemeine“, n-tv.de, die „Jungle World“ und „Konkret“.

https://www.facebook.com/events/1834242280195388/" onclick="window.open(this.href);return false;
Erfolgsfans, no Ultras.

Fanblock-Gänger
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Fanblock-Gänger » Fr 3. Mär 2017, 07:24

Poldi wechselt, will sicher idealistisch Licht ins Fußballland der aufgehenden Sonne bringen:
Hinter Vissel Kobe steckt der Onlinehändler Rakuten, der nach eigenen Angaben 15 Milliarden Dollar wert ist und 10 000 Mitarbeiter in 26 Ländern hat. Der als eines der zehn größten Internetunternehmen geltende Konzern ist ab der kommenden Saison für vier Jahre Trikotsponsor des FC Barcelona und zahlt dafür 220 Millionen Dollar.
Poldi soll noch einmal was gegen RB schreiben. :roll:

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FaulerZauber
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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von FaulerZauber » Fr 3. Mär 2017, 09:36

In einem anderen Forum habe ich einen sehr schönen Beitrag von einem Augsburg-Fan gelesen, der das Thema m.E. sehr gut aufbereitet. Ich erlaube mir mal zu zitieren:
Ich VERSTEHE die Kritik an RB Leipzig sehr wohl. Ich teile die Kritik sogar in weiten Teilen. ich würde aber die Entwicklung bei anderen Vereinen (letztendlich die, die Du in Deinem Statement nicht genannt hast) genauso kritisch sehen- Bayern, Dortmund, Schalke, HSV oder aus Liga 2 1860 München etc. . Ich sehe das IM ERGEBNIS keinen Unterschied. Alle diese Vereine haben so viel Geld, dass sie den Rest der Liga "wegkonkurrieren" können und deshalb ist die sportliche Situation in weiten Teilen auch festzementiert.

Ich setze damit übrigens auch nicht das Geschäftsmodell von RB Leipzig und sagen wir mal Bayern München gleich. Es hat nur das ziemlich exakt gleiche Ergebnis (wobei ich sogar vielen Teilnehmern hier Recht geben würde, dass RB Leipzig am Transfermarkt zwar auch gewaltige Summen ausgibt, dafür aber relativ wenig bekannte Spieler kauft). Alle genannten Vereine kaufen jedenfalls in ganz anderen Sphären ein als z.B. der FCA, Mainz, Bremen oder erst recht Sankt Pauli. Und der Weltfußball zementiert diese Riesenunterschiede, die ja nicht nur in der deutschen Liga existieren (Wer wird denn in Spanien Meister, wer in Italien, wer, von Ausnahmen mal abgesehen in England, wobei es mir da so vorkommt als ob alle Vereine inzwischen einen Scheich oder sonst einen Magnaten mit unendlich viel Geld im Rücken haben und dadurch die Konkurrenzsituation auf einem anderen Level vielleicht sogar wieder größer wird).

Ich bin auch ganz dezidiert NICHT der Meinung, dass Vereine wie Darmstadt, Augsburg, Mainz, Bremen etc. kurzfristig aus der Bundesliga verschwinden werden, denn noch gibt es ja nicht so furchtbar viele Mäzene/Sponsoren/Werbepartner wie Red Bull. Insofern werden einige Vereine für die Ligen weiterhin als "Füllmaterial" gebraucht und ich sehe nicht, dass sich das so schnell ändert.
Meiner Meinung nach wird eher die eh schon vollkommen ausgehöhlte 50 plus 1 Regel fallen und dann wird sich eben auch der FCA und die anderen von Dir genannten Vereine nach irgendwelchen potenten Sponsoren aus aller Herren Länder umschauen müssen. Der Zug zum "Volksport Fußball" ist jedenfalls für die oberen Ligen abgefahren.

An der Situation würde sich aber kein Jota ändern, wenn es RB Leipzig nicht mehr geben würde. Und deshalb verstehe ich die Strategie der Ultras, sich zwar vehement und mit intelligenten und leider meistenteils eher peinlichen Aktionen gegen die Kommerzialisierung des Fußballs durch RB Leipzig zu wenden, die Kommerzialisierung des Fußballs durch andere in der Bundesliga praktizierten Geschäftsmodelle jedoch bei weitem nicht so vehement anzugreifen.

Man könnte ja sogar ketzerisch fragen, ob die Bundesliga an der Spitze nicht sogar an Spannung hinzugewinnt, wenn Bayern und Dortmund durch Vereine wie RB Leipzig und mit Abstrichen Hoffenheim herausgefordert werden, weil Vereine mit einer Finanzstruktur wie Mainz und Darmstadt und Augsburg das schon lange nicht mehr nachhaltig schaffen (können).

Mir persönlich imponiert die sportliche Leistung von RB Leipzig jedenfalls sehr mit einer sehr jungen und (wie ich fürchte für uns zu) schnellen Truppe von Spielern, die zwar nicht billig waren und sind, von denen man aber im Zeitpunkt der Verpflichtung überwiegend nicht sagen konnte, dass es sich um fertige Stars handelt, die Bundesliga tempomäßig, spielerisch und taktisch aufmischen (was sicher auch an der Tatsache liegt, dass man mit Hasenhüttel einen absoluten Fußballfachmann verpflichtet hat, der aber eben sicher auch nicht ind die Rubrik "Startrainer" einzuordnen war). Mir als Mönchengladbacher würde es schon sehr gut gefallen, wenn die Bayern mal wieder nicht schon 10 Spieltage vor Schluss die Meisterschaft eintüten könnten.

Übrigens: Wenn man sich mit den Klagen der von vielen so genannten "Traditionsvereine" titulierten Klubs beschäftigt (ich persönlich habe mit dem Anspruch irgendwelcher Klubs alleine wegen ihrer Vergangenheit irgendeinen Sonderstatus beanspruchen zu dürfen auch so meine Probleme, weil Erbhöfe in jedem denkbaren Zusammenhang den Status quo ungesund zementieren), dann beschweren sich viele in unteren Ligen (mindestens ab der Regionalliga) auch über die Zweitvertretungen anderer "Traditionsvereine".

Diese können, ohne Rücksicht auf die erzielten eigenen Zuschauerzahlen mit Mitteln wirtschaften, die ihnen vom Gesamtverein zur Verfügung gestellt wird und auch junge Spieler sehr viel eher davon überzeugen, zu ihnen zu wechseln, weil sie (eben mit den vom Gesamtverein zur Verfügung gestellten Mitteln) bessere Gehälter zahlen und erst recht eine bessere sportliche Perspektive bieten können (die meisten jungen Spieler träumen ja doch den Traum, irgendwann mal durch Riesenglück bei einem Profiverein aufzutauchen und wenn man schon für Borussia MG II spielt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann mal in den Profikader rutscht doch um einiges größer).

Und wenn man es ganz streng nimmt, dann findet diese (finanzielle und strukturelle) Auslese, die letztendlich auch auf der relativen Finanzmacht einiger Vereine beruht, schon im Jugendfußball statt. Da wird RB Leipzig eben ganz andere Möglichkeiten haben als der FC Augsburg- aber der hat wieder ganz andere Möglichkeiten als, was gibts denn da bei euch noch? - agen wir Schweinfurt 05 und die wiederum haben andere Möglichkeiten als der FC Gundelfingen (ohne mich da jetzt im Detail auszukennen).

So ist das nunmal und so muss man das (leider) akzeptieren, wenn man sich für Fußball interessiert. Und wenn man das kritisiert, wo fängt man da an und wo hört man da auf?

Für mich ist die Kritik der Ultras im wesentlichen an RB Leipzig jedenfalls viel zu schmal (und leider oft auch in der Art und Weise häufig nur schwer bis gar nicht erträglich.
Da kann ich mich gut wiederfinden, ich verstehe die Kritik, aber man muss es einordnen.
What part of our history ist reinvented and under rug swept?
What part of your memory is selective and tends to forget? (A. Morissette)

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Re: RB Leipzig - Leidenschaft und Kommerz

Beitrag von Fanblock-Gänger » Fr 3. Mär 2017, 10:32

Vor allem, wenn man Fan einer Aktiengesellschaft ist. Damit ist mal nicht der BVB gemeint. ;)

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