Tradition vs Kommerz

Hier kann alles rein, was sonst nirgends passt
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Fußballfanatiker
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Tradition vs Kommerz

Beitrag von Fußballfanatiker » Mo 29. Jun 2015, 16:00

Tradition vs Kommerz
Die Kommerzialisierung im Fußball ist nicht aufzuhalten!

Welche Rolle spielt dabei die Tradition im Verein und was hat der
immer größer werdende Einfluss von Unternehmen für Auswirkungen auf den
Fußball und den Verein.
Müssen sich die Bundesligavereine in der Zukunft anpassen um den
Abstand zu anderen Ligen nicht zu
gefährden und wenn ja wie?

Um diese Fragen zu beantworten und mir bei meiner
Bachelorarbeit weiterzuhelfen bräuchte ich eure Antworten auf meinen
Fragebogen. Es sind nicht viele Fragen und er dürfte nicht länger als 4-6 Minuten
in Anspruch nehmen.

Vorallem interessieren mich euere Antworten von RB, weil ihr genau wisst welche Vorteile aber auch ggf. Nachteile der Kommerz bringt.

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Ich freue mich auf viele Teilnehmer und eine interessante Diskussion zu dem Thema

Sportliche Grüße und vorab vielen Dank,

Timo El-Nomany

PS: Ich hoffe, dass ich hier im richtigen Thread bin. Geht ja schließlich um die Fans und deren Belange! :lokbeer:

LE79
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Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von LE79 » Mo 29. Jun 2015, 16:27

Definiere doch mal aus deiner Sicht was Tradition für Dich bedeutet und was Kommerz.
War der FC Bayern 1905 nur 5 Jahre nach seiner Gründung ein Traditionsverein?
Kann also RBL nach 5 Jahren ein Traditionsverein sein?
Was ist Kommerz? Fußball als Erheiterung der Massen, wie damals im Kolosseum? Dann ist der gesamte Fußball doch Kommerz, oder?
Ist der 50 Jahre alte Mittelständler, welcher im Familienbesitz ist, eine Firma mit Tradition und ein 55 Jahre alter Mittelständler welcher Investoren gehört eine Firma mit Kommerz?
Ich könnte das jetzt ewig fortführen.
Tradition schließt Kommerz nicht aus! Kommerz ist auf Gewinnerzielung aus. Jede Firma und jeder Verein hat das Ziel der Gewinnerzielung, da man sonst Pleite geht.
Tradition ist laut Duden die Weitergabe, Überlieferung von Werten, Sitten und Verhaltensmustern und Gepflogenheiten. Ist also die Fankurve aus dem Jahr 1960 heute noch in seiner Art und Weise die Gleiche? Ich sage nein (Rassismus, Gewaltbereitschaft, Vereinheitlichung=schwarzer Mob, Schlachtrufe und Bunte Kurve vs. montone emotionslose Beschallung). Laut Duden greift hier also die Bezeichnung Tradition nicht. :shock:
Ich dürfte nicht Dein Dozent sein. :mrgreen:

Fußballfanatiker
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Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von Fußballfanatiker » Mo 29. Jun 2015, 17:09

Hey Le79 danke für deinen Beitrag, ich versuche in meiner Arbeit, ganz Objektiv an die Sache ranzugehen. Ich habe die gleichen Fragen auch den sogenannten "Traditionsklubs" gestellt. Wie du vermuten kannst waren die Aussagen hierzu anders . Meiner Meinung nach muss ein Verein mittlerweile sich dem Umfeld und der Konkurrenz anpassen. Dadurch werden auf Dauer Traditionen verloren gehen die für Fans die einen Verein seit über 30 Jahren unterstützen vermutlich nicht positiv aufgenommen werden. Jedoch ist das nunmal der Lauf der Dinge. Mir ist bewusst das auch heutzutage Vereine das Recht haben neu gegründet zu werden . In 100 Jahren wird man eventuell auf eine erfolgreiche und lange Vereinshistorie bei RBL zurückschauen und vermutlich seid ihr dann auch ein Traditionsverein :P .. Mir war es nur wichtige die Meinungen der Fans für diesem Thema einzuholen um im meinem Fazit eine eventuelle Brücke für Vereine und Fans zu bauen.

Lg :D

Tag Eins
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Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von Tag Eins » Mo 29. Jun 2015, 18:38

Ich sehe den Gegensatz Tradition vs Kommerz nicht, haben doch sogenannte Traditionsvereine den Kommerz eingeführt. Zudem ergeben sich auch Chancen durch Investoren für Traditionsvereine.

Belastend finde ich in anderen Stadien von Traditionsvereinen oft die nervige Werbung. Da werden Ecken, jegliche Spielunterbrechungen, Halbzeitgewinnspiele usw. durch Werbejingles von Sponsoren präsentiert. Bei RB kann man das Spiel ohne Werbeunterbrechung genießen.

Außerdem finde ich, dass die Berufung auf Tradition in den letzten Jahren zugenommen hat, aber meist nur nach außen getragen wird, um andere auszugrenzen. Besonders lächerlich wird es, wenn sich ein 2007 gegründeter ziemlich kommerzieller Verein 1. FC Heidenheim 1846 nennt.

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schmidder
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Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von schmidder » Di 30. Jun 2015, 09:55

Tag Eins hat geschrieben:Ich sehe den Gegensatz Tradition vs Kommerz nicht, haben doch sogenannte Traditionsvereine den Kommerz eingeführt. Zudem ergeben sich auch Chancen durch Investoren für Traditionsvereine.
Das ist, wie ich finde, der eintscheidende Punkt! Wie sagte Christian Seifert (DFL-Boss) letztens:
Ich kann mit der generellen Debatte Kommerz gegen Tradition wenig anfangen. Seit Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 ist Kommerz ein wesentlicher Bestandteil im Profifußball [...] Manche Ligavertreter, die diese Diskussion mit manchmal erstaunlichem Enthusiasmus führen, hätten in den vergangenen 15 Jahren Zeit gehabt, Anträge zu stellen, die das Verhältnis von Kommerz und Tradition anders regeln. Das ist selten geschehen. Deshalb ist es reichlich inkonsequent, jedes Jahr die Diskussion Tradition versus Kommerz neu zu führen. Alle Vereine spielen nach den Regeln, die sie sich selbst gegeben haben.
Dabei sollte man mal nachdenken, wie lange es RBL schon gibt und wie lange man schon Mitglied der DFL ist.

Von daher weiß ich nicht, ob die Überschrift mit Tradition vs Kommerz richtig ist, da alle "Traditionsmannschaften" auch "Kommerztruppen" sind. Laut aktuellem DFL-Finanzbericht finanziert sich ein Verein (bzw. GmbH / AG) zu ca. 55% aus den Sparten: Werbung und mediale Verwertung. "Kommerz" ist also nicht nur ein Teil des Fußballs, sondern sogar der Hauptfianzierer.

Ich verstehe jeden, der Angst hat, dass sein Verein in die Bedeutungslosigkeit abdriftet, ich habe mit dem FC Sachsen Leipzig auch den Abstieg aus der 1. DDR Oberliga in die 6.Liga erlebt. Aber fatal finde ich es zu glauben, dass man aufgrund von Traditionen ein Anrecht besitzt. So heißt es ja immer, RBL klaut anderen Vereinen den Platz. In der Welt ist es nun eimal so, dass sich der Erfolg durchsetzt. Mir kommt es so vor, als klammert sich so mancher Fußballfan, in einer immer schneller werdende Welt/Zeit, an ein bisschen Halt/etwas Überdauerndes und sucht sich ausgerechnet hierfür den Fußball aus. MMn erhält "Tradition" dann aber einen negativen Touch und folgender Wandspruich ist dann sehr zutreffend:
Tradition ist die Tyrannei der Toten über die Lebenden
Also man müsste wohl in einem ersten Schritt erst einmal festlegen, was Tradition ist und ob sie ohne Kommerz überhaupt noch lebensfähig wäre. Man sagt ja immer, bei den anderen Vereinen war zu erst der Fußball, dann der Kommerz...ich denke aber das man hier das Umfeld nicht vernachlässigen sollte. Heute kann man nicht einmal mehr als 11. Ligist ohne Sponsoren auskommen...Traditionsvereine haben für mich einfach nur "die Gnade der frühen Geburt" erfahren.

Ps. Interessant fänd ich übrigens auch, zu analysieren wer denn am meisten nach Tradition im Fußball schreit...gefühlt liegt deren Altersdurschnitt bei <18 Jahren. Aber klar, alle haben noch vom Opa auf Sterbebett die Story des Punktspiels am 17.12.1937 im Schneechaos gehört, als der eigenen Verein sich tapfer gegen eine Übermacht erwehrte ;)
So lange besser möglich ist, ist gut nicht genug

michi1989
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Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von michi1989 » Mo 17. Aug 2015, 14:38

​Hallo Fußballfans,

im Rahmen meiner Masterarbeit brauche ich EURE Hilfe!

Ganz Fußball-Deutschland diskutiert über die Einflüsse von Retortenklubs….
Auch mich als großen Fußballfan interessieren die positiven und negativen Einflüsse dieser Klubs, daher habe ich diese Thematik für meine Masterarbeit gewählt.Wenn Ihr auch eine Meinung dazu habt und mir helfen wollt einen Denkanstoß an Vereine und Verbände zu liefern, wie die Fußballfans die Situation sehen, dann füllt bitte kurz meinen Fragebogen aus. Die Beantwortung dauert ca. 10 – 15 Minuten und ihr würdet mir sehr helfen.

Hier geht’s zum Fragebogen: https://ubayreuthmarketing.qualtrics.co ... KGjOvHtA7H" onclick="window.open(this.href);return false;

Die Umfrage ist natürlich komplett unabhängig von Vereinen und Verbänden.
Da Ihr selbst stark von der Diskussion betroffen seid, ist Eure Meinung sehr wichtig für mich!

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Sportliche Grüße, Michael​

RB_Paul
Beiträge: 1
Registriert: Mo 31. Aug 2015, 14:59

Re: Tradition vs Kommerz

Beitrag von RB_Paul » Mo 31. Aug 2015, 15:39

Hallo Michael,

ich finde Deine Umfrage sehr interessant. Kannst Du das Ergebnis für uns hier im Forum nach Abschluss Deiner Masterarbeit zur Verfügung stellen? Ich finde man kann da viel über Fankulturen lernen :-)
Wir sind Rasenballsport Leizig, rot weiß sind unsre Farben, wie werden niemals untergehen!CityNews für RB Leipzig http://www.city-news.info/flyerverteilung/flyer-verteilen-leipzig

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