China das neue England?

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TeQuillaaaA
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China das neue England?

Beitrag von TeQuillaaaA » Mi 3. Feb 2016, 09:23

Hallo RB-Fans,

ich starte mal eine Diskussionsrunde aus aktuellem Anlass. Erst das Angebot für Ujah aus China über 12 Mio bzw 20 Mio, jetzt lese ich das Beijing Guoan für Ramos 12 Mio geboten hat. Gleichzeitig auf tm.de: Evergrande kauft Jackson Martinez für 42 Mio.

Ich hab mal gelesen, dass die chinesischen Clubs druck von der Regierung bekommen, Spieler aus Europa zu kaufen, damit Fußball in China attraktiver wird. Die bedienen sich ja sogar an englischen Topclubs.

China - England 2.0?

Was sagt ihr dazu?

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Hank
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Re: China das neue England?

Beitrag von Hank » Mi 3. Feb 2016, 10:04

Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass China Fußball Weltmeister werden will! (Quelle hab' ich leider nicht, bin zu faul zum suchen... 8-) )
Quatar macht's vor (Fußball WM und Handball), der Rest der Despoten der Welt macht's nach.
Frei nach den Römischen Kaisern: Panem et circenses.
(Könnt ihr ja mal auf Wikipedia nachlesen... :mrgreen: )
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Re: China das neue England?

Beitrag von TeQuillaaaA » Mi 3. Feb 2016, 10:16

Hank hat geschrieben:Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass China Fußball Weltmeister werden will! (Quelle hab' ich leider nicht, bin zu faul zum suchen... 8-) )
Quatar macht's vor (Fußball WM und Handball), der Rest der Despoten der Welt macht's nach.
Frei nach den Römischen Kaisern: Panem et circenses.
(Könnt ihr ja mal auf Wikipedia nachlesen... :mrgreen: )
Naja gut, bislang beschränkt sich Katar auf Spieler die ihren Zenit schon längst überschritten haben. Aber China bedient sich an Spieler die noch voll im Saft stehen.

mike shinoda
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Re: China das neue England?

Beitrag von mike shinoda » Mi 3. Feb 2016, 11:32

Vor allem sehe ich die Tendenz dahingehend, dass afrikanische und südamerikanische Top-Spieler in Zukunft eher nach China gehen werden. Für sie ist es doch fast egal, ob sie am einen Ende der Welt oder am anderen spielen.
Die Verdienstmöglichkeiten hingegen sind unlängst höher. Für die Bundesliga wird die englische Liga die deutlich größere Gefahr darstellen...
Trost für Traditionalisten: Das Neue kann der Anfang einer langen Tradition werden.
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Re: China das neue England?

Beitrag von Roter Brauser » Mi 3. Feb 2016, 12:29

mike shinoda hat geschrieben:Für die Bundesliga wird die englische Liga die deutlich größere Gefahr darstellen...
Ich sehe die Entwicklung in England nicht als Gefahr, sondern als Chance für große Transfererlöse.

Einen Ausverkauf wird es in der Bundesliga nicht geben, weil die Mannschaften auf der Insel ihre Mannschaften nicht unendlich aufblasen können und die Gehälter in der Bundesliga auch fern der Armutsgrenze liegen.
Ob dann ein Firminho in Hoffenheim oder in Liverpool wirbelt, ist mir ziemlich egal. Die 40 Millionen sehe ich aber gerne in Deutschland und im besten Fall wird ein Bruchteil dieses Geldes in die Infrastruktur (Stadion, Jugendarbeit, Personal) investiert.

Auch im internationalen Wettbewerb wird sich wenig ändern. Die Bayern werden sich ob ihrer Finanzstärke behaupten können und regelmäßig den Weg ins Halbfinale der CL finden. Andere deutsche Teams dringen doch jetzt schon - bis auf einzelne Glanzlichter - höchstens bis ins Achtelfinale vor.
Satzzeichen und Smileys sind keine Herdentiere!

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Re: China das neue England?

Beitrag von TeQuillaaaA » Mi 3. Feb 2016, 14:44

http://www.transfermarkt.de/martinez-im ... ews/225967" onclick="window.open(this.href);return false;

Hier mal ein Beitrag dazu - wie passend.

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Hank
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Re: China das neue England?

Beitrag von Hank » Mi 3. Feb 2016, 15:36

Ergänzung:
http://www.kicker.de/news/fussball/intl ... rubel.html" onclick="window.open(this.href);return false;
:corn:
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Re: China das neue England?

Beitrag von roger » Mi 3. Feb 2016, 16:14

Roter Brauser hat geschrieben:
Ich sehe die Entwicklung in England nicht als Gefahr, sondern als Chance für große Transfererlöse.


Auch im internationalen Wettbewerb wird sich wenig ändern. Die Bayern werden sich ob ihrer Finanzstärke behaupten können und regelmäßig den Weg ins Halbfinale der CL finden. Andere deutsche Teams dringen doch jetzt schon - bis auf einzelne Glanzlichter - höchstens bis ins Achtelfinale vor.
Sehe ich genauso. Gerade wir wollen ja offenbar auch mehr Talenteschmiede sein. Auf höchstem Niveau.

Und zum internationalen Wettbewerb gibt es nur zu sagen, dass in den letzten 18 Spielzeiten (!) kein Bundesligist einen Europapokal gewonnen hat. Bayern ist keiner ;) Es gab zwar ein paar Finalisten (Werder, Dortmund, Bayer) aber dennoch bleibt als Fakt die 0 stehen.
"Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.", Albert Einstein

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Re: China das neue England?

Beitrag von mike shinoda » Mi 3. Feb 2016, 19:03

Ich denk auch, dass die Bundesliga attraktiv bleibt und natürlich einiges an Geld durch Transfereinnahmen dazubekommen wird.

Aber Fakt ist doch, dass Wolfsburg bei Basel mit einem 27(!!) Millionenangebot für einen 18 jährigen (!!) abblitzt. Warum? Weil Basel sicher sein kann, dass sich im Sommer irgendein Premier League Team findet wird, das 30, 40, 50 Mio. zahlt.
Das sind Summen, die außerhalb von Bayern kein Bundesligist zahlen wird – auch Wolfsburg und RB vorerst nicht.
Oder denk an interessante Talente vom RSC Anderlecht, FC Brügge, PSV Eindhoven, Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam, Sparta Prag und Co.! Da gab es bisher den Spieler X, der war für Schalke, Dortmund und Co interessant… beide bieten ca. 15 Mio. Und nun kommt irgendein Premier League Verein und bietet 25 und das doppelte Gehalt – dann geht der dorthin. Und das muss eben nicht ManU, Liverpool oder Arsenal sein.
Und mir braucht auch niemand mit „die wollen international spielen“ kommen.
Der FC Watford hat für 90 Millionen € eingekauft. Zwei Sturmtalente von Udinese für 19 Mio. Ein französisches Mittelfeldtalent von Stade Rennes für über 10 Mio. Ein Sturmtalent aus Brügge für 9 Mio, ich könnte weitermachen, die haben noch mehr gute und talentierte Jungs geholt. Ein Mittelklasseverein (eher weniger als das) holt da Spieler die auch für deutsche Top-Clubs hätten durchaus interessant sein können.
Aston Villa holt 5 Franzosen im besten Fußballalter (19-25) für je 10 Mio und ein Barca-Talent für 10 Mio.! Newcastle bedient sich an vier Top-Talenten aus Anderlecht, Marseille und Eindhoven für ca. 70 Mio.! Stoke holt Imbula für 25 Mio. aus Porto und Shaqiri für 17 Mio. aus Mailand!
Also wer da immer sagt, „da geht es doch nur um die 4-5 großen, NIEMAND will nach Stoke, Birmingham oder Watford“, der liegt einfach falsch.
Also versteht mich nicht falsch, ich hab vor einigen Jahren in London einen Stoke-Fan kennengelernt. Über Robert Huuuth sind wir sofort ins Gespräch gekommen. Sprich ich habe nichts gegen den Verein, aber das ist ein ganz normaler Verein wie in Deutschland, Mainz, Augsburg oder Köln… könnten die sich Shaqiri und Imbula holen? Nein! Nicht mal Hamburg Stuttgart, Berlin oder Frankfurt könnte das. Nicht mal Schalke, Leverkusen, Gladbach kann das!

Wir werden weiter gute Spieler in der Bundesliga haben, aber es wird schwerer die Guten in unserer Liga zu holen, da es immer irgendwo ein englisches Team geben wird, das mehr bieten wird.
Trost für Traditionalisten: Das Neue kann der Anfang einer langen Tradition werden.
Walter Ludin

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Re: China das neue England?

Beitrag von RotorBrowser » Mi 3. Feb 2016, 19:54

Im "Deutschlandfunk" von heute Mittag gabs folgende Aussagen:

- ein ranghoher Funktionär in China ist fußballverrückt
- in den nächsten Jahren sollen in China 50.000 Fußballschulen entstehn
- China will 2026 die Fußball-WM ausrichten
- danach will China bald mal Weltmeister werden
- außerdem sollen Mannschaften aus China CL spielen
- früher wurden nur Spieler am Ende ihrer Laufbahn geholt, welche nicht so teuer waren


Begonnen darüber nachzudenken hat man erst 2015.

Dafür fahren die jetzt ganz schön stark auf.

Da brauchste dann für ein CL-Auswärtspiel ne Woche Urlaub und 3000 €.

( ich find keinen passenden Smilie zum dranhängen )

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