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k.s.Ruch
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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von k.s.Ruch » Fr 12. Apr 2013, 18:34

Pokalschlappe hat geschrieben:
FCN hat geschrieben:@k.s.
Sein Wissen hat er bestimmt von hier und den Kommentaren :) ...
http://www.youtube.com/watch?v=UcM-2FJ2Bos" onclick="window.open(this.href);return false;

@Roter Brauser....aha...wir sind Spinner...ich gebs weiter...ich fühle mich aber nicht Beleidigt...

Und lieber K.S. Ruch, für mich sind Leute die für irgendwelche kruden "Traditionswerte" vorgeben zu kämpfen, gleichzeitig aber das Produkt Fussball konsumieren und irgendwelchen 19-jährigen Jungmillionären huldigen einfach nur Spinner die ich nicht ernst nehmen kann.

da stimme ich dir voll und ganz zu,
denn wer von den ultras huldigt i-welche jungmillionäre??? die leute die auf dem platz stehen interessieren mich z.b. nur peripher. supportet wird um die mannschaft nach vorne zu treiben,sich selbst zu feiern und natürlich auch um besser/kreativer/bunter/lauter zu sein als der gegner. du wirst die wenigsten ultras bei i-welchen autogrammstunden oder was weiß ich sehen. mich interessiert das überhaupt nicht, da die meisten der spieler die heute noch das vereinssymbol liebkosen, morgen schon woanders unterschreiben. im großen und ganzen sind es sowieso fast alle söldner.
es gibt da natürlich ausnahmen, bei uns z.b. ronny hebestreit oder tom bertram, mit denen wir auch als gruppe im engen kontakt stehen. letzterer ist sogar ehrenmitglied beim eher erlebnisorientiertem haufen ef-süd98.
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Little Joe
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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von Little Joe » Sa 13. Apr 2013, 00:17

k.s.Ruch hat geschrieben: da stimme ich dir voll und ganz zu,
denn wer von den ultras huldigt i-welche jungmillionäre??? die leute die auf dem platz stehen interessieren mich z.b. nur peripher. supportet wird um die mannschaft nach vorne zu treiben,sich selbst zu feiern und natürlich auch um besser/kreativer/bunter/lauter zu sein als der gegner. du wirst die wenigsten ultras bei i-welchen autogrammstunden oder was weiß ich sehen. mich interessiert das überhaupt nicht, da die meisten der spieler die heute noch das vereinssymbol liebkosen, morgen schon woanders unterschreiben. im großen und ganzen sind es sowieso fast alle söldner.
es gibt da natürlich ausnahmen, bei uns z.b. ronny hebestreit oder tom bertram, mit denen wir auch als gruppe im engen kontakt stehen. letzterer ist sogar ehrenmitglied beim eher erlebnisorientiertem haufen ef-süd98.
Also wenn ich dich recht verstehe, geht es dir nicht um die Spieler im Einzelnen. Sich selbst zu feiern und besser zu sein als die gegnerischen Fans ist da wichtiger, als das Autogramm eines Lieblingsspielers, den du eh nicht hast, oder besser noch des gesamten Teams, zu besitzen.
Sorry, ich komme nicht ganz mit. Ich supporte genau wie du meine Mannschaft. Das bedeutet für mich aber, ich stehe hinter jedem Spieler, der da auf dem Platz steht, unabhängig seines Gehalts. Die, die da dort unten stehen, spielen für den Verein, hinter dem ich stehe. Und die unterstütze ich. Selbstlos! Mir ist es dabei egal, ob die Gegner lauter, mehr Banner haben oder ob sie unbedingt bei graustem Wetter in Sonnenbrillen rumspringen und ihre nackten Bierbäuche präsentieren müssen. Aber es sind ja Ultras, wow.
Ich bin eher der Meinung, dass nicht wenigen von den "wahren" Fans (Ultras) einer x-beliebigen Mannschaft nur wichtig ist, eine "sinnvolle" Freizeitbeschäftigung zu finden wo man seinen Emotionen (auch Frustabbau) freien Lauf geben kann. Man trifft sich vor dem Spiel, steckt sich ein paar Flaschen Bier in den Hals, raucht was das Zeug hält, während und nach dem Spiel geht das so weiter. Zur Auswärtsfahrt trifft man sich 6:00 Uhr auf dem Bahnhof, im Gepäck natürlich ein Kasten Bier. Und wenn die FKB sagen: "Nö, Bier im Zug is nisch.", wird das dann mal eben auf Ex ausgekuddelt. Im Nichtraucher-Zug wird auf der Toilette geraucht, weil es ohne nicht geht. Bier und Tobak gehört genauso dazu, wie der Ball, um den gespielt wird. Und ich vergaß, Bengalos, man will ja den Gegner beeindrucken und sich selbst feiern, wie toll man doch ist.
Falls irgendwann mal beschlossen wird (ich hoffe nicht), dass im Stadion Alkoholausschank und Rauchen verboten wird, würden sich nicht wenige von euch ein neues Hobby suchen und eher selten ins Stadion kommen.
Das ist zumindest meine Meinung.
Ich habe nichts gegen Ultras. Aber euer selbstgefälliges Gehabe, nach dem Motto "Wir sind der Nabel der Welt." und "Ohne uns ist nichts los im Stadion." stößt mir auf. Wenn ihr gegen Kommerz seid, sucht euch ne Dorfmannschaft und supportet diese und nicht Bundesligamannschaften. Denn das widerspricht euren Idealen. Dass der Kommerz den deutschen Spitzenfußball bestimmt ist schade, sehr traurig, aber ihr werdet das auch nicht mehr ändern.
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich stelle die Liebe zu deinem Verein nicht in Frage. Aber du/ihr solltet auch die tolerieren, die mit dem Kommerz im Fußball weniger Probleme haben und einer Mannschaft "frönen", die erst dadurch entstanden ist.

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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von k.s.Ruch » Sa 13. Apr 2013, 14:36

Pokalschlappe hat geschrieben:
Wuppertaler hat geschrieben:
Und auch seine Klischees aus der unteren Ebene? "Die meisten eh Geringverdiener" etc. Pokalschlappen schreibt einfach zu 70% Müll und kann im Normalfall wegen argumentativer Plattheit ignoriert werden (nur so als Hinweis Sachsenporsche, so wie man nicht jeden deiner unzähligen Beiträge kommentieren muss, mußt du dies ebenso wenig)
Ach Gott, Wuppertaler, weisst Du was Dein Problem ist:

Deine Sichtweise ist getragen von einem Wunschdenken, welches leider nichts mit der Realität zu tun hat.

Es ist doch einfach eine Tatsache, dass Ultras (meist ziemlich jung) eher Geringverdiener und eher seltener Bankdirektoren , Rechtsanwälte oder Ingenieure sind. Glaubst Du den wirklich lieber Wuppertaler, jemand mit einem gewissem gesellschaftlichen Status könnte es sich erlauben, ein "Ultra" zu sein?
Bist Du wirklich so naiv oder stellst Du Dich hier absichtlich dumm?

Es ist eben das Grundproblem der "Fanszene", sie kritisieren das "Produkt Fussball" aber sie konsumieren es, indem sie in die Stadien gehen und den Fussballmillionären ihr Geld in den Rachen werfen und wenn dann mal so ein Millionär das Megafon vom "Capo" (heisst dieser Oberultra so, ich hab ja leider keine Ahnung davon?)
eben, und das du eben jene nicht hast, merkt man an diesem beitrag :!:
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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von k.s.Ruch » Sa 13. Apr 2013, 15:00

Little Joe hat geschrieben:
k.s.Ruch hat geschrieben: da stimme ich dir voll und ganz zu,
denn wer von den ultras huldigt i-welche jungmillionäre??? die leute die auf dem platz stehen interessieren mich z.b. nur peripher. supportet wird um die mannschaft nach vorne zu treiben,sich selbst zu feiern und natürlich auch um besser/kreativer/bunter/lauter zu sein als der gegner. du wirst die wenigsten ultras bei i-welchen autogrammstunden oder was weiß ich sehen. mich interessiert das überhaupt nicht, da die meisten der spieler die heute noch das vereinssymbol liebkosen, morgen schon woanders unterschreiben. im großen und ganzen sind es sowieso fast alle söldner.
es gibt da natürlich ausnahmen, bei uns z.b. ronny hebestreit oder tom bertram, mit denen wir auch als gruppe im engen kontakt stehen. letzterer ist sogar ehrenmitglied beim eher erlebnisorientiertem haufen ef-süd98.
Also wenn ich dich recht verstehe, geht es dir nicht um die Spieler im Einzelnen. Sich selbst zu feiern und besser zu sein als die gegnerischen Fans ist da wichtiger, als das Autogramm eines Lieblingsspielers, den du eh nicht hast, oder besser noch des gesamten Teams, zu besitzen.
Sorry, ich komme nicht ganz mit. Ich supporte genau wie du meine Mannschaft. Das bedeutet für mich aber, ich stehe hinter jedem Spieler, der da auf dem Platz steht, unabhängig seines Gehalts. Die, die da dort unten stehen, spielen für den Verein, hinter dem ich stehe. Und die unterstütze ich. Selbstlos! Mir ist es dabei egal, ob die Gegner lauter, mehr Banner haben oder ob sie unbedingt bei graustem Wetter in Sonnenbrillen rumspringen und ihre nackten Bierbäuche präsentieren müssen. Aber es sind ja Ultras, wow.
Ich bin eher der Meinung, dass nicht wenigen von den "wahren" Fans (Ultras) einer x-beliebigen Mannschaft nur wichtig ist, eine "sinnvolle" Freizeitbeschäftigung zu finden wo man seinen Emotionen (auch Frustabbau) freien Lauf geben kann. Man trifft sich vor dem Spiel, steckt sich ein paar Flaschen Bier in den Hals, raucht was das Zeug hält, während und nach dem Spiel geht das so weiter. Zur Auswärtsfahrt trifft man sich 6:00 Uhr auf dem Bahnhof, im Gepäck natürlich ein Kasten Bier. Und wenn die FKB sagen: "Nö, Bier im Zug is nisch.", wird das dann mal eben auf Ex ausgekuddelt. Im Nichtraucher-Zug wird auf der Toilette geraucht, weil es ohne nicht geht. Bier und Tobak gehört genauso dazu, wie der Ball, um den gespielt wird. Und ich vergaß, Bengalos, man will ja den Gegner beeindrucken und sich selbst feiern, wie toll man doch ist.
Falls irgendwann mal beschlossen wird (ich hoffe nicht), dass im Stadion Alkoholausschank und Rauchen verboten wird, würden sich nicht wenige von euch ein neues Hobby suchen und eher selten ins Stadion kommen.
:rofl: :rofl: :rofl: aaaaaalter, ich falle hier gerade aus allen wolken. sorry, aber bei soviel unwissenheit kräuseln sich einem die fußnägel nach oben. kann es sein das du ultras mit i-welchen suffkutten verwechselt??? die meisten ultras (ich auch) trinken während des spiels nichts, höchstens in der halbzeitpause wird da mal ein bier getrunken. klar, bei auswärtsspielen wird auf der an und abreise auch mal einer über den durst getrunken, und? die ultras sind die, die mit abstand am wenigsten bei den auswärtsspielen saufen und auch mal wegen solcher suffis auf eigene busse ausweichen.dein letzter satz ist echt eine absolute frechheit und eine ohrfeige für jeden aktiven fußballfan!

hast du dich überhaupt schonmal auch nur ansatzweiße mit der materie "ultra" beschäftigt?

und um deine frage zu beantworten, natürlich ist mir der support und das "besser sein" als die gegnerische kurve wichtiger als ein autogramm meines "lieblingsspielers". was soll ich auch damit? mir irgendwo hinhängen und drauf abgehen, ne du, das überlasse ich dann doch lieber leuten die auch auf i-welche popstars abw..... ;)

aber da ich erst 15 bin, keinen abschluss habe, einem 1 euro job nachgehe und den ganzen tag nur am sterni saufen bin, versteh ich das wahrscheinlich sowieso nicht :roll: :zzz:
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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von k.s.Ruch » Sa 13. Apr 2013, 15:15

Sie tauchen ihre Ränge in ein Farbenmeer in den Farben ihres Vereins. Sie huldigen Ihrer Mannschaft und ihrer Stadt mit riesigen Choreographien in den Kurven, schreien ihr Team zum Sieg und tragen Ihre Leidenschaft überall hin mit, wohin sie Ihren Verein begleiten. All diese positiven Errungenschaften der Ultras finden sich nur selten im Medienecho wieder. In Zeiten von wachsender Willkür & Repression bläst man lieber kleinere Scharmützel zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf oder versucht die Mitglieder der Fangruppen in die stereotype Ecke „Fußballfan=Gewalttäter=Rassist=Suffkopp“ zu drängen. Den scheinheiligen Medien ist zum erhöhen einer Auflage auch das Mittel der Verleumdung recht – dass so manche Fangruppe sich in ihrem direkten Umfeld oder auch weit entfernt sozial engagiert, wird dabei meist unter den Tisch gekehrt.

Ein Beispiel für dieses Engagement ist der Verein Noi Ultras aus Venedig. Dort engagiert man sich für die interkulturelle Begegnung zwischen Ultras und Immigranten: So ermöglichen die Ultras Unione VeneziaMestre einem 26 jährigem moldawischen Immigranten der sich illegal in Italien aufhält ein Leben unter Ihnen und mit Ihnen, in der Kurve und auch außerhalb des Stadions – er wurde mit offenen Armen in die große Familie der Ultras aufgenommen und bekam so ein Stück Heimat, die ihm der Rest der Gesellschaft nicht bieten wollte: „Ich könnte nie die Menschen hier vergessen, wie sie mich mit offenen Armen aufgenommen haben, die Gefühle, die sie mit mir geteilt haben. Ich könnte nie vergessen, dass ich für sie nie ein Illegaler war, sondern ein Bruder, ein Freund, ein Junge, wie viele andere in der Curva Sud“. Ebenso sammelte Noi Ultras im Rahmen von antirassistischen Fußballturnieren, Festen und durch den Verkauf von Fanartikeln bereits 30.000 Euro für den Bau von Werkstätten und für Infrastrukturmaßnahmen in Chiapas. (Chiapas ein mexikanischer Bundesstaat dessen Bevölkerung besonders von Armut und Unterdrückung gezeichnet ist. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN kämpft nicht nur für die Rechte der indigenen Bevölkerung sondern setzt sich auch für den Aufbau und Erhalt der Dorfstrukturen und bessere Lebensbedingungen ein.)

Die europäischen Ultrà-Gruppen schaffen sich also zusammen mit ihren Strukturen, die von ihren Obrigen so oft zu unrecht verteufelt werden, die Basis für ein soziales Engagement außerhalb der Stadien. Dass dies nicht immer weit ab vom Fußball liegen muss, beweisen die South Winners aus Marseille. Die 1987 gegründete Gruppe lädt in Zusammenarbeit mit einer lokalen Wohlfahrtsorganisation zu jedem Spiel 20 jugendliche und erwachsene Marseillais in sozialen Schwierigkeiten in ihren Fanblock ein und erlaubt ihnen somit, den Problemen des tristen Alltags wenigstens für 90 Minuten zu entfliehen. Dass die Marseiller Ultras ein Herz für ALLE Bürger Ihrer Stadt haben, zeigten sie auch bei Aktionen wie der Mithilfe bei Essensausgaben für Bedürftige und der kostenlosen Verteilung von Wintermützen, Schals und Handschuhen in den Farben ihres Teams. Seit 2002 engagiert sich die Gruppe im Kampf gegen die Mukoviszidose. Schon 2 mal stellte man eine komplette Choreographie über die ganze Kurve unter das Motto „Un souffle contre la Mucoviscidose“ – frei übersetzt: „Ein Hauch von Atem gegen die Mukoviszidose“ und warb so zusammen mit einer Stiftung für die Hilfsfonds gegen die Erbkrankheit, bei der ein zäher Schleim auf der Lunge das Atmen und die Funktion weiterer innerer Organe immens beeinträchtigt. Anlässlich der internationalen Aktionstage gegen AIDS bekannte man ebenfalls Flagge in der Kurve: die rote Schleife, dargestellt durch Papptafeln, hob sich rot leuchtend von den Vereinsfarben Blau und Weiß im Hintergrund ab: „Tous unis contre le SIDA“ – Alle zusammen gegen Aids! Mehrfache engagierten sich die Winners auch gegen Gewalt auf dem Fußballfeld: einer Aussage, die sie ebenfalls durch eine Choreographie unterstützten - und der sie durch die Organisation eines Straßenfußballturniers Nachdruck verliehen. Doch das Herz der Marseille Fans sitzt nicht nur am rechten Fleck wenn es um Schicksale von Personen geht, die durch Armut, Krankheit oder soziale Probleme gezeichnet sind. Die Renovierungsarbeiten am Wahrzeichen ihrer Stadt, der Bonne Mère (Basilika Notre Dame de la Garde) unterstützte die Fanclubvereinigung in Marseille mit den Einkünften aus dem Verkauf eines extra für die Aktion gestalteten T-Shirts.

Aber man braucht gar nicht bis ins Ausland rüberschauen, auch hier bei uns gibt es Aktionen dieser Art: Beeindruckend zum Beispiel, dass im Rahmen der Soliaktion für das an Leukämie erkrankte Harlekins-Mitglied Benny, der den Kampf gegen seine Krankheit leider verloren hat, die bemerkenswerte Summe von über 100.000,- Euro gesammelt wurde. Die Harlekins engagieren sich im Gedenken an ihren verstorbenen Freund weiter für die Deutsche Krebshilfe. Schaut mal auf der Seite http://www.remember-benny.de" onclick="window.open(this.href);return false; vorbei.
Viele andere Gruppen engagieren sich ebenfalls, exemplarisch sei hier auf die Wilde Horde Köln verwiesen, die im Rahmen des Projekts „Horde Karitativ“ große Aktionen startet, um Geld- oder Sachspenden für lokale soziale Projekte zu sammeln oder auch mal alle FC-Fans zum Blutspenden aufgerufen hat. Ein weiteres herausragendes Beispiel war die Unterstützung der Ultras Nürnberg für die Streikenden des von der Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werkes. Sowohl am Spieltag wurde massiv für die Problematik Öffentlichkeit geschaffen als auch den Streikenden direkt vor Ort Zuspruch und Unterstützung zukommen gelassen. Es gehen uns also schon eine Menge Gruppen mit gutem Beispiel voran...

Auch wir sehen soziales Engagement in unserem Umfeld und darüber hinaus als wichtiges Element unserer (Gruppen-)Politik an. Wir wollen als Gruppe ein ernst zunehmender Teil des sozialen Lebens unserer Stadt sein. Entsprechend sehen wir für uns auch eine soziale Verantwortung für diese. Bisher haben wir vor allem kleinere Projekte gestemmt, zu bestimmten Anlässen Geld gesammelt (beispielsweise für die Ärzte ohne Grenzen (http://www.aerzte-ohne-grenzen.de" onclick="window.open(this.href);return false;)) oder mehrmals sozialschwache Jugendliche und Migranten ins Stadion in unsere Mitte eingeladen. In unseren Augen sind diese Sachen erste Schritte. Leider leidet dieses Engagement oft darunter, dass wir uns mit dringlichen uns direkt betreffenden Problemen, z.B. der Arbeit gegen Stadionverbote, rum ärgern müssen, anstatt uns diesen Projekten widmen zu können. Dies soll aber keine Entschuldigung sein. Wir wollen unsere Arbeit in diesem Bereich zukünftig intensivieren.



„Fußball vereint!“
Unter diesem Slogan steht unser Engagement in der interkulturellen Straßenfußballliga „buntkicktgut“ (http://www.buntkicktgut.de" onclick="window.open(this.href);return false;). „buntkicktgut“ entstand 1997 als Initiative in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft und ist inzwischen zu einem Projekt angewachsen, das fast 1.000 Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund einem kontinuierlichen und alternativen Straßenfussball-Liga-Betrieb in mehreren Altersstufen und Ligen bietet und soziales und kulturelles Miteinander fördert. In den verschiedenen Partizipationsbereichen werden soziale und persönliche Kompetenzen vermittelt und präventive Arbeit geleistet.
Unser Engagement ist sehr vielseitig und reicht vom Ausrichten eines „buntkicktgut“-Turniers auf unserem Gelände bis hin zur Betreuung verschiedener Teams in der Liga.
Wir verstehen dieses Engagement als Teil unserer Identität als antirassistische Bayernfans, die sich der Geschichte des FC Bayern als kosmopolitischer und weltoffener Verein verpflichtet fühlen. Dieses Engagement ist die letzten Jahre stetig gewachsen. Wir wollen uns für das Einsetzen, was wir als München, unsere Stadt, verstehen.
Dabei verbindet uns mit „buntkicktgut“ nicht nur unsere Leidenschaft „Fußball“. „buntkicktgut“ führt über den Fußball Jugendliche unterschiedlichster sozialer und ethischer Herkunft zusammen.

http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... d=soziales" onclick="window.open(this.href);return false;

moderner fußball:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... erfussball" onclick="window.open(this.href);return false;

fankultur:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... =fankultur" onclick="window.open(this.href);return false;

belest euch lieber erstmal, bevor ihr jeden ultra vorverurteilt.
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nurnochUK
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Re: Fans, Ultras etc. allgemein

Beitrag von nurnochUK » Sa 13. Apr 2013, 21:59

Sehr guter Text muss ich sagen. Und die genannten Aktionen sind bei weitem nicht die einzigen! Und dann werden hier Ultras als die größten Assis dargestellt! Ist schon sehr traurig. Und dann noch von solchen Unwissenden :?

Pokalschlappe
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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von Pokalschlappe » So 14. Apr 2013, 11:39

k.s.Ruch hat geschrieben:All diese positiven Errungenschaften der Ultras finden sich nur selten im Medienecho wieder. In Zeiten von wachsender Willkür & Repression bläst man lieber kleinere Scharmützel zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf oder versucht die Mitglieder der Fangruppen in die stereotype Ecke „Fußballfan=Gewalttäter=Rassist=Suffkopp“ zu drängen. Den scheinheiligen Medien ist zum erhöhen einer Auflage auch das Mittel der Verleumdung recht – dass so manche Fangruppe sich in ihrem direkten Umfeld oder auch weit entfernt sozial engagiert, wird dabei meist unter den Tisch gekehrt.

Ein Beispiel für dieses Engagement ist der Verein Noi Ultras aus Venedig. Dort engagiert man sich für die interkulturelle Begegnung zwischen Ultras und Immigranten: So ermöglichen die Ultras Unione VeneziaMestre einem 26 jährigem moldawischen Immigranten der sich illegal in Italien aufhält ein Leben unter Ihnen und mit Ihnen, in der Kurve und auch außerhalb des Stadions – er wurde mit offenen Armen in die große Familie der Ultras aufgenommen und bekam so ein Stück Heimat, die ihm der Rest der Gesellschaft nicht bieten wollte: „Ich könnte nie die Menschen hier vergessen, wie sie mich mit offenen Armen aufgenommen haben, die Gefühle, die sie mit mir geteilt haben. Ich könnte nie vergessen, dass ich für sie nie ein Illegaler war, sondern ein Bruder, ein Freund, ein Junge, wie viele andere in der Curva Sud“. Ebenso sammelte Noi Ultras im Rahmen von antirassistischen Fußballturnieren, Festen und durch den Verkauf von Fanartikeln bereits 30.000 Euro für den Bau von Werkstätten und für Infrastrukturmaßnahmen in Chiapas. (Chiapas ein mexikanischer Bundesstaat dessen Bevölkerung besonders von Armut und Unterdrückung gezeichnet ist. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN kämpft nicht nur für die Rechte der indigenen Bevölkerung sondern setzt sich auch für den Aufbau und Erhalt der Dorfstrukturen und bessere Lebensbedingungen ein.)

Die europäischen Ultrà-Gruppen schaffen sich also zusammen mit ihren Strukturen, die von ihren Obrigen so oft zu unrecht verteufelt werden, die Basis für ein soziales Engagement außerhalb der Stadien. Dass dies nicht immer weit ab vom Fußball liegen muss, beweisen die South Winners aus Marseille. Die 1987 gegründete Gruppe lädt in Zusammenarbeit mit einer lokalen Wohlfahrtsorganisation zu jedem Spiel 20 jugendliche und erwachsene Marseillais in sozialen Schwierigkeiten in ihren Fanblock ein und erlaubt ihnen somit, den Problemen des tristen Alltags wenigstens für 90 Minuten zu entfliehen. Dass die Marseiller Ultras ein Herz für ALLE Bürger Ihrer Stadt haben, zeigten sie auch bei Aktionen wie der Mithilfe bei Essensausgaben für Bedürftige und der kostenlosen Verteilung von Wintermützen, Schals und Handschuhen in den Farben ihres Teams.
Ein weiteres herausragendes Beispiel war die Unterstützung der Ultras Nürnberg für die Streikenden des von der Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werkes. Sowohl am Spieltag wurde massiv für die Problematik Öffentlichkeit geschaffen als auch den Streikenden direkt vor Ort Zuspruch und Unterstützung zukommen gelassen. Es gehen uns also schon eine Menge Gruppen mit gutem Beispiel voran...

Auch wir sehen soziales Engagement in unserem Umfeld und darüber hinaus als wichtiges Element unserer (Gruppen-)Politik an. Wir wollen als Gruppe ein ernst zunehmender Teil des sozialen Lebens unserer Stadt sein. Entsprechend sehen wir für uns auch eine soziale Verantwortung für diese. Bisher haben wir vor allem kleinere Projekte gestemmt, zu bestimmten Anlässen Geld gesammelt (beispielsweise für die Ärzte ohne Grenzen (http://www.aerzte-ohne-grenzen.de" onclick="window.open(this.href);return false;)) oder mehrmals sozialschwache Jugendliche und Migranten ins Stadion in unsere Mitte eingeladen. In unseren Augen sind diese Sachen erste Schritte. Leider leidet dieses Engagement oft darunter, dass wir uns mit dringlichen uns direkt betreffenden Problemen, z.B. der Arbeit gegen Stadionverbote, rum ärgern müssen, anstatt uns diesen Projekten widmen zu können. Dies soll aber keine Entschuldigung sein. Wir wollen unsere Arbeit in diesem Bereich zukünftig intensivieren.



„Fußball vereint!“
Unter diesem Slogan steht unser Engagement in der interkulturellen Straßenfußballliga „buntkicktgut“ (http://www.buntkicktgut.de" onclick="window.open(this.href);return false;). „buntkicktgut“ entstand 1997 als Initiative in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft und ist inzwischen zu einem Projekt angewachsen, das fast 1.000 Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund einem kontinuierlichen und alternativen Straßenfussball-Liga-Betrieb in mehreren Altersstufen und Ligen bietet und soziales und kulturelles Miteinander fördert. In den verschiedenen Partizipationsbereichen werden soziale und persönliche Kompetenzen vermittelt und präventive Arbeit geleistet.
Unser Engagement ist sehr vielseitig und reicht vom Ausrichten eines „buntkicktgut“-Turniers auf unserem Gelände bis hin zur Betreuung verschiedener Teams in der Liga.
Wir verstehen dieses Engagement als Teil unserer Identität als antirassistische Bayernfans, die sich der Geschichte des FC Bayern als kosmopolitischer und weltoffener Verein verpflichtet fühlen. Dieses Engagement ist die letzten Jahre stetig gewachsen. Wir wollen uns für das Einsetzen, was wir als München, unsere Stadt, verstehen.
Dabei verbindet uns mit „buntkicktgut“ nicht nur unsere Leidenschaft „Fußball“. „buntkicktgut“ führt über den Fußball Jugendliche unterschiedlichster sozialer und ethischer Herkunft zusammen.

http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... d=soziales" onclick="window.open(this.href);return false;

moderner fußball:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... erfussball" onclick="window.open(this.href);return false;

fankultur:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... =fankultur" onclick="window.open(this.href);return false;

belest euch lieber erstmal, bevor ihr jeden ultra vorverurteilt.
Deine Aufliustung all dieser "tollen Aktionen" bestätigt voll und ganz mein "Vorurteil" von den "Ultras":

Ultra-Szene unterwandert von Linksextremisten.

Leute die sich illegal in Italien aufhalten sind strafrechtlich gesehen Kriminelle.
Die Ultras unterstützen das also. Mehr braucht man dazu gar nicht sagen.

Das sich kriminelle oder zumindest "umstrittene" Gruppen (ich will jetzt nicht alle Ultras als kriminell bezeichnen, aber grosse Teile scheinen zumindest gute Kontakte in diese Milieus zu besitzen) gerne als Wohltäter aufspielen ist nun wirklich nichts Neues: Von Scienetology über Hells Angels, graue Wölfe (nationalistische Türken), Hamas und andere Extremisten oder eben diverse "Antirassisten" aus dem linksextremen/kommunistischem Umfeld:
Die Masche ist ja nicht neu. Durch "Wohltaten" versucht man sein Image in der Öffentlichkeit aufzupolieren. Wenn dann plötzlich noch Steuergelder an Leute fliessen, die ansonsten gerne mal "Bullenschweine" skandieren, wird die Situation endgültig grotesk...

Im Grunde weiss ich auch nicht was "Politik in der Kurve" zu suchen hat? Wer gegen die Schliessung des AEG Werkes protestieren will, soll doch eine Demo anmelden und hierzu nicht die Fussballstadien missbrauchen.

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Re: Fans, Ultras etc. allgemein

Beitrag von Fanblock-Gänger » So 14. Apr 2013, 11:57

Ich finde es irgendwie befremdlich, dass einige Beispiele für Wohltaten als Beweis herhalten sollen für die Gutmütigkeit eben jener Ultras. Ich finde die Ausführungen von Pokalschlappe im Großen und Ganzen als Hammer auf den Nagel, wobei ich dich vor Pauschalisierungen warnen möchte.

Am schlimmsten bei so mancher Ultragruppierung finde ich, dass sie sich aufschwingen, pauschalisierend zu sprechen, etwa was die Rettung des "Traditionsfußballs" angeht. Für mich hat so manche Ultragruppe schon etwas Extremes, ohne das jetzt einer politischen Richtung zuzuordnen. Allein die Art und Weise, wie seitens der Ultras die Diskussion über Pyro geführt wird zeigt mir, dass es mit Tolleranz nicht so weit her ist. Hier werden Zweitmeinungen nicht zugelassen. Ich möchte hier keine Pyrodiskussion aufmachen sondern nur beispielhaft die "Ausrichtung" der Ultas aufzeigen.

Pokalschlappe
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Re: Fans, Ultras etc. allgemein

Beitrag von Pokalschlappe » So 14. Apr 2013, 13:56

Fanblock-Gänger hat geschrieben:Ich finde die Ausführungen von Pokalschlappe im Großen und Ganzen als Hammer auf den Nagel, wobei ich dich vor Pauschalisierungen warnen möchte.
Ich habe ja geschrieben, dass ich nicht die "Ultras" generell als "Kriminelle" bezeichnen würde. Natürlich sind auch nicht alle "politisch" bzw. missbrauchen den Sport für politische Agitation. Sicherlich gibt es viele denen es eben nur um Fussball geht.

Letztendlich scheint das ganze Ultragehabe eben ein Machtspiel zu sein, von Leuten (jetzt gibt es sicherlich gleich wieder ein Aufschrei von "Ruch" und Kollegen) die in den "klassischen" Bereichen der Entscheidungsträger (Politik, Verbände, Unternehmen) eher wenig zu melden haben.
Ich bin nun wahrhaftig kein Fan von DFB, DFL oder von Unternehmen wie "Red Bull" (wobei ich vor einem Mateschitz und seiner Lebensleistung im Gegensatz zu diesen Funktionären grossen Respekt habe), allerdings finde ich es sehr gefährlich wenn sich diese Leute dem Druck einer lauten, aggressiven, teilweise kriminellen Minderheit beugen.

Wo das hinführt zeigte sich zum Beispiel neulich an der HU in Berlin, wo ein Innenminister der BRD seine Rede abbrechen musste, weil eine kleine aggressive Studentenschar dies verhinderte, und diese Leutchen studieren munter weiter an dieser Uni ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen.

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Re: Kann RB Leipzig seine angestrebten Ziele erreichen?

Beitrag von k.s.Ruch » So 14. Apr 2013, 15:39

Pokalschlappe hat geschrieben:
k.s.Ruch hat geschrieben:All diese positiven Errungenschaften der Ultras finden sich nur selten im Medienecho wieder. In Zeiten von wachsender Willkür & Repression bläst man lieber kleinere Scharmützel zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen auf oder versucht die Mitglieder der Fangruppen in die stereotype Ecke „Fußballfan=Gewalttäter=Rassist=Suffkopp“ zu drängen. Den scheinheiligen Medien ist zum erhöhen einer Auflage auch das Mittel der Verleumdung recht – dass so manche Fangruppe sich in ihrem direkten Umfeld oder auch weit entfernt sozial engagiert, wird dabei meist unter den Tisch gekehrt.

Ein Beispiel für dieses Engagement ist der Verein Noi Ultras aus Venedig. Dort engagiert man sich für die interkulturelle Begegnung zwischen Ultras und Immigranten: So ermöglichen die Ultras Unione VeneziaMestre einem 26 jährigem moldawischen Immigranten der sich illegal in Italien aufhält ein Leben unter Ihnen und mit Ihnen, in der Kurve und auch außerhalb des Stadions – er wurde mit offenen Armen in die große Familie der Ultras aufgenommen und bekam so ein Stück Heimat, die ihm der Rest der Gesellschaft nicht bieten wollte: „Ich könnte nie die Menschen hier vergessen, wie sie mich mit offenen Armen aufgenommen haben, die Gefühle, die sie mit mir geteilt haben. Ich könnte nie vergessen, dass ich für sie nie ein Illegaler war, sondern ein Bruder, ein Freund, ein Junge, wie viele andere in der Curva Sud“. Ebenso sammelte Noi Ultras im Rahmen von antirassistischen Fußballturnieren, Festen und durch den Verkauf von Fanartikeln bereits 30.000 Euro für den Bau von Werkstätten und für Infrastrukturmaßnahmen in Chiapas. (Chiapas ein mexikanischer Bundesstaat dessen Bevölkerung besonders von Armut und Unterdrückung gezeichnet ist. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN kämpft nicht nur für die Rechte der indigenen Bevölkerung sondern setzt sich auch für den Aufbau und Erhalt der Dorfstrukturen und bessere Lebensbedingungen ein.)

Die europäischen Ultrà-Gruppen schaffen sich also zusammen mit ihren Strukturen, die von ihren Obrigen so oft zu unrecht verteufelt werden, die Basis für ein soziales Engagement außerhalb der Stadien. Dass dies nicht immer weit ab vom Fußball liegen muss, beweisen die South Winners aus Marseille. Die 1987 gegründete Gruppe lädt in Zusammenarbeit mit einer lokalen Wohlfahrtsorganisation zu jedem Spiel 20 jugendliche und erwachsene Marseillais in sozialen Schwierigkeiten in ihren Fanblock ein und erlaubt ihnen somit, den Problemen des tristen Alltags wenigstens für 90 Minuten zu entfliehen. Dass die Marseiller Ultras ein Herz für ALLE Bürger Ihrer Stadt haben, zeigten sie auch bei Aktionen wie der Mithilfe bei Essensausgaben für Bedürftige und der kostenlosen Verteilung von Wintermützen, Schals und Handschuhen in den Farben ihres Teams.
Ein weiteres herausragendes Beispiel war die Unterstützung der Ultras Nürnberg für die Streikenden des von der Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werkes. Sowohl am Spieltag wurde massiv für die Problematik Öffentlichkeit geschaffen als auch den Streikenden direkt vor Ort Zuspruch und Unterstützung zukommen gelassen. Es gehen uns also schon eine Menge Gruppen mit gutem Beispiel voran...

Auch wir sehen soziales Engagement in unserem Umfeld und darüber hinaus als wichtiges Element unserer (Gruppen-)Politik an. Wir wollen als Gruppe ein ernst zunehmender Teil des sozialen Lebens unserer Stadt sein. Entsprechend sehen wir für uns auch eine soziale Verantwortung für diese. Bisher haben wir vor allem kleinere Projekte gestemmt, zu bestimmten Anlässen Geld gesammelt (beispielsweise für die Ärzte ohne Grenzen (http://www.aerzte-ohne-grenzen.de" onclick="window.open(this.href);return false;)) oder mehrmals sozialschwache Jugendliche und Migranten ins Stadion in unsere Mitte eingeladen. In unseren Augen sind diese Sachen erste Schritte. Leider leidet dieses Engagement oft darunter, dass wir uns mit dringlichen uns direkt betreffenden Problemen, z.B. der Arbeit gegen Stadionverbote, rum ärgern müssen, anstatt uns diesen Projekten widmen zu können. Dies soll aber keine Entschuldigung sein. Wir wollen unsere Arbeit in diesem Bereich zukünftig intensivieren.



„Fußball vereint!“
Unter diesem Slogan steht unser Engagement in der interkulturellen Straßenfußballliga „buntkicktgut“ (http://www.buntkicktgut.de" onclick="window.open(this.href);return false;). „buntkicktgut“ entstand 1997 als Initiative in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft und ist inzwischen zu einem Projekt angewachsen, das fast 1.000 Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund einem kontinuierlichen und alternativen Straßenfussball-Liga-Betrieb in mehreren Altersstufen und Ligen bietet und soziales und kulturelles Miteinander fördert. In den verschiedenen Partizipationsbereichen werden soziale und persönliche Kompetenzen vermittelt und präventive Arbeit geleistet.
Unser Engagement ist sehr vielseitig und reicht vom Ausrichten eines „buntkicktgut“-Turniers auf unserem Gelände bis hin zur Betreuung verschiedener Teams in der Liga.
Wir verstehen dieses Engagement als Teil unserer Identität als antirassistische Bayernfans, die sich der Geschichte des FC Bayern als kosmopolitischer und weltoffener Verein verpflichtet fühlen. Dieses Engagement ist die letzten Jahre stetig gewachsen. Wir wollen uns für das Einsetzen, was wir als München, unsere Stadt, verstehen.
Dabei verbindet uns mit „buntkicktgut“ nicht nur unsere Leidenschaft „Fußball“. „buntkicktgut“ führt über den Fußball Jugendliche unterschiedlichster sozialer und ethischer Herkunft zusammen.

http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... d=soziales" onclick="window.open(this.href);return false;

moderner fußball:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... erfussball" onclick="window.open(this.href);return false;

fankultur:
http://www.schickeria-muenchen.org/inde ... =fankultur" onclick="window.open(this.href);return false;

belest euch lieber erstmal, bevor ihr jeden ultra vorverurteilt.
Deine Aufliustung all dieser "tollen Aktionen" bestätigt voll und ganz mein "Vorurteil" von den "Ultras":
natürlich tut es das pokalschlappe, natürlich tut es das. ich könnte jetzt hier schreiben was ich will, deine meinung über uns kriminelle,kinderfressende ultras wird sich dadurch eh nicht ändern. ich bin es leid irgendwelchen verblendeten voreingenommenen paragraphenreitern hier irgendetwas näher bringen zu wollen, die ihr "wissen" ausschließlich aus den medien beziehen und auch gar nichts anderes glauben wollen, verlorene liebesmüh.

ich war echt drauf und dran dich mal auf ein bierchen einzuladen, allerdings glaube ich nach deinen letzten posts nicht daran das das gut ausgehen würde. auch deine pn sagt viel über deinen charakter aus und mit solchen (mit verlaub) "arschlöchern", verschwende ich nicht meine zeit.

ach und nochwas,sweetheart, mit dem wörtchen "gutmensch" sollten menschen deines schlages, die bei jedem furz nach härteren gesetzen schreien, etwas sparsamer umgehen.

hau rein :corn:
No Al Calcio Moderno!!!

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