1. FC Lok Leipzig

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Spencerle
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Spencerle » Fr 21. Jun 2019, 16:26

Ich glaube die 3. Liga wäre für Lok ein sportliches und finanzielles Desaster. Ist nicht böse gemeint, aber da fehlt einfach der finanzielle Spielraum. Wo soll das Geld denn herkommen? Kaum größere Sponsoren, die Stadt hält sich vornehm zurück, kaum Fernsehgeld. Beim Stadion müsste wohl auch einiges gemacht werden. Mit 3000 Zuschauern und 2000 Mitgliedern ist die 3. Liga wohl kaum zu finanzieren. Selbst eingefleischte Lokis in meinem Bekanntenkreis meinen, dass die Regionalliga wohl bis auf weiteres das höchste der Gefühle sein wird.

Trotzdem wünsche ich viel Erfolg in der neuen Saison.

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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Fr 21. Jun 2019, 22:34

Ich weiß nicht, viele Drittligisten haben nur um die 2 Mio Mannschaftsbudget, davon kommt die Hälfte vom DFB als Fernsehgeld. Es dürften in Liga 3 doch mehr Zuschauer kommen, schon wegen der interesanteren Gegner, wirtschaftlich machbar sollte es sein, wenn nicht Größenwahn in Richtung 2. BL einsetzt.

Das Stadion ist nicht Lichtjahre von den Anforderungen weg, nur Rasenheizung wäre ein echtes Problem. Dafür könnte man es ja mit Förderanträgen versuchen, außerdem gibt es Übergangsfristen. Sitzplätze kann man irgendwo schaffen, Dammsitz, Gegengerade ... Das würde zwar Ärger geben, wäre aber bald Normalität.

Das Problem wird sein, dass Lok wirtschaftlich heil über diese Saison kommt. Den Aufstieg wird man nicht gegen Spitzenmannschaften verspielen, sondern gegen "Gurkentruppen". Das erwarte ich wenigstens.
Die DDR-Meisterschaften in den 1980ern hat man nicht beim BFC, sondern in Brandenburg, Aue ... verloren.

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Jupp
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Jupp » Fr 21. Jun 2019, 22:40

Die Frage ist doch, wieviel Geld gibt ETL und wie lange. Das reichte bei Viktoria Köln jedenfalls für den Aufstieg in Liga 3.
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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Fr 21. Jun 2019, 22:50

Jupp hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 22:40
Die Frage ist doch, wieviel Geld gibt ETL und wie lange. Das reichte bei Viktoria Köln jedenfalls für den Aufstieg in Liga 3.
Viktoria hat auch als Viertligist wesentlich mehr Geld als Lok bekommen. Die Tarife in der RL West sind allerdings auch andere als in der RL NO. Mit dem Viktoria-Geld hätte Lok eine echte Chance gegen den CFC gehabt.
Der ETL-Vertrag mit Lok läuf meines Wissens im Sommer 2020 aus.
Wernze hat jetzt einen Drittligisten, und den auch noch zu Hause. Warum sollte er auf Dauer zusätzlich einen Viertligisten finanzieren?

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RotorBrowser
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von RotorBrowser » Sa 22. Jun 2019, 02:28

Anderson hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 13:19

Das ist mir zu hoch.
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Entschuldige, wenn meine Anforderungen für dich zu anspruchsvoll sind.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von ITwolle » Sa 22. Jun 2019, 10:18

Anderson hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 22:34
Die DDR-Meisterschaften in den 1980ern hat man nicht beim BFC, sondern in Brandenburg, Aue ... verloren.
Genauso war es. Und die ältere Generation mit Kontakten in die Szene kennt auch die Gründe dafür...
Die Mannschaft war gut genug besetzt, um Meister zu werden.
Champagner statt Bier!

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Alt-Lindenau » Sa 22. Jun 2019, 20:33

ITwolle hat geschrieben:
Anderson hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 22:34
Die DDR-Meisterschaften in den 1980ern hat man nicht beim BFC, sondern in Brandenburg, Aue ... verloren.
Genauso war es. Und die ältere Generation mit Kontakten in die Szene kennt auch die Gründe dafür...
Die Mannschaft war gut genug besetzt, um Meister zu werden.
...und das aus der Feder eines Ur-Chemikers.

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Peppermint Pig
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Peppermint Pig » So 23. Jun 2019, 15:10

EisenerBulle hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 15:23
Die Rückrunde war ja echt klasse, finde ich, aber ob das jetzt für einen möglichen Aufstieg reicht... Cottbus, BAK,Nordhausen, Hertha II, Erfurt,... Da müsste schon sehr viel passen.
Und dann käme die Relegation gegen den Meister West.
ITwolle hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 10:18
Anderson hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 22:34
Die DDR-Meisterschaften in den 1980ern hat man nicht beim BFC, sondern in Brandenburg, Aue ... verloren.
Genauso war es. Und die ältere Generation mit Kontakten in die Szene kennt auch die Gründe dafür...
Die Mannschaft war gut genug besetzt, um Meister zu werden.
Dabei wird oft vergessen, dass Lok eine Kontermannschaft war und deshalb gegen Mannschaften, die das Spiel machten, erfolgreiche Spiele hatte. Aber gegen Mannschaften, gegen die man selbst das Spiel machen musste, hatte man öfters mal Probleme. Und das sie nicht so gut besetzt waren wie beide Dynamos sieht man schon an der Anzahl der Länderspiele des Kaders.
Rasenballsportgemeinschaft Red Bull Leipzig---①①⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪⓪-------------------------Bild---Bild---Bild

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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Mo 24. Jun 2019, 09:58

Peppermint Pig hat geschrieben:
So 23. Jun 2019, 15:10
... Und das sie nicht so gut besetzt waren wie beide Dynamos sieht man schon an der Anzahl der Länderspiele des Kaders.
Diese Aussage würde ich nun mit Vorsicht genießen.
Dass bspw. ein Bodo Rudwaleit auf 33 A-Länderspiele gekommen ist, in einer Zeit, in der ein Rene Müller seine besten Jahre und wirklich internationale Klasse hatte, hatte nur sehr begrenzt etwas mit den Fähigkeiten des BFC-Hüters zu tun, dagegen sehr viel mit dem Laden, bei dem er unter Vertrag war.
Der BFC und Dynamo Dresden waren offensiv in der Summe besser besetzt als Lok, die komplette Defensive von Lok (Müller, Baum, Kreer, Zötzsche, später Kracht und Lindner) war aber top für DDR-Verhältnisse und dort als Gruppe das Maß der Dinge. In Länderspieleinsätzen hat sich das aber nur begrenzt niedergeschlagen, lediglich Kreer kam als Rechtsverteidiger über viele Jahre eigentlich immer zum Einsatz.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Schlapperplapper » Mo 24. Jun 2019, 11:47

Anderson hat geschrieben:
Mo 24. Jun 2019, 09:58
Peppermint Pig hat geschrieben:
So 23. Jun 2019, 15:10
... Und das sie nicht so gut besetzt waren wie beide Dynamos sieht man schon an der Anzahl der Länderspiele des Kaders.
Diese Aussage würde ich nun mit Vorsicht genießen.
Dass bspw. ein Bodo Rudwaleit auf 33 A-Länderspiele gekommen ist, in einer Zeit, in der ein Rene Müller seine besten Jahre und wirklich internationale Klasse hatte, hatte nur sehr begrenzt etwas mit den Fähigkeiten des BFC-Hüters zu tun, dagegen sehr viel mit dem Laden, bei dem er unter Vertrag war.
Der BFC und Dynamo Dresden waren offensiv in der Summe besser besetzt als Lok, die komplette Defensive von Lok (Müller, Baum, Kreer, Zötzsche, später Kracht und Lindner) war aber top für DDR-Verhältnisse und dort als Gruppe das Maß der Dinge. In Länderspieleinsätzen hat sich das aber nur begrenzt niedergeschlagen, lediglich Kreer kam als Rechtsverteidiger über viele Jahre eigentlich immer zum Einsatz.
Dann müssen in Probstheida immer Pfeiffen auf der Trainerbank gesessen haben, sonst wären die doch wenigsten ein einziges Mal Meister geworden.... :cool:

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