1. FC Lok Leipzig

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jako

Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von jako » Do 13. Dez 2012, 09:18

rj1986 hat geschrieben:Vielleicht sollte Heer Lindner erstmal Lok Geld geben da mit sie die Miete bezahlen könn als über ein Kauf nachzudenken . PS jeder normale Bürger würde auf die Straße gesetzt wenn man seit August seine Miete nicht bezahlt .
1. ist das falsch, es gibt Ankündigungen und Gespräche
2. hat nicht jeder einen Opa der alles bezahlt, um dann mit den Fingern auf andere zu zeigen.

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TaurinFan
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von TaurinFan » Do 13. Dez 2012, 09:28

jako hat geschrieben:
rj1986 hat geschrieben:Vielleicht sollte Heer Lindner erstmal Lok Geld geben da mit sie die Miete bezahlen könn als über ein Kauf nachzudenken . PS jeder normale Bürger würde auf die Straße gesetzt wenn man seit August seine Miete nicht bezahlt .
1. ist das falsch, es gibt Ankündigungen und Gespräche
2. hat nicht jeder einen Opa der alles bezahlt, um dann mit den Fingern auf andere zu zeigen.
Aber wenn die Miete nicht bezahlt wurde und wirklich bisher keiner da gross drüber gesprochen hat wäre das schon ne harte Nummer.

Allgemein machen die wöchentlichen Negativschlagzeilen zumindest für Aussenstehende den Eindruck das es da nicht wirklich am sportlichen krankt sondern das da organisatorisch nennen wir es mal ziemlich was daneben läuft.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von jako » Do 13. Dez 2012, 09:33

Ich frage mich gerade wo der Großeinsatz der Polizei ist?

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von rj1986 » Do 13. Dez 2012, 09:56

jako hat geschrieben:Ich frage mich gerade wo der Großeinsatz der Polizei ist?
Als ich gegen um Neun meine Wohnung verlassen Habe kammen auf einmal ca 10 Sixpacks der Polizei und aus einer Straßenbahn ca 30 vermutliche Anhänger von Lok Leipzig einige hatten Lok Sachen an . Es gab ne Ansage das Personalien aufgenommen werden und es sind paar böller gezündet wurden .
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von TRAFFIX » Do 13. Dez 2012, 10:31

Mietschulden und fehlende Antworten

Leipzig. Die Stadionpläne des 1. FC Lok und Investor Stefan Lindner drohen zu platzen. Denn bevor in Probstheida Bagger rollen, braucht die gemeinsame GmbH, die übrigens immer noch nicht ins Handelsregister eingetragen wurde, neben Genehmigungen der Stadt zuallererst das Erbbaupachtrecht. Das ist in Besitz von VfB-Insolvenzwalter Friedbert Striewe. Er traf sich am Dienstag mit Steffen Kubald zu einem zweistündigen Gespräch - und teilte dem Lok-Vertreter mit, dass seine bisherigen Schreiben an den Verein alle unbeantwortet blieben. Striewe: "Ich habe nichts auf dem Tisch, weder von Lok noch von Herrn Lindner."
Hintergrund: Als im Sommer der Preis für die Erbpacht auf 130000 Euro sank, gab Striewe "nach jahrelanger Annäherung" sein Wort, an Lok zu verkaufen. Er ersuchte um eine Finanzierungsbestätigung, dann um eine Absichtserklärung, erhielt nie eine Antwort. Und als im September bei einem Termin im Rathaus, das zustimmen muss, mit den Bürgermeistern für Wirtschaft und Sport sowie der Sportamtsleiterin Modalitäten besprochen werden sollten, machte Lok-Präsident Michael Notzon einen Rückzieher - der Verein könne und wolle die Erbpacht nicht kaufen. Das solle die Stadt tun und das Stadion zu vergünstigten Konditionen an Lok weitervermieten. Doch sogar diesen Kauf-Verzicht teilte den Verein nicht offiziell mit, Striewe selbst musste ihn schriftlich bestätigen. Er fühlt sich nicht mehr an sein Versprechen gebunden, sucht jetzt mit der Stadt "nach einer anderen Lösung, ich stelle keine Forderungen".
Mit Lindner, der angeblich 30 Millionen Euro investieren will, hat Striewe noch kein Wort gesprochen. "Er wurde mir nie vorgestellt, ich kenne ihn nicht, nicht sein Projekt und auch nicht seine Bonität. Wenn Herr Lindner Wert darauf legen würde, seine Position zu sichern, hätte er Lok doch bei der angeforderten Finanzierungsbestätigung ohne weiteres helfen können."
Striewe hat also nichts - außer ausstehende Forderungen. Lok überwies letztmals im August die Monatsmiete für das Stadiongelände in Höhe von 4500 Euro. Und wer verkauft schon sein Haus an jemanden, der nicht mal die Miete zahlt? Striewe, einer der Geburtshelfer des neuen 1. FC Lok, ist bereit, "den Reset-Knopf zu drücken" und zu verhandeln, mahnt aber eine vernünftige Kommunikation an. "Mit früheren Vorständen bin ich gut zurechtgekommen, jetzt ist es schwieriger."
Angesichts der Sprachlosigkeit der Vereinsführung - der jetzt vorgeschickte Steffen Kubald ist kein Präsidiumsmitglied - und den Mietrückständen fühlt sich nicht nur Striewe an eine fatale Situation vor fast genau neun Jahren erinnert: Am 5. Dezember 2003 wurde er zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, am 2. Februar 2004 musste die Insolvenz des VfB Leipzig eröffnet werden.

Steffen Enigk

Quelle: LVZ vom 13.12.2012, Seite 23
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Fanblock-Gänger » Do 13. Dez 2012, 12:37

Tja, wenn ich mir den heutigen LVZ-Artikel so durchlese, dann bestätigen sich anscheinend wieder einmal einige meiner Vermutungen/ Befürchtungen:

Mit Striewe hat das Präsidium nicht richtig kommuniziert, auch nicht im September, als es um den Kauf der Nutzungsrechte ging. Striewe sieht allein Lok als potentiellen Käufer. Lok hat aber kein Geld, Lindner soll es richten. Lok hat nichtmal Geld, um die Miete zu zahlen. Der Verdacht der Insolvenzverschleppung ist mE da. Lindner will offenbar kein Geld in Lok investieren, um denen aus der Patsche zu helfen. Die Absicht, Goldgas zu kaufen, bringt allein noch keine Garantie, die Sponsortätigkeit weiter zu führen. Selbst wenn, nutzt das Lok JETZT gar nix.

Die Stadt scheint ohnehin kaum eingespannt in die Vorstellungen, die Absage des Gesprächs seitens der Stadt letzte Woche scheint nur logisch.

Mein Verdacht: Lindner spekuliert sogar auf eine Pleite von Lok. Einziger Kandidat für den Kauf der Nutzungsrechte? Wäre dann nicht Lok. Und: Lindner geht es nicht um Fußball! Vielleicht sogar: Im Gegenteil.

Von Professionalität bei Lok scheint es keine Spur zu geben, nicht mal im Ansatz.
Dass auch Lindner mangelnde (professionelle) Kommunikation mit dem Präsidium beklagt... Tja, Offenbarungseid der Führungsmannschaft?

Wenn die Vereinsmitglieder JETZT keine AOMV organisieren, dann brauchen sie wohl künftig gar keine MV mehr. Höchstens eine Gläubigerversammlung.

Symptomatisch übrigens heute die Inaugenscheinname der LVZ-Sportseite: Links ein Einspalter, in dem oben zitierter Artikel steht mit dem Verdacht einer erneuten Insolvenz. Rechts daneben Interview mit Rangnick über die Zukunft von RB, Bundesligafußball etc. Den einzigen Vorwurf, den Lok-Anhänger der LVZ machen können: Beide Artikel nebeneinander zu platzieren. Ansonsten braucht es keine weiteren Fragen nach dem Zuschauerzuspruch bei Lok. Drohende (?) Zahlungsunfähigkeit wird nur bei wenigen ausschlaggebend für einen Spiel-Besuch sein.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von crank » Do 13. Dez 2012, 12:51

Aber mal im Ernst, sind denn die Finanzen von Lok so unendlich geheim, dass da keiner mal schauen kann, wie es nun aussieht. Ich meine ich finde es schon hart, wie man sich seitens Lok so überhaupt nicht äußert oder mal dalegt, wie es um die Finanzen steht.
Hieß es nicht noch irgendwann diesen Jahres, dass man keine Schulden hätte, aber auch nicht viel Spielraum. Dann kann es doch nun nicht schon wieder knapp an der Insolvenz sein. Irgendwer muss doch den Etat geplant haben.
Stalkt mich bei Twitter: @crankRBL

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von jako » Do 13. Dez 2012, 12:59

crank hat geschrieben:Aber mal im Ernst, sind denn die Finanzen von Lok so unendlich geheim, dass da keiner mal schauen kann, wie es nun aussieht. Ich meine ich finde es schon hart, wie man sich seitens Lok so überhaupt nicht äußert oder mal dalegt, wie es um die Finanzen steht.
Hieß es nicht noch irgendwann diesen Jahres, dass man keine Schulden hätte, aber auch nicht viel Spielraum. Dann kann es doch nun nicht schon wieder knapp an der Insolvenz sein. Irgendwer muss doch den Etat geplant haben.
Ist doch alles egal, man hat erreicht was man erreichen wollte.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Fanblock-Gänger » Do 13. Dez 2012, 13:03

crank hat geschrieben:Aber mal im Ernst, sind denn die Finanzen von Lok so unendlich geheim, dass da keiner mal schauen kann, wie es nun aussieht. Ich meine ich finde es schon hart, wie man sich seitens Lok so überhaupt nicht äußert oder mal dalegt, wie es um die Finanzen steht.
Hieß es nicht noch irgendwann diesen Jahres, dass man keine Schulden hätte, aber auch nicht viel Spielraum. Dann kann es doch nun nicht schon wieder knapp an der Insolvenz sein. Irgendwer muss doch den Etat geplant haben.
Offensichtlich sind sie geheim, wenn der Aufsichtsrat ÖFFENTLICH bemängelt, keine Infos vom Präsidium zu bekommen, ein AR bereits zurückgetreten ist. Außerdem: Die Zuschauereinnahmen sind wohl ein großer Bestandteil der Finanzplanungen. Und die waren wohl um einiges geringer, als sie erwartet wurden. Und dann schlagen zwei zuschauerschwache Spiele in der RBA zu Buche, die Affaire Sadlo... Und vielleicht noch andere unbekannte Haushaltsposten. Und mglw. mangelhafte Buchführung.
jako hat geschrieben:
Ist doch alles egal, man hat erreicht was man erreichen wollte.
WER hat WAS erreicht bzw. wollte WAS erreichen? RB wollte Lok kaputt machen?

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Rainbird » Do 13. Dez 2012, 13:06

rj1986 hat geschrieben:PS jeder normale Bürger würde auf die Straße gesetzt wenn man seit August seine Miete nicht bezahlt .
Aber nicht in Deutschland! Da musst du erst mal die Leute rausklagen, wenn du das dann nach einer Menge Kosten und nem Haufen Ärger geschafft hast, dann bekommen beide Parteien nen Wisch und der Mieter die Aufforderung die Wohnung zu einem gewissen Termin zu verlassen. Jetzt kommt aber dazu, dass man den Mieter dann trotzdem nicht zu dem Termin auf die Straße setzen kann, wenn dieser noch keine andere Bleibe hat, da man niemanden einfach auf die Straße setzen darf. Also 1-2 Jahre ohne Miete sind realistisch, wenn man sich schlau anstellt sicher länger. Als Vermieter biste in Deutschland echt am Arsch wenn du dir nen Mietnomaden fängst.

Und zum Thema: Ich habe die Vermutung, dass es dem Herrn Lindner mitnichten um Lok geht. Denen wird Honig ums Maul geschmiert, bzw wird ja eigentlich eher versprochen ihnen in Zukunft Honig ums Maul zu schmieren, denn wie es scheint gibt es bis jetzt absolut nichts Greifbares, das Lok auch nur einen Millimeter weiter hilft. Der will nen Grundstück, damit er irgendwann seinen Eishockeyclub bekommt.

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