Leipziger Radnachwuchs

Alle anderen Sportarten außer Fußball
Benutzeravatar
RotorBrowser
Beiträge: 1233
Registriert: So 23. Nov 2014, 19:50

Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Fr 3. Aug 2018, 08:33

lvz vom 13.07.2018
Leipziger Bahnradprofi rast zu Gold bei Deutschen Meisterschaften
3-4 Minuten

War ihm in der Einerverfolgung der ganz große Coup noch verwehrt geblieben, so holte sich Felix Groß tags darauf doch noch die ersehnte Goldmedaille: Der 19-jährige Bahnradprofi aus Leipzig raste Donnerstagnacht im Mannschaftsvierer bei den Deutschen Meisterschaften im pfälzischen Dudenhofen auf den ersten Platz. „Die Freude ist natürlich riesig. Ich bin sehr stolz, dass wir das Rennen gewonnen haben“, sagte der vom SC DHfK ausgebildete Youngster. Für ihn ist es das erste Gold in der Eliteklasse der Männer.
Finalsieg gegen Sprintstar Levy

Die Entscheidung in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung war mit Spannung erwartet worden. Der Startschuss fiel um 22.30 Uhr. Groß stand zusammen mit Jasper Frahm, Lucas Liss und Leif Lampater (Team Heizomat Rad-Net II) dem Team LKT Brandenburg um Sprintstar Maximilian Levy gegenüber. Bereits in der Qualifikation fuhr das schlagkräftige Heizomat-Quartett in 4:09,907 Minuten Bestzeit. Im Finale steigerte es sich noch einmal. Die Uhren stoppten bei 4:07,54 Minuten. Damit waren Groß und Co. mehr als eine Sekunde schneller als die Kontrahenten (4:08,824 Minuten).

Groß hat den Vierer als Anfahrer in Schwung gebracht, während die anderen in seinem Windschatten ihre Kräfte sparen konnten. „Wir hatten einen optimalen Lauf erwischt. Jeder wusste, was er zu tun hatte“, resümierte der Sachse und verwies auch auf die starke Vorbereitung in Frankfurt an der Oder: „Dadurch war der Körper sehr gut auf das Rennen eingestellt.“
Europameisterschaft und Weltcup als Ziele

Zeit zum Ausruhen gönnt sich Groß keine. Der Shootingstar, der bei der Tour de France Peter Sagan die Daumen drückt, aber an den nächsten Triumph von Christopher Froome glaubt, bleibt voll im Training, will seine Form halten und weiter ausbauen. Im August visiert er das Podest bei der Bahn-EM der U23 im italienischen Montichiari an. In der Einerverfolgung stünden die Chancen sehr gut, meint er. Und auch mit der Mannschaft rechnet sich der Radsportler etwas aus. Darüber hinaus hofft er, beim Weltcup Anfang Dezember in Berlin an den Start gehen zu können.

Couragierte Leistungen auf dem Dudenhofener Oval haben derweil auch zwei Leipzigerinnen gezeigt. Michaela Ebert vom SC DHfK ergatterte am Donnerstag im Madison zusammen mit Tatjana Paller die Silbermedaille, schaffte zudem Platz vier in der Einerverfolgung über 3000 Meter. „Damit hatte sie gar nicht gerecht“, verriet Trainer Roland Hempel. Jenny Hofmann (SC DHfK) kam im Madison mit Vanessa Wolfram auf den sechsten Platz.
Zeitfahr-Meister widmet Titel verunglückter Vogel

Für Aufsehen sorgte der alte und neue Zeitfahr-Meister Maximilian Dörnbach. Der Erfurter widmete seinen Titel noch vor der Siegerehrung Teamkameradin Kristina Vogel. Die zweifache Olympiasiegerin hatte sich am 26. Juni bei einem Sturz im Training schwerste Rückenverletzungen zugezogen.

Von Matthias Klöppel

Benutzeravatar
RotorBrowser
Beiträge: 1233
Registriert: So 23. Nov 2014, 19:50

Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Fr 3. Aug 2018, 08:47

Militärweltmeister im Straßenrennen

Der Leipziger Felix Groß, der für den SV Venusberg startet und im Team Heizomat rad-net fährt, wurde überraschend Militärweltmeister im Straßenrennen. Der 19-Jährige gewann bei den Titelkämpfen in Chaam (Niederlande) nach 100 Kilometern im Spurt vor Gasper Katrasnik (Slowenien) und Stephan Police (Frankreich). "Das war ein geiler Tag. Vielen Dank an die tolle Teamleistung, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen", postete der Radsportler, der bisher vor allem auf der Bahn für Furore gesorgt hatte. Bei der WM Anfang März in Apeldoorn (Niederlande) verpasste Felix Groß bei seinem Debüt in der Einzelverfolgung über 4000 Meter als Vierter das Podest nur knapp. Auch am deutschen Rekord des Vierers (ebenfalls Platz vier) hatte er maßgeblichen Anteil. Aktuell bereitet er sich auf die U-23-EM vor. (mm)


Meine Anmerkung: in 2-3 Jahren fährt er die "Tour" ----2025 gewinnt er diese.

Benutzeravatar
Rumpelstilzchen
Administrator
Beiträge: 21902
Registriert: Fr 23. Okt 2009, 12:03
Wohnort: Leipzig

Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von Rumpelstilzchen » So 21. Okt 2018, 21:51

LVZ vom 18.10. hat geschrieben:Mit vielen Weltcup-Punkten die Weichen Richtung Tokio stellen
Felix Groß ist zurück in der Bahnrad-Nationalmannschaft


Felix Groß ist bereit für die wichtigen Weltcup-Rennen. Foto: Florian Pappert

Leipzig. Die Pause hat Felix Groß gutgetan. Nach den Erfolgen bei der Militär-WM sowie der U23-EM kehrt der Leipziger in den engsten Kreis der Bahnrad-Nationalmannschaft zurück. Beim Weltcup-Auftakt am Wochenende bei Paris und eine Woche später in Kanada gehört Groß wieder zur Verfolger-Nationalmannschaft. Das Heimspiel folgt Ende November in Berlin.

Anfang August bei den Europameisterschaften in Glasgow fehlte der Sachse etwas überraschend. Dabei hatte der inzwischen 20-Jährige bei seiner WM-Premiere im März eine ganz starke Vorstellung abgeliefert: Mit dem deutschen Vierer fuhr er auf Platz vier, dazu belegte er in der 4000-m-Einerverfolgung Rang fünf. Ein Höhentrainingslager in Mexiko zum Wiedereinstieg nach dem WM-Höhepunkt brachte den Sportsoldaten dann aber aus dem Tritt. „Die Höhe ist mir nicht bekommen. Ich hatte Schlafstörungen, Probleme mit der Zeitumstellung und war physisch einfach am Ende“, sagt er rückblickend. Also gönnte er sich eine Auszeit.

„Felix ist ein junger Mann. Er braucht noch ein bisschen Zeit, um mit den hohen Anforderungen im Elite-Bereich klarzukommen. Da hat er sich sehr schwergetan. Im Sommer war es ihm ein bisschen zu viel. Die Zeit haben wir ihm aber gern gegeben“, sagt Bundestrainer Sven Meyer.

In seinem ersten Elite-Jahr sei extrem viel auf den jungen Miltitzer zugekommen, so Sven Meyer. „Es herrscht viel Druck – von außen, aber auch innerhalb der Mannschaft. Dazu der große Reisestress. Felix ist mit Abstand der Jüngste. Ihm fällt die Abnabelung von zu Hause noch schwerer als den Älteren, die teilweise schon eigene Familie haben. Kurzum: Heutzutage gehört mehr dazu, als schnell zu sein“, erklärt Meyer.

Bei den deutschen Meisterschaften im Juli in Dudenhofen präsentierte sich Felix Groß mit Silber in der Einerverfolgung und Team-Gold mit „Heizomat-rad-net“-Vierer wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Bei der Militär-WM im August in den Niederlanden gewann er sogar den Titel im Straßenrennen. Und zurück auf der Bahn fuhr er bei den U23-EM in Aigle/Schweiz ebenfalls zur Goldmedaille, verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 4:15,1 Minuten. Für den U23-Vierer war er sogar zu schnell, die Jungs verloren sein Hinterrad.

Starke Leistungen will Felix Groß jetzt auch im Herbst und Winter bei den Weltcups abrufen, denn die Olympia-Quali beginnt. „Ich möchte meinen Platz im Vierer absichern. Die Vorbereitung lief gut“, sagt der Leipziger, der das deutsche Quartett als Anfahrer in Schwung bringen soll.

Zweidreiviertel Runden zu Beginn sorgt er für Tempo. „Ich fühle mich auf der Position sehr wohl.“ Auch auf dem zweiten und dritten Kilometer habe die deutsche Mannschaft deutliche Fortschritte gemacht. Ein Rezept: Längere Führungen. „Wenn wir uns auf dem letzten Kilometer noch steigern, können wir bis Tokio 2020 vielleicht ganz vorne reinfahren“, sagt Felix. Der Weltcup in Paris soll dafür ein Anfang sein – für den deutschen Vierer und den wieder erstarkten Felix Groß. Thomas Juschus
LVZ vom 20.10. hat geschrieben:Bahn-Vierer wieder
mit deutschem Rekord


St. Quentin-en-Yvelines. Der deutsche Frauen-Vierer im Bahnradsport hat zum Auftakt der Weltcup-Saison in St. Quentin-en-Yvelines bei Paris den vierten Platz belegt. Im kleinen Finale unterlagen Charlotte Becker, Lisa Klein, Lisa Brennauer und Franziska Brauße gestern in 4:21,737 Minuten Italien (4:19,428). In der ersten Runde hatte das Quartett den deutschen Rekord auf 4:21,421 Minuten verbessert.

Der Vierer der Männer verbesserte zum zweiten Mal innerhalb von 20 Stunden den deutschen Rekord in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung und wurde Fünfter. Felix Groß, Leon Rohde, Theo Reinhardt und Domenic Weinstein steigerten die Bestmarke auf 3:55,303 Minuten. „Mit der Zeit bin ich sehr, sehr zufrieden. Dass wir mit dieser Zeit aber nur Fünfter werden, zeigt das brutal starke Niveau“, sagte Bundestrainer Sven Meyer.

Der 20-jährige Felix Groß, der in dieser Saison sowohl auf der Straße und Bahn erfolgreich war, will sich weiter mit starken Leistungen präsentieren – die Olympia-Quali beginnt.

https://www.pressreader.com/germany/lei ... 8285749399
Bild

Benutzeravatar
RotorBrowser
Beiträge: 1233
Registriert: So 23. Nov 2014, 19:50

Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Mo 22. Okt 2018, 18:25

Die Leistungen, die der Junge ( Felix Groß aus Miltitz) bringt sind einfach nur super.

Wird Zeit, daß Leipzig auch mal wieder auf dem Gebiet des Radsportes mehr in den Blick der Allgemeinheit rückt.
Und er hat ja noch einen kleinen Bruder ( Franz).

Antworten