Leipziger Radnachwuchs

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RotorBrowser
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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Fr 3. Aug 2018, 08:33

lvz vom 13.07.2018
Leipziger Bahnradprofi rast zu Gold bei Deutschen Meisterschaften
3-4 Minuten

War ihm in der Einerverfolgung der ganz große Coup noch verwehrt geblieben, so holte sich Felix Groß tags darauf doch noch die ersehnte Goldmedaille: Der 19-jährige Bahnradprofi aus Leipzig raste Donnerstagnacht im Mannschaftsvierer bei den Deutschen Meisterschaften im pfälzischen Dudenhofen auf den ersten Platz. „Die Freude ist natürlich riesig. Ich bin sehr stolz, dass wir das Rennen gewonnen haben“, sagte der vom SC DHfK ausgebildete Youngster. Für ihn ist es das erste Gold in der Eliteklasse der Männer.
Finalsieg gegen Sprintstar Levy

Die Entscheidung in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung war mit Spannung erwartet worden. Der Startschuss fiel um 22.30 Uhr. Groß stand zusammen mit Jasper Frahm, Lucas Liss und Leif Lampater (Team Heizomat Rad-Net II) dem Team LKT Brandenburg um Sprintstar Maximilian Levy gegenüber. Bereits in der Qualifikation fuhr das schlagkräftige Heizomat-Quartett in 4:09,907 Minuten Bestzeit. Im Finale steigerte es sich noch einmal. Die Uhren stoppten bei 4:07,54 Minuten. Damit waren Groß und Co. mehr als eine Sekunde schneller als die Kontrahenten (4:08,824 Minuten).

Groß hat den Vierer als Anfahrer in Schwung gebracht, während die anderen in seinem Windschatten ihre Kräfte sparen konnten. „Wir hatten einen optimalen Lauf erwischt. Jeder wusste, was er zu tun hatte“, resümierte der Sachse und verwies auch auf die starke Vorbereitung in Frankfurt an der Oder: „Dadurch war der Körper sehr gut auf das Rennen eingestellt.“
Europameisterschaft und Weltcup als Ziele

Zeit zum Ausruhen gönnt sich Groß keine. Der Shootingstar, der bei der Tour de France Peter Sagan die Daumen drückt, aber an den nächsten Triumph von Christopher Froome glaubt, bleibt voll im Training, will seine Form halten und weiter ausbauen. Im August visiert er das Podest bei der Bahn-EM der U23 im italienischen Montichiari an. In der Einerverfolgung stünden die Chancen sehr gut, meint er. Und auch mit der Mannschaft rechnet sich der Radsportler etwas aus. Darüber hinaus hofft er, beim Weltcup Anfang Dezember in Berlin an den Start gehen zu können.

Couragierte Leistungen auf dem Dudenhofener Oval haben derweil auch zwei Leipzigerinnen gezeigt. Michaela Ebert vom SC DHfK ergatterte am Donnerstag im Madison zusammen mit Tatjana Paller die Silbermedaille, schaffte zudem Platz vier in der Einerverfolgung über 3000 Meter. „Damit hatte sie gar nicht gerecht“, verriet Trainer Roland Hempel. Jenny Hofmann (SC DHfK) kam im Madison mit Vanessa Wolfram auf den sechsten Platz.
Zeitfahr-Meister widmet Titel verunglückter Vogel

Für Aufsehen sorgte der alte und neue Zeitfahr-Meister Maximilian Dörnbach. Der Erfurter widmete seinen Titel noch vor der Siegerehrung Teamkameradin Kristina Vogel. Die zweifache Olympiasiegerin hatte sich am 26. Juni bei einem Sturz im Training schwerste Rückenverletzungen zugezogen.

Von Matthias Klöppel

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Fr 3. Aug 2018, 08:47

Militärweltmeister im Straßenrennen

Der Leipziger Felix Groß, der für den SV Venusberg startet und im Team Heizomat rad-net fährt, wurde überraschend Militärweltmeister im Straßenrennen. Der 19-Jährige gewann bei den Titelkämpfen in Chaam (Niederlande) nach 100 Kilometern im Spurt vor Gasper Katrasnik (Slowenien) und Stephan Police (Frankreich). "Das war ein geiler Tag. Vielen Dank an die tolle Teamleistung, ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen", postete der Radsportler, der bisher vor allem auf der Bahn für Furore gesorgt hatte. Bei der WM Anfang März in Apeldoorn (Niederlande) verpasste Felix Groß bei seinem Debüt in der Einzelverfolgung über 4000 Meter als Vierter das Podest nur knapp. Auch am deutschen Rekord des Vierers (ebenfalls Platz vier) hatte er maßgeblichen Anteil. Aktuell bereitet er sich auf die U-23-EM vor. (mm)


Meine Anmerkung: in 2-3 Jahren fährt er die "Tour" ----2025 gewinnt er diese.

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von Rumpelstilzchen » So 21. Okt 2018, 21:51

LVZ vom 18.10. hat geschrieben:Mit vielen Weltcup-Punkten die Weichen Richtung Tokio stellen
Felix Groß ist zurück in der Bahnrad-Nationalmannschaft


Felix Groß ist bereit für die wichtigen Weltcup-Rennen. Foto: Florian Pappert

Leipzig. Die Pause hat Felix Groß gutgetan. Nach den Erfolgen bei der Militär-WM sowie der U23-EM kehrt der Leipziger in den engsten Kreis der Bahnrad-Nationalmannschaft zurück. Beim Weltcup-Auftakt am Wochenende bei Paris und eine Woche später in Kanada gehört Groß wieder zur Verfolger-Nationalmannschaft. Das Heimspiel folgt Ende November in Berlin.

Anfang August bei den Europameisterschaften in Glasgow fehlte der Sachse etwas überraschend. Dabei hatte der inzwischen 20-Jährige bei seiner WM-Premiere im März eine ganz starke Vorstellung abgeliefert: Mit dem deutschen Vierer fuhr er auf Platz vier, dazu belegte er in der 4000-m-Einerverfolgung Rang fünf. Ein Höhentrainingslager in Mexiko zum Wiedereinstieg nach dem WM-Höhepunkt brachte den Sportsoldaten dann aber aus dem Tritt. „Die Höhe ist mir nicht bekommen. Ich hatte Schlafstörungen, Probleme mit der Zeitumstellung und war physisch einfach am Ende“, sagt er rückblickend. Also gönnte er sich eine Auszeit.

„Felix ist ein junger Mann. Er braucht noch ein bisschen Zeit, um mit den hohen Anforderungen im Elite-Bereich klarzukommen. Da hat er sich sehr schwergetan. Im Sommer war es ihm ein bisschen zu viel. Die Zeit haben wir ihm aber gern gegeben“, sagt Bundestrainer Sven Meyer.

In seinem ersten Elite-Jahr sei extrem viel auf den jungen Miltitzer zugekommen, so Sven Meyer. „Es herrscht viel Druck – von außen, aber auch innerhalb der Mannschaft. Dazu der große Reisestress. Felix ist mit Abstand der Jüngste. Ihm fällt die Abnabelung von zu Hause noch schwerer als den Älteren, die teilweise schon eigene Familie haben. Kurzum: Heutzutage gehört mehr dazu, als schnell zu sein“, erklärt Meyer.

Bei den deutschen Meisterschaften im Juli in Dudenhofen präsentierte sich Felix Groß mit Silber in der Einerverfolgung und Team-Gold mit „Heizomat-rad-net“-Vierer wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Bei der Militär-WM im August in den Niederlanden gewann er sogar den Titel im Straßenrennen. Und zurück auf der Bahn fuhr er bei den U23-EM in Aigle/Schweiz ebenfalls zur Goldmedaille, verbesserte seine persönliche Bestzeit auf 4:15,1 Minuten. Für den U23-Vierer war er sogar zu schnell, die Jungs verloren sein Hinterrad.

Starke Leistungen will Felix Groß jetzt auch im Herbst und Winter bei den Weltcups abrufen, denn die Olympia-Quali beginnt. „Ich möchte meinen Platz im Vierer absichern. Die Vorbereitung lief gut“, sagt der Leipziger, der das deutsche Quartett als Anfahrer in Schwung bringen soll.

Zweidreiviertel Runden zu Beginn sorgt er für Tempo. „Ich fühle mich auf der Position sehr wohl.“ Auch auf dem zweiten und dritten Kilometer habe die deutsche Mannschaft deutliche Fortschritte gemacht. Ein Rezept: Längere Führungen. „Wenn wir uns auf dem letzten Kilometer noch steigern, können wir bis Tokio 2020 vielleicht ganz vorne reinfahren“, sagt Felix. Der Weltcup in Paris soll dafür ein Anfang sein – für den deutschen Vierer und den wieder erstarkten Felix Groß. Thomas Juschus
LVZ vom 20.10. hat geschrieben:Bahn-Vierer wieder
mit deutschem Rekord


St. Quentin-en-Yvelines. Der deutsche Frauen-Vierer im Bahnradsport hat zum Auftakt der Weltcup-Saison in St. Quentin-en-Yvelines bei Paris den vierten Platz belegt. Im kleinen Finale unterlagen Charlotte Becker, Lisa Klein, Lisa Brennauer und Franziska Brauße gestern in 4:21,737 Minuten Italien (4:19,428). In der ersten Runde hatte das Quartett den deutschen Rekord auf 4:21,421 Minuten verbessert.

Der Vierer der Männer verbesserte zum zweiten Mal innerhalb von 20 Stunden den deutschen Rekord in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung und wurde Fünfter. Felix Groß, Leon Rohde, Theo Reinhardt und Domenic Weinstein steigerten die Bestmarke auf 3:55,303 Minuten. „Mit der Zeit bin ich sehr, sehr zufrieden. Dass wir mit dieser Zeit aber nur Fünfter werden, zeigt das brutal starke Niveau“, sagte Bundestrainer Sven Meyer.

Der 20-jährige Felix Groß, der in dieser Saison sowohl auf der Straße und Bahn erfolgreich war, will sich weiter mit starken Leistungen präsentieren – die Olympia-Quali beginnt.

https://www.pressreader.com/germany/lei ... 8285749399
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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Mo 22. Okt 2018, 18:25

Die Leistungen, die der Junge ( Felix Groß aus Miltitz) bringt sind einfach nur super.

Wird Zeit, daß Leipzig auch mal wieder auf dem Gebiet des Radsportes mehr in den Blick der Allgemeinheit rückt.
Und er hat ja noch einen kleinen Bruder ( Franz).

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Mo 25. Mär 2019, 20:35

Radsportler Felix Groß feiert als Solist Heimsieg an der Leipziger Red-Bull-Arena


„Solo-Künstler“ Felix Groß schnappte den in Mannschaftsstärke angereisten Jungs von SchnelleStelle-Ur-Krostitzer den Sieg vor der Nase weg. © Florian Pappert

Lokalmatador Felix Groß vom Team Heizomat-RadNet schnappte den in Mannschaftsstärke angereisten Jungs von SchnelleStelle-Ur-Krostitzer mit seiner grandiosen Übersicht und vielen atemberaubenden Spurts den Sieg vor der Nase weg.

Leipzig. Im Vorjahr hatte er gegen die zahlenmäßig übermächtige Konkurrenz nicht die Spur einer Chance. Doch was Lokalmatador Felix Groß am Sonntag beim Leipziger Straßenradsport-Auftakt auf den Asphalt an der Red-Bull-Arena zauberte, davor zogen alle Zuschauer symbolisch den Hut. Der „Solo-Künstler“ vom Team Heizomat-RadNet schnappte den in Mannschaftsstärke angereisten Jungs von SchnelleStelle-Ur-Krostitzer mit seiner grandiosen Übersicht und vielen atemberaubenden Spurts den Sieg vor der Nase weg.

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Mi 10. Jul 2019, 08:01

SC-DHfK-Radsportler Felix Groß verteidigt U23-Titel erfolgreich


Der Miltitzer kann in der Neuauflage des EM-Finales von 2018 den starken Russen Ivan Smirnov mit 3,1 Sekunden Differenz besiegen.


Gent. Er hat es wieder getan: Bahnrad-Ass Felix Groß aus Leipzig hat am Dienstag im belgischen Gent seinen U23-Europameistertitel erfolgreich verteidigt. In der Neuauflage des Finals von 2018 in der Schweiz besiegte der 20-Jährige in der 4000-Meter-Einzelverfolgung erneut den starken Russen Ivan Smirnov. Das Besondere an diesem Husarenritt: In der Qualifikation am Vormittag hatte der siegreiche Russe dem Sachsen noch acht Zehntelsekunden abgenommen.

„Das wird richtig schwer – aber ich gebe mein Bestes“, hatte der DHfK-Radsportler vor dem Finale gesagt, das sechs Stunden nach dem Vorlauf stattfinden sollte. Dabei feierte Felix Groß einen Start-Ziel-Sieg. Gleich in den ersten Runden fuhr er eine Sekunde Vorsprung heraus – dies war aber noch nicht die Vorentscheidung. Denn nach einem Kilometer setzte Smirnov zum Konter an und verkürzte den Abstand von 1,5 auf 1,1 Sekunden. Doch danach drehte der Bundeswehrsoldat aus Miltitz noch einmal richtig auf und vergrößerte den Abstand Stück für Stück, bis der Widerstand seines Gegners gebrochen war.

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Do 17. Okt 2019, 18:30

Leipziger Felix Groß rast mit Bahnvierer zum deutschen Rekord
Frank Schober
Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
17.10.2019 / 08:49 Uhr
Sport aus Leipzig


Der deutsche Bahnvierer raste bei den Europameisterschaften in Apeldoorn zum deutschen Rekord. In der Endabrechnung wurde da Team um den Leipziger Felix Groß Fünfter.
Der deutsche Bahnvierer raste bei den Europameisterschaften in Apeldoorn zum deutschen Rekord. In der Endabrechnung wurde da Team um den Leipziger Felix Groß Fünfter. © imago images / Newspix (Archiv)

Der deutsche Bahnvierer scheiterte in der ersten K.o-Runde an Topfavorit Dänemark und belegt in der Endabrechnung den fünften Platz.
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Apeldoorn. Felix Groß hat mit dem deutschen Vierer am Mittwoch einen guten Auftakt in die Bahnrad-Europameisterschaften hingelegt. Im niederländischen Apeldoorn belegte der 21-Jährige vom SC DHfK Leipzig mit dem Nationalquartett in der Qualifikation den vierten Platz und hatte damit noch alle Chancen auf eine Top-Platzierung. Allerdings hieß der Gegner am Abend in der ersten K.o.-Runde Dänemark. Der Top-Favorit hatte die Quali souverän gewonnen und war vier Sekunden schneller ums Holzoval gerast als die Deutschen.

Felix Groß hatte Anfang August in Berlin zwei deutsche Meistertitel errungen und vor zehn Tagen bei einem internen Test in Frankfurt/Oder erneut über 500 und 4000 Meter seine starke Form unter Beweis gestellt. Folgerichtig fuhr er den deutschen Vierer nun bei der EM an. Allerdings zeigte das BDR-Team auf dem ersten Kilometer die größten Reserven, hier verlor es schon drei Sekunden auf die Spitzenzeit. Am Ende verpassten Groß und Kollegen in 3:55,67 Minuten den deutschen Rekord um zwei Zehntel.
Mit Leistungssteigerung zum deutschen Rekord

Knapp vier Stunden nach dem Quali-Auftritt gelang dem Vierer von Bundestrainer Sven Meyer die erhoffte Steigerung. Felix Groß hatte einen größeren Gang aufgelegt. Das Quartett mit dem Miltitzer konnte auf dem ersten Kilometer den Abstand zu den Dänen auf eine Sekunde verringern und raste nach den vier Kilometern zum erhofften deutschen Rekord. In 3:53,97 Minuten steigerte der Vierer die alte nationale Bestmarke um gut 1,5 Sekunden. Da die Schweizer noch eine Sekunde schneller waren, reichte dies nur zu Platz fünf. „Wir sind mit unseren Zeiten sehr zufrieden – aber die Konkurrenz gibt auch mächtig Gas“, sagte Felix Groß anerkennend.

Die Medaillenläufe finden am Donnerstag ohne die Männer mit dem schwarz-rot-goldenen Farben am Ärmel statt. Felix Groß’ Trainer Dietmar Junker meinte: „Die Punkte in der Olympiarangliste sind sehr positiv. Aber mein Ziel ist ein Podestplatz für den Vierer in Tokio – dafür müssen die Junioren-Weltmeister ins Team eingebaut werden.“
Weltcups in Minsk und Glasgow warten

Das Endergebnis bei der EM ist im Hinblick auf die Olympiaqualifikation wichtig. In den vergangenen Wochen hatten die USA und Kanada den deutschen Vierer in der Rangliste von Rang fünf auf sieben verdrängt – nun ist der Konter gelungen. Allerdings saßen gestern neben der Schweiz auch Frankreich und Polen den vier BDR-Jungs im Nacken. Um Gold fahren heute die Dänen gegen die Italiener, um Bronze die Schweizer gegen die Briten.

Gleich nach der EM geht die Olympia-Quali bei den Weltcups in Minsk und Glasgow weiter. Dort wird Felix Groß auf seinen Bruder Franz treffen. Der 18-Jährige schaffte die Weltcup-Nominierung mit seinem LTK-Team aus Brandenburg. Nach den Übersee-Weltcups entscheidet sich die Olympia-Quali bei der WM Ende Februar im Berliner Velodrom.

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » So 20. Okt 2019, 18:01

Bahnrad EM Apeldoorn 16. bis 20.102019 Einerverfolgung

Die Bronzemedaille ging an den Leipziger / Miltitzer Felix Groß, der im Finale um Platz drei in 4:13,240 Minuten den Schweizer Stefan Bisseger (4:13,776) besiegte.

Im Juli war Groß bereits U23-Europameister in der Einerverfolgung, bestätigte seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate mit seiner ersten Medaille im Elite-Bereich. „Ich bin darüber sehr happy“, so der 21-Jährige. In Apeldoorn belegte Groß in der Qualifikation zunächst den vierten Platz. Im kleinen Finale gegen den Schweizer Stefan Bissegger drehte er aber noch das Resultat: „Ich hatte ein bisschen Anfangsschwierigkeiten in der Qualifikation, die ersten 1000 Meter sind mir nicht so gelungen wie sonst. Ich bin schwierig in den Lauf hineingekommen. Dass es am Ende für das kleine Finale reichte, hat mich sehr gefreut. Ich habe mich dann intensiv warm gefahren und wusste dass ich die Zeit aus der Qualifikation (4:14,617) toppen kann. Ich bin im Lauf um Platz drei schön auf Pace gefahren – es hat alles super funktioniert.

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Re: Leipziger Radnachwuchs

Beitrag von RotorBrowser » Mo 21. Okt 2019, 19:13

Apeldoorn/Leipzig. Nach zwei europäischen Einzeltiteln in der U23 hat es für Felix Groß nun auch mit einem Podestplatz in der Elite geklappt. Der Bahnrad-Spezialist vom SC DHfK Leipzig errang am Samstagabend im niederländischen Apeldoorn die Bronzemedaille in der Einerverfolgung über 4000 Meter. Im kleinen Finale distanzierte der 21-Jährige in 4:13,24 Minuten den Schweizer Stefan Bissegger um eine halbe Sekunde. Eine weitere Medaille für Deutschland erfuhr Domenic Weinstein (Villingen-Schwenningen). Der Titelverteidiger war gegen den Franzosen Corentin Ermenault chancenlos und holte Silber.

Felix Groß hatte zunächst in der Qualifikation im Feld der 20 Verfolger Rang vier belegt. Da es kein Viertelfinale gibt, war dies die Voraussetzung für den Medaillenkampf. Dabei wurde der junge Sachse von Kilometer zu Kilometer schneller und raste vom anfänglichen neunten Platz ins Vorderfeld. Das kleine Finale sicherte er sich in 4:14,61 souverän, diesmal war der deutsche Meister aber 2,5 Sekunden langsamer als Weinstein, den er Anfang August bei den deutschen Meisterschaften in Berlin noch sicher im Griff hatte.
Auch große Freude beim SC DHfK

Zweieinhalb Stunden später in den beiden Finalläufen war der Leipziger der Einzige, der sich gegenüber der Quali steigern konnte - Felix Groß fuhr nun sogar die beste Zeit. Auf dem ersten Kilometer war er eine Sekunde schneller unterwegs, doch der Schweizer ließ sich nicht abschütteln. Erst auf dem dritten Kilometer gelang Felix Groß die Vorentscheidung auf dem Weg zu Bronze.

"Ich bin sehr stolz, dass ich die Finalläufe erwischt habe", sagte Felix Groß: "Leider kam ich in der Quali auf dem ersten Kilometer nicht so gut in Fahrt wie sonst. Aber danach konnte ich ordentlich nachlegen und zeigen, dass ich in einer super Form bin. Die erste Elite-Medaille hat schon was. Es ist ein tolles Jahr für mich, das ich nicht vergessen werde. Mehr geht nicht für mein Alter." Sein Trainer Dietmar Junker fieberte daheim in Markkleeberg mit und meinte: "Mich freut es am meisten für Felix und unseren SC DHfK. Leider war er in der Quali am Anfang als Neunter zu langsam - sonst wäre noch mehr möglich gewesen."

Bundestrainer Sven Meyer meinte: "Schade, dass es heute mit Gold nicht geklappt hat, aber unsere Basis ist sehr ordentlich. Felix war vor der Quali ganz schön nervös, als junger Mann muss er noch lernen, cool zu sein und auf sein Potenzial zu vertrauen. Aber das wird er in den Griff bekommen." Die Zeiten im Vierer seien im vorolympischen Jahr insgesamt super stark gewesen, "aber wir können den Schritt mitgehen". Auch der Vierer (5. Platz) hätte das Potenzial fürs kleine Finale gehabt, sei aber durch den Modus - man musste als Quali-Vierter gegen die überragenden Dänen fahren - im Nachteil gewesen.
Felix Groß fährt Weltcups

Nach einer Woche Pause muss der deutsche Bahnvierer mit Felix Groß schon wieder bei den Weltcups in Minsk und Glasgow gegen die Weltelite bestehen, um das Olympiaticket nicht zu gefährden. "Das wird ein schwerer, langer Winter", sagte Groß mit Blick auf die vielen wichtigen Rennen bis zur WM Ende Februar in Berlin. Dietmar Junker macht sich dafür stark, dass ein, zwei junge und schnelle Leute getestet und eingebaut werden, um das Quartett auf ein höheres Niveau zu bringen. Denn Weinstein und Groß allein können den Vierer nicht zur ersehnten Olympiamedaille führen.

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