Sommersport

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raceface
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Re: Sommersport

Beitrag von raceface » Mo 30. Nov 2015, 20:59

Echt schade.
Otto Rehhagel: „Wenn ich heute fünf Talente einbaue und mehrere Spiele hintereinander verliere, dann lassen die Leute an den Blumen, die sie mir zuwerfen, plötzlich die Töpfe dran.“

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TutnixzurSache
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Re: Sommersport

Beitrag von TutnixzurSache » Di 1. Dez 2015, 09:43

Muss es doch noch mal Leipzig versuchen... An Einwohnern haben wir ja auch in den letzten Jahren zugelegt, sodass es nicht mehr an der "Größe" scheitern sollte... xD

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LutzMFröhlich
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Re: Sommersport

Beitrag von LutzMFröhlich » Di 1. Dez 2015, 10:52

Einzig und alleine schade um die Sportler, die nicht so wie die Made im Speck leben wie die Profifußballer.

Bzgl. Fußball WM und EM hat sich Deutschland erst einmal ins Abseits geschossen mit dem DFB Skandal.
Bei den Olympischen Spieler nun auch, sowohl Sommer als auch Winter.

Brot und Spiele funktionieren halt nicht mehr. Da ärgern sich einige Politiker.
Vielleicht sollten die mal wieder versuchen die Bürger mit ihrer Politik zu überzeugen anstatt mit sportlichen Großereignissen alles übertünchen zu wollen.

Bach ist der Blatter vom IOC, taugt als Reformer ganz und gar nicht.

Soll das IOC halt die nächsten Spiele weiterhin an Diktaturen und Schurkenstaaten verscherbeln, die sich damit gerne ein aufpoliertes Image kaufen.

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schmidder
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Re: Sommersport

Beitrag von schmidder » Mi 2. Dez 2015, 10:24

Hatte Hamburg nicht schon mal dafür gestimmt? Oder war man sich bisher nur immer sicher, dass sie dafür stimmen würden?
So lange besser möglich ist, ist gut nicht genug

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raceface
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Re: Sommersport

Beitrag von raceface » Mi 2. Dez 2015, 10:46

Hier mal ein offener Brief vom Berliner Hockeyverband, der deutlich macht wie es um den deutschen Spitzensport z.Z. bestellt ist, da ist das Hamburger Ergebniss nur eine Konsequenz davon.
Aber solange es dem König Fußball in D gut geht....
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter,

wir fordern die politisch Verantwortlichen eindringlich auf, keine weiteren Sporthallen mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen in Beschlag zu nehmen, um die Integrationskraft des Sports nicht zu lähmen.

Uns ist zu Ohren gekommen, dass in dieser Woche u.a. die Sporthallen der Dreilinden-Schule in Zehlendorf und der Bettina von Arnim OS in Reinickendorf zur Unterbringung von Flüchtlingen beschlagnahmt werden könnten. Der Berliner Hockey-Verband registriert diese Entwicklung mit größter Sorge.

„Keine weiteren Sporthallen für die Unterbringung von Flüchtlingen beschlagnahmen“, forderte die Mitgliederversammlung des Landessportbunds am 27. November 2015 mit unseren Stimmen. Und das aus zwei Gründen: Es gibt Alternativen und der Sport braucht die Sporthallen für die Integration der Zuflucht Suchenden. Gäbe es absolut keine Alternative, müsste der Sport hinter der Unterbringung von Flüchtlingen zurückstehen. Das erkennen wir an.

„Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte sollen nur zur Vermeidung unmittelbarer Obdachlosigkeit und auch dann nur temporär und unter der Bedingung der schnellstmöglichen Wiederherstellung der Verfügbarkeit und Nutzbarkeit“ herangezogen werden. Darauf haben Sie, sehr geehrte Herren Staatssekretäre, sich Anfang November 2015 verständigt.

Leider vermögen wir nicht zu erkennen, dass danach verfahren wird. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass beschlagnahmte Sporthallen nach spätestens sechs Monaten wieder für den Sport zu Verfügung stehen werden. Das beruht auf Erfahrungen aus 2014. Heute haben wir eine andere Dimension. Wo sollen die aktuell in 36 Sporthallen untergebrachten Flüchtlinge denn sonst wohnen? Das sind mehr als 10.000 Personen. Weiterhin kommen täglich mehrere Hundert Zuflucht Suchende neu in die Stadt. Für diese wird vorgesorgt, nicht jedoch für die Verlagerung aus Sporthallen.

Wir können nicht nachvollziehen, dass über diese hohe Anzahl hinaus gegenwärtig weitere Sporthallen benötigt werden, um drohende Obdachlosigkeit der in den nächsten Wochen in Berlin zu erwartenden weiteren Zuflucht Suchenden abzuwenden. Gibt es wirklich keine landeseigenen Unterkunftsmöglichkeiten mehr und sind Unterkünfte auch nicht auf dem Wohnungsmarkt erhältlich?

In einem gerichtlichen Rechtsschutzverfahren privater Eigentümer, deren Immobilie zur Vermeidung von Obdachlosigkeit beschlagnahmt werden soll, wäre das detailliiert darzulegen. Gemäß demselben Maßstab soll nach ihrer Vereinbarung auch in Bezug auf Sporthallen verfahren werden. Wer kontrolliert das intern?

Wir sehen mögliche alternative Unterkünfte. So steht im Märkischen Viertel am Marktplatz seit mehr als sechs Jahren ein gefühlt 12-geschossiges Hochhaus leer. Das ehemalige Tropeninstitut auf dem Klinikgelände des Westends-Klinikums käme ebenfalls in Betracht. Die Räume des früheren Bundesinnenministeriums am Spreebogen in Moabit stehen leer. Die Berliner DRK-Kliniken hatten Immobilien und ein Krankenhaus zur Betreuung von Flüchtlingen angeboten, ohne Reaktion darauf.

„Wenn Beschlagnahmungen unvermeidbar sind, sollen keine Hallen genommen werden, die dem Leistungssport dienen“, heißt es in ihrer Vereinbarung weiter. Wer definiert hier, was Leistungssport ist? Die erfolgreichste Ballsportart bei Olympischen Spielen Hockey gehört offenbar nicht dazu. Denn mit dem Cole Sports Center in Zehlendorf und der Kiriat Bialik Sporthalle in Lichterfelde sowie der Werner-Ruhemann-Sporthalle in Wilmersdorf wurden gleich drei Trainings- und Wettkampfhallen der 1. Bundesligisten Berliner HC, TuS Lichterfelde und TC Blau Weiss Berlin mit Flüchtlingen belegt. Auch die dafür gefundenen Ausweichhallen für Meisterschaftsspiele drohen beschlagnahmt zu werden.

Nach dem Kriterium „Leistungssport“ müsste das bereits am 9. September 2015 beschlagnahmte Horst Korber Sportzentrum und die Rudolf Harbig Halle längst wieder geräumt worden sein. Diese Sporthallen sind Olympia-Leistungszentren. Stattdessen gibt es Hinweise darauf, dass beide Sporthallen über den 9. Februar 2016 hinaus für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden sollen.

Wir verstehen auch nicht, warum im Bezirk Steglitz-Zehlendorf nun die sechste Sporthalle beschlagnahmt wird, während es mehrere Bezirke gibt, die noch gar nicht oder nur mit ein bis zwei Hallen betroffen sind – obwohl die Berliner Bezirke in etwa gleiche Größe haben. In Reinickendorf gibt es allerdings tatsächlich kaum Ausweichmöglichkeiten für den Sport. Mit der Beschlagnahme der Bettina von Arnim Sporthalle fielen 30 Wochen-Stunden Sport für die darin beheimateten Sportvereine weg – ganz abgesehen von den Auswirkungen fast jeder Hallenschließung für den Schulsport. Selbst Sporthallen, in denen Behindertensport betrieben wird, werden nicht verschont (Malmöer Str.).

Viele Berliner Hockeyvereine kümmern sich seit vielen Wochen unermüdlich um die in „ihren“ Sporthallen untergebrachten „Bewohner“, wie sie die Zuflucht Suchenden nennen. Sie beweisen damit tatkräftig, dass die Integrationskraft des Sports nicht nur ein sportpolitisches Schlagwort ist. Kleiderkammern sind eingerichtet, ebenso Spielzimmer für die Kinder, Strickkurse, Ärztinnen und Ärzte helfen ehrenamtlich. Als größtes Problem wird die Erschöpfung der Flüchtlinge registriert, ebenso die lange Zeit, die sie in Sporthallen verbringen müssen und eine gewisse Langeweile. Sie benötigen eine Tagesstruktur und regelmäßige Beschäftigung. Gerade Kinder sind überhaupt nicht ausgelastet.

Die betreuenden Hockeyvereine werden nicht müde, sich dieser Herausforderung zu stellen. Ihre Möglichkeiten und Kräfte sind aber begrenzt. Mit der Beschlagnahme der Dreilindenschule wird zudem ein Betreuungsangebot des Berliner HC für Flüchtlingskinder gestoppt, bevor es richtig angelaufen ist.

Wie auch andere Sportorganisationen beobachten wir mit Sorge, dass die Stimmungslage in immer größer werdenden Bevölkerungskreisen zu Ungunsten der Flüchtlinge zu kippen beginnt. Das muss unbedingt verhindert werden. Das Engagement der Sportvereine in unserer Stadt ist untrennbar mit der Nutzung von Sporthallen verbunden. Die Integration der Flüchtlinge wird nur mit dem Sport gelingen, nicht gegen den Sport. Hamburg beweist, dass dies geht, wenn der politische Wille dafür vorhanden ist.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Häner
Präsident
Berliner Hockey-Verband e.V.
Nichts gegen die Hilfe von Flüchtlingen, aber mit zum großen Teil auf Kosten des Sports...???
Und das Problem ist genau so in Leipzig, Dresden, Hamburg.....
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Re: Sommersport

Beitrag von Jupp » Mi 2. Dez 2015, 10:55

Sorry, aber den Zusammenhang kann ich nicht wirklich erkennen. Was die Abstimmung der Hamburger mit der Nutzung von Turnhallen durch Flüchtlinge in verschiedensten Städten damit zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Das gehört eher zu einem anderen Thema, was wir jetzt wieder aufmachen.

Ich glaube was Schmidder meint, war eine repräsentative Telefonbefragung. Die war aber halt noch vor den Skandalen um DFB, Platini und Uefa und auch vor Paris. Letztlich zeigt es, dass der Gigantismus der vergangenen Jahre bei Olympia und auch Fuball-Weltmeisterschaften die Bevölkerung immer stärker abschreckt. Dazu solche Entscheidungen wie Qatar usw. als man sich total verarscht vorkommt.

Ich finde es ebenfalls Schade, kann die Entscheidung aber nachvollziehen. Das Mietniveau wird in Hamburg wohl durch Olympia auch nicht geringer werden. :)
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Sommersport

Beitrag von raceface » Mi 2. Dez 2015, 11:07

Ich meine das Allgemein, sollte nur ein Beispiel sein.
Der (Spitzen)Sport in D verliert immer mehr an Stellenwert.
Das geht los mit den Turnhallen (wo soll man im Winter trainieren) und endet bei einer Olympia Bewerbung.
Für den Sport wird in den letzten Jahren immer weniger getan.
Ja und das ganze geht im Nachwuchsbereich los.
Mein Sohn ist in der Hockeylandesauswahl.
Mit ach und Krach konnte man in LE einmal die Woche für 1,5h eine Halle bekommen.
Und das zur Unzeit, wo fast noch Schule ist.
Das ist ist nicht nur beim Hockey so!
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Re: Sommersport

Beitrag von Jupp » Mi 2. Dez 2015, 11:10

Es fokussiert sich aus meiner Sicht zu viel auf den Fußball, so dass andere Sportarten leiden. Leichtathletik, Schwimmen usw. interessieren heute halt viel weniger Leute in Deutschland. Dies hat auch mit der medialen Berichterstattung zu tun.
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Re: Sommersport

Beitrag von raceface » Mi 2. Dez 2015, 11:16

Jupp hat geschrieben:Es fokussiert sich aus meiner Sicht zu viel auf den Fußball, so dass andere Sportarten leiden. Leichtathletik, Schwimmen usw. interessieren heute halt viel weniger Leute in Deutschland. Dies hat auch mit der medialen Berichterstattung zu tun.
So schauts aus! Bild
Wobei ja die Leichtathletik im Moment wenn sie mal in den Medien ist, schwer mit Doping zu kämpfen hat. Bild
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Re: Sommersport

Beitrag von LutzMFröhlich » Mi 2. Dez 2015, 11:18

Mein Post ging nach 2-3 gelesenen Zeilen auch schon mit "Sorry, aber..." los.

In dem offenen Brief wird doch sehr egoistisch argumentiert, trotz allem Verständnis das ich für die Lage und Hingabe der betroffenen Sportler und Verbände habe.
Der Brief zeugt auch von einiger Unkenntnis.
Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt...viel zu hohe Kosten...(noch mehr) Beschlagnahmung privaten Eigentums etc.?

Das genannte gefühlt 12-geschossige Hochhaus am Marktplatz Märkisches Viertel kenne ich sogar. Das Ding ist eine Ruine, die asbestverseucht ist und wo die letzten handvoll Bewohner, die nicht rauswollen, wohl nur noch mit den Füßen voran ausziehen werden.
Das Ding gehört zudem einem Luxembourger SPVs...good luck, da jemanden zu erreichen.

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