Videobeweis - Fluch oder Segen?

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michawhv
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von michawhv » Mo 22. Okt 2018, 23:19

Tja, bei dem Thema ist immer der Zuschauer im Stadion der Verlierer!

Und nochmal von mir zum der traurigen Entscheidungsfindung in Augsburg:

Egal, ob Augustin bei seiner Ballannahme im Abseits stand, es hat keiner gesehen, keiner gepfiffen, es war offensichtlich egal.
Also, diese Situation war abgeschlossen, Punkt!

Anders, wenn Werner bei Ballannahme im Abseits gestanden und der Elfer in Folge dessen daraus resultiert hätte.

Das ist doch das, was zählt. Nicht, ob der Zuspieler des Zuspielers des Zuspielers........ zuvor im Abseits stand.

Demnächst sollte man den Ball und die Schuhe mit GPS ausstatten, das ganze im Rechner zeitgleich laufen lassen und der jeweilige Pfiff kommt direkt über die Stadionorgel.

Es macht einfach keinen Spaß mehr, so wie der Videobeweis hier zu Lande vollzogen wird.
Ich reg mich teilweise viel mehr auf, als über falsche Schiedsrichterentscheidungen je zuvor und das geht vielen Leuten so, die Emotionen haben, wenn sie ein Spiel live oder im TV verfolgen.
Aber nein, 5 mal umsonst gejubelt, dann gewartet, ob Köln nicht noch gefragt wird und dann entweder pfeifen oder nochmal jubeln?
Ne, da kann ich besser Tischtennis schauen, da kann man noch direkt jubeln oder fluchen.

Also ich mit meinen 47 kann dem Profifußball immer weniger abgewinnen, der VB ist auch einer der Gründe!
Stimmung ist Stimmung:

www.youtube.com/watch?v=n0SrgVO5Ih4

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The-Last-ReBeL
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von The-Last-ReBeL » Di 23. Okt 2018, 06:28

Jupp hat geschrieben:
Mo 22. Okt 2018, 21:13
Sorry, aber es stimmt einfach nicht, dass der Videoeingriff in Augsburg unzulässig war. Der Fall ist natürlich komplex, ohne Frage, weshalb er ja auch so lange gedauert hat, aber die Entscheidung wegen Abseits den Elfmeter nicht zu geben, ist richtig. Unsere Verantwortlichen haben das deshalb auch akzeptiert und nur die Dauer der Entscheidung kritisiert. Auch nochmal Collinas Erben dazu: https://www.n-tv.de/sport/fussball/coll ... 81838.html

Dr. Jochen Drees ist übrigens Leiter zum Thema Videobeweis des DFB seit dieser Saison.
Glaubst du wenn Rangnick den Uli oder Kalle macht, ändert er was? Er frisst doch nur Kreide. Die Entscheidung ist definitiv falsch, da der VAR nach der Regel nie hätte eingreifen dürfen. Siehe übrigens den Elfer gegen Hoffe am 1. Spieltag.
Ich glaube mit Sicherheit nicht an Verschwörung, aber ich glaube so wie sich das Land momentan allerorts gibt, sei es in Politik, Industrie, Gesellschaft ist das nur ein Spiegel der gesamten Erscheinung. Mittelmaß bei den Schiris. Sage nur Günstlings und Vetternwirtschaft. Pfeift eigentlich der Schiri noch der das ganze mal kritisiert hat? Da bekommst du das Mittelmaß wie allerorts, auf den Rasen und in den Kölner Keller.
Ich möchte auch mal an die bisherigen und die vorhergehend EL und CL Spiele erinnern. Da haben die Schiris m.E. einen besseren Job gemacht als unsere BL Flöten.

Also ich mit meinen 47 kann dem Profifußball immer weniger abgewinnen, der VB ist auch einer der Gründe!
Dito, wenn RB nicht vor der Haustür BL spielen würde, reichte mir die Sportschau am Samstag. Kein Sky, kein DAZN, kein überteuertes Retrotrikot.
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„Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“ Emil Zàtopek

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Jupp
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Jupp » Di 23. Okt 2018, 09:44

Ich versuche dir Erklärung jetzt noch ein letztes Mal: :grin:
Es wird grundsätzlich jedes Tor und auch jeder Elfmeter in der Entstehung geprüft. Gibt es dort eine Regelwidrigkeit durch Foul oder Abseits wird der Elfmeter oder das Tor nicht gegeben. In dem Fall lag Abseits vor, weshalb der Videobeweis den Elfmeter nicht geben kann, völlig egal ob es einer ist oder nicht. Das ist seit Einführung des Videobeweises in der letzten Saison so und hat sich auch nicht geändert. Hier war einfach das Problem der Kameraeinstellung (ich glaube der Fall Augsburg war hier der absolut erste Fall, den es in dieser Art gab) und es war halt nicht der letzte Pass auf Werner, sondern zwei Pässe davor, weshalb das so lang gedauert hat.

@elbosan
Die Entscheidung von Kostic damals war falsch, da bin ich bei dir. Da gab es allerdings noch keine kalibrierte Linien, weshalb sowas nicht mehr passieren dürfte, auch wenn das auch ohne Linien aus meiner Sicht zu erkennen war. Der VAR kann aber diese falsche Entscheidung nicht als Grundlage für weitere falsche Entscheidungen nutzen. Bei Augustin finde ich es ebenfalls eindeutig Abseits.

Weil hier mehrfach geschrieben wird, dass dies nicht den Regeln entspricht, da muss ich mal fragen, warum das so sein soll?

Michawhv stimme ich in jedem Fall zu, dass das für Zuschauer im Stadion absolut unterirdisch ist und selbst vorm Fernseher war das zunächst nicht nachvollziehbar, weil es zunächst hieß, dass die Elfmetersituation geprüft wird. Es gibt dann keine Durchsage, warum der Elfmeter nicht gegeben wird. Gerade für Zuschauer im Stadion, die dafür hunderte Kilometer fahren und Eintritt zahlen, ist das wahnsinn.
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von mahe » Di 23. Okt 2018, 10:19

Jupp hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 09:44
Ich versuche dir Erklärung jetzt noch ein letztes Mal: :grin:
Es wird grundsätzlich jedes Tor und auch jeder Elfmeter in der Entstehung geprüft. Gibt es dort eine Regelwidrigkeit durch Foul oder Abseits wird der Elfmeter oder das Tor nicht gegeben. In dem Fall lag Abseits vor, weshalb der Videobeweis den Elfmeter nicht geben kann, völlig egal ob es einer ist oder nicht. Das ist seit Einführung des Videobeweises in der letzten Saison so und hat sich auch nicht geändert. Hier war einfach das Problem der Kameraeinstellung (ich glaube der Fall Augsburg war hier der absolut erste Fall, den es in dieser Art gab) und es war halt nicht der letzte Pass auf Werner, sondern zwei Pässe davor, weshalb das so lang gedauert hat.
jupp passt dir meine argumentation nicht? der VAR sollte eingreifen, weil er einen beleg für einen fehlerr hat. dass man mit der entstehung 6 minuten braucht, zeigt doch eher, dass man zum zeitpunkt des eingriffs noch nichts handfestes vorzuweisen hatte.


also stecken wir dich zukünftig erstmal in den knast und schauen dann in ruhe nach, ob wir etwas finden, dass den vorgang begründet.

theoretisch sollte beim einsatz des VAR sofort an die leinwände, warum er eingesetzt wird. in unserem fall foul oder abseits. wenn dann foul an der leinwand steht, geht es nur darum, war es ein fehler bei der beurteilung des fouls oder nicht. das abseits darf dann gar keine rolle mehr spielen, da man es vorher ja nicht als fehler erkannt hatte.
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Jupp » Di 23. Okt 2018, 10:50

Warum das so lange gedauert hat, wird von Collinas Erben wie gesagt sehr gut erklärt: https://www.n-tv.de/sport/fussball/coll ... 81838.html

Nochmal: Bei einer Elfmetersituation wird grundsätzlich immer der Elfmeter selbst und auch die Entstehung geprüft. Lag ein Abseits oder ein Foul vorher vor, dann darf er den Elfmeter nicht geben, völlig unabhängig, ob es einer war. Mal angenommen Werner wird nicht gefoult, sondern schießt den Ball rein, würde das Tor auch nicht zählen, weil es eben vorher Abseits war. Das es zu lang gedauert hat, da sind wir uns doch absolut einig und das dies offenbar nicht für jeden Zuschauer nachvollziehbar ist, wohl auch.
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Zeitzer » Di 23. Okt 2018, 10:52

Jupp hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 09:44
...
Es wird grundsätzlich jedes Tor und auch jeder Elfmeter in der Entstehung geprüft. Gibt es dort eine Regelwidrigkeit durch Foul oder Abseits wird der Elfmeter oder das Tor nicht gegeben. ...
Glaubst Du das wirklich. Und wenn ja, dann müssen wir nach jedem Tor oder Elfer 5 min warten. :shock:
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Jupp » Di 23. Okt 2018, 10:55

Das glaube ich nicht nur, sondern ist seit der letzten Saison gelebte Praxis. Ist ja nicht so, dass dies immer so lange dauert, sondern hier absolut besondere Umstände zusammenkamen mit einer Elfmetersituation und einer Abseitsstellung, die nur aus einer selten bis nie genutzten Kameraperspektive sichtbar war. Das Tor von Werner gegen Stuttgart wurde übrigens auch wegen Abseits zurückgenommen, da ging es allerdings deutlich schneller. Richtig jubeln über ein Tor kann man erst immer bei Wiederanpfiff der Partie, weil erst dann zu 100% klar ist, dass der Treffer zählt.
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Zeitzer » Di 23. Okt 2018, 11:17

Jupp hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 10:55
Das glaube ich nicht nur, sondern ist seit der letzten Saison gelebte Praxis. Ist ja nicht so, dass dies immer so lange dauert, sondern hier absolut besondere Umstände zusammenkamen mit einer Elfmetersituation und einer Abseitsstellung, die nur aus einer selten bis nie genutzten Kameraperspektive sichtbar war. Das Tor von Werner gegen Stuttgart wurde übrigens auch wegen Abseits zurückgenommen, da ging es allerdings deutlich schneller. Richtig jubeln über ein Tor kann man erst immer bei Wiederanpfiff der Partie, weil erst dann zu 100% klar ist, dass der Treffer zählt.
Aber genau diese besonderen Umstände bereiten mir Kopfzerbrechen.
Als logisch und gerecht denkender Mensch sage ich mir, wenn es bei RB gemacht wird, dann muss es auch bei allen anderen Vereinen gemacht werden und zwar immer. Und wenn es immer gemacht wird, dann dauert es immer.
Das zweite, das mir zu denken gibt: Wie ist man im Kölner Keller überhaupt auf die Idee Abseits gekommen. Weder der Schiri noch der Assi haben es bemerkt und auf keiner der "normalen" Kameras war es eindeutig zu erkennen. Es musste eine "Fremdkamera" her, um es zu beweisen.
Soll das jetzt immer und bei allen so sein?
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von Jupp » Di 23. Okt 2018, 11:35

Es wird immer gemacht, aber wie man ja in der Praxis sieht, geht es meist sehr schnell, so dass man als Zuschauer nur wenig davon mitbekommt, was ja auch gut ist.
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Re: Videobeweis - Fluch oder Segen?

Beitrag von elbosan » Di 23. Okt 2018, 11:53

Jupp hat geschrieben:
Di 23. Okt 2018, 09:44
Da gab es allerdings noch keine kalibrierte Linien, weshalb sowas nicht mehr passieren dürfte, auch wenn das auch ohne Linien aus meiner Sicht zu erkennen war. Der VAR kann aber diese falsche Entscheidung nicht als Grundlage für weitere falsche Entscheidungen nutzen. Bei Augustin finde ich es ebenfalls eindeutig Abseits.
Mag ja alles stimmen. Jedoch taugen die Bilder aus der verwendeten Stadion-Atmosphären-Kamera in keinster Weise einer kalibrierten Linie. Diese wird nämlich nur über das Hawk-Eye System projiziert, welches beispielsweise auch für die Verwendung der Tor-Kamera zum Einsatz kommt. Die dabei verwendeten Kameras haben eine ganz andere Auflösung und arbeiten auch mit einer viel höheren Bilder Pro Sekunde Anzahl. Ich bin mir ziemlich sicher, das man so eine Kamera nicht für das aufzeichnen der Stadion-Atmosphäre verwendet.

Die Entscheidung auf Abseits wurde getroffen, da man augenscheinlich ein klares Abseits auch ohne Linie erkennen konnte. Und das ist der Knackpunkt der gesamten Argumentation. Wenn man augenscheinlich ein Abseits erkennen kann, es jedoch keine kalibrierte Linie gibt, gibt man dann Abseits oder nicht?

Letzte Saison war die Argumentationsgrundlage klar. Es gibt keine kalibrierten Linien, also kann der Spieler noch so klar im Abseits stehen, es wird nicht eingegriffen, wenn der Linienrichter eine Entscheidung getroffen hat. (Kostic und Reus.. wobei Reus knapp war.. da bin ich beim VAR sich lieber zurückzuhalten)

Doch schon letzte Saison wurde diese Argumentation öfters gebogen. Ich erinnere da an die Szene mit Sabitzer, der nach VAR Beweis aus dem Abseits kam und dann einen Pass spielte. Jedoch war nirgends erkennbar, wann der Zeitpunkt der Ballabgabe zu Sabitzer stattfand und je nach Frame stand Sabitzer im Abseits, oder eben nicht. Der Elfer wurde damals ebenfalls zurückgenommen. Ohne Geeichte Linie wurde da in einer Szene auf Abseits entschieden, die deutlich knapper als Kostic oder Reus ausgefallen ist.

Letztendlich lässt sich mit dem VAR jede Entscheidung konstruieren und verargumentieren. Ein Spiel kann damit entscheidend beeinflusst und gelenkt werden und das ganze auch noch unter Abschottung im Köllner Keller.

Schaut man sich allein die letzte Saison an, hat uns der ein oder andere fragwürdige VAR-Entscheid die CL gekostet. (neben einigen katastrophalen Auftritten auch, zugegeben)

Die Statistiken des VAR der letzten Saison sind ebenfalls haarsträubend. Wenn man bedenkt, das 23% der Entscheidungen des VARs in der Saison 17/18 falsch waren.

Für den Fan (und da kannst du jetzt fragen, wen du willst) ist der VAR ein weiteres Medium welches die Diskussionen um Regelauslegungen anheizt. Jeder FAN wird irgendwann an dem Punk stehen, die Entscheidung oder NICHT-Entscheidung des VARs Infrage zu stellen und sich daraus eine Verschwörung herbeireden.

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