1. FC Lok Leipzig

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melzer
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von melzer » Di 27. Nov 2018, 16:16

mahe hat geschrieben:
Di 27. Nov 2018, 16:02
wer gehandicapten personen die fahne klaut, muss selbst einen an der waffel haben.
Na ja das "Stadtderby" wirft seine Schatten voraus, da muss man ja was zeigen können im eigenen Block :x

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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Di 27. Nov 2018, 21:51

Kuckuck hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 19:03
Laut Lok-HP wurde auf der MV für das letzte GJ ein Gewinn von 400 TEUR verkündet. Dieser soll zur Minderung des "negativen EK" eingesetzt werden. Gleichzeitig bedankt man sich bei Stadt und Land für über 800 TEUR erhaltene Fördermittel (wohl hauptsächlich für die Verbesserung der Infrastruktur im BPS).
Nun bin ich kein Buchhaltungsexperte - vielleicht kann ja da hier jemand Erhellendes beitragen. Kann es aber sein, dass man ohne die Fördermittel eigentlich einen Verlust aus dem operativen Geschäft von 400 TEUR gemacht hätte? Die Fördermittel haben sich ja wahrscheinlich werterhöhend auf der Aktivseite der Bilanz niedergeschlagen oder mussten hier die Anschaffungskosten der geschaffenen Werte (Trainingshalle, Kunstrasenplatz etc.) um den Förderbetrag reduziert werden also ertragsneutral behandelt werden? Dann wäre es andererseits beachtlich, wenn man trotz Zuschauerrückgang, sportlicher Misere, Übergang zum Vollprofitum und Bezahlung mehrerer Trainer einen solchen Gewinn erwirtschaftet haben soll :think:
Fördermittel plant man nur in einem Budget ein, wenn sie fest zugesagt sind (ich rede jetzt nicht vom CFC oder von Erfurt ;) )
Die Fördermittel sind zweckgebunden, man muss die zweckgebundene Verwendung nachweisen (Baumaßnahmen, ggf. Jugendarbeit o.ä.)..
Wenn man die Fördermittel nicht bekommen hätte, hätte man wahrscheinlich bspw. nicht gebaut und die Bilanz sähe dann sogar besser aus, weil man dann den Eigenanteil auch nicht ausgegeben hätte. Praktisch wäre die Bilanzsumme dann kleiner.
Eine 100 %-Förderung gibt es heutzutage eigentlich nirgendwo mehr.

Nur Chemie will, in gewohnter Manier, den Umbau, faktisch den Neubau des AKS am besten komplett von der öffentlichen Hand finanziert haben. ;)

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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Di 27. Nov 2018, 22:01

mahe hat geschrieben:
Di 27. Nov 2018, 16:02
wer gehandicapten personen die fahne klaut, muss selbst einen an der waffel haben.
Wer eine Fahne klaut, hat einen an der Waffel oder ist zumindest weitestgehend unterbemittelt, völlig egal, wem er sie klaut.

Ich brauche dieses Spiel nicht. Wer es sich, zumindest als Gästefan, antut, muss ob der zu erwartenden Umstände schon eine stark masochistische Veranlagung haben.

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Kuckuck
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Kuckuck » Di 27. Nov 2018, 23:17

Anderson hat geschrieben:
Di 27. Nov 2018, 21:51
Kuckuck hat geschrieben:
Mo 26. Nov 2018, 19:03
Laut Lok-HP wurde auf der MV für das letzte GJ ein Gewinn von 400 TEUR verkündet. Dieser soll zur Minderung des "negativen EK" eingesetzt werden. Gleichzeitig bedankt man sich bei Stadt und Land für über 800 TEUR erhaltene Fördermittel (wohl hauptsächlich für die Verbesserung der Infrastruktur im BPS).
Nun bin ich kein Buchhaltungsexperte - vielleicht kann ja da hier jemand Erhellendes beitragen. Kann es aber sein, dass man ohne die Fördermittel eigentlich einen Verlust aus dem operativen Geschäft von 400 TEUR gemacht hätte? Die Fördermittel haben sich ja wahrscheinlich werterhöhend auf der Aktivseite der Bilanz niedergeschlagen oder mussten hier die Anschaffungskosten der geschaffenen Werte (Trainingshalle, Kunstrasenplatz etc.) um den Förderbetrag reduziert werden also ertragsneutral behandelt werden? Dann wäre es andererseits beachtlich, wenn man trotz Zuschauerrückgang, sportlicher Misere, Übergang zum Vollprofitum und Bezahlung mehrerer Trainer einen solchen Gewinn erwirtschaftet haben soll :think:
Fördermittel plant man nur in einem Budget ein, wenn sie fest zugesagt sind (ich rede jetzt nicht vom CFC oder von Erfurt ;) )
Die Fördermittel sind zweckgebunden, man muss die zweckgebundene Verwendung nachweisen (Baumaßnahmen, ggf. Jugendarbeit o.ä.)..
Wenn man die Fördermittel nicht bekommen hätte, hätte man wahrscheinlich bspw. nicht gebaut und die Bilanz sähe dann sogar besser aus, weil man dann den Eigenanteil auch nicht ausgegeben hätte. Praktisch wäre die Bilanzsumme dann kleiner.
Eine 100 %-Förderung gibt es heutzutage eigentlich nirgendwo mehr.

Nur Chemie will, in gewohnter Manier, den Umbau, faktisch den Neubau des AKS am besten komplett von der öffentlichen Hand finanziert haben. ;)
OK - Danke für die Infos. Aber wie geschrieben, bin ich da auch nicht "bilanzsicher" :angel:
Trotzdem noch zwei Anmerkungen. CFC und RWE standen hier überhaupt nicht zur Diskussion und beim AKS liegen m.E. die Eigentumsverhältnisse noch anders als beim BPS, was die Chemie-Wünsche durchaus verständlich werden lässt.
Auch bin ich nicht bei dir, dass eine geringere Bilanzsumme günstiger wäre. Denn damit wäre die Unterdeckung (negatives EK) prozentual noch ungünstiger. Ausserdem wenn du in Anlagevermögen (Trainingshalle, Kunstrasenplatz) investierst und dafür Fördermittel erhältst, stärkst du den Unternehmenswert, auch wenn du selbst dafür Finanzmittel aufbringen musst. Ggf. dafür aufgenommene Kredite wären ja durch die Aktiva (Anlagevermögen) gedeckt und die Fördermittel kriegst du quasi umsonst obendrauf. Oder?
Die Frage für mich war ja nur, ob evtl. die erhaltenen 800 TEUR Fördermittel evtl. positiv zu dem Jahresergebnis (Gewinn) beigetragen haben oder nicht.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Schlapperplapper » Mi 28. Nov 2018, 08:35

Ich denke auch das der Nutzer @Anderson das besser kann, als nur schlicht nach Leutzsch zu zeigen, was keine Antwort auf die eigentliche Frage ist.

Jeder der eins und eins zusammenzählen kann, und da haben wahrscheinlich sehr viele Mitglieder des 1.FC Lok Probleme :) , durchschaut die Bilanzierung zu diesem geschönten Ergebnis ganz schnell, da die Verpflichtungen ggü. einem großen Gläubiger aus den alten Bundesländern bilanziell nicht eingeflossen sind, obwohl sie zumindest zum Teil das bilanzierte Jahr betrafen.

Näheres weiß dann sicher ein gewisser "wrz" zu berichten. :crazy:

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Little Joe » Mi 28. Nov 2018, 19:33

LOK LEIPZIG: FUSION MIT VFB IST NÄHER GERÜCKT
Der frühere DDR-Spitzenklub 1. FC Lok Leipzig aus der Regionalliga Nordost und der ehemalige Bundesligist VfB Leipzig, der sich in einem Insolvenzverfahren befindet, wollen Anfang des kommenden Jahres eine Fusion vollziehen. Der Prüfungs- und Erörterungstermin beim Insolvenzgericht des Amtsgerichts Leipzig endete mit einer Abstimmung, bei der alle anwesenden Vertreter der Gläubiger dem Insolvenzplan zustimmten, den VfB-Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Friedbert Striewe vorgelegt hatte. Damit hat das Amtsgericht den Insolvenzplan genehmigt.
http://www.fussball.de/newsdetail/lok-l ... /196244#!/

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Anderson
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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Do 29. Nov 2018, 19:23

Schlapperplapper hat geschrieben:
Mi 28. Nov 2018, 08:35
Ich denke auch das der Nutzer @Anderson das besser kann, als nur schlicht nach Leutzsch zu zeigen, was keine Antwort auf die eigentliche Frage ist.

Jeder der eins und eins zusammenzählen kann, und da haben wahrscheinlich sehr viele Mitglieder des 1.FC Lok Probleme :) , durchschaut die Bilanzierung zu diesem geschönten Ergebnis ganz schnell, da die Verpflichtungen ggü. einem großen Gläubiger aus den alten Bundesländern bilanziell nicht eingeflossen sind, obwohl sie zumindest zum Teil das bilanzierte Jahr betrafen.

Näheres weiß dann sicher ein gewisser "wrz" zu berichten. :crazy:
Die Abschlüsse/Bilanzen werden meines Wissens extern geprüft und bestätigt. Es gibt den Strafrechtstatbestand der Bilanzfälschung und für Steuerbüros bzw. Steuerprüfer gibt es ähnliche Straftatbestände.

Wenn du Wissen oder gar Belege hast, dass Präsidium und Aufsichtsrat von Lok sich der Bilanzfälschung schuldig gemacht haben, gehe zur Polizei und zeige es an.

Wenn deine Vermutungen bzw. Unterstellung vorwiegend bis ausschließlich auf Statements des selbtverliebten Spinners Ziegenbalg beruhen, halte besser die Füße still. ;)

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Do 29. Nov 2018, 19:26

Kuckuck hat geschrieben:
Di 27. Nov 2018, 23:17
Die Frage für mich war ja nur, ob evtl. die erhaltenen 800 TEUR Fördermittel evtl. positiv zu dem Jahresergebnis (Gewinn) beigetragen haben oder nicht.
Wenn damit neue Vermögenswerte entstanden, die dann als Aktiva (Anlagevermögen) in der Bilanz auftauchen, kann man das so sehen, richtig. Wenn du Geld geschenkt bekommst, bist du reicher als wenn du kein Geld geschenkt bekommst. Wenn du anstatt Geld ein Auto geschenkt bekommst, bist du auch reicher, obwohl du keinen Cent mehr in der Tasche hast.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Anderson » Do 29. Nov 2018, 20:28

Kuckuck hat geschrieben:
Di 27. Nov 2018, 23:17
... und beim AKS liegen m.E. die Eigentumsverhältnisse noch anders als beim BPS, was die Chemie-Wünsche durchaus verständlich werden lässt.
Die Unterschiede bei den Eigentumsverhältnissen sind mir klar, die sich daraus ergebenden Unterschiede beim Einsatz von Steuergeld auch.

Aber bei einer im Raum stehenden Summe von 15 Mio € für den Sportplatz eines Fünftligisten hielte sich mein Verständnis als Steuerzahler dann doch sehr in Grenzen.

Der einzige sichere Erfolg eines Mitteleinsatzes in dieser Höhe unter diesen Voaussetzungen wäre, dass man es damit garantiert ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler schaffen würde.

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Re: 1. FC Lok Leipzig

Beitrag von Schlapperplapper » Fr 30. Nov 2018, 07:55

Anderson hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 19:23
Schlapperplapper hat geschrieben:
Mi 28. Nov 2018, 08:35
Ich denke auch das der Nutzer @Anderson das besser kann, als nur schlicht nach Leutzsch zu zeigen, was keine Antwort auf die eigentliche Frage ist.

Jeder der eins und eins zusammenzählen kann, und da haben wahrscheinlich sehr viele Mitglieder des 1.FC Lok Probleme :) , durchschaut die Bilanzierung zu diesem geschönten Ergebnis ganz schnell, da die Verpflichtungen ggü. einem großen Gläubiger aus den alten Bundesländern bilanziell nicht eingeflossen sind, obwohl sie zumindest zum Teil das bilanzierte Jahr betrafen.

Näheres weiß dann sicher ein gewisser "wrz" zu berichten. :crazy:
Die Abschlüsse/Bilanzen werden meines Wissens extern geprüft und bestätigt. Es gibt den Strafrechtstatbestand der Bilanzfälschung und für Steuerbüros bzw. Steuerprüfer gibt es ähnliche Straftatbestände.

Wenn du Wissen oder gar Belege hast, dass Präsidium und Aufsichtsrat von Lok sich der Bilanzfälschung schuldig gemacht haben, gehe zur Polizei und zeige es an.

Wenn deine Vermutungen bzw. Unterstellung vorwiegend bis ausschließlich auf Statements des selbtverliebten Spinners Ziegenbalg beruhen, halte besser die Füße still. ;)
Och Menno Anderson, von Bilanzfälschung hat doch gar keiner gesprochen. Es geht doch viel mehr um Stundungen von Darlehen, welche man dann aber von Bilanzjahr zu Bilanzjahr mitschleppt. Die aktuell vorgelegte Bilanz sieht doch dann immer erst mal prima aus. :cool: Der FC Saxxen und sein damaliger Gläubiger Kölmel haben doch eindrucksvoll vorgemacht wie so etwas letztendlich ausgeht.

Gerne kannst Du mir aber das Plus von 400 TEU nach Abschluss des Geschäftsjahres schlüssig erklären. Du weißt selbst am Besten das es de facto unmöglich ist ein Plus nur und ausschließlich zu ERWIRTSCHAFTEN.

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