NÄCHSTE BEGEGNUNG

6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 31.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: BORUSSIA-PARK, Mönchengladbach
Bor. Mönchen-
gladbach
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
RB Leipzig
13
2
Bayern München
12
3
Borussia Dortmund
12
4
Bayer 04 Leverkusen
9
5
VfB Stuttgart
8
6
Bor.Mönchengladbach
8
7
SV Werder Bremen
8
8
Eintracht Frankfurt
8
9
1899 Hoffenheim
7
10
VfL Wolfsburg
7
11
FC Augsburg
7
12
1. FC Union Berlin
6
13
SC Freiburg
6
14
Arminia Bielefeld
4
15
Hertha BSC
3
16
1. FC Köln
2
17
FC Schalke 04
1
18
1. FSV Mainz 05
0

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DIE FOHLEN SCHARREN MIT DEN HUFEN!

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Leipzig - (30.10.2020) Nach der Champions League ist vor dem Spiel mit Champions League-Charakter, welches vor der Champions League ist. Soll heißen: Zwischen den Duellen gegen Manchester United und PSG wartet eine weitere Champions League Mannschaft auf RB Leipzig, welche allerdings im Gewand der Bundesliga daher kommt. Borussia Mönchengladbach. Alles Wichtige zur Partie, in den folgenden Zeilen.

Aufreger der Woche

Der kommt noch aus dem Spiel gegen Hertha BSC am vergangenen Samstag. Bei der Partie gegen die alte Dame (2:1) gab es immer wieder deutlich hörbare Pfiffe und Buh Rufe gegen Matheus Cunha. Ich für meinen Teil saß vor dem Fernseher und habe mich nur gefragt: Warum zur Hölle? In den eineinhalb Jahren, in denen Cunha in rot und weiß auf dem Platz stand, hat er sich nichts zuschulden kommen lassen, er ist zur Hertha gewechselt, da es für ihn zu jenem Zeitpunkt keine sportliche Perspektive gab. Von daher, sinnlose Aktion meiner Meinung nach!

 

Sabitzer zurück in der Startelf? In Manchester war seine Einwechslung eher semi erfolgreich...

 

Unsere Rasenballsportler

Form unserer Mannschaft 

Spiel um Spiel zehrt merklich etwas an den Kräften der Leipziger. Bereits gegen Hertha war es ein Arbeitssieg, ganz nach dem Motto „Nicht schön, aber selten“. Gegen Manchester United gab's dann eine ordentliche Packung. Nach 90 Minuten stand ein 5:0 aus Sicht der Engländer auf der Anzeigetafel. In der Höhe etwas zu eindeutig war es dennoch eine klar verdiente Niederlage. Die erste Delle in der Saison 20/21. Am Samstag gilt es nun „eine Reaktion zu zeigen“.


Verletzte/gesperrte Spieler bei RB Leipzig

Konrad Laimer, Lukas Klostermann, Nordi Mukiele, Fabrice Hartmann


Mögliche Aufstellung RB Leipzig

4-4-2: Gulacsi – Halstenberg – Orban – Upamecano – Henrichs – Angelino – Kampl – Adams – Nkunku – Sörloth – Hwang
3-5-2: Gulacsi – Halstenberg – Upamecano – Konaté – Angelino – Kampl – Olmo – Adams – Henrichs – Sörloth - Poulsen

 

Vier Mal zu Gast, vier Mal siegreich im Borussia Park.

 

Der Gegner im Check

Die Borussia unter dem Radar – aber im Steigflug

Wahrlich, der Saisonbeginn hätte aus sich der Gladbacher durchaus anders laufen können. In den ersten fünf Partien gab es lediglich zwei Siege. Gerade gegen Union Berlin und den VfL aus Wolfsburg waren sicher mehr Punkte eingerechnet. Auch gegen Mainz 05 am vergangenen Spieltag war es eher ein Zittersieg, als das souveräne Auftreten, das man seitens eines Champions League Teilnehmers bei einer so verunsicherten Mannschaft erwartet hätte. Aber Champions League ist das Stichwort: Am Dienstag brillierten die Gladbacher gegen Real Madrid. Mit einer effizienten und defensiv abgezockten Spielweise führte die Borussia lange mit 2:0, innerhalb der letzten Minuten konnte sich Real noch in ein 2:2 unentschieden retten. Dennoch, Chapeau Gladbach!


Zu- und Abgänge im Sommer

Die Fohlenelf hat einen starken Transfersommer hinter sich. Dank der guten Platzierung in der Bundesliga und der Champions League Teilnahme konnten die Gladbacher alle Leistungsträger halten. Lediglich fünf Akteure verließen den Verein im Sommer, drei davon waren mindestens 30 Jahre alt. Mit Moritz Nicolas und Keanan Bennetts gingen zwar zwei junge, talentierte Spieler – allerdings nur auf Leihbasis. Auf Seiten der Neuzugänge konnte sich Gladbach durchaus verstärken. Sehr interessante Spieler sind hierbei Valentino Lazaro, ein alter Bekannter aus der Bundesliga, und Hannes Wolf. Beide kamen auf Leihbasis. Lazaro von Inter Mailand und Wolf von RB Leipzig.

 

Nkunku traf in der 89. beim letzten Aufeinandertreffen zum 2:2.

 

Abgänge

Mit Raffael verloren die Gladbacher in diesem Sommer zwar nicht unbedingt einen Leistungsträger, allerdings eine Identifikationsfigur des Vereins. Der deutsch-brasilianer lief insgesamt 164 mal für die Fohlen auf und erzielte dabei 58 Tore.


Zugänge

Für Valentiono Lazaro war der Aufenthalt in Mailand wohl eher ein Kurzurlaub als alles andere. 2019 verließ er Hertha BSC in Richtung Italien, nun ist er zurück in der Bundesliga. Der Transfergerüchteküche zufolge stand er auch auf dem Zettel von RB Leipzig.


Player to Watch

Da kann es nur einen geben! Hannes Wolf. Wolf kam im Sommer 2019 von Salzburg nach Leipzig. Durch eine Verletzung bei der U21 EM spielte er in der Hinrunde keine Rolle, lediglich in den letzten Spielen vor der Winterpause kam er zu ein paar Kurzeinsätzen. Dennoch war Wolf mit seiner Situation nicht zufrieden und formulierte relativ offen, dass er den Verein verlassen will. Und so kam es auch. Eigentlich liegt es nun in der Natur der Sache, dass Wolf gegen RB aber mal so richtig aufdrehen wird!


Verletzte/gesperrte Spieler Mönchengladbach

Andreas Poulsen, Jordan Beyer, Denis Zakaria


Trainer und Spielweise

Als Trainer von Gladbach hat Marco Rose gleich zwei Bezugspunkte zur Messestadt – einerseits wurde er hier geboren, andererseits war er vor seinem Engagement am Niederrhein Trainer in Salzburg, den RB Fußball kennt er also nur zu gut. Rose lässt seine Borussia auch ähnlich spielen. Meist läuft seine Mannschaft im 4-2-3-1 oder im 3-4-3 auf. Ähnlich wie Leipzig ist Gladbach durch die verschiedenen Aufstellungen taktisch sehr variabel und ähnlich wie Leipzig wird in Gladbach attraktiver Offensivfußball gespielt.

 

Ganz so herzlich wird es sicher nicht, nicht nur wegen Corona.

 

Form des Gegners

Die Borussia ist zuletzt erstarkt, nach anfänglichen Schwierigkeiten nähert sich die Mannschaft wieder der Form der Vorsaison. Nach dem starken Auftritt gegen Real ist Gladbach sicher hungrig auf mehr.


And the winner is... der Fantipp

2:2. Nach einer harten Wochen und einem Tag weniger zum Ausruhen wird Gladbach am Wochenende besser konditioniert sein. Müsste ich mich auf einen Sieger festlegen, so wäre es wohl die Borussia.


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky

Linus


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THEATRE OF BROKEN DREAMS!

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Manchester - (28.10.2020) Mit 5:0 geht Leipzig im Theatre of Broken Dreams unter und machte sich so zum Gespött des Spieltags. Offensiv harmlos und defensiv am Ende komplett von der Rolle setzt es im Härtetest in Manchester eine schmerzhafte Lehrstunde. Das 5:0 wird zur neuen höchsten Niederlage der Vereinsgeschichte!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Schon mächtig auf Kante genäht der Leipziger Kader und dabei geht e gerade erst los mit den wirklich herausfordernden englischen Wochen. Zumindest Kampl wurde rechtzeitig fit, aber ohne Mukiele, Adams, Laimer, Haidara, Klostermann und Sabitzer fehlte schon zu Beginn etwas der defensive Biss.

 

Dreisatz des Spiels

Lange solide ausgesehen, ohne echten Punch zu entwickeln, dann komplett abgekocht und mit runter gezogenen Hosen und zerstörten Träumen stehen gelassen. Manchester defensiv sehr gut und offensiv mit dem Glück des VARs und den deutlich gefährlicheren Aktionen, konnte mit Matchwinner Rashford nachlegen, während Nagelsmanns Wechsel komplett verpufften.

 

Vor dem Spiel war die Welt noch in Ordnung.

 

Neu im Bullenstall

Henrichs kommt so langsam in Fahrt. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass seine Vielseitigkeit so schnell so wichtig werden würde. Heute mit vielen Zweikämpfen und Tacklings als Rechtsverteidiger bis zur Pause einer der besten Leipziger auf dem Feld. Danach aber zu grün gegen Pogba und ampelkartengefährdet runter. Später kamen Sørloth und Kluivert, konnten offensiv aber auch nichts bewirken und standen am Ende in der schwächsten Phase auf dem Feld. Beide leider ohne Matchwinner-Potenzial.

 

Der beste Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Henrichs: Zweifelsohne heute einer der besten Rasenballsportler und klar bester RBLer der ersten Hälfte – sowohl offensiv wie auch defensiv wichtig. Später zu blauäugig gegen Pogba, weswegen er runter musste, danach fiel Leipzig in sich zusammen wie ein nasser Sack.

 

Sabitzer kam und sollte einen rabenschwerzen Tag erwischen.

 

Luft nach oben

Sabitzer: Kam rein, verdaddelte den Ball vor dem 3:0, verursachte den Elfer zum 4:0. Heute so gar nicht Sabitzer-like.

Halstenberg: Von der Rolle - ihm gelang heute nix.

Angelino: Spielte vor Halstenberg und machte heute sein unauffälligstes Spiel der Saison. Weniger angekommene Pässe als Gulácsi(!).

 

Kategorie schlecht gealtert

Überraschung – Manchester ist doch nicht Meuselwitz…

 

Tweet des Spiels

Gewogen und für zu leicht befunden.

 

Champagner oder Bier – die Fans

Traurig, in dieser Arena erstmals antreten zu dürfen und dann ganz ohne Fans. In Manchester ist man schon da, wo Deutschland nächste Woche flächendeckend ist, im quasi Lockdown. Demnächst wohl auch in der Bundesliga keine Zuschauer mehr. Heute gab es aber auf Leipziger Seite eh nichts zu sehen…

 

Pfeife des Spiels

Erstes RBL und Manchester Spiel für den Slowenen Matej Jug, dessen spanische Unterstützung am VAR beim 1:0 für Manchester durchaus für Diskussionsstoff sorgte. Im Maximalfall im Zweifel für den Stürmer, Abseits wäre aber auch möglich gewesen. Pech für RBL, wie auch beim 2:0 als Rashford auf der Mittellinie knapp nicht im Abseits stand.

 

Aufgefallen

1)      Wenn man kein Tor schießt, wird es offensichtlich, dass aktuell ein Goalgetter fehlt. Manchester heute sehr gut in der Arbeit gegen den Ball, ließ aus dem Spiel sehr wenig zu. Leipzig mit nur zwei Schüssen aufs Tor und keiner Großchance.

2)      United legte mit Rashford und Fernandes – ihren beiden Topangreifern nach. Später kam dann noch Cavani, Mata blieb auf der Bank, dort gibt es kadertechnisch derzeit weniger Sorgenfalten.

3)      Erster echter Gradmesser und dann mal so richtig verbockt. Weckruf zur rechten Zeit oder böses Omen für die kommenden Spitzenspiele gegen Gladbach und Paris?

4)      Im Sturm klemmt es und in der Abwehr ist die Kaderdecke auf der rechten Seite und im DM arg angegriffen. Keine guten Vorzeichen, auch wenn ein paar Kicker mehr am Samstag wohl wieder zur Verfügung stehen.

5)      Als einziger deutscher Klub an diesem Champions League Spieltag keine Punkte eingefahren und 5:0 nach Hause geschickt worden. Die letzten 20 Minuten waren echt peinlich! Das 5:0 ist die erste RBL Niederlage mit fünf Toren Differenz!

6)      Leipzig spielte in etwa so, wie Nagelsmanns Outfit aussah - schlecht.

 

 

Fazit & Ausblick

Mit Ambitionen nach England geflogen und mit einem wunden Popo nach Hause geschickt. Das direkte Duell gegen United darf schon als verloren gelten. Ein ganz finsterer Spieltag, an dessen Folgen man in der Gruppe noch zu knabbern haben wird.

United all´ das, was Leipzig nicht war. Defensiv sicher und offensiv abgezockt. RBL am Ende komplett auseinandergefallen. Da ging Solskjærs Matchplan voll auf, auch wenn die knappen Abseitsentscheidungen am Ende den hohen Sieg erst ermöglichten, muss RBL das am Schluss konzentrierter spielen.

Mit Gladbach kommt nun ein Gegner, der Real am Rande der Niederlage hatte und allgemein schwer zu bespielen ist. Dazu hat Roses Team weniger Verletzungssorgen und einen Tag mehr Regeneration. Das Momentum spricht nicht für RBL. Wer hätte das vor einer Woche gedacht…

 

Du bist allein, ..lein, ..lein - Oktobermond.

 

Statistik
Manchester United FC: De Gea – Shaw, Maguire (C), Lindelöf, Wan-Bissaka (81. Tuanzebe) – Pogba (81. Cavani), Matic (63. McTominay), Fred – van de Beek (68. Fernandes) – Greenwood (63. Rashford), Martial
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Konaté, Upamecano, Halstenberg – Kampl (77. Kluivert) – Henrichs (63. Sabitzer), Olmo, Nkunku (66. Sørloth), Angelino – Forsberg, Poulsen
Schiedsrichter: Matej Jug (Slowenien)
Tore: 1:0 Greenwood (21.), 2:0 Rashford (74.), 3:0 Rashford (78.), 4:0 Martial (87.) FE, 5:0 Rashford (90.+2)
Torschüsse: 14 / 9
Schüsse aufs Tor: 7 / 2
Passquote: 83% / 82%
Zweikampfquote: 47% / 53%
Laufleistung: 106,1 km / 106,8 km
Ballbesitz: 48% / 52%
Fouls: 18 / 20
Ecken: 2 / 5
Abseits: 1 / 2
Gelbe Karten: Matic / Henrichs (2), Kluiver (1), Sabitzer (1)
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen


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SPITZENSPIEL IM OLD TRAFFORD

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Manchester - (28.10.2020) Mitten in den englischen Wochen geht es für die Leipziger nach England. Dort treffen wir im altehrwürdigen Old Trafford auf Manchester United. Der Rekordmeister der Premier League ist aktuell nicht besonders gut in selbige gestartet. Nichtsdestotrotz erwartet uns eines der besten englischen Teams. In diesem Aufeinandertreffen müssen die Rasenballsportler beweisen, dass sie das Weiterkommen in unserer Champions League-Gruppe verdienen.

Die Partie

Manchester United F.C. vs RasenBallsport Leipzig
Old Trafford, Mittwoch der 28.10. um 21 Uhr
TV-Übertragung: Einzelspiel bei DAZN, Konferenz bei Sky
Radioübertragung: u.a. beim Bullenfunk


Unser Gegner

Der 1878 gegründete Verein ist englischer Rekordmeister und sowohl einer der populärsten als auch einer der umsatzstärksten Vereine  weltweit. Mit der Verpflichtung von Alex Ferguson im Jahr 1986 begann ein stetiger Aufschwung und die Etablierung als DER englische Spitzenclub. Gekrönt wurde diese Ära mit dem Gewinn des Triples im Jahr 1999 inklusive des bekannten Champions League-Finales gegen den FC Bayern, als man sich mit zwei Toren in der Nachspielzeit noch den Titel sichern konnte (den Siegtreffer damals erzielte übrigens der aktuelle Trainer Ole Gunnar Solskjær). Bis zum Abgang von Ferguson 2013 folgten noch zahlreiche weitere Titel.
Danach blieb ManUnited zwar weiterhin Zuschauer- & Einnahmenkrösus in England. Mit den sportlichen Erfolgen allerdings haperte es. Nachdem sie 22 Jahre durchweg eine Top-3-Platzierung in der Premier League erreichen konnten, folgte 2014 nur ein siebter Platz. Die Meisterschaft blieb seitdem in weiter Ferne und die Mannschaft spielte meist unter den in Manchester extrem hohen Erwartungen.
Auch der Start in die aktuelle Saison verlief höflich gesagt suboptimal. Derzeit stehen sie mit sieben Punkten aus fünf Spielen auf Platz 15. Dafür konnten sie die erste Gruppenpartie in der Champions League bei Paris Saint Germain mit 2:1 für sich entscheiden.

 

Solskjær weiß, wie man den Pott hebt.

 

Was uns erwartet

Manchester United mag in den letzten Jahren einiges von seinem Glanz eingebüßt haben. Dabei sollte man nicht vergessen, dass sie in der letzten Saison in einer besser besetzten Liga als unserer ebenso wie wir Tabellendritter geworden sind und ein Vielfaches für Ablösen und Gehälter ausgeben können. Dementsprechend sind sie zumindest auf dem Papier besser besetzt und wir trotz unseres hervorragenden Saisonstarts bei unserer ersten internationalen Auswärtspartie leichter Außenseiter.
Der größte Pluspunkt der Leipziger dürfte auf der Trainerbank sitzen. Ole Gunnar Solskjær guter Ruf in Manchester basiert auf seiner langen und erfolgreichen Karriere als Spieler bei United (insgesamt bestritt er 235 Spiele für die "Red Devils"). Als Trainer hingegen hat er sich nicht unbedingt den Ruf eines Erneuerers erworben, als Taktikfuchs gilt er ebenfalls nicht. Er sorgt dafür, dass die 11 Spieler ihre Leistung auf den Platz bringen. Aber er macht die Mannschaft nicht besser als die Summe ihrer Teile. Das Problem aus Leipziger Sicht ist, dass die Einzelteile über 400 Millionen gekostet haben und die Ersatzteile(/bank) nochmal eine Viertelmilliarde.

 

 

Im Grunde fühlt sich United als Konterteam am wohlsten. Dass sie in der heimischen Liga im Durchschnitt häufiger den Ball haben, ist mehr ihrer individuellen Stärke geschuldet und keinem dezidierten taktischen Ansatz. Dies bedeutet nicht, dass sie gegen starke Gegner den Bus parken, wie man im Englischen so schön sagt. Sie haben sehr wohl eine hohe Pressinglinie, meist bis Ende des zweiten Drittels in der gegnerischen Hälfte. Noch höher agieren sie nur situativ, wenn die Lage gerade vielversprechend ist wie z.B. bei unsauberen Ballannahmen oder einer schlechten Staffelung des Gegners im Spielaufbau.

Den eigenen Spielaufbau können sie, wenn sie wollen. Meistens wollen sie aber nur, wenn kein Gegner in der Nähe ist. Die beiden Stamminnenverteidiger Lindelof und Maguire sind passstark, ohne dass man bei ihnen dribbelnde Ausflüge wie bei Upamecano sehen wird. Die beiden Außenverteidiger Shaw (links) und Wan-Bissaka (rechts) sind auch eher klassische Außenverteidiger wie z.B. Klostermann und keine Angelinos. Linksverteidiger Shaw ist noch eher ins Aufbauspiel eingebunden, so wie auch Manchester häufiger über die eigene linke Seite attackiert. Sollten sie unter Druck kommen, wird dann meist der lange Ball gewählt. Spielerische Lösungen unter starkem Pressingdruck sieht man selten, dafür vermeidet ManUnited so aber tiefe Ballverluste.

Die Doppelsechs besteht meist aus McTominay und Fred. Der Brasilianer Fred ist eine Art tiefer Spielmacher, der sich am ehesten noch mit spielerischen Mitteln aus einer Pressingsituation befreien kann. Er ist quasi das Äquivalent zu Kevin Kampl, nur dass er weniger zur Offensive beiträgt. Grundsätzlich hätte unser Gegner mit Paul Pogba und Donny van de Beek namhafte und teure Alternativen fürs zentrale Mittelfeld zur Auswahl. Da aber das 1,93m hohe Eigengewächs Scott McTominay zu Saisonbeginn nicht nur durch Defensivstärke auffiel, sondern dazu auch noch seinen Teil dazu beitrug, die Offensivspieler in Szene zu setzen, dürfte er wie bisher gesetzt sein.

Davor zieht Bruno Fernandes als Spielmacher die Fäden. Er ist eine der besten Neuverpflichtungen seit vielen Jahren und bereits nach wenigen Spielen nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Er besticht sowohl durch seine Genialität mit dem Ball, als auch durch sein Defensivverhalten. Er kann die Stürmer gut bedienen, ist selber torgefährlich und kommt auf Defensivwerte wie sonst nur typische Staubsauger auf der Sechs. Er ist nicht nur ein begabter Spielmacher, sondern auch sehr intelligent im Pressingverhalten. Wenn es irgendeinen Spieler bei Manchester United gibt, auf den man besonderes Augenmerk legen sollte, dann ist er es.

 

Bruno Fernandes der player to watch.

 

Die beiden offensiven Außen Rashford (links) und Greenwood (rechts) sind beide Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Rashford beweist schon seit ein paar Jahren seine Klasse, Greenwood ist gerade dabei durchzustarten. Beide sind eher Stürmertypen, die individuell stark sind und sehr direkt agieren. Ballstafetten wie unter Nagelsmann wird man bei ihnen eher nicht erleben. Dafür sind beide nur schwer vom Ball zu trennen und in der Lage, in einem knappen Spiel mit nur einigen Halbchancen den Unterschied auszumachen. Selbstredend sind sie brandgefährlich, sobald sie viel Platz haben,  beispielsweise nach einem hohen Ballverlust.
Mittelstürmer Anthony Martial ist an guten Tagen einer der besten Offensivallrounder, die es gibt (von Kopfbällen mal abgesehen). Gute Tage hatte er allerdings diese Saison noch keine, aber wir wollen es mal nicht beschreien. In der Liga ist er nach einem doofen Platzverweis gegen Tottenham noch gesperrt, in der Champions League kann und wird er hingegen auflaufen.

Für RB Leipzig wird es entscheidend sein, gut abzuwägen, wieviel Risiko man in welcher Spielsituation eingeht. Uniteds Stärke bei Konterangriffen und ihr eigener Unwille zum Ballbesitz unter Druck legen zwei Ansätze nahe. Zum einen kann RB bereits mit wenig Pressing die Hausherren zu langen Bällen verleiten. Diese tief hängende Frucht sollten sich die Spieler von Julian Nagelsmann nicht entgehen lassen. Mauern ist hier der falsche Ansatz und wird von unserem Coach mit Sicherheit auch nicht in Erwägung gezogen.
Zum anderen sollte der Restfeldverteidigung Vorrang vor der Besetzung im gegnerischen Drittel gegeben werden. Bei Ballverlust braucht Leipzig genügend Spieler hinter dem Ball, auch wenn das Spiel so unansehnlicher wird und die Offensivgefahr leidet. Wir sind mit einem Pflichtsieg in die Gruppenphase gestartet und haben keinen Druck, im Old Trafford gewinnen zu müssen. Den Gegner etwas unter Druck setzen und zu viel Risiko vermeiden lautet die Tagesdevise am Mittwoch. Mit einem Unentschieden können die Leipziger gut leben und sollten dementsprechend auftreten.

 

Auf dem Platz oder doch erstmal auf der Bank? Adams und Sabitzer.

 

Die Aufstellungen

Auf Leipziger Seite fehlen die Langzeitverletzten Laimer und Klostermann. Haidara ist nach seinem positiven Covidtest noch in häuslicher Quarantäne und fällt weiterhin aus. Nordi Mukiele ist nach dem Spiel gegen Hertha angeschlagen und musste zu Hause bleiben. Tyler Adams fehlt aktuell noch wegen einer Kniereizung. Er ist für das Spiel am Mittwoch fraglich, ist aber im Kader mitgereist und kann eventuell spielen. Marcel Halstenberg fehlte aus privaten Gründen gegen die Hertha, wird in der Champions League aber wieder mit dabei sein. Bei Sabitzer ist fraglich, ob es nach seinem Faserriss und seiner Einwechslung diesen Samstag nun schon für die Startelf reicht.

Bei den Hausherren fallen Innenverteidiger Eric Bailly sowie Mittelfeldmann Jesse Lingard verletzt aus. Von den aktuellen Stammspielern hat Cheftrainer OGS alle zu Verfügung. In der Regel lässt er im 4-2-3-1 spielen. Beim Auswärtsspiel in Paris ließ er mit einer defensiven Fünferkette auflaufen und opferte dafür einen Offensivakteur. Dies war aber vermutlich eher der großen Qualität des Gegners geschuldet. Ich gehe nicht davon aus, dass er Leipzig denselben Respekt erweist.

Manchester United F.C.:
De Gea Shaw, Lindelof, Maguire, Wan-Bissaka McTominay, Fred Rashford, Fernandes, Greenwood (James) Martial

RasenBallsport Leipzig:
Gulácsi Angelino, Halstenberg, Upamecano, Orban, Henrichs Kampl Nkunku, Forsberg (Sabitzer), Olmo Poulsen


dabdab


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OMA HERTHA STELLT SICH SELBST EIN BEIN!

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Leipzig - (24.10.2020) Lange war es ein Spiel auf Messers Schneide. Leipzig bestimmend aber nicht gut und Berlin effizient. Nach der Pause stellte Zeefuik mit seinem Fünf-Minuten-Platzverweis die Zeichen auf RBL-Sieg. Sabitzer traf nach dummen Foul von Cordoba zum 2:1 Siegtreffer per Elfmeter.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Nur 999 Zuschauer, Klosterman operiert, Halstenberg bei der Beerdigung seines Vaters, Adams kurzfristig verletzt. Da ist kadertechnisch schon ein wenig Sand im Getriebe und was die coronabedingten Einschränkungen anbelangt ist es auch kein echtes Fußballfest mehr, was bei dieser Belegung zu erwartet ist.

 

Dreisatz des Spiels

50 Minuten war Berlin ebenbürtig, dann stellte sich die Hertha selbst das ein oder andere Bein. Die Fouls von Zeefuik dumm, der Elfmeter unnötig, aber uns soll‘s recht sein. Danach war es ein Spiel auf ein Tor mit 26 Torschüssen aber kaum zwingenden Aktionen – hier hätte Leipzig konsequenter agieren können, der Sieg letztlich aber hochverdient.

 

Master and Commander!

 

Neu im Bullenstall

Novum! Drei Neuzugänge in der Startelf – sicher auch Adams Ausfall geschuldet, aber so langsam kommen sie an die Neuen. Henrichs zog im Mittelfeld seine Kreise und spielte erneut sehr abgeklärt aber nicht herausragend, Kluivert hatte eine gute Aktion und fiel danach ab, Sørloth war extrem zweikampfstark in der Luft, blieb jedoch ungefährlich. Fazit ausbaufähige Leistung aber durchaus etwas, worauf man aufbauen kann.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Upamecano: Der Fels in der Brandung heute wieder mit einer seiner Topleistungen. Gekrönt vom wichtigen Tor zum 1:1. Mann des Spiel im RBL-Dress auch wenn er mal wieder eine unnötige Gelbe einsammelte.

Nkunku: Frisörkumpel Nkunku heute der offensive Aktivposten. Die Fouls von Zeefuik an ihm führten zur Überzahl. Schlug die meisten Flanken und spielte die meisten wichtigen Pässe.

Sabitzer: Ein Comeback im Stile eines Kapitäns. Lief nach seiner Einwechslung viel über ihn und dann haut er die Pille souverän per Elfer zum 2:1 Siegtreffer rein. Sabi is back!

 

Sørloth noch kein König eher ein kleiner Prinz.

 

Luft nach oben

Kluivert: Ja, der Schuss zu Beginn des Spiels war gut aber danach war Kluivert kaum zu sehen und musste dann für die zweite Reihe weichen.Kann sicher noch mehr!

 

Tweet des Spiels

Hatte Zeefuik einfach keinen Bock?

 

Champagner oder Bier – die Fans

999 Zuschauer, aber zwischendurch kam spielbezogen immer mal etwas Stimmung auf. Dennoch ein Trauerspiel, was aufgrund der Bestimmungen natürlich alternativlos ist. Es bleibt der Traum von besseren Zeiten…

 

Frisörkumpels forever!

 

Pfeife des Spiels

Stieler ein Schiedsrichter mit einer ausbaufähigen RBL-Bilanz. In 17 Begegnungen war RBL sieben Mal erfolgreich. Mit der schnellen und durchaus etwas harten Gelb-Roten für Zeefuik und anderen Bewertungen heute eher ein Heimschiedsrichter.

 

 

Aufgefallen

1)      Adams vor dem Spiel mit Innenbandreizung verletzt raus, wird langsam dünn im ZM und dies vor den schweren englischen Wochen. Immerhin heute dafür drei Neuzugänge in der Startelf und Sabitzer zurück auf dem Feld, mit Mukiele aber der nächste Ausfall. Noch hält die Kaderdecke, mehr darf jetzt jedoch nicht passieren.

2)      Ohne Olmo war die erste Halbzeit zähe Kost. Bis auf das Tor von Upamecano und Kluiverts Schuss, der von Schwolow glänzend entschärft wurde, gab es wenig zu sehen. Aktuell ist der Spanier schwer zu ersetzen, die Pause brauchte er jedoch auch. Ein Nkunku allein reichte heute offensiv lange nicht.

3)      Dauerte 20 Minuten, ehe Leipzig wirklich zählbare Chancen aus der Überzahl schlagen konnte. Irgendwann wurde der Druck dann zu groß, dass sich letztlich Hertha mit dem Platzverweis und dem Elfer selbst das Spiel zerstörte gehört zur Erzählung der Begegnung.

4)      26 Torschüsse aber abseits des Elfmeters nur eine Großchance, viel Stückwerk und nicht so zwingend wie in den Spielen zuvor. Das kann RBL geradliniger und konsequenter spielen.

5)      Je länger RBL Spitzenreiter ist, umso wilder werden die Bayern. Heute mit Überspieler Lewangoalski die Eintracht zerlegt als wäre es nichts. Scheint so als würde alles andere als Platz 1 für den FCB so etwas wie der ultimative Ansporn sein. Wird ein hartes Stück Arbeit den Platz an der Sonne zu verteidigen.

6)      Erstmal in dieser Saison RBL mit mehr als einem Abseits in einem Spiel. Forsberg machte uns heute doppelt den Werner.

 

Zunge raus!

 

Fazit & Ausblick

Verdienter Sieg, Dank einer in der zweiten Halbzeit dusseligen alten Dame, die sich mit ungeschickten Fouls die Chance auf mehr nahm. Insgesamt brachte Berlin trotz einer immer noch sehr teuren und wohlklingenden Offensive (Lukebakio, Cordoba, Cunha, Piatek, Dilrosun) nur zwei Schüsse auf Gulácsis Kasten zustande, Zu wenig, um hier etwas mitzunehmen.

Im Zentrum machte RBL es Berlin gerade bis zum Platzverweis zu leicht, lag aber auch an den fehlenden Spielern. Mit Laimer und Adams fehlte die Erst- und die Zweitbesetzung auf der Sechs. Die Neuzugänge diesmal von Beginn an – zumindest drei von ihnen – während Henrichs sich erneut gut einfügt, fehlte es bei Kluivert und Sørloth noch an der Bindung.

Jetzt kommt die Reise nach Manchester, wo momentan gerade ein Lockdown gilt (wird spannend wie das läuft). Der kommende Gegner spielt heute Abend gegen Werners Chelsea. Am Wochenende wartet das Spitzenspiel gegen Roses Fohlen, die heute in Mainz verdient aber knapp gewannen. Sie müssen unter der Woche gegen Real Madrid antreten, für beide Teams also schwere Aufgaben.

 

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele (69. Sabitzer), Orban, Upamecano, Angelino – Kampl (90. Konaté), Henrichs – Nkunku, Forsberg (65. Poulsen), Kluivert (65. Olmo) – Sørloth
Hertha BSC: Schwolow – Pekarik (46. Zeefuik), Boyata, Alderete, Mittelstädt (86. Ngankam) – Stark, Darida (89. Löwen), Tousart, Cunha – Lukebakio (84. Dilrosun), Cordoba (85. Piatek)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Tore: 0:1 Cordoba (8.), 1:1 Upamecano (11.), 2:1 Sabitzer (77.) FE
Torschüsse: 26 / 9
Schüsse aufs Tor: 8 / 2
Passquote: 85% / 67%
Zweikampfquote: 66% / 34%
Laufleistung: 113,9 km / 110,6 km
Ballbesitz: 68% / 32%
Fouls: 11 / 21
Ecken: 7 / 3
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Upamecano (2) / Tousart, Ngankam
Gelb-Rote Karte: – / Zeefuik (50.)
Zuschauer: 999

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  • Dayot Upamecano
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  • Marcel Sabitzer
  • Matheus Cunha
  • Spitzenreiter

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Platz 1 in Liga und CL – Besser geht’s nicht!
Top, aber die schweren Gegner kommen noch.
Gut, aber gegen Bayer und Istanbul war es eher mau.
Bei dem Programm erwartbar.

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