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3. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 13.09.2026, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
Hamburger SV
Spielplan RB Leipzig

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2
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3
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RB Leipzig
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4:1 – SCHIFFBRUCH MIT ANSAGE AM COMER SEE

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Leipzig - (11.09.2026) Aus „Champions League mit Seeblick“ wurde für RB Leipzig ein ziemlich schneller Schiffbruch. Beim Debüt am Comer See unterlag RBL Como 1907 mit 4:1 und zeigte dabei über weite Strecken genau die Probleme, vor denen im Vorbericht gewarnt wurde: zu wenig Intensität, große Abstände, schwache Zweikampfführung und vor allem keine überzeugenden Lösungen mit dem Ball. Como war dabei die bessere Mannschaft und gewann verdient – auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel. Für RB ist die Niederlage nach der Pleite in Bremen ein weiter Dämpfer.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Im Vorbericht wurden vor allem zwei Dinge herausgestellt: Como besitzt unter Cesc Fàbregas einen klaren Plan und gehört mit seinem Ballbesitzspiel, den vielen Dribblings und neun Kontertoren in der vergangenen Saison zu den unangenehmsten Gegnern, die man sich zum Champions-League-Auftakt wünschen kann. Dazu kam die Leipziger Ausgangslage nach der schwachen Vorstellung in Bremen. Die Hoffnung war, dass die Rasenballer die Königsklasse mit dem nötigen Ernst angehen würden.

Demichelis startete mit Nkunku und Maksimović sowie den Neuzugängen Guiu und El Aynaoui. Bakayoko, der gegen Werder enttäuscht hatte, blieb draußen. Großen Erfolg sollten die Umstellungen allerdings nicht zeitigen, weil die strukturellen Probleme dadurch nicht wirklich adressiert wurden.


Leipzig vor dem Schiffbruch.

Leipzig vor dem Schiffbruch.


Dreisatz des Spiels

Statt einer echten Reaktion setzte sich die Geschichte aus dem Weserstadion nahtlos fort. Während Como von Beginn an mit klaren Abläufen, kurzen Abständen und viel Bewegung agierte, wirkte Leipzig erneut körperlos. Gerade im ersten Durchgang bekam RBL kaum Zugriff und hatte nur rund 40 Prozent Ballbesitz. Insgesamt waren die Gastgeber mit fast 60 Prozent Zweikampfquote deutlich griffiger und enger an den Gegenspielern. Nur einmal in den letzten 13 Monaten hatte RBL eine schlechtere Zweikampfquote (gegen Stuttgart im März 26).

Letztlich war Como die bessere Mannschaft, Leipzig nach der Pause zwar deutlich mehr am Ball, aber viel zu selten wirklich gefährlich. Die 7:3-Großchancen für Como sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem 3:0 durch Assane Diao nach einem schnellen Konter kam Leipzig zwar durch Maksimović noch einmal heran, doch auch danach fehlten die ganz großen Chancen.

Fàbregas reagierte nach dem 3:0 und ließ seine Mannschaft tiefer stehen. Leipzig hatte dadurch häufiger den Ball, fand aber kaum Lösungen gegen den kompakten Block und lief gleichzeitig immer wieder Gefahr, in Konter zu geraten. Das 4:1 in der Nachspielzeit war daher nicht einmal untypisch für diesen Abend bzw. die einzige gute Konterchance. Fàbregas hatte einen klaren Plan – und konnte diesen auch an den Spielverlauf anpassen.


Schon beim ersten Gegentor gelang es drei Kickern nicht, den Ball aus dem Strafraum zu bugsieren.

Schon beim ersten Gegentor gelang es drei Kickern nicht, den Ball aus dem Strafraum zu bugsieren.


Aufgefallen

1 – Mit Ansage

Manchmal ist ein Vorbericht im Nachhinein leider zu treffend. Como spielte genau den Fußball, den wir am Comer See erwartet hatten: viel Bewegung, technische Qualität, mutige Dribblings und vor allem ein gutes Umschaltspiel. Nico Paz und Assane Diao waren dabei die zentralen Figuren im Maschinenraum. Beide gewannen jeweils elf Zweikämpfe und sorgten immer wieder dafür, dass Leipzig keinen dauerhaften Zugriff bekam.

Das 3:0 war dabei fast schon die Blaupause für die Warnung aus dem Vorbericht: Schnelles Umschalten, drei One-Touch Pässe und am Ende  Paz mit dem Pass sowie Diao mit dem Abschluss. Auch beim 4:1 zeigte sich, wie schwer es RBL an diesem Abend fiel, die Räume nach Ballverlusten zu schließen.


Wenn schon zu wenig Feuer auf dem Platz ist...


2 – Ballbesitz ist nicht gleich Ballbesitz

Deutlich mehr Ballbesitz nach der Pause liest sich zunächst gut. Nur: Was die Rasenballer damit anfingen, war überschaubar. Leipzig bekam den Ball, fand aber kaum den Weg durch die Como-Defensive. Viel Zirkulation, wenig Durchschlagskraft. Das erklärt auch die hohen Passquoten, die aber selten zu gefährlichen Torraumaktionen führten.

Damit wiederholte sich ein Muster aus Bremen. Auch dort hatte RBL viele Spielanteile, aber kaum Ideen gegen einen gut organisierten Gegner – wobei auch Werder verletzungsbedingt eine neu formierte Startelf hatte. Gegen Como wurde dieses Problem auf europäischer Bühne noch deutlicher, zumal der Gegner die beste Abwehr der vergangenen Saison in Italien stellte. Die Mannschaft versuchte es häufig mit dem Kopf durch die Wand, während Como geduldig auf seine Momente wartete und diese auch deutlich präziser und schneller ausspielte.


3 – Ungleichgewicht der Chancenqualität

Ein Blick auf die Chancenqualität macht den Unterschied ebenfalls deutlich. Como kam auf sieben Großchancen, Leipzig auf drei. Ebenso auffällig war, dass 71 Prozent der Como-Abschlüsse aus dem Spiel heraus aus dem Strafraum kamen, bei RB waren es nur 57 Prozent.

Como kam also regelmäßiger in gefährliche Zonen, während RBL viel zu häufig vor dem gegnerischen Strafraum hängen blieb. Gerade gegen einen Gegner, der sich nach dem 3:0 bewusst zurückzog, wäre aber genau dort mehr Kreativität und Bewegung nötig gewesen.


Andrija verkürzte mit einem schönen Tor.

Andrija verkürzte mit einem schönen Tor.


4 – Maksimović als kleiner Lichtblick

Ausgerechnet einer der jüngsten Leipziger sorgte für den Moment, der noch einmal kurz Hoffnung aufkommen ließ. Andrija Maksimović traf nach Vorlage von Christopher Nkunku zum 3:1 und war damit einer der wenigen Leipziger Lichtblicke. Dem Tor ging allerdings keine herausgespielte Aktion voraus, sondern ein Ballverlust von Como, dennoch ein Top-Abschluss des Serben.

Daneben konnten sich vor allem Castello Lukeba und Nicolas Seiwald mit einzelnen Werten positiv hervortun. Lukeba hatte die meisten Defensivaktionen, Seiwald gewann auf Leipziger Seite die meisten Tacklings. Auch Antonio Nusa zeigte sich zumindest in Teilen ordentlich, hatte eine gute Passquote und gewann die meisten Zweikämpfe auf Leipziger Seite. Mehr Positives war allerdings kaum zu vermelden.


Fraglich ob dies bei den Defensivproblemen geholfen hätte.


5 – Alte Garde mit alten Problemen & Neuzugänge in der Findungsphase

Gerade die erfahrenen Spieler konnten zum wiederholten Mal nicht als Stabilitätsanker dienen. David Raum blieb als Kapitän offensiv wie defensiv blass. Zehn Flanken schlug Leipzig insgesamt, aber Raum brachte pro Halbzeit gerade einmal eine davon zum Mitspieler. Zwei gewonnene von zwölf Zweikämpfen sind ebenfalls eine ziemlich ernüchternde Bilanz.

Auch Altkapitän Willi Orbán hatte Probleme. Gerade seine fehlende Geschwindigkeit fällt zunehmend auf, wenn die Abwehr höher steht, die AVs weit aufrücken und Gegner wie Como schnell hinter die letzte Linie kommen. Dazu kamen Situationen (wie vor dem 2:0), in denen seine Positionierung nicht optimal war.

Bei den Neuzugängen war ebenfalls noch viel Luft nach oben. Marc Guiu kam in rund 60 Minuten gerade einmal auf acht Ballkontakte und brachte zwei Pässe zum Mitspieler. El Aynaoui zeigte zwar phasenweise solide Ansätze, leistete sich aber auch teure Fehler.


6 – Nkunku macht noch nicht den Unterschied

Christopher Nkunku sollte eigentlich eine der schöneren Geschichten dieses Abends werden. Der ehemalige Leipziger kehrte in die Königsklasse zurück, in der er einst selbst zum Leipziger Rekordtorschützen wurde. Sportlich blieb die Rückkehr allerdings ernüchternd.

Nkunku gewann nur einen Zweikampf und war über weite Strecken isoliert. Das Problem lag dabei nicht ausschließlich beim Franzosen. Vielmehr fehlten ihm die Anbindung und die Bewegung aus dem Mittelfeld. Wenn zwischen ihm und den nachrückenden Spielern mehrere Meter zu viel liegen, kann auch ein Spieler seiner Qualität nur schwer für Gefahr sorgen. Immerhin: Seine Vorlage auf Maksimović sorgte kurzzeitig für einen Hauch von Hoffnung.


Nkunku konnte sich nur selten auszeichnen.

Nkunku konnte sich nur selten auszeichnen.


7 – Das Zweikampfproblem bleibt

Vielleicht ist das der Punkt, der am meisten zu denken gibt. Diao und Paz gewannen jeweils elf Zweikämpfe. Raum kam auf 2 von 12, Orbán und Nkunku jeweils nur auf einen gewonnenen Zweikampf.

Natürlich lässt sich ein Spiel nicht auf eine einzelne Statistik reduzieren. Aber die Zahlen passen zu dem Eindruck, den man bereits gegen Bremen gewinnen konnte: Leipzig ist in vielen Situationen nicht eng genug am Gegner, nicht giftig genug und kommt zu spät in die Duelle. Das von Demichelis beschworene Spiel gegen den Ball, das Buzzword „Intensity“ – es war nicht zu sehen.

Dadurch entstehen genau die Räume, die Como ausnutzen konnte. Beim 2:0 genügte ein verlorener Zweikampf in der gegnerischen Hälfte und eine schlechte Abseitsfalle, beim 3:0 wurde der fehlende Zugriff folgerichtig bestraft, beim 4:1 waren alle Abwehrspieler zwar physisch anwesend, geistig aber lethargisch. Wer in der Champions League so viel Abstand zum Gegenspieler lässt, bekommt die Quittung noch schneller als in der Bundesliga.


Auch Werner war nicht ohne Probleme, aber ob die Lösung dafür Demichelis lautet, darf jetzt schon bezweifelt werden.


8 – Zwei Spiele, ein Muster?

Es ist vielleicht noch zu früh für große Saisonurteile. Aber zwei Pflichtspiele hintereinander liefern zumindest ein ziemlich eindeutiges Warnsignal. In Bremen war Leipzig ebenfalls viel am Ball, lief aber deutlich weniger und fand kaum Lösungen. Gegen Como war die Intensität erneut nicht ausreichend, der Zugriff fehlte zu oft und die offensive Struktur war zu statisch.

Damit setzt sich auch ein unangenehmes Champions-League-Muster fort. Schon der Start in die letzte Königsklassen-Saison 2024/25 ging verloren; damals folgte am Ende nur ein Sieg aus acht Spielen. Zwei Jahre später beginnt die nächste europäische Kampagne erneut mit einer Niederlage.


Klopps Episode wird vielen hier nicht in guter Erinnerung bleiben.


Wie schwer wiegt Klopps Erbe?

Martín Demichelis wirkte nach dem Spiel ziemlich ratlos, räumte die Überlegenheit Comos ein und betonte selbst, dass sich Leipzig vor allem gegen den Ball deutlich verbessern müsse. Seine Analyse des Gegners war nach eigener Einschätzung eigentlich gut – nur die Umsetzung auf dem Platz passte nicht dazu.

Genau das ist derzeit das Problem. Ich persönlich halte die Eignung von Demichelis für diese Leipziger Mannschaft schon jetzt für mehr als fraglich. Nicht, weil nach zwei Niederlagen plötzlich alles schlecht wäre, sondern weil sich keine tragfähige Spielidee erkennen lässt. Die Mannschaft wirkt eher chaotischer als unter Ole Werner, obwohl auch dessen Fußball seine Grenzen hatte.

Werner war sicherlich nicht frei von Problemen. Aber ein guter Trainer muss auch die Grenzen seines Materials erkennen und daraus einen funktionierenden Plan bauen. Bei Demichelis fehlt mir aktuell genau dieses Gefühl. Erschwerend kommt die Last durch Klopps Abgang hinzu. Hätte Schäfer ohne den Neu-Nationaltrainer wirklich Demichelis geholt – das darf weiterhin bezweifelt werden. Ein schwerer Rucksack – erst recht, wenn der Saisonstart droht, komplett in die Binsen zu gehen.


Gegen Hamburg unter Zugzwang

Viel Zeit für Ursachenforschung bleibt ohnehin nicht. Am Sonntag wartet mit dem Hamburger SV der nächste Gegner in der Bundesliga. Danach folgt Leverkusen, das durchaus auf Königsklassenniveau spielen kann, und dann die Länderspielpause – und damit ein natürlicher Zeitpunkt, um die ersten Wochen der Ära Demichelis kritisch zu bewerten.

Nach zwei Niederlagen in Folge und vor allem den Parallelen zwischen Bremen und Como muss die Frage erlaubt sein, ob Demichelis der richtige Mann für diesen Kader und diese Entwicklungsphase ist. Gegen Hamburg sollte Leipzig deshalb nicht einfach nur gewinnen. Es muss erkennbar sein, dass die Mannschaft verstanden hat, was zuletzt schiefgelaufen ist. Die entsprechenden Worte von Raum und Co. hat man nun leider zu oft gelesen. Es ist Zeit, diese Lehren auch wirklich auf dem Platz zu sehen.


Micho ernüchtert bei der PK nach dem Spiel.


Fazit & Ausblick

Der 1:4-Endstand ist vielleicht etwas zu deutlich, der Sieg Comos aber völlig verdient. Die Italiener waren im ersten Durchgang klar überlegen, hatten die besseren Chancen und zeigten nach Leipzigs Anschlusstreffer auch die nötige Reife, das Spiel wieder zu kontrollieren. Dass sie nach dem 3:0 tiefer standen und Leipzig mehr Ballbesitz überließen, war dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil eines funktionierenden Plans.

RB Leipzig dagegen zeigte über weite Strecken zu wenig Intensität, zu wenig Bewegung und zu wenig Ideen. Besonders ernüchternd ist, dass sich die Schwächen aus Bremen wiederholten und ausgerechnet gegen einen Gegner sichtbar wurden, dessen Stärken im Vorbericht und in der Analyse von Micho selbst bereits ziemlich genau beschrieben worden waren.

Die Rasenballer hatten also nicht die „Lizenz zum Punkten“, sondern waren nur Statisten bei Comos erstem Auftritt auf der großen Champions-League-Bühne. Für das Team „Glas halbvoll“ bleibt vor allem die Hoffnung, dass der Schaden am Comer See bleibt und nicht zum Startpunkt einer größeren Krise wird. Für Demichelis ist Hamburg ein wichtiger Prüfstein – ein Spiel, das keinesfalls verloren gehen sollte.


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20260911-spielbericht-como.html

  • 2026/2027
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DOSINO ROYALE – LIZENZ ZUM PUNKTEN?

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Leipzig - (09.09.2026) Am Comer See wurde schon so mancher Blockbuster gedreht. Nach James Bond und Anakin Skywalker kommt am Donnerstag nun eine weitere illustre Truppe an den See – allerdings nicht für Hollywood, sondern für die Champions League. Ob unsere Rasenballer in Como tatsächlich die Lizenz zum Punkten besitzen, darf nach dem vergangenen Wochenende zumindest bezweifelt werden. Denn während der Comer See eine traumhafte Kulisse bietet, dürfte die Aufgabe für RB Leipzig alles andere als traumhaft werden. Nach dem 1:3 in Bremen wartet mit Como 1907 ausgerechnet ein Gegner, der einige der Schwächen von der Weser ziemlich unangenehm offenlegen könnte.

Vom Viertligisten in die Königsklasse

Die Geschichte von Como ist fast schon filmreif. 2019 spielte der Klub noch in der vierten italienischen Liga, 2024 folgte der Einzug in die Serie A. Nur zwei Jahre später steht Como inzwischen erstmals in der Vereinsgeschichte in der Champions League. Und der vierte Platz in der vergangenen Saison war keineswegs nur ein glücklicher Ausreißer. Mit rund 61 Prozent Ballbesitz spielte Como ligaweit den höchsten Wert, die Passquote von über 87 Prozent gehörte ebenfalls zur Spitze. Dazu kamen 65 erzielte Tore und gleich neun Treffer nach Kontern – Bestwert in der Serie A.

Auch der Start in die neue Saison liest sich bemerkenswert: 1:1 in Udine, 2:1 in Neapel und zuletzt ein 4:1 bei Genoa. Sieben Punkte aus drei Spielen, noch ungeschlagen und zwischenzeitlich sogar Tabellenführer. Wer also dachte, dass der Champions-League-Neuling vielleicht nur dank einer außergewöhnlichen Vorsaison in die Königsklasse gespült wurde, dürfte inzwischen eines Besseren belehrt sein. Vielmehr hat sich Como innerhalb weniger Jahre von einem Viertligisten zu einem Klub entwickelt, der mit einem klaren spielerischen Konzept und bemerkenswerter Geschwindigkeit die italienische Spitze erreicht hat.



Demichelis statt Fàbregas

Besonders kurios wird der Abend an der Seitenlinie. Denn Cesc Fàbregas war im vergangenen Jahr selbst ein Kandidat für den Trainerposten bei RB Leipzig. Como wollte seinen Coach allerdings nicht ziehen lassen – und behielt damit recht. Fàbregas führte Como anschließend auf Platz vier und damit erstmals in die Champions League. Nun trifft Leipzig also auf den Trainer, der vor gut einem Jahr möglicherweise selbst am Cottaweg hätte stehen können.

Seine Mannschaft steht dabei für einen durchaus anspruchsvollen Fußball. Fàbregas setzt meist auf ein 4-2-3-1, lässt seine Spieler im Aufbau viel rotieren und versucht, durch einrückende Flügelspieler und bewegliche Mittelfeldspieler Überzahlsituationen im Zentrum zu schaffen. Der Ball soll dabei nicht einfach nur laufen – Como sucht immer wieder den vertikalen Pass, Läufe in die Tiefe und schnelle Kombinationen. Gegen den Ball kann sich die Mannschaft in einem 4-4-2 formieren und versucht, den Gegner bewusst auf die Außenbahn zu lenken, um dort Druck aufzubauen.

Dies macht die Partie nach Bremen so interessant, denn RBL ist an einer ähnlichen Aufgabe zuletzt selbst gescheitert. 71 Prozent Ballbesitz hatte Leipzig am Samstag in Bremen, am Ende stand trotzdem eine 1:3-Niederlage.


Ballbesitz ist nicht gleich Ballbesitz

Das Problem war also nicht, dass Leipzig zu wenig den Ball hatte. Das Problem war, dass aus diesem Ballbesitz zu wenig entstand. Zu wenig Bewegung, zu wenig Dynamik, zu wenig Lösungen gegen eine kompakte Defensive. Bremen verteidigte konzentriert, gewann die entscheidenden Duelle und nutzte die Räume, die Leipzig nach Ballverlusten anbot.

Como könnte nun die nächste Stufe dieser Prüfung darstellen. Die Italiener haben selbst großen Spaß am Ball, können aber auch ohne ihn unangenehm werden. Vor allem aber besitzen sie die Qualität, aus Ballgewinnen schnell in gefährliche Situationen zu kommen. Neun Kontertore waren in der vergangenen Serie-A-Saison Bestwert – und beim 4:1 in Genua ließ sich bereits wieder beobachten, wie variabel Como dabei agieren kann.

Nach dem Bremer Auftritt dürfte daher eine der wichtigsten Fragen lauten: Hat RBL aus der Niederlage gelernt oder werden die Rasenballer letztlich am Comer See nur Nebendarsteller? Gegen einen Gegner, der selbst gerne das Spiel kontrolliert, wird sich zudem zeigen, ob Leipzig mit einer Mannschaft umgehen kann, die nicht einfach nur tief steht und auf Fehler wartet, sondern selbst Fußball spielen möchte.



Diao, Paz und der Mann mit den 14 Toren

Wie gefährlich Como nach Ballgewinnen werden kann, zeigte sich erst am vergangenen Freitag in Genua. Nach einem frühen Rückstand drehte die Mannschaft die Partie noch in ein 4:1. Assane Diao traf dabei gleich doppelt, dazu kamen Treffer von Martin Baturina und Nico Paz. Diao bringt vor allem Tempo und Dribbling mit, Paz und Baturina können zwischen den Linien für Gefahr sorgen. Vorne wartet mit Anastasios Douvikas Comos bester Torschütze der vergangenen Saison. 14-mal traf der Grieche in der Serie A und war damit maßgeblich am Höhenflug beteiligt. Auch in der neuen Spielzeit hat er bereits getroffen.

Gerade die Mischung macht Como schwer berechenbar. Mit Paz verfügt Fàbregas über einen kreativen Spieler, der zwischen den Linien Räume finden kann, Baturina sorgt für zusätzliche technische Qualität und Diao bringt auf den Außen die Geschwindigkeit mit, die Leipzig zuletzt selbst gerne entwickelt hätte. Als wäre das nicht genug, feierte in Genua mit Moise Kean ein prominenter Neuzugang sein Debüt. Der Stürmer kam von der Bank und bereitete direkt Diao zweiten Treffer vor. Es ist also durchaus einiges vorhanden, was eine Leipziger Defensive beschäftigen kann.

Und vielleicht ist gerade das 4:1 in Genua ein besserer Fingerzeig als die nackten sieben Punkte aus drei Spielen. Como lag zurück, blieb seinem Plan treu und drehte die Partie mit einer Mischung aus Ballbesitz, individueller Qualität und schnellen Angriffen. Das ist für einen Champions-League-Debütanten durchaus bemerkenswert.


55 Spiele Königsklasse

Für RB Leipzig ist das Spiel gleichzeitig ein kleines Jubiläum. In Como steht das 55. Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte an. Für Martín Demichelis ist es dagegen eine Premiere. Erstmals wird der Argentinier in seiner noch jungen Trainerkarriere ein UEFA-Spiel von der Seitenlinie erleben. Dabei ist die Champions League für ihn keineswegs Neuland: 67-mal stand Demichelis als Spieler selbst in der Königsklasse auf dem Platz. Sein erstes europäisches Spiel als Trainer führt ihn nun also an den Comer See. Und nach Bremen dürfte er dort besonders genau hinschauen, ob seine Mannschaft die geforderte Reaktion zeigt.



Nkunku und die Rückkehr nach Europa

Auch Christopher Nkunku erlebt am Donnerstag einen besonderen Abend. Nach seiner Rückkehr zu RB Leipzig steht für ihn das erste Champions-League-Spiel im Trikot der Rasenballer seit seinem Abschied an. Seine Leipziger Geschichte ist eng mit der Königsklasse verbunden. Große Abende, wichtige Tore und am Ende der Sprung zu Chelsea machten Nkunku zu einem der prägendsten Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte.

Jetzt ist er zurück – und soll RBL möglichst schnell wieder jene offensive Lücke schließen, die Diomandes Abgang erzeugt hat. Nach dem eher durchwachsenen Auftritt in Bremen wäre Como deshalb eine gute Gelegenheit, die Rückkehr auch auf europäischer Bühne mit Leben zu füllen. Gleichzeitig wird gerade von ihm einiges erwartet werden: Gegen einen Gegner, der selbst viel Ballbesitz haben möchte, könnten seine Bewegungen und seine Fähigkeit, Räume zwischen den Linien zu finden, besonders wertvoll sein.


Wasserstand am Pleißestrand

Natürlich ist nach zwei Bundesliga-Spieltagen noch längst nicht die Zeit für große Saisonprognosen. Der überzeugende 3:0-Sieg gegen Gladbach ist gerade einmal zwei Wochen her. Und auch die ungewöhnliche Verletzungsmisere darf man bei der Bewertung des Saisonstarts nicht völlig ausblenden. Trotzdem war Bremen mehr als nur ein schlechtes Ergebnis.

Leipzig wirkte körperlich und kämpferisch unterlegen, fand kaum Lösungen und ließ sich von Werder mit vergleichsweise einfachen Mitteln aus dem Konzept bringen. Gerade die fehlende Bewegung und die geringe Intensität waren dabei auffällig. Gegen Como wird es nun nicht reichen, den Ball geduldig von links nach rechts zu bewegen und darauf zu hoffen, dass irgendwann eine Lücke entsteht. Es braucht Tempo im Passspiel, Läufe ohne Ball und vor allem die Bereitschaft, nach Ballverlusten sofort wieder gegen den Ball zu arbeiten.

Como kommt dagegen mit deutlich mehr Selbstvertrauen, sieben Punkten aus drei Spielen und einem 4:1-Auswärtssieg im Gepäck. Der erste Champions-League-Abend der Saison könnte damit ziemlich schnell zu einer Standortbestimmung werden. Nicht, weil nach einem möglichen schlechten Ergebnis bereits alles infrage gestellt werden müsste, sondern weil Como einen Gegner darstellt, an dem sich einige der aktuellen Leipziger Fragezeichen ziemlich gut ablesen lassen.


Und natürlich Abschlusstraining beobachten. 😎 (Zwischen den Bildern lagen 30 Minuten) #Como #RBLeipzig

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— aus_LE (@ausle.bsky.social) 9. September 2026 um 18:03


Champions League mit Seeblick

Immerhin dürfte der Rahmen außergewöhnlich sein. Das Stadio Giuseppe Sinigaglia liegt direkt am Comer See und wurde bereits 1927 eröffnet. Jetzt erlebt das traditionsreiche Stadion erstmals Champions-League-Fußball mit einem ausverkauften Heim- und Gästebereich. Für Como ist der Donnerstag ohnehin ein historischer Abend: Der Klub, der vor wenigen Jahren noch in der vierten Liga spielte, empfängt erstmals eine Mannschaft in Europas Königsklasse.

Auch für den Rasenballsport ist Como kein ganz gewöhnliches Pflaster. In Italien konnte Leipzig bislang zweimal gewinnen – 3:1 in Neapel und 2:0 bei Atalanta. Zuletzt gab es allerdings eine 0:1-Niederlage bei Inter Mailand.

Und so trifft am Donnerstag eine Mannschaft, die gerade den vielleicht größten Schritt ihrer Vereinsgeschichte macht, auf ein Leipziger Team, das nach dem Bremen-Spiel dringend zeigen muss, dass der Auftritt an der Weser tatsächlich nur ein Ausrutscher war. Die Kulisse könnte kaum schöner sein, die Aufgabe dagegen kaum unangenehmer.



Fazit

Como ist aktuell schwer zu greifen: spielstark, ballbesitzorientiert, technisch versiert und gleichzeitig gefährlich im Umschaltspiel. Dazu kommt der Rückenwind aus einem starken Saisonstart und einem 4:1-Auswärtssieg. Leipzig bringt dagegen nach Bremen einige Fragezeichen mit und muss sehr schnell Lösungen finden, die zuletzt gegen eine kompakte Mannschaft gefehlt haben.

Natürlich kann RB in einem einzelnen Spiel jederzeit eine andere Seite zeigen. Dafür ist die individuelle Qualität zu groß. Aktuell fehlt mir allerdings die Fantasie für einen Auswärtssieg am Comer See. Die Italiener sind eingespielter, kommen mit deutlich mehr Rückenwind und haben bereits gezeigt, dass sie auch gegen stärkere Gegner Lösungen finden.

Tipp: 3:1 für Como.


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https://www.rb-fans.de/artikel/20260909-vorbericht-como.html

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ERWARTUNGEN AN DIE SAISON 2026/2027

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Leipzig - (09.09.2026) Wie vor jeder Saison formulieren auch diese Saison die Redakteure Ihre Erwartungen an die Saison. Da es bis zum letzten Tag des Transferfensters noch wesentliche Kaderveränderungen bei RB Leipzig gab, geben wir diese Saison nach dem 2. Spieltag der Bundesliga unsere Einschätzung ab.

Die Sommertransferperiode 2026 bewerte ich mit...

einer 2-. Der Kader wurde erst sehr spät zusammengestellt, so dass das Trainerteam nur wenig Zeit hatte, damit sich die neuen Spieler integrieren können, was gerade bei den vielen englischen Wochen eine Herausforderung wird. Dazu wurde kein Flügelspieler für Diomande geholt, so dass wir auf den offensiven Flügelpositionen, auf denen gern auch gewechselt wird, dünn besetzt sind. Dafür wurde der Kader in der Abwehr und im zentralen Mittelfeld verstärkt. Insgesamt eine solide bis gute Transferphase mit Luft nach oben. 


Die Saison 2026/27 ist für mich eine erfolgreiche, wenn...

wir mindestens so viele Punkte wie letzte Saison holen, attraktiven Fußball spielen und auch im Pokal sowie in der Champions League möglichst weit kommen, ansonsten hätten wir Ole Werner behalten können.


Von Martín Demichelis und seinem Trainerteam erwarte ich...

einen riskanteren Fußball mit offenem Ausgang. Ich wünsche ihm alles Gute, habe aber Zweifel, inwiefern der intensivere Fußball zu den vielen englischen Wochen passen wird.


Die meisten Tore erzielt für RB Leipzig...

Christopher Nkunku, weil Christoph Baumgartner noch verletzt ist. 


Die positive Überraschung der Saison wird...

Ezechiel Banzuzi nach solidem ersten Jahr, welches die Basis für mehr ist. 


In der Champions League werden wir....

es knapp unter die besten 24 Mannschaften schaffen und dann rausfliegen.


Im DFB-Pokal kommen wir bis...

ins Viertelfinale nachdem wir Dresden in der übernächsten Runde mit 4:0 rausgehauen haben.


Folgende Überschrift will ich nach dem 34. Spieltag in der Presse lesen:

RB Leipzig zieht erneut in die Champions League ein und sorgt mit offensivem Fußball für Spektakel. 


Jupp



Breakthrough Season für Banzu?

Breakthrough Season für Banzu?


Die Sommertransferperiode 2026 bewerte ich mit...

2-. Der Markt erwies sich dieses Jahr als sehr schwierig. Sobald ein Flügelspieler zwei Beine hat und gegen einen Ball treten kann, forderten die abgebenden Vereine Unsummen. Ein Trend, an dem sich auch RB mit dem Verkauf von Diamonde beteiligte. Gleichzeitig war es enorm schwer, andere Spieler abzugeben. Zu viele Leihen. 
Mit den Zugängen ist man nun auf allen Positionen doppelt besetzt, doch sobald die A-Elf nicht ganz steht, wird es bereits dünn. Bester Beweis: Bremen.

Die Saison 2026/27 ist für mich eine erfolgreiche, wenn...

... man die Champions-League erneut erreicht. Ein Pokalfinale nehme ich aber auch gerne mit. 


Von Martín Demichelis und seinem Trainerteam erwarte ich...

... man einen Fußball entwickelt, der sowohl gegen tiefstehende Gegner sich zu behaupten weiß und zugleich auch gegen die Topgegner gefährlich ist. An einem weiteren "Übergangsjahr" kommen wir nicht vorbei, hier muss jetzt aber langfristig eine Mannschaft geformt werden, welche wieder um die Titel mitspielen kann.


Die meisten Tore erzielt für RB Leipzig...

Gruda. Für mich der einzige, der in die Fußstapfen von Diamonde treten kann. 


Die positive Überraschung der Saison wird...

Romulo. Es fehlt hier nicht mehr viel zu einem guten Stürmer. Er muss nur endlich den Ball auch im Kasten unterbringen. 


In der Champions League werden wir....

... ein paar tolle Auswärtsfahrten haben und hoffentlich mehr holen, als in der letzten Rose-Saison.


Im DFB-Pokal kommen wir bis...

Pokalfinale? Der Kader ist breit aufgestellt und bis zum Finale ist noch genug Zeit, um sich einzuspielen. Aber ohne Losglück und Unvermögen der Bayern wird es sehr schwer. 


Folgende Überschrift will ich nach dem 34. Spieltag in der Presse lesen:

Demichelis hat es allen gezeigt!


Alex Hell



Wird Nkunku wieder Leipzigs bester Goalgetter?

Wird Nkunku wieder Leipzigs bester Goalgetter?


Die Sommertransferperiode bewerte ich mit...

... ähnlich wie meine Vorredner. Mir persönlich fehlt weiterhin ein Flügelspieler und ein Rechtsverteidiger. Zudem wurde mir zulange alternativlos an Asllani festgehalten. Gut und wichtig war, dass man endlich mal die Sechs angegangen ist, auch die neuen bereits verpflichteten Verteidiger klingen allesamt nach viel Potenzial. Rocco Reitz scheint - wenn fit - super hier in die Mannschaft zu passen und könnte hier eine Ära prägen. Zudem wurde mit Nyland eine klare Nr.2 geholt, die Maartens Entwicklung nicht blockiert und gleichzeitig trotzdem Qualität hat und die Rückkehr von Christo war auch super. Zudem wurde der Kader am Ende gut verkleinert. Umso wichtiger, dass die Mannschaft und der Trainerstab jetzt liefert. Ich bin also durch die letzten Tage auch bei einer 2-.


Die Saison 26/27 ist für mich eine erfolgreiche, wenn...

... wir Vierter werden und evtl. im Pokal weit kommen. 


Von Martín Demichelis und seinem Trainerteam erwarte ich...

Dass er das Gute aus dem Ole Werner-Fußball mitnimmt und es um seine stärkere Pressingnote erweitert, aber auch ich bin eher skeptisch. 

Die meisten Tore erzielt für RB Leipzig...

Vor der Rückkehr von Christo wäre ich bei Gruda gewesen, jetzt sage ich Nkunku.


Die positive Überraschung der Saison wird...

Für mich ganz klar Banzuzi. Nicht umsonst der Gewinner der Vorbereitung für viele. Die physischen Voraussetzungen hatte er ja die ganze Zeit schon, aber jetzt scheint er endgültig angekommen zu sein und vom Spielstil von Demichelis zu profitieren. Er könnte einen ähnlichen Breakout haben, wie Nkunku damals unter Marsch, der in anderen Positionen eine ähnliche Leistungsexplosion hatte. 

In der Champions League werden wir...

die Playoff-Phase erreichen, mit ein paar schönen Reisezielen. Direkt dort wird dann aber auch Schluss sein. Es sei denn, man hat außerordentliches Glück beim Gegner. 


Im DFB-Pokal kommen wir...

hoffentlich weit. Das ist ja meistens unser Wettbewerb gewesen in den letzten Jahren. Vielleicht geht da bei einem guten Turnierbaum auch dieses Jahr was. Die Qualität im Kader dafür hätten wir. 


Folgende Schlagzeile will ich nach dem 34. Spieltag lesen...

Nkunku bleibt! 


Der_wahre_Fan



Kann Ouédraogo Leipzigs Mittelfeld seinen Stempel aufdrücken?

Kann Ouédraogo Leipzigs Mittelfeld seinen Stempel aufdrücken?


Die Sommertransferperiode 2026 bewerte ich mit...

Mit einer 3-. Zum einen, weil Diomande nicht wirklich ersetzt wurde, zum anderen sind die Deadline Day Zugänge erst in 1-2 Monaten im Saft, was aber auch den finanziellen Gegebenheiten geschuldet war. Der Rest liest sich auf dem Papier solide, ist aber erstmal bis auf Nkunku nichts, was wirklich das Gütesiegel Unterschiedsspieler trägt. Im Sturm ist Guiu erstmal ein Hoffnungstransfer, was Harder letzte Saison auch war. In der Außenverteidigung bleiben wir leider weiterhin zu offensiv besetzt für eine Viererkette, was sich durch Demichelis Ansatz negativ potenzieren könnte.

 

Die Saison 2026/27 ist für mich eine erfolgreiche, wenn...

Leipzig am Ende in den Top-4 landet.

 

Von Martín Demichelis und seinem Trainerteam erwarte ich...

Leider nicht wirklich viel. Die Mär von der Intensity nutzt sich nicht nur schnell ab, sondern wird in den englischen Wochen bald entzaubert, wenn sie es nicht schon in Bremen nachhaltig wurde. Danach bleibt leider nicht so viel übrig, was Hoffnung machen würde.

 

Die meisten Tore erzielt für RB Leipzig...

Christopher Nkunku weil Baumgartner seine letzte Saison nicht wiederholen kann und Comeback Chris hinter der Spitze aufblühen wird.

 

Die positive Überraschung der Saison wird...

Assan Ouédraogo, der nach seiner Schulterverletzung endlich zum Taktgeber im Mittelfeld wird und mal ein paar Monate verletzungsfrei bleibt.

 

In der Champions League werden wir....

Die Zwischenrunde leider nicht erreichen, da wir in der Ligaphase zu viele Punkte liegen lassen werden.

 

Im DFB-Pokal kommen wir bis...

Ins Halbfinale oder wo auch immer die Bayern auf uns lauern.

 

Folgende Überschrift will ich nach dem 34. Spieltag in der Presse lesen:

Nagelsmann führt Leipzig in die Königsklasse.


Rumpelstilzchen


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UNERWARTET SCHWACHE VORSTELLUNG – RB VERLIERT IN BREMEN DEUTLICH

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Bremen - (06.09.2026) Das ging schnell – Ernüchterung im Leipziger Lager. Nach dem geglückten Saisonauftakt im Pokal gegen Trier und daheim im Ligawettbewerb gegen Mönchengladbach sah man sich schon auf einen guten Weg. Doch der Schein trügt. Schnell kann eine größere Wunde aufbrechen, als einem lieb ist. Gegen Bremen fehlten jegliche Tugenden, die einem Fußballer auszeichnen, aber auch taktische Defizite wurden sichtbar, und das Ganze unabhängig der Verletzungsmisere.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Auftaktsieg gegen M’gladbach, Transfers am Deadline Day, mangelhaftes Catering und Verletzungspech – viele Schlagzeilen um unseren heiß geliebten Rasenballsport machten zuletzt die Runde. Einen großen Einfluss hat weiterhin das leidige Thema „Verletzungspech“.

Reha-Ballsport-Leipzig, eine Namensgebung, die mittlerweile ein ständiger Begleiter wird. Gleich nach dem ersten Bundesligaspieltag füllte sich das Spielerlazarett. Zu Christoph Baumgartner, Rômulo, Assan Ouédraogo und Abdoul Koné gesellten sich Castello Lukeba, Rocco Reitz und Brajan Gruda. Die letzten drei genannten Ausfälle zwangen Martín Demichelis in der Mannschaftsaufstellung teils zu improvisieren und womöglich gleich mit einigen Neuzugängen zu starten.

Zum Glück hatte die Losfee für unseren Rasenballsport bei der Zusammenstellung der Spieltage ein fürsorgliches Händchen. So startete man mit einem Heimspiel, hatte mit den Fohlen am 1. Spieltag den Tabellen-12. aus der Vorsaison zu Gast, um danach beim abstiegsbedrohten Tabellen-15. Werder Bremen anzutreten und anschließend daheim gegen den Tabellen-13. HSV spielen zu dürfen. Ein durchaus leichtes Auftaktprogramm im Vergleich zu den anderen Mitkonkurrenten.

Parallel kommt noch zugute, dass bis dato keine englischen Wochen als Belastung eingeflossen sind und „Lieblingsgegner“ Werder Bremen keines der letzten 13 Partien gegen unseren Rasenballsport gewinnen konnte. 9 Punkte wären somit nach drei Spieltagen in Reichweite gewesen und damit eine perfekte Ausgangslage (gewesen).


„Wir wollen mit unserem dominanten Offensivspiel überzeugen."


Dreisatz des Spiels

Puh, einmal tief durchatmen. Ein Denkzettel, der unerwartet schnell kam und in eine große Enttäuschung mündet, die uns ebenso schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Unerklärlich die schläfrige Anfangsphase, in der unsere Akteure geistig überhaupt nicht auf dem Platz waren. Zahnlos in den Zweikämpfen, extrem laufschwach von Sekunde eins an und reaktionsarm in bestimmten Spielsituationen. Daraus resultierte das schnelle 1:0 der Hausherren, vorausgegangen war ein Ballverlust von Johan Bakayoko im eigenen Drittel.

Fortan entwickelte sich ein Spiel, das an große Tedesco-Vibes erinnerte, geprägt von viel einfalllosem Ballgeschiebe in ungefährlichen Zonen (wie beim Handspiel in U-Form), gepaart mit wenig Laufarbeit in der eigenen Ballbesitzphase und letztendlich mündend in wenig spielerische Lösungen. Spielerische Ideen, Lösungen und Umsetzungen? – Fehlanzeige.

Diese Konstellation spielte Werder Bremen gut in die Karten, welches sich fortan aufs Verteidigen, das Verdichten der Räume, das Kämpfen, Rennen und Kontern konzentrieren konnte. Das taten die Hausherren an diesem Spieltag auch sehr gut und sie nutzten fast jede nur erdenkliche Gelegenheit eiskalt aus.

Wenn dann neben der spielerischen Ideenlosigkeit gegen einen tiefgestaffelten Gegner auch noch pomadiges Verteidigen wie beim 2:0-Kopfball-Gegentreffer durch Niklas Füllkrug hinzukommt, musst du dich nicht wundern, am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Unverständlich, wie kreativarm das eigene Spiel aufgezogen wurde und warum der Gegner am Ende über 8 Kilometer mehr an Laufarbeit leistete sowie die Hoheit in der Zweikampfführung hatte. Neben dem spielerischen Offenbarungseid gegen ein allerhöchstens mittelklassiges Bundesligateam war das körperlich und physisch ein schwacher Auftritt, ohne Dynamik und ohne die notwendige Körpersprache. Eigentlich das, was die RB-DNA auszeichnen und als Hauptdirektive auf dem Platz umgesetzt werden sollte.


Da steckt leider viel Wahrheit dahinter.


Natürlich hätte man unseren Neuzugängen Maxime Estève, Neil El Aynaoui und Christopher Nkunku einen besseren Startelf-Einstand gewünscht. Das Potenzial dieser und auch aller anderen Spieler ist unbestritten vorhanden, konnte und wurde an diesem Spieltag aber nicht annähernd abgerufen.

Einerseits lag es am Spielverlauf, dessen taktische Entwicklung eher dem Gastgeber zugutekam, andererseits aber auch an der Aufstellung sowie der Umsetzung unserer Akteure, die wenig bis gar keine Offensivpower entwickeln konnten.

Wenn ein Außenverteidiger wie Ridle Baku die meisten RB-Treffer bisher erzielt, offenbart das im Großen und Ganzen Defizite auch bei unseren Offensivspielern, die spielerische Mängel mit individuellem Können nicht auszugleichen wussten.

 

Aufgefallen

Eine Niederlage gegen Bremen gab es lange Zeit nicht mehr

In der Saison 2018/19 (vor über 7 Jahren) setzte es zuletzt eine 1:2-Auswärtsniederlage. Seither folgten 13 ungeschlagene Spiele, von denen 9 siegreich gestaltet werden konnten – ein Lieblingsgegner sozusagen.

War es Ole Werners Stärke in der letzten Saison, gegen Teams der unteren Tabellenhälfte (bis hin zu den internationalen Plätzen) fast alle Spiele zu gewinnen, so durfte man schon frühzeitig in dieser Saison dem Tribut zollen – insbesondere der gegnerischen Laufstärke, Zweikampfhärte und dem leidenschaftlichen Auftreten.

Warum diese Tugenden unserem Team am 2. Spieltag abhandengekommen waren, kann nur hinter verschlossenen Türen erfahren werden.


Taktisch ausgehebelt kann man nur sagen.

 

Johan Bakayoko und die allgemeine Offensivflaute

Was für ein Problemfall mittlerweile. Einst im Schatten von Yan Diomande, hätte er jetzt die große Gelegenheit, sein erhofftes Potenzial auf den Platz zu bringen, und nutzt es einfach nicht.

Sein Marktwert ist mittlerweile von 45 auf 20 Mio. € gefallen und mit der Leistung in Bremen hat er in keiner Weise etwas dafür getan, diesen negativen Entwicklungsverlauf aufzuhalten. Kaum ein gewonnenes Dribbling, viele Ballverluste und verlorene Zweikämpfe, zzgl. nur 7 gelaufene Kilometer in 63 Minuten (wären ca. 9,7 km nach 96 Minuten gewesen), sprechen zukünftig wenig für einen erneuten Startelfeinsatz.

Es bleibt zu hoffen, dass hier eines Tages der Knoten platzt. Spielzeit wird er aufgrund der englischen Wochen bekommen, aber wie in der letzten Saison befindet er sich momentan in keiner guten Verfassung. Es ist demnach wenig verwunderlich, warum er auf der rechten Außenbahn in der letzten Saison nur Ergänzungsspieler war oder hinter Brajan Gruda das Nachsehen hatte.

Johan Bakayoko steht aktuell sinnbildlich für die Leipziger Offensivflaute, der es ohne Yan Diomande, Christoph Baumgartner, Rômulo, Assan Ouédraogo und Brajan Gruda im Vergleich zur letzten Saison an Durchsetzungsstärke, Dynamik, Kreativität, Spielstärke und Torgefahr fehlt.

Momentan müssten daher viele Rückraumspieler versuchen, dieses Defizit auszugleichen. Gegen Bremen fehlte u. a. ein starkes, torgefährliches und spielstarkes Offensivspiel durch den Rückraum.

Werder Bremen verstand es gut, unsere Außenpositionen zu doppeln, sodass erfolgreiche Dribblings und Flankenläufe kaum eine Chance hatten, sich zu entwickeln, bzw. unterband dies auch durch viele gewonnene Zweikämpfe.

Christopher Nkunku hing in der Spitze gegen zwei Innenverteidiger fest und ließ sich daher oft fallen. Vorn war danach kein richtiger Abnehmer mehr, und vielleicht wäre es besser gewesen, ihn als hängende Spitze einzusetzen, um auf die neue Spielsituation besser reagieren zu können.

Zentral hätten aber Nicolas Seiwald, Ezechiel Banzuzi oder Neil El Aynaoui mehr Gefahr ausstrahlen müssen, was aber nicht gelang, weil der Umstand und das Zusammenspiel es so noch nicht gab. Ein Umstand, dessen Sachverhalt unter Punkt 4 etwas näher erläutert wird.

 

Standard-Kopfball-Gegentreffer

Niklas Füllkrug, einst Torschützenkönig, Nationalspieler und bekannt durch seine Kopfstärke, darf nach einem Eckball freistehend zum Kopfball ansetzen und ihn unbedrängt ins Tor platzieren.

Das kannst du dir nicht ausdenken – ein kollektives Versagen aller Spieler. Keine Zuordnung, keine Verantwortung und niemand, der Füllkrug verteidigt. Außerdem geht kein Spieler zum Ball, um diesen Flugball zu klären.

Am Ende ist Füllkrug im Strafraum 3 Meter freistehend und das unbedrängt! Gerade spielschwächere Teams wie Union Berlin haben diese Basics. Aber wenn du diese Basics nicht verteidigst, wird es selbst gegen Teams der unteren Tabellenhälfte schwer, erfolgreich zu sein.


Ohne Worte…


Hausgemachte Probleme

Mal wieder fehlten insgesamt gegen einen tiefstehenden Gegner spielerische Lösungen und individuelle Klasse. Ein Thema, welches uns stets verfolgt.

Jahr für Jahr werden Leistungsträger in immer kürzeren Abständen abgegeben, Spieler verletzen sich, Trainer werden entlassen und Funktionäre (dürfen) gehen, die diese Entscheidungen trafen. Ein Hamsterrad, welches fehlende Kontinuität und fehlendes Vertrauen offenbart, obwohl (teils) die Ergebnisse und das Teamgefüge zuvor positiv sich entwickelten.

Jetzt, wo Neuzugänge in der Saisonvorbereitung noch fehlten, es (wie immer) Abgänge von Leistungsträgern und viele Verletzte gibt sowie das Gros der englischen Wochen mit starken Gegnern und ohne direkte Spielvorbereitung noch auf uns zukommt, ist es nicht verwunderlich, dass Defizite und solche Niederlagen wie in Bremen nicht ausbleiben werden.

Eine Gemengelage, die vorhersehbar war, aber in Kauf genommen wurde. Der Sieg gegen M’gladbach konnte diesbezüglich noch vieles kaschieren, aber wenn im 3- bis 4-Tages-Rhythmus ohne gezieltes Training die Belastung noch viel höher wird und stärkere Gegner mit höherer Qualität gegenüberstehen, wäre eine zuvor bekannte, einheitliche Struktur und personelle Kontinuität sinnvoller gewesen.

So aber wirft man alles über Bord und das zu einem Zeitpunkt (nach der WM), an dem die Voraussetzungen für dessen (erneuten) Umbruch denkbar ungünstig sind.

Bald kommen mit Leverkusen, Frankfurt, Eindhoven, Bayern und Real Madrid Gegner hintereinander, die ein ganz anderes Kaliber sind. Und selbst Elversberg, welches zwei Auftaktspiele gewinnen konnte, sollte man mehr als ernst nehmen.

Ein Szenario, welches man unendlich weiterspinnen könnte: Danach bei Schalke anzutreten, die Bayern mit hohem kämpferischem Aufwand und mannschaftlicher Geschlossenheit ein Remis abtrotzten, und anschließend ManCity zu erwarten, zeigt, dass die zukünftigen Wochen eine brisante Lage immer näher rücken lassen könnten, als einem lieb ist.


Bekannte Probleme, die bei Misserfolg zum Vorschein kommen.

 

Auswärtsschwäche?

Das 3. Bundesliga-Auswärtsspiel saisonübergreifend wurde hintereinander eindeutig verloren. 1:4 in Leverkusen, 1:4 in Freiburg und nun 1:3 in Bremen. Das sind elf Gegentreffer in drei Spielen, während der Gesamteindruck eher ängstlich, ohne Zugriff und ohne Dynamik war.

Der psychische Druck und die heimische Atmosphäre des Gastgebers spielen natürlich eine Komponente. Jedoch darfst du nicht aufgrund der eigenen Ansprüche deinen Qualitäten so hinterherlaufen und dich nicht so präsentieren.

Hier muss das Team um unsere Neuzugänge noch enger zusammenwachsen. Insbesondere die Körpersprache muss eine andere werden, nicht nur daheim im heimischen Rund.


Fazit und Ausblick

Es war nur das zweite Bundesligaspiel und zudem ein Auswärtsspiel, in dem man schnell ins Hintertreffen geriet. Noch besteht kein Bedarf zu einem Rundumschlag, und mit einem Heimsieg gegen den HSV besteht die Möglichkeit, das Zählerkonto auf 6 Punkte zu erhöhen.

Jedoch ist diese Saison eine andere. Denn mit Como erwartet uns drei Tage zuvor eine schwere Auswärtsaufgabe in der Champions League, die unserem dezimierten Team physisch alles abverlangen wird, sodass etwaige Körner anschließend gegen den HSV fehlen könnten.

Rotation wird langsam eine ernstzunehmende Angelegenheit, denn selbst in der Länderspielpause stehen für unsere Nationalspieler bis zu vier Länderspiele an. Dann müssten wünschenswerterweise die Akteure in der zweiten Reihe sofort mit einer guten Leistung zur Verfügung stehen.

Laufarbeit und diese insbesondere im eigenen Ballbesitz bleiben ebenso ein (erneuter) Baustein wie das Vermeiden einfacher Fehler und das Verteidigen gegnerischer Flugbälle und Standards.

Es gibt da eine gewisse Grenze von etwa 3 bis 5 km Differenz in der Laufleistung, die statistisch untermauert wird, die man nicht überschreiten sollte. Gegen Bremen war diese mit 8,6 km jedoch deutlich zu hoch, sodass der Gegner das langsame RB-Spiel stets zulaufen konnte.

Für ein besseres Offensivspiel müssen mehr Spielzüge her, und diese funktionieren nur, wenn man sich mehr bewegt und mehr Spieler in Ballnähe zusammen agieren. Nur auf Nusas oder Bakayokos Dribblings über die Außen zu vertrauen, wäre zu wenig, denn taktisch kann man diese Spieler doppeln und somit aus dem Spiel nehmen.


Marcel Schäfer mit warnenden Worten.

 

Der Lernprozess muss analytisch schnell erfolgen und die Umsetzung auf dem Platz funktionieren. Die Saisonvorbereitung und die optimale Vorbereitungszeit mit einer ganzen Trainingswoche sind vorbei.

Fortan gibt es Reisen in die Ferne, eine höhere Belastung aufgrund der englischen Wochen und viele Länderspielabstellungen. Bis zur ersten und sehr langen Länderspielpause hat man noch zwei Spiele, um eine erste gute Grundlage zu schaffen.

Gegen Como und den HSV wären Punktgewinne daher sehr wichtig. Nach der Länderspielpause kommt es aber knüppeldick. Die Vorfreude auf diese Spiele ist weiterhin groß, und wir wünschen unserem Team bestmögliches Gelingen.

Jedoch war das Spiel in Bremen ein erster Fingerzeig, dass die hohe Erwartungshaltung vieler Funktionäre und Fans für diese Saison einen herben Dämpfer erhalten könnte. Bis dato schauen wir nach vorn und unterstützen unser Team so gut es geht!


Das Folgeprogramm nach der Länderspielpause hat es in sich.


RBoligei


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