Lieblingsgegner zu Gast
Die Bilanz gegen die "Alte Dame" aus Berlin liest sich aus Leipziger Sicht wie Butter. In zwölf Spielen verließ man zehnmal als Sieger den Platz, davon neunmal mit mindestens zwei Toren Differenz. Gegen kein anderes Bundesligateam konnten die Roten Bullen häufiger und höher gewinnen als gegen die Hertha. Ergebnisse wie 6:0, 6:1, 5:0, 6:2, 4:1, 3:0, 3:0, 4:2 offenbaren stets ein Offensivspektakel, zumal in jedem der zwölf Begegnungen immer mindestens zwei Treffer den Leipzigern gelangen. Am Ende steht ein Toreschnitt von 3,75:1 auf Leipziger Habenseite.
Darüber hinaus gab es gleich siebenmal ein Doppelpack (3x2 durch T. Werner, 2x2 durch C. Nkunku und je 1x2 durch Augustin und Selke). Getoppt wird dies noch durch ein Dreierpack von Yussuf Poulsen. Insgesamt konnte man schon 45 Treffer im gegnerischen Tor unterbringen und daran beteiligt waren gleich 20 Feldspieler – darunter auch ein Kevin Kampl und neun Tore durch unsere Abwehrspieler. Im Schnitt schießt RBL 14 Mal auf den Kasten der Hertha pro Spiel und lässt umgekehrt nur sechs gegnerische Torschüsse zu.
Für die Hertha ist das natürlich eine desaströse Historie, in der sich fast Jahr für Jahr ein Debakel gegen die Leipziger ereignete. Insbesondere im Berliner Olympiastadion ist man sogar noch punktlos gegen die Sachsen. In die Karten der Leipziger spielte dabei, dass die Hertha vor heimischen Publikum stets gefordert war, auch auf Erfolg zu spielen und dabei sich viele Räume boten für das schnelle Leipziger Umkehrspiel, welches die Hertha bis dato nicht zu verteidigen wusste. Die Kirsche auf der Sahnetorte sind natürlich die zwei letzten Siege in der vergangenen Bundesligasaison mit 6:1 und 6:0 gewesen.