Der Wundertüte im Check
Gladbach präsentiert sich in dieser Saison als aberwitziges Mittelmaß mit wenigen Ausbrüchen nach oben, wenn sie Bayern oder Leipzig besiegen, und viel Unstetigkeit. Allein der 3:2 Sieg gegen die Münchner ist eingerahmt von zwei herben Klatschen gegen Hertha und Mainz. Trainer Farke bekommt keine Beständigkeit rein. Gladbach soll unter ihm viel Ballbesitz kreieren. Der viele Ballbesitz macht sie lauffaul. Außer sie spielen daheim gegen große Namen der Liga. Im Gegensatz zu RB hört sich ihre Auswärtsbilanz weiterhin schlecht an. In der Auswärtstabelle steht Gladbach auf Platz 15, 3 Punkte vor dem Relegationsplatz. Bisher gab es einen Sieg aus 11 Spielen. Das ist ein Schnitt von 0.64 Auswärtspunkten. Aus den letzten 10 Bundesligaspiele gab es 3 Siege, 2 Remi und 5 Niederlagen. Sie holten dabei zuhause ein 4:2 gegen Dortmund und ein 3:2 gegen den Serienmeister. Was Gladbach gefährlich macht, ist nicht die Spielweise mit viel Ballbesitz. Vielmehr bringen Kontertore Punkte. Die Gefahr, die die Gladbacher dabei ausstrahlen, kommt von Thuram und den alten Hasen Stindl und Hoffmann.
Am Wochenende werden auch den Gladbachern wichtige Profis fehlen. Im Tor wird der dritten Hüter Tobias Sippel stehen, da die Nummer 1 und 2 verletzt oder erkrankt sind. In der Abwehr fehlt Jantschke verletzt, der aber bereits kaum noch eine Rolle bei den Fohlen spielt. Das Fehlen von Bensebaini, der nach einem verbalen Aussetzer am letzten Spieltag gesperrt wurde, wird Farke jedoch mehr schmerzen. Ebenfalls verletzt ist Julian Weigl, der bis zu seiner Verletzung im Team gesetzt war.
In der Aufstellung spiegeln die Gladbacher bis zum zentralen Mittelfeld das Leipziger System. Vorne spielt man mit drei offensiven Mittelfeldspielern und einem Stürmer. Wieso Farke mit diesem Team Ballbesitz spielen will, ist eher unverständlich, da ein großer Teil des Teams für Eberl und Rose und für RB ähnlichen Fußball zusammen gestellt wurde. Was auch immer wieder deutlich wird, wenn Gladbach Teams wie den BVB, München und RB schlägt und die Gladbach nicht selber das Spiel machen müssen. Diese Spielweise kann man auch heute erwarten.