LVZ vom 03.04.2012: Kritik an Arbeit am RB-Zentrum

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Rojiblanco
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LVZ vom 03.04.2012: Kritik an Arbeit am RB-Zentrum

Beitrag von Rojiblanco » Di 3. Apr 2012, 07:20

Kritik an Arbeit am RB-Zentrum

Die BUND-Regionalgruppe Leipzig kritisiert die bislang vorgenommenen Ausgleichsmaßnahmen im Zuge des Baus des RB-Leipzig-Trainingszentrums im Auenwald. Anfragen der Stadträte Udo Berger und Norman Volger haben laut einer Mitteilung ergeben, dass "die ersten Ausgleichsmaßnahmen nicht wie zwischen den Umweltverbänden und RB verabredet in unmittelbarer Umgebung stattgefunden haben, sondern in Sommerfeld und Paunsdorf". Zwar sollen die weiteren Ausgleichsmaßnahmen in der näheren Umgebung erfüllt werden, doch wird befürchtet, die Verwaltung könnte die Absprache abermals verletzen.
"Das Vorgehen der Verwaltung verwundert uns doch stark", so Jürgen Kasek, Leipzigs BUND-Vorsitzender und Grünen-Kreischef. "Es gab zwischen den Verbänden und RB Leipzig eine gemeinsame Absprache mit der Zielsetzung, Ausgleichsmaßnahmen direkt im näheren Umfeld zu realisieren und den Auenwald vor Ort zu stärken." Auch Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal habe versprochen, die vorhandenen Möglichkeiten zu prüfen, um die getroffenen Vereinbarungen so umzusetzen. "Wir haben nicht den Eindruck, dass das gerade geschieht", so Kasek.
Der BUND kritisiert vor allem, dass das Verfahren von Seiten der Stadt "vollkommen intransparent" ablaufe. Während es mit dem Investor eine enge Zusammenarbeit und viele Gespräche gebe, informiere die Stadt nicht über den Stand der aktuellen Planungen. "Die Stadt arbeitet nicht kooperativ", kritisiert auch Stadtrat Udo Berger das Verfahren. Vom bisherigen Vorgehen der Stadt sei man "sehr stark enttäuscht". "Sollte die Stadt die getroffenen Absprachen weiter verletzen, werden wir unsere rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen", so Berger weiter.
Der Umweltverband fordert, dass eine Ertüchtigung und ein irgendwie gearteter Ausbau der Erich-Köhn-Straße "definitiv ausgeschlossen bleiben müssen", weitere Ausgleichsmaßnahmen vor Ort realisiert werden und die Stadt die Planungen transparenter vorstellt. Einen wie bislang offenbar in den Planungen enthaltenen Parkplatz an der Erich-Köhn-Straße hinter dem LVB-Straßenbahnhof lehne man kategorisch ab. Diese Flächen sollten der Natur zur Verfügung gestellt werden. r.

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