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NÄCHSTE BEGEGNUNG

19. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.01.2026, 15:30 Uhr
Ort: Voith-Arena
1. FC Heidenheim
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
47
2
Borussia Dortmund
39
3
1899 Hoffenheim
33
4
RB Leipzig
32
5
VfB Stuttgart
32
6
Bayer 04 Leverkusen
29
7
Eintracht Frankfurt
27
8
SC Freiburg
23
9
1. FC Union Berlin
23
10
1. FC Köln
20
11
Mönchengladbach
20
12
Wolfsburg
19
13
Werder Bremen
18
14
Hamburger SV
17
15
FC Augsburg
15
16
1. FC Heidenheim
13
17
1. FSV Mainz 05
12
18
St. Pauli
12

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GELUNGENER JAHRESAUFTAKT MIT STANDARDKNOCKOUT

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Leipzig - (16.01.2026) Mit einem hochverdienten 2:0 Sieg über die damaligen Mitaufsteiger aus dem Breisgau starten unsere Rasenballer verspätet aber erfolgreich ins neue Jahr und bleiben vor dem Spitzenspiel auf Tabellenplatz 3. Zwar dauerte es eine Halbzeit ehe RBL sich akklimatisiert hatte, aber ein Doppelschlag von Orbán und Rômulo nach Standards von Raum stellte die Weichen auf Sieg. Danach sorgten die eingewechselten Nusa und Diomande für eine deutliche Leistungssteigerung.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Besser spät als nie startet RB Leipzig ins neue Jahr. Das alles nur, weil man in Hamburg zwar mit Sturmfluten, aber nicht mit einem kleinen Schneetreiben umgehen kann. Also vorerst kein St. Pauli bei Nacht, das wird dann Ende Januar nachgeholt. Das nominell letzte Hinrundenspiel eröffnete also für Leipzig das Jahr 2026 und dabei ging es bei kühlen, aber nicht frostigen Temperaturen gegen Freiburg.

Ebenjenes Freiburg, das für RBL fast schon die Mutter aller Schneespiele war. Damals beim ersten Gastspiel in Freiburg setzte es noch eine Niederlage und eine anschließende Erkältungswelle. Wobei natürlich alle Oberligageprüften wissen, dass der eisige Kantersieg mit Frommer-Hattrick gegen Borea Dresden am halbgeräumten Gontardweg die Mutter aller Schneespiele war.

Sei’s drum, der Sieg damals brachte Freiburg kein Glück, denn seitdem konnten die Breisgauer in Leipzig nicht gewinnen.

Für die 23. Auflage eines Spiels gegen den SCF konnte Werner wieder auf einige Rückkehrer zurückgreifen. Zwar nahmen Nusa und Diomande vorerst auf der Bank Platz, aber Baku und Ouédraogo standen in der Startelf. Das Lazarett lichtet sich also endlich!

 

Gemeinsam ins Jahr 2026.

 

Dreisatz des Spiels

Eine erste Halbzeit so zäh wie ein festgetretener Kaugummi – Freiburg stand hinten dicht und RBL agierte mit einer schlechten Kombination aus mangelnden Ideen und fehlender Präzision sowie zu wenig Biss im Kampf um die zweiten Bälle. Die wenigen Abschlusschancen konnten Atubolu – den am Ende notenbesten Breisgauer – nicht in Gefahr bringen. Der Doppelschlag aus Toren nach Standards (Freistoß & Ecke) kurz nach der Pause führte RBL auf die Siegerstraße. Sonst gab es bei den Standardsituationen zwar eine ordentliche Streuung, aber diese zwei passten wie die Leipziger Faust aufs Freiburger Auge. Mit den Einwechslungen von Diomande und besonders Nusa kam dann ein ganz anderer Drive ins Spiel, aber RBL belohnte sich nicht mit einem Tor aus dem Spiel heraus. Defensiv standen die Rasenballer sicher, wobei Freiburg selbst nach dem Rückstand kaum auf Angriff schaltete und sich eher in sein Schicksal ergab.

 

Raum mit Vorlage des 1:0 und Einleitung des 2:0.

 

Aufgefallen

1 – Der Ball, die ruhende Gefahr!

Mit den beiden Toren nach ruhenden Bällen befindet sich RBL mit acht Treffern im Kreis der Spitzengruppe (Bayern mit 10) und hat damit nach rund der Hälfte der Spiele so viele Tore nach Standards wie im gesamten letzten Jahr. Gemessen an Standardtoren pro Spiel ist es sogar Leipzigs bisher beste Bundesligasaison. Und dies, obwohl noch viele Standards ausbaufähig sind, denn die Quote nach Ecken (RBL hat hier mit 88 in absoluten Zahlen Platz 2 inne) könnte noch deutlich besser sein. Dennoch: Freibier für den Standardtrainer!

 

Die erste Halbzeit hatte leichte Rose Vibes.

 

2 – Noch nicht so stabil, wie es den Anschein hat

Zwar lesen sich 21:3 Torschüsse und besonders nur 0,15 gegnerische xG sehr stabil, aber in der ersten Halbzeit gab es einige leichte Ballverluste (Baumgartner beispielhaft mit gleich vielen angekommenen Pässen wie Ballverlusten – jeweils 16). Diese würden gegen offensiver eingestellte und weniger ersatzgeschwächte Gegner schnell in die Hose gehen. Freiburg hingegen war offensiv – schulisch gesprochen – stets bemüht ... wenig Eindruck zu machen.

Aber auch Leipzig hatte seine liebe Mühe, ins Spiel zu finden. Zwar versuchte sich Gomis an mehr Dribblings als Nusa, aber zielführend waren die meisten nicht, weil der Franzose meist frühzeitig nach innen zog, aber die Außenbahn dann sträflich unbesetzt war. Vielversprechend allemal, aber er hat noch einiges zu lernen. Auf der Gegenseite fehlte es jedoch auch Ouédraogo auf eher ungewohnter Position an Impact. Dennoch stellte die Viererkette – nicht zuletzt durch die Tore und Vorlagen – Leipzigs notenbeste Spieler. Auch bei zugelassenen xG liegt RBL nun auf Platz 3 und steht also dementsprechend zurecht auf einem Königsklassenplatz.

 

RBL ist fast wieder vollzählig.

 

3 – Return of the Spielkultur

Mit der frühen Hereinnahme von Nusa und Diomande kurz nach dem 2:0 kehrte bei RBL die im Dezember verschollene Spielkultur zurück. Auch wenn daraus keine Tore resultierten, so waren besonders Nusas Dribblingkünste und der Zug zum Tor schon das Eintrittsgeld wert. Die beiden Flügelspieler dürften in der Rückrunde die besten Startelfchancen haben. Sehr sehenswert war Nusas Aktion, die zum Lattentreffer aus spitzem Winkel führte (80.) – wie er die Freiburger auf engstem (Straf-)Raum stehen ließ, war schon ganz große Fußballkunst. Nach seiner Verletzungspause hatte der Norweger jedenfalls sichtbar Laune.

 

In manchen Ländern strafbar...

 

4 – Ballorientiert geht hart man!

20. Spiel unter Hartmanns Leitung, der ballorientierter agierte, als es sich für einen Schiedsrichter üblicherweise gehört, und besonders den Rasenballer-Angriffsbemühungen mehrfach sprichwörtlich im Weg stand. Auch wenn Leipzig unter seiner Leitung eine blitzsaubere Heimbilanz hat, so war seine Spielleitung ausbaufähig – zu unausgewogen die Foulspielbewertung. Die Gäste mit einer eher nervig anzusehenden Mischung aus schnell am Boden und übergriffig gegenüber den Gastgebern – was Hartmann aber nicht stringent sanktionierte. Etwas, was in engeren Spielen schnell den Ausschlag geben kann, aber durch den Standarddoppelschlag ausgehebelt wurde.

 

Es war an einigen Stellen luftig.

 

5 – Kältebedingte Lücken

Durch die Ansetzung um 20:30 Uhr und die Witterung gab es auf den Rängen noch mehr Lücken als üblich. Das tat der guten Stimmung im Fanblock aber keinen Abbruch, wo auch wieder die alten Gassenhauer angestimmt wurden, bei denen die anderen Ränge auch deutlich leichter mitgehen. Die gemeldeten 30.000 Zuschauer natürlich maßlos übertrieben, aber die tatsächliche Anzahl hatte dennoch Lust am Support.


6 – Die Dominanzbayern kommen

Jetzt also der Lackmustest – wie weit ist Leipzig seit dem Sommer gekommen? Zuletzt wurde Wolfsburg von den Bayern überrollt, während sich Köln solide mit einem 1:3 schlug. Wahrscheinlich wird der designierte Meister in der Liga wie auch im kommenden Pokalspiel eine Nummer zu groß sein, aber eine fitte Leipziger Offensive kann dem FCB auch wehtun. Wichtig wäre nur, dass man nicht erneut demontiert wird, zumal die Konkurrenz vielzählig ist und am Ende vielleicht auch die Tordifferenz den Ausschlag geben könnte. Die wichtigen Spiele, die man gewinnen muss, kommen nach den Bayern. Insbesondere die Auswärtsspiele, hat doch RBL seit Ende Oktober nicht mehr in der Fremde gewonnen.

 


Die Pressekonferenz brachte es auf den Punkt – RBL defensiv sehr stabil.

 

Fazit

Defensiv ist Leipzig auf dem richtigen Weg, auch wenn Freiburg offensiv zu harmlos war und man daher das Ganze auch nicht überbewerten darf. Offensiv erinnerte das Spiel noch an die Hinrunde: Während die Bayern (+14) oder Frankfurt (+7) deutlich mehr Tore als erwartbar schießen, sind es bei RBL knapp weniger als xG-technisch orakelt. Hier dürfen, analog zur spielerisch schönen, aber wenig effizienten Schlussphase, Aufwand und Ertrag gerne in ein besseres Verhältnis gesetzt werden.

Insgesamt ein wichtiger Pflichtsieg gegen den Tabellen-12. der Auswärtstabelle, mit dem man etwas gelassener ins Bonusspiel gegen die Bayern gehen kann.

 


Die bewegten Bilder zum Jahresauftaktsieg.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Rômulos Onkeljubel.

 

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Baku, Orbán, Lukeba (88. Banzuzi), Raum (C) – Baumgartner (88. Bitshiabu), Seiwald, Schlager – Gomis (60. Diomande), Rômulo (74. Harder), Ouedraogo (60. Nusa)
Bank: Vandevoordt – Finkgräfe, Nedeljeković, Maksimović
SC Freiburg: Atubolu – Kübler, Ogbus, Jung, Günter (C, 85. Makenga) – Treu (65. Beste), Eggestein, Osterhage (85. Scherhant), Manzambi – Suzuki (55. Grifo), Höler (65. Matanović)
Bank: Müller – Höfler, Adamu
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)
Tore: 1:0 Orbán (53.), 2:0 Rômulo (56.)
Torschüsse: 21 / 3
Schüsse aufs Tor: 7 / 1
expected Goals: 2,80 / 0,15
Passquote: 88% / 76%
Zweikampfquote: 47% / 53%
Ballbesitz: 64% / 36%
Laufstrecke: 119,92km / 124,68km
Fouls: 12 / 16
Ecken: 7 / 2
Abseits: 0 / 2
Gelbe Karten: – / Eggestein, Beste, Treu, Suzuki
Zuschauer: 30.902

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

*xGA, ausgeschrieben expected goals against meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins eigene Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss des Gegners einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xGA-Wert anzeigt.

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20260116-spielbericht-freiburg.html

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MEHR DRIBBLER BRAUCHT DER RASENBALLSPORT – SULEMAN SANI

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Leipzig - (13.01.2026) Nachdem es in den letzten Wochen so ausgesehen hatte, dass RB im Winter keine Transfers plant, hat man jetzt zur Überraschung vieler in der slowakischen Liga zugeschlagen und Suleman Sani von der AS Trenčín für 5-6 Mio. € verpflichtet. Der Nigerianer unterschreibt bis 2031!

Der Weg nach Europa

Suleman Sani, der im Norden von Nigeria am 01.09.2006 geboren wurde, schaffte es über Wikki Tourists und Akwa United, zahlreiche europäische Scouts auf sich aufmerksam zu machen. 2024 entschied dann schließlich der AS Trenčín, die ähnlich wie Salzburg einen starken Fokus auf den afrikanischen Fußballmarkt haben, das Rennen um den Flügelspieler für sich.

 

Sani Suleiman? – Nein – Suleman Sani!

 

In seiner ersten Saison in der Slowakei erzielte Sani nur zwei Liga-Tore, doch in der laufenden Saison schaffte er mit starken Leistungen dann den Durchbruch. Mit seiner Spielweise zog er dabei die Aufmerksamkeit einiger Klubs aus den europäischen Top-5-Ligen auf sich und konnte schließlich von den RB-Verantwortlichen für Leipzig gewonnen werden.

 

Statsbomb – In vielen Bereichen in der slowakischen Liga Top.

 

Diomande Light?

Ähnlich wie bei Yan Diomande liegt Sanis Stärke darin, Chancen zu kreieren. Er ist auf den ersten Metern extrem explosiv, hat eine gute Ballkontrolle und sucht immer wieder das 1 gegen 1 gegen die gegnerische Verteidigung.

 

Wie der ivorische Nationalspieler kann er zudem über beide Flügel für Gefahr sorgen und durch seine Beidfüßigkeit sowohl über rechts als auch über links seine Gegner mit einem Inside Cut oder einem Lauf Richtung Grundlinie schlagen.

 

Wenn Sani seinem Gegner über den Weg zur Grundlinie entkommt, ist für ihn oft die Flanke das präferierte Mittel der Wahl, wobei er mit über 7 Flanken pro 90 Minuten zu den Topspielern in Europa gehört. Von diesen Flanken finden allerdings nur rund 1,5 Flanken pro Spiel ihr Ziel. Was uns zu einem der großen Probleme von Sani führt: Output und Input stimmen nicht überein. Das liegt unter anderem daran, dass er oft noch zu hektisch ist und aussichtsreiche Chancen noch nicht mit der nötigen Coolness zu Ende bringen kann.

 

Sofascore – Ein weiterer Anwärter für die Außenbahnpositionen.

 

Eine weitere Schwäche, an der er arbeiten muss, ist sein Passspiel, insbesondere seine Passgenauigkeit, die mit knapp 70 Prozent noch deutlich ausbaufähig ist. Positiv ist aber sein Key-Pass-Wert mit über 2 Key Pässen pro 90 Minuten, womit er zu den besten Spielern seiner Liga gehörte.

 

Ein weiterer Punkt, den man bei ihm noch negativ anführen muss, ist die Kartenthematik (2 rote Karten in 12 Liga-Spielen). Hier muss er noch lernen, seine Physis und Aggressivität, die ihn gegen den Ball auszeichnen, wo er aktiv im Pressing ist und auch sehr viele Zweikämpfe für einen Flügelspieler sucht und gewinnt (5,6 pro 90 Minuten bzw. 57 Prozent), besser zu kontrollieren, um seine eigene Mannschaft nicht in eine nachteilige Position zu bringen.

 

 

Um in diesem Abschnitt positiv zu enden, sei hier noch ein Faktor erwähnt, nämlich der Mut, den man im Spiel von Sani sieht. Er fordert immer wieder den Ball und will trotz seines jungen Alters Verantwortung übernehmen. Sowas kann für eine Mannschaft wie RB Leipzig, die sich stark über die individuellen Momente und die Aktivität der Flügelspieler definiert, nur förderlich sein.

 

Sani sieht in Rot-Weiß gut aus.

 

Ausblick

In den ersten Monaten wird es vor allem darum gehen, in Deutschland anzukommen, an seinen Schwächen zu arbeiten, den Sprung von der deutlich schwächeren slowakischen Liga in die Bundesliga zu schaffen und der Mannschaft vermutlich vor allem als Joker mit seinen Stärken zu helfen. Ob er das schafft und wie er sich über die Saison hinaus entwickelt, bleibt abzuwarten. Eine verlässliche Prognose lässt sich dazu aktuell einfach nicht treffen. Für die finanziellen Dimensionen, in denen RB sich bewegt, ist der Transfer aber auf jeden Fall ein Low-Risk-High-Reward-Investment, das man eingehen musste, wenn man vom Spieler überzeugt ist

gNiklas


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20260113-transfer-sani.html

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EIN HELD VERLÄSST DIE MESSESTADT – WIR BEDANKEN UNS BEI KEVIN KAMPL

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Leipzig - (04.01.2026) Mit Kevin Kampl verlässt einer der großen Namen unseren Verein. Wir verbinden mit ihm nicht nur drei Titel, sondern auch ein Spielgefühl und einen Kämpfergeist. Wir wollen auf Kevkos Karriere und seine Zeit bei uns zurückblicken.

Die Jugend und die Anfänge

Als kleiner blonder Junge, mit gerade einmal sieben Jahren, wechselte der in Solingen geborene Kevin Kampl nach Leverkusen, wo er seine gesamte Jugend verbringen sollte. Natürlich war klar, dass er talentiert war, doch es brauchte am Ende einen großen Namen, um ihm den Weg ins Profigeschäft zu ebnen. Es war eine Länderspielpause, bei welcher Kevin als Aufstockung zum Training der ersten Mannschaft geladen wurde. Wie wir unseren Kevko kennen, gab er damals mehr als 100%. Sein damaliger Trainer: kein Geringerer als Jupp Heynckes.  Am Ende der Trainingstage nahm in Heynckes metaphorisch unter den Arm und schleppte ihn zu Rudi Völler. Er sollte seinen ersten Profivertrag unterzeichnen.

Doch bis er in der ersten Mannschaft der Werkself wirklich ankommen sollte, brauchte es noch viele Jahre und einige Stationen.
Nach einer Leihe nach Fürth und seinem ersten Einsatz für die erste Mannschaft Leverkusens in der Europa League gegen Metalist Charkiw, entschied sich Kampl den Schritt für mehr Spielzeit in die dritte Liga zu gehen.  

Im Sommer 2011 wechselte er für eine Saison nach Osnabrück, die gerade in die dritte Bundesliga abgestiegen waren. Er stand bei 35 Partien auf dem Platz und erzielte sieben Scorer in der Saison. Der Kicker kürte ihn als besten Osnabrücker Spieler der Saison.


Die Jugend bei Bayer, die Erfolge bei RB Leipzig.


2 Monate, die seine Karriere verändern sollten

Im Sommer 2012 wechselte er per Ausstiegsklausel zum VfR Aalen. Ein Verein, bei dem er Spielzeit in Liga 2 sammeln wollte. Nach nur drei Zweiligaspielen, einem Pokalspiel und dem Umzug mit Freundin nach Aalen, welche kurz darauf dort eine Ausbildung anfangen sollte, erhielt Kampl den ersten Anruf aus dem Red Bull-Kosmos und sein ehemaliger Trainer bei Leverkusen Roger Schmidt sagte ihm, dass sie ihn nach Salzburg holen wollten. Kampl gehört damit zu den wenigen, die innerhalb einer Transferperiode zweimal gewechselt sind.
Doch auch die Aalener sollten nicht allzu traurig mit dem Transfer gewesen sein. So brachte Kampl, der für 250.000 € gekommen war, dank Ausstiegsklausel einen Transfererlös von 3 Millionen Euro.

Daraufhin folgten zweieinhalb Jahre Salzburg, ein halbes Jahr Borussia Dortmund und weitere zwei Jahre Leverkusen, bevor Kevin Kampl in Leipzig sein fußballerisches Zuhause finden sollte.



Kevin Kampl endlich bei RB

Als Kampl im Sommer 2017 in die Messestadt wechselte, war dies fast ein Novum für den jungen Bundesligaverein. Mit seinen fast 27 Jahren gehörte er bei den Neuzugängen bereits zu dem alten Eisen (oder eher alten Aluminium?). Eine Diskussion, die auch unter den Fans geführt wurde, doch die Entscheidung Kevko nach Leipzig zu holen, sollte sich als Glücksgriff erweisen.

Es sollten 8 Jahre des Erfolgs folgen. Kevko gewann zweimal den DFB-Pokal und einmal den DFL-Supercup. Er verbrachte 283 Spiele auf dem Feld, schoss dabei 10 Tore und bereitete 23 weitere vor. Seine vielen Drehungen und seine Läufe mit dem Ball bleiben unvergessen. Und auch wenn sich ein Mancher über die Vertikalität seines Spiels echauffieren wollte, so brachte Kampl der Mannschaft Ruhe und hatte aber auch gleichzeitig ein gutes Gespür für Räume und den Spielaufbau. Zu seinen Mitspielern im Mittelfeld gehörten Sabitzer, Laimer, Schlager, Haidara. Der Name Kampl kann ohne schlechtes Gewissen in einer Liste mit Forsberg und Poulsen genannt werden. 8 Jahre hat er RB seinen Stempel aufgedrückt, doch nicht nur auf dem Platz, gehörte er zu den Besten.


Einer der großen Namen des Vereins – Kevin Kampl.


Kevin Kampl in vier Abschnitten

Der Kapitän, der kein Kapitän war – Wenn man einen Kevin Kampl in der Mannschaft hat, dann ist es egal, wer die Kapitänsbinde trägt. Kevko ging immer als Vorbild voran. Für junge Spieler, aber auch als Stütze für die Erfahrenen. Er stellte sich selbst niemals vor die Mannschaft und war trotzdem jemand, der voranging. Wenn nicht alle Superhelden ein Cape tragen, so brauchen auch nicht alle Kapitäne eine Binde.

Das Feierbiest – Sonnenbrille, Bier in der Hand und eine Stimme, die noch irgendwo im Klub wiederzufinden ist. Am Morgen nach dem zweiten Pokalgewinn wurde er per Telefon aus dem (schon wieder) feiernden Mannschaftsbus in den Doppelpass hinzugeschaltet. Die Nüchternheit ist hier auf jeden Fall zu hinterfragen. „Du wärst jetzt wohl lieber bei uns“, konterte er auf Mario Baslers Fragen, welcher dies ohne nachzudenken bejahte. Aber auch bei der Feier in der Leipziger Innenstadt kam man nicht um Kevko herum. Wie er die Feierorgie samt Reden vom Mannschaftsbus überstanden hat, bleibt wohl sein persönliches Geheimnis.
Doch auch abseits der Pokalsiege war Kampl häufig als DJ bei den Leipziger Partys zu finden. David Raum bezeichnete ihn als absolut verrückten Typen.


Der Feierboss – Kevin Kampl in seinem Element.


Das K in Kampl steht für Kontrovers – Das Bild, wie Kevko nach dem Pokalsieg eine Dose Red Bull in den Pokal schüttete, wird wohl immer mit ihm in Erinnerung gebracht werden. Jetzt als Meme unter zahlreichen Anti-RB-Posts zu finden, zeigt es gleichzeitig ziemlich gut, wie Kampl mit dem Gerede um RB Leipzig (und Red Bull Salzburg) umgegangen ist. „Scheißegal, was die anderen zu uns sagen. Scheißegal, was die anderen von uns halten. Wir sind ein Team!“, skandierte Kampl nach dem Pokalsieg 2022 in einem Berliner Club. Für Kampl war es etwas Besonderes, unseren Verein aufzubauen, eine eigene Tradition und Geschichte zu schreiben und den ersten großen Titel zu gewinnen.


Von den eigenen Fans geliebt, von anderen Fans gab es sogar Morddrohungen. 


Ein Vollblutprofi, gerade im hohen Fußballeralter – Kevin Kampl war immer bereit. Egal, ob er als Stammspieler jedes Spiel auf dem Platz stand. Aber auch in Zeiten, in denen er durch sein Alter und die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft um seinen Platz kämpfen musste. Auf und neben dem Platz hat er sich immer vorbildlich benommen. Keine schlechten Wörter über die Trainer, keine Wechselgedanken, wenn die Spielzeit weniger wurde. Auf und neben dem Platz war er ein Kämpfer, aber auch jemand, der seinen Platz im Verein gefunden hat.


Die offizielle Verkündung. Kevin Kampl und RB Leipzig finden wohl die beste Lösung für die momentane Situation. 


Ein Abschied mit traurigem Hintergrund

Auch wenn es in den letzten Wochen immer mal wieder Gerüchte um ein Vertragsende gab, so kam es nun doch überraschend und schnell. Mit seinem Abschiedspost erklärte Kampl den traurigen Hintergrund. Ob er seine Fußballschuhe komplett an den Nagel hängt, bleibt jedoch noch offen.

„Der Verlust meines Bruders hat mir gezeigt, wie wertvoll Zeit ist. […] Ich gehe nach Hause, um Zeit mit meinem kranken Vater zu verbringen. Zeit, die nicht zurückkommt“, schreibt er den Fans. Sein Bruder war kurz vor dem Pokalspiel gegen Cottbus unerwartet und viel zu früh verstorben. Kampl ging offen und emotional damit um. Er postete ein Video, wie er beim Abschiedsspiel für ihn in der 1. Hobbyliga Solingens beim TM Anestis 1878 eingewechselt wurde und sogar per Nachschuss nach einem Elfmeter traf.
Dass er jetzt diesen Schritt geht, passt zu Kevin Kampl. Er hat sich nie in den Vordergrund gestellt. War immer für seine Mitspieler da und hat diese besser gemacht. Jetzt will er für seine Familie da sein, Zeit mit ihnen verbringen. Die Mannschaft und die Familie, Zusammenhalt und Miteinander war ihm immer wichtiger als Prestige oder Erfolg. Ein selbstloser Kämpfer.
Wenn wir von Helden aus der Messestadt sprechen, so sprechen wir von dir.


Danke, Kevin. Danke, für die großartigen Erinnerungen mit dir. Danke für deinen Kampfgeist. Danke, dass du Teil unseres Vereins warst.
Wir wünschen dir ganz viel Kraft und hoffen, dass wir dich irgendwann wieder mit einer Funktion bei RB Leipzig sehen werden.
Einmal Leipzig, immer Leipzig!

 

Quellen: Bild, Transfermarkt.de, Kicker


Alex Hell


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FOLGE 86 – WÜNSCH DIR WAS MIT #4FANS

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Leipzig - (01.01.2026) Das Jahr 2025 neigt sich zu Ende, aber die Podcastcrew von RB-Fans hat sich noch mal zusammengefunden, um eine kurze knackige Folge aufzunehmen. Nicht zuletzt, weil wir noch das letzte Spiel analysieren mussten, mit all seinen Unwägbarkeiten. Var ja einiges los im Topspiel.

Mit der letzten Rumpfelf musste das Team von Ole Werner in das Topspiel des 16. Spieltag gehen und brannte dennoch ein streckenweise gutes Spiel auf den Rasen runter. Und ja, Brand hat auch eine weitere Rolle gespielt in der 86. Ausgabe mit Frank, Flo und Moderator Lars. 

 

👀 Podcast #4Fans in progress

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— aus_LE (@ausle.bsky.social) 30. Dezember 2025 um 19:35

 

Weihnachten war zum Zeitpunkt der Aufnahme vorüber, aber wir haben unsere neuen Wünsche für das Jahr 2026 schon parat. Einfach, weil wir es können. Wir blicken nach dem Quiz noch traurig auf die Frauen, aber erhellen unsere Freude noch mit Tippen, weitere Wünsche mit Ole Werner und blicken kurz auf den Afrikacup.

Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik gerne auf Social Media oder an redaktion@rb-fans.de. Wer dem Aufruf der Podcaster folgen will, der ist ebenfalls gerne eingeladen über die E-Mail Kontakt aufzunehmen. 

Bleibt gesund, bleibt stabil und viel Spaß beim Hören. Eure Podcastcrew #4Fans.




29.12.2025 – Folge 86 – Wünsch Dir was mit #4Fans

 

  • 00:00:00 – Begrüßung
  • 00:05:43 – Analyse Leverkusen
  • 00:11:15 – Var was?
  • 00:25:45 – Wünsch Dir was
  • 00:32:38 – Quizrunde
  • 00:36:32 –  Frauen – Probleme kommen selten allein 
  • 00:43:43 – Tippen
  • 00:46:22 – Afrikacup und Haidara
  • 00:48:04 – Verabschiedung mit Ole

 

Das Kundengespräch - Livepodcast rund um RB Leipzig | Podcast on Spotify 

Bulls In Red - our RB Leipzig Podcast | Podcast on Spotify 

RB-Fans.de-Jahresrückblick - RB-Fans

 

aus_le


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