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DFB-Pokal Viertelfinale
Mittwoch, 11.02.2026, 20:45 Uhr
Ort: Allianz Arena München
FC Bayern München
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
51
2
Borussia Dortmund
48
3
1899 Hoffenheim
42
4
RB Leipzig
39
5
VfB Stuttgart
39
6
Bayer 04 Leverkusen
36
7
SC Freiburg
30
8
Eintracht Frankfurt
28
9
1. FC Union Berlin
25
10
1. FC Köln
23
11
Hamburger SV
22
12
Mönchengladbach
22
13
FC Augsburg
22
14
1. FSV Mainz 05
21
15
Wolfsburg
19
16
Werder Bremen
19
17
St. Pauli
17
18
1. FC Heidenheim
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DIE DEADLINE-DAY-BOMBE. BRAJAN GRUDA IST LEIPZIGER.

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Leipzig - (02.02.2026) Es war eine DER Überraschungen des Deadline-Days. Brajan Gruda ist auf Leihbasis ein Leipziger. Der 21-jährige wechselt für die Rückrunde an die Pleiße und verstärkt somit das offensive Mittelfeld. Wir haben uns den ehemaligen Mainzer mal näher angeschaut.

Am Deadline Day passieren ja oft spannende und überraschende Transfers. Das heute hat aber alle überrascht. Inklusive Transferjournalisten wie Philipp Hinze. Brajan Gruda, eigentlich - so dachte man - bei Premier League-Club Brighton and Hove Albion eingeplant wechselt in einer absolut spontanen Nacht- und Nebelaktion zu RBL. Der 21-jährige wechselt für die Rückrunde nach Leipzig. Man hat zwar keine Kaufoption, eine Hintertür für einen permanenten Wechsel im Sommer möchte man sich aber wohl offen lassen. Wie kam man auf Brajan Gruda und warum ist dieser Transfer für RB Leipzig und auch für Brajan Gruda eine richtige gute Lösung?

 

 

Wer ist Brajan Gruda?

Der 21-jährige steht schon länger auf der Liste der roten Bullen. Bereits 2024 stand er auf der Shortlist von Marcel Schäfer und Co. Damals entschied er sich allerdings für die Premier League und Brighton. Doch warum ist Brajan Gruda so ein spannender Spieler? Der aus der Mainzer-Jugend stammende und in Speyer geborene Gruda, wo er auch seinen Durchbruch schaffte, ist ein polyvalent einsetzbarer Spieler. Während er bei Mainz vor allem als Halbraumzehner brillierte, spielte er nach seinem Wechsel auf die Insel oft auf Rechtsaußenposition. Dementsprechend sieht auch die Heatmap des 21-jährigen aus. In Leipzig soll er aber auf der Acht/Zehn, die er auch in Mainz bedient hat, spielen. Was ihn auszeichnet, sind vor allem seine Kreativität, Technik, Dribbelstärke und auch seine Spielintelligenz. 

 

Die Eigenschaftsübersicht des Brajan Gruda. 

 

Die bisherige Heatmap in der Saison. Selbst auf dem Flügel gibt es eine starken Fokus aufs Zentrum.

 

Warum ist der Wechsel für RB und Gruda sinnvoll?

Für RB Leipzig ist der Deal aus mehreren Gründen sinnvoll. Erstens: Er vor allem der Ersatz für den noch länger ausfallenden Assan Ouédraogo, wo noch unklar ist, wann bzw. ob er in der Rückrunde nochmal fit wird. Zweitens: Man merkte, dass abseits von Ouédraogo die Kreativität im Zentrum komplett weggebrochen ist. Gruda bringt genau das mit und füllt somit die Lücke. Drittens: Er hebt die Qualität des Kaders dann doch nochmal deutlich an, denn man merkte, dass da zuletzt wenig Qualität nachgeschossen werden konnte. Maksimović scheint noch nicht so weit zu sein, Banzuzi und Schlager sind nicht das Profil, dass man auf Dauer auf dieser Position braucht. Kurzum: Tatsächlich war auf dieser Position kurzfristig Bedarf. 

 

Für Brajan Gruda macht der Wechsel vor allem aus einem Grund Sinn. Spielpraxis. Er hat bei Brighton nicht wenig gespielt, aber zu wenig für seine eigenen Ambitionen. Er möchte unbedingt noch zur WM. Diese Chance gibt ihm RB. Absolut logisch und nachvollziehbar, dass er diese Chance nutzen möchte. Dass man auf ihn setzen möchte, merkt man alleine daran, dass er die Nummer 10 bekommt. 

 

 

Fazit:

Mit Brajan Gruda kommt ein sehr talentierter Spieler, der uns als kurzfristige Hilfe wahrscheinlich nach vorne bringen wird. Dass er die 10 bekommt, ist ein Statement bezüglich seiner Wichtigkeit für die kommenden fünf Monate. Wir können uns auf einen technisch versierten, dribbelstarken und spielintelligenten Spieler freuen, der mit seiner Kreativität eine aufgekommene Lücke bis zum Sommer auf jeden Fall schließen wird.

Der wahre Fan


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  • 2025/26
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URS FISCHER GEWINNT ERNEUT 2:1 GEGEN ERFAHRUNGSRESISTENTE LEIPZIGER

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Leipzig - (31.01.2026) Mainz erwies sich einmal mehr als das Leipziger Kryptonit. Dem Team von Ole Werner gelang es erneut nicht, gegen einen tiefstehenden Gegner echte Torgefahr zu entwickeln. So endet die wetterbedingte Englische Woche mit einer Niederlage, die nach dem mageren Remis bei St. Pauli doppelt schwer wiegt.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Wiedergutmachung war das Schlagwort nach dem Hamburger Unentschieden, doch die Realität hieß erneut: Mainz 05. Der Karnevalsclub war in den letzten Jahren der personifizierte Albtraum für RB Leipzig und raubte den Sachsen bereits im letzten Jahr den sicher geglaubten Europapokalplatz. Dass nun ausgerechnet Urs Fischer auf der Mainzer Bank sitzt, macht die Aufgabe für Leipzig nicht leichter, der Coach, der mit Union Berlin zum Seriensieger gegen die Roten Bullen avancierte.

Bisher musste sich Mainz unter Fischer erst einmal geschlagen geben. Die Mainzer präsentierten sich zuletzt als verschworene Einheit – eine Tugend, die man bei den Leipzigern zuletzt schmerzlich vermisste oder nur in lichten Momenten wie in Heidenheim aufblitzen sah. Der Tabellenstand war vor diesem Samstagnachmittag Makulatur. Im Zentrum stand das psychologische Duell: Kann Leipzig das Mainzer Bollwerk und seinen personifizierten Angstgegner Urs Fischer endlich knacken?


Harder für Baumi, der nach 5 Gelben von der Tribüne zuschauen musste.


Dreisatz des Spiels

Nein, konnte Leipzig nicht.

Fischer untermauerte seinen Ruf als RBL-Experte und entführte mit den 05ern erneut drei Punkte aus Leipzig. Eine biedere Niederlage für die Bullen, an der auch der üblich äußerst schlechte Schiedsrichter Daniel Schlager (seines Zeichens häufig bei den Spielen gegen Union zugegen) seinen Teil beitrug, in dem er kurz vorm Halbzeitpfiff nach einem Foul an Kapitän David Raum für den Gegner auf den Strafstoßpunkt zeigte.

Wie so oft in dieser Saison und auch übergreifend in der gesamten Liga meldetet sich der VAR trotz klarer Fehlentscheidung nicht. Amiri verwandelte den geschenkten Elfer und glich somit die Leipziger Führung zum 1:1 aus. Für die Rasenballer hatte zuvor Harder nach einer schönen Flanke von Nusa mit dem Kopf eingenetzt. Mit dem Remis ging es dann auch in die Pause, die eine erneut sehr zähe und chancenarme Leipziger Halbzeit beendete.

Die folgenden 45 Minuten starteten deutlich attraktiver, nur nicht für die Hausherren. Der Neumainzer Silas tanzte unzählige Leipziger bis in den Strafraum aus und hatte dann aus 5 Metern Entfernung genug Kraft, um auch Gulácsi zu überwinden. Danach machte Fischers Team hinten zu, Leipzig hingegen fiel zwar einiges ein, war aber wie so oft in den letzten Wochen unglücklich vor dem Tor. Deshalb gelang es erneut nicht, einen Rückstand zu drehen, oder überhaupt nach einem Rückstand zu punkten.

 

Keine Kraft für englische Wochen.


Aufgefallen

1 – David Raum und die Binde

Werner wollte Raum mit der Kapitänsbinde stärken. Eine Idee, die zwar an einzelnen Spieltagen Früchte trug, sich über die gesamte Saison gesehen jedoch fast schon als Fehlentscheidung erweist. Nachweislich fallen die meisten Gegentore über die Seite von David, was ihn häufig zur tragischen Figur bei Niederlagen und Punktverlusten macht. Es ist daher kein Zufall, dass gegnerische Teams ihr Offensivspiel vordergründig über seine Abwehrseite aufziehen. Statistisch gesehen ist David Raum der Verteidiger mit der höchsten Fehlerquote bei Leipziger Gegentoren. Diese Fehlerquote wirkt sich spürbar verunsichernd auf das gesamte Mannschaftsgefüge aus und lässt Werners Entscheidung aktuell schlecht aussehen.

 

Die Unbeständigkeit könnte längerfristig andauern.  

 

2 – Wenn du nur eine Stammelf hast...

...dann kannst du Spiele nicht über Wechsel entscheiden. Werner gewährte den zahlreichen Nachwuchstalenten zwar regelmäßig Spielanteile, doch ein nachhaltiger Lerneffekt blieb dabei zumeist aus, weil überwiegend nur Ergebnisse verwaltet wurden. Der Ausfall von Ouédraogo wirkt wie ein Katalysator für den spielerischen Rückschritt: Das Mittelfeld agiert seither zwar wild, aber ohne jede Überraschungsmomente. Lukebas Ausfall offenbart zudem erneut, dass hinter Orbán und Lukeba nur noch Unsicherheit und womöglich auch fehlende Klasse auf der Bank wartet. Klostermann und Bitshiabu verkörpern derzeit den Niedergang einer Abwehrformation, die noch vor kurzem als das Nonplusultra im deutschen Fußball galt. Man muss sich fragen, ob Werners Zögerlichkeit bei taktischen Wagnissen oder die Limitierung der Nachwuchskräfte das Problem ist – denn jede verletzungsbedingte Rotation schwächt das Team aktuell spürbar, statt neue Energie freizusetzen.  


3 – Die da oben

Im Kampf um die europäischen Plätze lässt Leipzig dieses Mal deutlich früher Federn als in der Vorsaison. Einzig die mangelnde Konstanz der Verfolger hält die Hoffnung auf Platz sechs noch deutlich am Leben – denn hinter der Spitzengruppe fehlt es der Konkurrenz schlicht an Stabilität, um RBL aktuell gefährlich zu werden. Davor rennen die Teams jedoch weg und mit Stuttgart und Leverkusen drängen zwei starke Teams noch darauf, mit dem zwanzigsten Spiel an den Bullen vorbeizuziehen. Falls die Königsklasse das heimliche Saisonziel ist, drohen nach den jüngsten Rückschlägen neue Diskussionen. Dabei müssten sich die Bosse an die eigene Nase fassen: Sie waren es, die Werner die Verantwortung für den jüngsten Kader der Bundesliga übertragen haben.

 

4 – Taktische Flexibilität?

Die Partie gegen Mainz legte erneut taktische Defizite offen, die seit dem Ausfall von Ouédraogo nicht mehr kompensiert werden können. Trainer Ole Werner ist es bislang nicht gelungen, diesen Verlust durch neue Ansätze aufzufangen. Stattdessen verfallen jene Akteure, die bereits die schlechte Vorsaison prägten, in alte Fehlermuster. Wenn man aber an Klopps taktischer 433-Vorgabe strikt festhalten will, muss Sportdirektor Schäfer bis Montag personell nachbessern. Grundsätzlich stellt sich jedoch die Frage, ob ein selbsternanntes Top-Team es sich leisten kann, ohne funktionierenden Plan B zu agieren.


Ein Talent soll ja noch einfliegen. Könnte aber nicht reichen. 

 

5 – Seiwald 

Je stärker sich Werner dem 4-3-3 annähert und Seiwald deshalb höher positioniert als in der Hinrunde, desto deutlicher treten die alten Defizite zutage. War Seiwald als "heimlicher dritter Innenverteidiger" in der Hinrunde noch der Garant für knappe Siege, wirkt seine höhere Rolle nun wie ein riskantes defensives Experiment. Zwar soll dieser Ansatz vermutlich den Ouédraogo-Ausfall kompensieren, doch angesichts der defensiven Instabilität der Außenverteidiger erscheint diese taktische Umstellung langfristig nicht tragfähig. Seiwald muss ganz klar zurück in die Libero-Rolle. 


6 – Zu lieb, zu harmlos

Obwohl die Mainzer spielerisch klar unterlegen waren, sicherten sie sich Leipzigs verlorene Punkte durch Effizienz und Beharrlichkeit. Mit lediglich 30 % Ballbesitz und einer Passquote von 69 % gewinnt man normalerweise keine Spiele – Mainz jedoch zog Leipzig durch die Bissigkeit und Zweikampfhärte den Zahn, die man von Fischers Teams kennt. Wenn die taktischen Mittel fehlen, muss man den Kampf des Gegners annehmen: So hätte Orbán Silas mit einem taktischen Foul stoppen müssen. Stattdessen verfiel Leipzig in alte Muster und agierte bei körperlicher Gegenwehr zu zögerlich. Die nötige Leipziger Galligkeit lässt das Team derzeit vermissen.

 

Fazit

Da die internen Zielsetzungen nicht öffentlich sind, bleibt Raum für Spekulationen: Sollten Durststrecken wie die aktuelle einkalkuliert sein, dürfte Werners Position auch bei einem sechsten Tabellenplatz zum Saisonende sicher sein. Marcel Schäfers Strategie zielt ohnehin eher auf eine langfristige Kaderentwicklung ab 2028 ab als auf eine sofortige Rückkehr in die Champions League – ein Kurs, der sich bereits in der angepassten Gehaltsstruktur widerspiegelt. Ob RB Leipzig angesichts der eigenen Vereinshistorie jedoch die nötige Geduld aufbringt, bleibt abzuwarten. Für die Stabilität des jungen Kaders wäre Kontinuität allerdings ratsam.


Woran fehlt es?

 

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Die Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Baku (59. Henrichs), Orbán, Bitshiabu (59. Banzuzi), Raum (C) – Seiwald (86. Bakayoko), Schlager, Rômulo (72. Gomis) – Diomande, Harder, Nusa
Bank: Vandevoordt – Finkgräfe, Klostermann, Nedeljković, Maksimović
1. FSV Mainz 05: Batz – Posch, Bell, Potulski – da Costa, Kai. Sano, Widmer (82. Mwene), Amiri (72. Maloney), J.-S. Lee – Hollerbach (14. Silas [82. Nebel]), P. Tietz (82. Weiper)
Bank: Rieß – Böving, Gleiber, Nordin
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Gernsbach)
Tore: 1:0 Harder (40.), 1:1 Amiri (45.+6) FE, 1:2 Silas (49.)
Torschüsse: 15 / 11
Schüsse aufs Tor: 4 / 4
expected Goals: 2,09 / 2,58
Passquote: 87% / 69%
Zweikampfquote: 50,4% / 49,6%
Ballbesitz: 70% / 30%
Laufstrecke: 122,15 km / 127,47 km
Fouls: 4 / 13
Ecken: 5 / 4
Abseits: 2 / 2
Gelbe Karten: – / Bell,  Potulski, Weiper
Zuschauer: 35.487

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

*xGA, ausgeschrieben expected goals against meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins eigene Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss des Gegners einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xGA-Wert anzeigt.


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  • 1. FSV Mainz 05
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  • Heimniederlage
  • Heimspiel
  • Ole Werner
  • Urs Fischer

FOLGE 87 – RASENBALLSPORT STARTET INS JAHR 2026

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Leipzig - (30.01.2026) Neues Jahr, neues Glück, neue Probleme am Cottaweg. Oder alles wie immer. Aber das ist auch gut so. Denn wir können so im Podcast #4Fans in der 87. Ausgabe uns über viele Dinge unterhalten, die den einzig wahren Rasenballsport betreffen.

Das fängt mit ruhenden Bällen gegen Freiburg an, geht weiter mit dem Rehaballsport, diverse Vertragsverlängerungen und Neuzugänge sowie einen Blick auf das Scouting vom Cottaweg. Dies diskutieren in launigen Rund Frank, Flo und Moderator Lars.

Natürlich würdigen wir nochmals Kevin Kampl der vor dem Spiel gegen den Dauermeister verabschiedet wurde. Auf dieses Spiel mit der besten Halbzeit der Rasenballsportler und deren Ausgang beschäftigen wir uns auch. Und leider müssen wir uns über die Männer in Schwarz unterhalten.

Wir freuen uns auch über das Comeback von Benni Henrichs und den starken 15 Minuten gegen Heidenheim. Dann noch ein Quiz und den Blick auf die Frauen und den Nachwuchs und wir runden dies mit unserer Glaskugel ab.

Wichtiger Hinweis: Die Aufnahme fand am Montag vor dem Spiel bei St. Pauli statt.

Anmerkungen, Hinweise, Lob und Kritik gerne auf Social Media oder an redaktion@rb-fans.de
Bleibt gesund, bleibt stabil und viel Spaß beim Hören.
Eure Podcastcrew #4Fans!

 


 

26.01.2026 – Folge 87 – Rasenballsport startet ins Jahr 2026

 

  • 00:00:00 – Begrüßung und Wünsche
  • 00:08:38 – der ruhende Ball
  • 00:12:19 – Assan 
  • 00:17:00 – Verträge
  • 00:20:49 – Suleman
  • 00:26:48 – Scouting
  • 00:32:00 – Kevko
  • 00:39:22 – Analyse Bayern
  • 00:46:56 – Analyse Heidenheim
  • 00:54:51 – Welcome Back Benni
  • 00:57:34 – Quiz
  • 01:06:07 – Frauen 
  • 01:16:15 – Tippen und Verabschiedung

 

Das Kundengespräch - Livepodcast rund um RB Leipzig | Podcast on Spotify 

Bulls In Red - our RB Leipzig Podcast | Podcast on Spotify 

 

Lars


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  • Benjamin Henrichs
  • Podcast
  • Suleman Sani

AUF AUGENHÖHE MIT EINEM ABSTIEGSKANDIDATEN

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Hamburg - (29.01.2026) Noch nie hatte Leipzig auf St. Pauli getroffen und daher auch noch nicht gewonnen. Nur eines dieser Dinge sollte sich nach Spielende geändert haben. Zwar brach Diomande per Fernschuss nach einer Ecke den Reeperbahntorfluch aber durch einen späten Elfmeter für St. Pauli – verschuldet durch einen sprichwörtlichen Ausrutscher des Kapitäns – stand am Ende die verdiente Punkteteilung. Wenn Leipzig nicht besser agieren kann als ein Abstiegskandidat, dann wird es am Ende nicht zur Königsklasse reichen.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

In Heidenheim konnte Leipzig durch eine Leistungssteigerung in Halbzeit 2 und eine hohe Effizienz endlich wieder ein Auswärtsspiel gewinnen. Gegen den Tabellenletzten muss das selbstredend der Anspruch sein und so galt dies auch für das Spiel gegen St. Pauli. Dort hatte RBL in drei Spielen weder getroffen noch logischerweise gewonnen. Um diesen Umstand im vierten Gastspiel zu ändern, setzte Werner – der seinerseits auch vier Spiele am Millerntor benötigt hatte, um den ersten Sieg einzufahren (mit Werder letzte Saison) – auf die gleiche Elf wie gegen Heidenheim.

 

Raum war ob des Jubels von Diomande nicht begeistert.

 

Dreisatz des Spiels

Erneut war Leipzig in zu vielen Belangen unterdurchschnittlich und hatte daher den noch bis kurz vor Ende möglichen Sieg final auch nicht verdient. 7,5 km weniger Laufleistung und weniger xG als St. Pauli (zumindest bei bundesliga.de) – das durch den Elfer den höchsten xG Wert seit September hatte. Zudem zu wenig Präzision im Passspiel und Effizienz bei den Abschlüssen. Kurzum gewogen und erneut für zu leicht befunden. Der dumme Elfer in den letzten Spielminuten, die Sahnekirsche auf einer viel zu ängstlichen Schlussphase. Ein Ausrutscher, der dem Kapitän so nicht passieren darf. Mit der Leistung wird Leipzig sukzessive aus den Toprängen rausfallen. Schon jetzt steht RBL in den letzten 10 Spieltagen nur noch auf Platz 7 und hat mit 14 Punkten nur zwei mehr geholt als im letzten Jahr im gleichen Zeitraum. Damals titelten wir im Februar und März „Auf Augenhöhe mit Augsburg“ und „Nicht mal mehr auf Augenhöhe mit Mainz“ – ist Geschichte dazu verdammt, sich zu wiederholen?

 

Kritischer Rückblick?

 

Aufgefallen

1 – Und täglich grüßt das Murmeltier…

Guter Film übrigens kam direkt nach dem Spiel und war deutlich unterhaltsamer als selbiges. Aber zurück zum Fußball: Nicht zum ersten Mal verschenkt Leipzig wertvolle Spielzeit mit Müßiggang. Während der ersten Hälfte waren es eher die Konter der Hamburger als die Angriffe der Leipziger, die wirkliche Gefahr versprühten. Was blieb war viel Ballbesitz in ungefährlichen Zonen und je nach Metrik rund 0,5 xG auf beiden Seiten. So reißt du als Topteam nicht das Heft des Handels an dich, sondern verschenkst die kostbare Spielzeit. Dieses Bild wiederholte sich dann in der Schlussphase, als Leipzig auch noch den Ballbesitz an die Gastgeber schenkte und keinen nennenswerten Abschluss erspielte. Fazit in diesen letztlich entscheidenden Minuten und damit rund einem Drittel der Spielzeit hatte RBL kaum mehr als 0,1 xG.

 

Ein Diomande macht eben noch keinen Sommer.

 

2 – Ein Spiel dauert eben mehr als 90 Minuten

Letztlich wäre diese Bräsigkeit nicht entscheidend gewesen, wenn wenigstens die Defensive bis zum Ende funktioniert hätte. St. Pauli – als das Team mit den wenigsten und schwächsten (xG pro Abschluss) Torschüssen, war offensiv erwartbar schwach. Aber die Einladungen am Ende konnte selbst das Team aus dem Tabellenkeller dann nicht mehr ausschlagen. So war es zwar schön, dass der erste Abschluss aufs Tor durch die Gastgeber in die 90 Minute fiel (Kopfball) und der zweite (Elfmeter) erst in der Nachspielzeit, allein dieser hatte dann schwerwiegende Folgen. Mit mehr Elan hätte RBL die sich bietenden Räume bespielen können, den legte man aber erneut nicht an den Tag. Übrigens haben nur Köln und Wolfsburg mehr Spiele nach eigener Führung nicht gewonnen bzw. verloren als RBL.

 

3 – Lästige Laufwerte Litanei

Die beiden ersten Punkte führen unweigerlich zum Dauerthema der letzten wie auch der aktuellen Saison. Was auch immer die Rasenballer zu sich nehmen, es kann keinesfalls beflügelnd wirken. Nur der HSV und Werner Ex-Klub Bremen laufen noch weniger. Man darf festhalten, dass, wenn Leipzig deutlich weniger Meter aufs Feld bringt als der Gegner (gegen Pauli waren es über 7,5 km), kann es sich den Sieg auch gleich gepflegt in die Haare schmieren. Diese Laufwerte bleiben, nicht zuletzt ob der geringen Belastung ohne den internationalen Wettbewerb, ein echtes Enigma. Hoffenheim ist Zweiter in diesem Ranking und die Bayern – logischerweise mit extremem Ballbesitz sind Platz 1. Leipzig verschenkt hier ein valides Mittel, um den Gegner zu dominieren und auch offensiv durch Freilaufen Räume zu schaffen. Ein echtes Problem gegen die zeitweise sehr tief gestaffelten Hamburger.

 

Aubaufähiges Ingame-Coaching.

 

4 – Fehlende Wechsel & Transferpolitik

Was in den letzten Spielen auch extrem ins Auge fällt, sind die späten Wechsel. Leipzig hat – zumindest nach Einschätzung des Trainerteams – wohl keine echten Optionen von der Bank. Je nach Sichtweise (selbsterfüllende Prophezeiung und so weiter) gibt die Bilanz Werner recht – kein Trainer mit mehr als einer Metzgerhand von Spielen hat diese Saison ein weniger glückliches Händchen als Werner. 88 Einwechslungen stehen 3 Torbeteiligungen gegenüber. Selbst der bereits gefeuerte Paul Simonis hatte mit der Hälfte die gleiche Anzahl und von den 18 die der nächste Auswärtsgegner (Köln unter Kwasniok) nach Einwechslungen aufs Feld bringt ist RBL so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Das bedeutet also entweder, dass Leipzig bei der zweiten Reihe eine falsche Transferpolitik betrieben hat oder dass Werner als Trainer sehr wenig Impakt auf das laufende Spiel hat. Wahrscheinlich trifft beides teilweise zu. Zumal Wechsel wie der von Harder gegen Rômulo kaum Überraschungspotenzial bieten und so ein Spiel auch kaum positiv beeinflussen können. Auch Schäfer muss sich ob der fraglichen Bundesligatauglichkeit der Bank hinterfragen.

 

Harder für Rômulo einzuwechseln dürfte eher wenig Überraschungswerte bieten.

 

5 – Das Formationsdilemma

Zum einen hat RBL nun endlich wieder dribbelstarke Außenbahnspieler, zum anderen birgt die daraus resultierende Umstellung auch Probleme. Fehlte es RBL letzte Saison an Breite, so vermisst man ohne Ouédraogo einen echten Taktgeber im Zentrum. Gerade ein formschwacher Baumgartner kann diese gestalterische Lücke nicht auffüllen. Zudem haben die Gegner momentan auch den (recht simplen) Schüssel zum Kontern dieses Ansatzes gefunden und doppeln konsequent die Außen.

Ein weiterer Nebeneffekt ist die Umstellung auf die Viererkette, welche die eher offensiv und für ein 3-5-2 ausgelegten Außenverteidiger Baku und Raum zu häufig in 1:1 Situationen bringt, in denen sie überfordert sind. Die Entstehung des Elfers passt hier recht gut ins Bild.

 

Zumindest auf den Rängen stimmte der Einsatz.

 

6 – Statistisch gesehen das Maximum geholt

Blickt man auf die bisherige Bilanz am Millerntor, war wahrscheinlich nicht mehr drin. Kein Sieg und kein Tor. Immerhin konnte der Torbann durch Diomande gebrochen werden. Aber wirklich herausgespielt war der Gewaltschuss nach Ecke nun auch nicht. Das erste Tor konnte durch den Elfmeterausgleich nicht wirklich gefeiert werden und da seit dem zweiten Spieltag alle anderen Topteams gegen St. Pauli standesgemäß drei Punkte geholt haben, kann das wohl bedeuten, dass RBL nicht zu diesem erlauchten Kreis zu zählen ist.

 

7 – Da kommen Erinnerungen auf…

In den letzten 10 Spielen holte RBL lediglich 14 Punkte. Der Abstand zu Platz 4 (Stuttgart) in diesem Zeitraum beträgt ebenso 4 Punkte wie der auf Platz 14 (Mainz). Im letzten Jahr, als Rose gehen musste, erzielte RBL 12 Punkte und Frankfurt hat aktuell in diesem Zeitraum 13 Punkte erspielt. Das soll nicht bedeuten, dass Werner wie Toppmöller in Frage gestellt werden muss, aber Leipzig befindet sich aktuell am Scheideweg. Mit Leistungen wie gegen St. Pauli oder die Bayern gewinnst du am Ende maximal einen Trostpreis aber die Königsklasse sicherlich nicht. Der Weckruf scheint – gemessen den Laufleistungen und den vielen Auszeiten in den Spielen noch nicht bei allen angekommen zu sein. Wenn man jetzt das Ruder nicht nachhaltig herumreißt, dann endet die Saison wie die Letzte.

 

Knapp und hart aber nicht unbedingt falsch zusammengefasst.

 

Fazit

Was soll man noch groß sagen. St. Pauli hatte abseits des ersten Spieltags gegen den BVB gegen alle Topteams verloren. Die Quintessenz daraus – wie auch aus den letzten Spielen überhaupt – RBL ist kein Topteam. Zu unstet die Leistungen, zu eindimensional der Spielplan, zu schwach die Auswärtsauftritte und zu leicht die Abwehrfehler.

Natürlich war mehr drin, allein Rômulo hatte zwei gute Chancen auf dem Fuß bzw. Kopf. Aber das galt auch für St. Paulis Konter. RBL nimmt sich aber momentan zu viele Auszeiten in den Spielen, was darüber hinaus mit läuferischen Minderleistungen korreliert. Zwei gute Halbzeiten, das hat Seltenheitswert.

Nun kommt Mainz, die Aufstellung wird sich bis auf Baumgartner (gelbgesperrt) nicht ändern. Gegen die Mainzer hat Leipzig die letzten drei Heimspiele einen mageren Punkt und ein ebenso mageres Tor erzielt. Erneut spricht die Statistik nicht für die Rasenballer…

 

Diomande, Raum und Werner selbstkritisch nach dem Spiel.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

Statistik
FC St. Pauli: Vasilj – Ando, Wahl, Mets – Saliakas, Sands (76. Irvine), Smith (C), Pyrka – Fujita (76. Rasmussen), Jones (67. Kaars), Sinani (76. Pereira Lage)
Bank: Voll – Robatsch, Ritzka, Oppie
RB Leipzig: Gulácsi – Baku, Orbán, Bitshiabu, Raum (C) – Schlager, Seiwald, Baumgartner (85. Banzuzi) – Diomande, Romulo (64. Harder), Nusa (85. Gomis)
Bank: Vandevoordt – Klostermann, Finkgräfe, Nedeljeković, Maksimović
Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)
Tore: 0:1 Diomande (66.), 1:1 Kaars (90.+3) FE
Torschüsse: 7 / 12
Schüsse aufs Tor: 2 / 5
expected Goals: 1,33 / 2,06
Passquote: 78% / 84%
Zweikampfquote: 58% / 42%
Ballbesitz: 46% / 54%
Laufstrecke: 128,22km / 120,62km
Fouls: 6 / 8
Ecken: 4 / 3
Abseits: 5 / 3
Gelbe Karten: – / Baumgartner (5)
Zuschauer: 29.147

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

*xGA, ausgeschrieben expected goals against meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins eigene Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss des Gegners einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xGA-Wert anzeigt.

Rumpelstilzchen


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  • 1. Bundesliga
  • 2025/26
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  • Elfmeter
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  • Hinrunde
  • Nachholspiel
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  • Unentschieden
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