NÄCHSTE BEGEGNUNG

12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 23.11.2019, 18:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
1. FC Köln
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bor.Mönchengladbach
25
2
RB Leipzig
21
3
Bayern München
21
4
SC Freiburg
21
5
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20
6
Borussia Dortmund
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19
8
Bayer 04 Leverkusen
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11
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13
12
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11
13
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11
15
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10
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U19 IN DER LIGA MIT ERNEUTEM RÜCKSCHLAG!

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Wolfsburg - (13.11.2019) Unsere A-Junioren konnten sich ihren ersten Dreier in der Youth League holen. Gegen Zenit St. Petersburg gewannen sie mit 2:0. In der Bundesliga dagegen bleiben sie weiterhin erfolglos. Gegen den Tabellenführer unterlagen sie mit 1:3.

Insgesamt waren es nun neun Spiele ohne Erfolg. Zwei Unentschieden, sieben Niederlagen. In Bayern hat man schon nach einem Spiel den Trainer gefeuert. In Leipzig vertraut man weiterhin auf Alexander Blessin und seiner Mannschaft. Und siehe da: Es wächst wieder Hoffnung im Leipziger Nachwuchsleistungszentrum. Mit einem 2:0-Sieg beschenkte sich die U19 gegen Zenit St. Petersburg.

Im Vergleich zur letzten Buli-Partie gegen Dynamo Dresden wechselte Blessin nur zwei Mal. Joscha Wosz und Profi-Neuzugang Luan Candido ersetzten Matthew Bondswell und Kacper Smorgol.

Die Aufstellung:
Schreiber – Candido, Jäkel, Talabidi, Zimmer – Martel, Hartmann, Amededjisso – Borkowski, Holm, Wosz


Hitzige Halbzeit in Sankt Petersburg mit zwei großen Chancen

Schon gleich in der zweiten Minute gab es die erste Riesenchance für den Leipziger Nachwuchs die Führung zu übernehmen: Nach einer Ecke von Fabrice Hartmann hatte Eric Martel eine super Möglichkeit das Leder im Netz unterzubringen. Allerdings schoss der 17-Jährige zwar nur knapp, aber eben am Kasten der Gastgeber vorbei. Das der Ball am Ende nicht im Tor gelandet ist, war aber nicht so schlimm. Immerhin waren es noch mindestens 88 Minuten zu spielen. Aber es war ein erstes Zeichen der Jungbullen, dass sie auch in dieser Partie wieder alles geben und endlich mal wieder siegen wollten. Nach rund 20 Minuten gab es nach einem Freistoß die erste Chance für die Russen. Tim Schreiber aber war zur Stelle und konnte abwehren. Dieser Freistoß war auch die erste offensive Aktion von Zenit. Eine halbe Stunde war gespielt. Anstatt leicht aufzuspielen, taten sich unsere Jungs schwer gegen Sankt Petersburg. Viele hitzige Zweikämpfe dominierten die Partie, so dass kaum ein flüssiges Fußballspiel zustande kam. Dennoch besaßen die A-Junioren die größeren Chancen. Dennis Borkowski hatte in der 29. Minute die Führung auf dem Fuß. Nach dem Abstoß von Schreiber kamen die Nachwuchsbullen schnell nach vorne. Borkwoski hatte den Ball mittlerweile an sich genommen und kam auf der linken Seite des Strafraumes dem Torwart entgegen. Den Zweikampf gegen Abwehrspieler Prokin gewann er, allerdings nicht gegen Keeper Rybikov. Dieser konnte den Ball gerade noch so zur Ecke klären. Ein starker und dennoch vergeblicher Versuch unserer Nummer 18.


Zenit sieht rot, Amededjisso trifft doppelt

Nur acht Minuten nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte sah Zenit rot. Berechtigt. Dimitri Prischepa foulte unsere Nummer 15, Linus Zimmer, an der Seitenlinie. Der Russe kam zu spät und trat Zimmer auf seinen linken Fuß. Ein klares Ding. Das sah auch der Unparteische so und schickte Prischepa vorzeitig zum Duschen.

Die Überlegenheit nutzten unsere jungen Bullen auch gleich aus. In der 55. Minute traf Kossivi Amededjisso zum lang ersehnten Führungstreffer. Nach einer guten Flanke von Noah Holm von der Torlinie, nahm der Togolese den Ball im Strafraum an und netzte ihn mit dem rechten Fuß ins untere linke Eck ein. Ein toller Treffer und die verdiente Führung! Nach dem 1:0 dominierten die Leipziger die Partie deutlich. Das Selbstvertrauen kehrte zurück und somit auch die Stärke im Spiel. Die geschwächten Russen hatten von nun an wenige Möglichkeiten bis zum Strafraum der Messestädter durchzudringen. Zwanzig Minuten vor Schlusspfiff versuchte sich Amededjisso erneut vor dem gegnerischen Tor. Erfolglos. Doch nur drei Minuten später zappelte der Ball im Netz!
Candido legte den Ball von der linken Strafraumlinie auf Holm ab, welcher direkt vorm Tor stand. Der Keeper kam Holm zuvor und blockte das Leder ab, genau vor die Füße von Amededjisso. Dieser nahm den Ball nicht mal an, sondern feuerte ihn volley genau unhaltbar in die rechte untere Ecke. Was für ein Ding! Die restlichen 15 Minuten machten die Leipziger nochmal ordentlich Druck. Ein weiterer Treffer wollte aber nicht gelingen. Das war in dem Moment aber auch Nebensache. Viel wichtiger ist, dass sich unsere Nachwuchsbullen ihren ersten Sieg nach neun erfolglosen Spielen errungen haben – definitiv verdient! Glückwunsch Jungs!



In drei Wochen gegen Benfica zu Hause

 
Trotz einer hitzigen ersten Halbzeit haben sich unsere jungen Bullen durchgekämpft und die drei Punkte einstecken können. Mit diesem Ergebnis ist auch Trainer Alexander Blessin sehr zufrieden: „Wir haben uns heute für den Aufwand endlich Mal belohnt. Gegen das körperbetonte Spiel von Zenit taten wir uns in den ersten 15 Minuten ein wenig schwer. Im Abschluss waren wir zielstrebiger und haben im zweiten Durchgang die Tore stark herausgespielt. Außerdem haben wir als gesamtes Team super verteidigt. Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber so oder so war der Sieg mehr als verdient.“

In der Tabelle der Youth League stehen die A-Junioren aus Leipzig weiterhin auf Platz drei mit vier Punkten vor Zenit (1 Punkt). Benfica und Lyon teilen sich den ersten Platz mit je neun Punkten. In circa drei Wochen, am Mittwoch, den 27. November, wird das letzte Heimspiel der Youth League am Cottaweg stattfinden. Gegen Benfica Lissabon wird ab 15 Uhr der Ball rollen. Im Hinspiel unterlagen unsere Nachwuchsbullen mit 2:1 gegen die Portugiesen. Das wollen sie im Rückspiel natürlich wieder gut machen und einen Sieg einfahren. Um weiterzukommen sind drei Punkte gegen Lissabon erforderlich. Deshalb tragt euch jetzt schon mal diesen Termin in eure Kalender ein, um unsere U19 mit anzufeuern!




Sechste Niederlage in der Bundesliga

Gegen Wolfsburg sahen unsere Nachwuchsbullen leider keinen Sieg. Mit einem 1:3 reiste die Leipziger U19 am gestrigen Nachmittag wieder in die Messestadt zurück. Torschütze der jungen Bullen war der Däne Mads Bidstrup.
Der VfL Wolfsbrug hat nach elf Spieltagen nur eine einzige Niederlage kassiert (1:2 gegen Hannover 96). In den anderen zehn Spielen waren sie jedes Mal ihrem Gegner überlegen und konnten jede Partie für sich gewinnen. Ein definitiv schwerer Gegner für unsere U19. Unsere Profis konnten sich im Pokal mit 6:1 durchsetzen und die Wölfe gekonnt wieder in den Wald schicken. Nun wollten sich unsere jungen Bullen ebenfalls beweisen und gegen die angriffslustigen Niedersachen die ersten drei Punkte nach fünf sieglosen Partien in der Liga holen.

Mit dieser Aufstellung schickte Blessin seine Mannschaft in die Partie:

Schulze – Bondswell, Jäkel, Talabidi, Zimmer – Schulz, Martel, Amededjisso – Hartmann, Holm, Borkowski



Frühe Führung durch die Wölfe

Vor 272 Zuschauern wurde pünktlich um 12 Uhr die Partie angepfiffen. Die gegnerischen Fans konnten allerdings bereits schon in der achten Minute jubeln. Der US-Amerikaner Ulysses Llanez konnte knapp zehn Minuten nach Anpfiff seinen zehnten Saisontreffer einnetzen. Ein früher Rückschlag für unsere Nachwuchsbullen. Doch die Leipziger schafften den Ausgleich nicht mehr in Halbzeit eins. Die Wölfe machten hinten dicht, der Beton war angerührt. Ein Tor sollte nicht fallen.



Bidstrup schießt den Ehrentreffer

Auch zehn Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte musste RB-Keeper Moritz Schulze erneut hinter sich greifen. Der 18-Jährige Lenn Jastremski schoss seine Mannschaft zum 0:2. Nur kurze Zeit später, in der 73. Minute, war es erneut Jastremski, welcher mit dem 0:3 seinen Doppelpack erzielte. Seit dem 14. September, also vor knapp zwei Monaten, haben unsere Nachwuchsbullen das letzte Mal einen Erfolg in der Bundesliga eingefahren. Gegen den Niendorfer TSV konnten sie mit 3:0 zu Hause gewinnen. Gegen Wolfsburg schien alles auf die sechste Niederlage in Folge in der Bundesliga hinaus zu laufen. Zu allem Übel sah Fabrice Hartmann in der 78. Minute die rote Karte, ärgerlich und sicher unnötig. Nach einem groben Foulspiel stellte der Schiedsrichter den 18-Jährigen vom Platz. Erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit konnte der Däne Mads Bidstrup den Ehrentreffer zum 1:3 einnetzen. Mehr Tore waren in dieser Partie leider nicht drin.



Länderspielpause und Landespokal

Nach dem sechsten Spiel ohne Erfolg steht unsere U19 auf Platz 9 von 14. Damit stehen sie u.a. hinter den Zweitligisten aus Dresden, Hannover oder den beiden Hamburger Vereinen. Erst in zwei Wochen haben unsere A-Junioren erneut die Möglichkeit, drei wichtige Punkte zu holen. Den derzeitigen Tabellensiebten FC St. Pauli werden sie am 23.11.2019 um 12 Uhr am Cottaweg empfangen. Zuvor steht für den Leipziger Nachwuchs die Länderspielpause an. Frederik Jäkel, Malik Talabidi (beide Deutschland), Mateusz Mackowiak (Polen), Matthew Bondswell (England) sowie Noah Jean Holm (Norwegen) werden dabei für ihre Nationen unterwegs sein und hoffentlich motiviert und unversehrt zurück kommen. Außerdem steht für die Jungbullen am Mittwoch, den 20. November, die erste Partie im Landespokal an. Um 11 Uhr ist Anstoß gegen den Chemnitzer FC am Cottaweg. Herzliche Einladung an alle!

rblene


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8. GLÜHWÜRMCHENUMZUG AUF DER FESTWIESE FÜR GUTEN ZWECK

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Leipzig - (11.11.2019) Auch in diesem Jahr wird der bekannte jährliche Glühwürmchenumzug stattfinden. Dieses Mal auf der Festwiese vor dem Stadion. In den letzten Jahren waren jeweils mehrere tausend Teilnehmer dabei und machten den Umzug zu einem tollen Familienerlebnis

Dienstag, den 10.11., 17:30 Uhr wird der Lauf auf der Festwiese mit den leuchtenden Lampions gestartet. Seid also ab 17:15 Uhr da. Wer noch einen Lampion braucht, der kommt bitte eher und kann diese auf der Festwiese ab 16:00 Uhr für 2 Euro erwerben. Auf der Festwiese wird eine gemeinsame Runde gedreht mit dem Ziel des Glühwürmchendorfs.


Das erwartet euch im Glühwürmchendorf:


- ein Bühnenprogramm mit Live-Musik, Interviews und Tombola (Moderation: Tim Thoelke)
- Bastelzelt
- Kindermodule zum Spielen und Toben
- Ballon- und Seifenblasenkünstler, Stelzenläufer
- vielen Leckereien wie Zuckerwatte, Handbrot oder Bratwurst und natürlich den Glühwürmchensaft
- Stockbrot und Marshmallow-Rösten am Lagerfeuer
- ein kleines Feuerwerk zum Abschluss

Wie in den vergangenen Jahren werden auch dieses Mal Spieler der 1. Mannschaft von RB Leipzig, das Frauenteam und Bulli dabei sein, so dass die Veranstaltung selbstverständlich auch von RB Leipzig unterstützt wird.




Zeitplan:

ab 16.00 Uhr: Lampionausgabe
ab 16.30 Uhr: Bühnenprogramm mit Interviews & Musik
17.30 Uhr: Start Lampion-Umzug (musikalische Begleitung: Schalmeien Großpösna)
ab 18.30 Uhr: Bühnenprogramm mit Interviews, Musik und Auslosung der Tombola-Hauptpreise
19.00 Uhr: kleines Feuerwerk

Organisiert wird die Veranstaltung vom Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V., dem Minilöwen Förderverein für Frühgeborene und kranke Neugeborene Leipzig e.V., der Stiftung Kinderklinik, der Leipziger Kinderstiftung, dem Kinderhospiz Bärenherz e.V. und dem Bürowarengeschäft Mein Rothstift. Die Erlöse gehen zu 100% an die Organisationen, also nehmt Geld mit und gebt es für einen guten Zweck aus! Mehr Infos findet ihr hier auf der Website zum Glühwürmchenumzug.

Jupp


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GEFALLENE MAUERN UND VIELE EMOTIONEN

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Berlin - (10.11.2019) In diesem Jahr war die Reise nach Berlin eine Historische. Voller Erinnerung an den Mauerfall erlebten die Zuschauer ein Spiel mit fast schon traditionell vielen Toren. Mein Reisebericht vom Spiel bei der Hertha.

Zum fünften Mal mit RB im Olympiastadion

Für mich ist Berlin schon aufgrund der kurzen Distanz immer eine Reise in der Fußballbundesliga wert. Aus diesem Grund begab ich mich am vergangenen Samstag bereits zum fünften Mal auf den Weg ins Olympiastadion. Zugegebenermaßen sind die Erinnerungen an den letzten Ausflug im diesjährigen Mai etwas gedämpft. Das Pokalfinale gegen die Bayern bot zwar rundherum ums Spiel ein Spektakel mit vielen unvergesslichen Momenten. Das Spiel letztendlich ließ dann aber doch zu wünschen übrig. Zum Glück aber ging es dieses Mal nicht gegen die Bayern, sondern gegen die Hertha. Gegen diese hat es im Olympiastadion immer Spaß gemacht, weswegen ich auch dieses Mal das Stadion mit einem guten Bauchgefühl betrat. Einzig und allein der graue und verregnete Himmel über Berlin dämpfte die positive Stimmung ein wenig.


Denkwürdige Erinnerungen rund um den Mauerfall 1989

Jedenfalls fühlt man sich im Olympiastadion nun doch mittlerweile ein wenig heimisch. Zumindest geht das mir so. Man weiß genau, wo sich alle befindet und dass man sich rund ums Stadion  seine Tüte bunt gemischter Gummibärchen zusammenstellen kann. Auch wenn ich mich jedes Jahr aufs Neue Frage, ob sich dieser Stand wirklich lohnt.
Wer keine Lust auf Gummitiere hat, kann sich's im Stadion versuchen mit einer Tüte Popcorn auf den grauen Sitzen wenigstens etwas bequem zu machen.

Ohne Gummibärchen und ohne Popcorn, dafür aber mit Stadionpunsch ist mir gestern von jenen Plätzen sofort eines ins Auge gestochen - die Berliner Mauer. Also logischerweise nicht die echte Mauer. Eher eine Mauer aus Styropor, die auf der Mittellinie des Spielfeldes platziert war und den Schriftzug "Zusammen gegen Mauern, zusammen für Berlin" trug. Die erste denkwürdige Erinnerung an den neunten November 1989. An den Tag des Mauerfalls. 

Ist natürlich auch kein schlechter Zufall, dass am neunten November genau 30 Jahre später, die ehemals in Westberlin lokalisierte Hertha auf die aus Ostdeutschland stammende Mannschaft aus Leipzig traf. Mal ganz davon abgesehen, dass RB damals noch gar nicht existierte, wäre ein solches Spiel vor dem Mauerfall niemals möglich gewesen. An dieser Stelle möchte ich einmal den Stadionsprecher der Hertha loben, der diesen Fakt völlig sachlich und ohne Spitze gegen Leipzig erwähnt hat.
Generell hat man sich im Stadionprogramm einiges vorgenommen gehabt. Auf den Leinwänden wurden zahlreiche Interviews abgespielt, in denen ehemalige Fans, Funktionäre und Spieler auf die Zeit vor der Wende zurückblickten. Eingeladen waren auch die Spieler der damaligen Hertha Mannschaft sowie von Wattenscheid 09, die am 11.11. vor 30 Jahren, das erste Fußballspiel im vereinten Berlin bestritten. Auch die Musik wurde dem Spieltagsmotto angepasst und war überwiegend aus den 80er/90er Jahren. 




Die Mauer musste fallen

Nachdem sich die Mannschaften noch von der Styropormauer getrennt warm machen mussten, wurde diese nach dem Einlaufen der Mannschaften gestürzt. Ein symbolisches Bild, um nochmal darauf aufmerksam zu machen, dass es Ost- und Westvereinen durch den Mauerfall möglich war, gemeinsam Fußball zu spielen. Auch die Hertha Fans stürzten eine eigene Mauer vor ihrer Fankurve, die Teil einer großen und auch emotionalen Choreografie war, die später das Brandenburger Tor als Zeichen für ganz Berlin präsentierte.
Insgesamt war das selbst für mich, eine Person, die am neunten November 1989 noch nicht am Leben war, ein kleiner Gänsehautmoment.

Auch im Gästeblock wehten zahlreiche Fahnen auf den Rängen und rundeten das schöne Gesamtbild im Olympiastadion ab.
Da das Spiel in den ersten zwanzig Minuten nicht ganz so aufregend, sondern eher zerfahren war, hatte man Zeit sich das ein oder andere Banner im Gästeblock durchzulesen. "RB: Uns trennen keine Mauern. Uns trennen Ideale". Nun ja, das ist wahrscheinlich dann auch eher eine Idealvorstellung.

Die Stimmung im Gästeblock derweil war jetzt nicht unbedingt die beste, die man in Berlin so hatte und so wirkte der Gegentreffer durch Mittelstädt in der 32. Minute eher wie so ein zusätzlicher Dämpfer. Kleine Pointe an dieser Stelle, die eher weniger mit RB zu tun hat, aber doch irgendwie zum Tag passt. Die Ostberliner Mannschaft Union Berlin traf fast zeitgleich in Mainz zur Führung. Zu diesem Zeitpunkt feierte als ganz Berlin an diesem historischen Tag für die Hauptstadt.




Die Führung für RB unter lila Wolken

Immerhin endlich der Lichtblick auf Leipziger Seite  als Schiedsrichter Storks zum Monitor lief um die potentielle Elfmetersituation zu überprüfen. Ganz witzig aus Stadionsicht, dass der VAR sich scheinbar nicht so sicher war, Storks aber ein kurzer Blick genügte, um auf Elfmeter zu zeigen. Innerlich wünschte ich mir direkt, nicht Werner schießen zu lassen. Die Kombi Elfmeter und Werner schallt in meinem Kopf noch etwas ungut nach. Aber nun ja, im Nachhinein shame on me. Bei Werner klappt zurzeit einfach alles.
Den Halbzeitstand zum 2-1 durch Sabitzer nahm man nur wenige Minuten später unter lila Wolken wahr. Endlich ein freundlicheres Bild am Berliner Abendhimmel.

Auch die Stimmung im Gästeblock wurde nun ein Stück weit besser. Den Leipziger Spielern hingegen merkte man mittlerweile etwas die Müdigkeit an, die aus dem immensen Pensum der letzten Wochen resultierte. Trotzdem schaffte man es mit dem dritten und vierten Tor nochmal ein Zeichen im Endspurt des Spiels zu setzen. Die meisten Hertha Fans waren dann schon wieder auf dem Heimweg, was von den Leipziger Fans mit "Auf Wiedersehen"-Rufen kommentiert wurde. Nun ja, irgendwie kommt einem dieses Bild ja schon irgendwie bekannt vor...


Was war zum Schluss los?

Nachdem außerdem bereits in der 85. Minute "Auswärtssieg" aus dem Gästeblock schallte, war mir fast klar, dass wir uns noch ein Tor fangen werden. Es ist schon mittlerweile fast Standard, dass man sich nicht zu früh freuen sollte. Irgendwie rächt es sich immer. In diesem Fall startete Davie Selke seinen Rachezug. Durchaus überrascht war ich, dass er erstmals seitdem er für die Hertha gegen RB spielt, nicht von den Leipzig Fans ausgepfiffen wurde. Scheinbar kann man alte Wunden doch verheilen lassen. Dieses Mal hat Selke ja auch nicht über seinen Treffer gejubelt. Wobei es bei diesem Spielstand ja auch nicht zwingend einen Grund dafür gab.

Nach dem Spiel dann eine etwas komische Situation, als die Mannschaft zum Feiern in die Kurve kam, und es so wirkte als wären die Capos noch nicht wirklich darauf vorbereitet, was man nun anstimmen könnte. Zudem die Aktion, dass Werner vom Capo zu sich gerufen wurde, von deren Sinn man als sonstiger Fan im Block leider nicht wirklich viel mitbekommen hat. Wirkte alles ein wenig diffus. Immerhin durfte ein kleiner Fan noch zur Mannschaft in den Innenraum und sich ein Werner Trikot abholen.



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4:2 – LEIPZIG SIEGT IM MAUERFALLSPIEL

Titelbild

Berlin - (09.11.2019) Mit 4:2 siegt RB Leipzig im Mauerfallspiel. Eine über weite Strecken ereignisarme Partie wurde besonders in den Schlussphasen der Halbzeiten unterhaltsam. Werner (2), Sabitzer und Kampl trafen.

Aufstellung

Nach den Ausfällen in der Innenverteidigung rutschte Ilsanker in die Startelf. Konaté und Orban sollten nach der Länderspielpause zurückkehren und der Österreicher hatte sich dank eines starken Auftritts im Pokal gegen Wolfsburg angeboten und rückte auf den Platz neben Upamecano. In der Offensive blieb Nkunku vorerst auf der Bank. Werner stürmte neben Poulsen, Forsberg und Sabitzer agierten im offensiven Mittelfeld.

Vor dem Spiel am geschichtsreichen 9.November wurde im Olympiastadion eine Mauerreplik aufgebaut. Zu lesen war: „Zusammen gegen Mauern, Zusammen für Berlin“. Zumindest beim ersten Teil dürfte auch die Leipziger Fanszene mitgegangen sein.



Hertha kontert & Leipzig antwortet

Von Beginn an machten unsere Rasenballer das Spiel. 70% Ballbesitz sollten zur Halbzeit in den Statistiken stehen. Aber  die gut 5.000 mitgereisten Leipziger bekamen vorerst nicht viele Torchancen zu sehen. Hertha stand konzentriert in der Defensive und lauerte auf Konter, die über die flinken Angreifer Lukebakio, Dilrosun und Mittelstädt auch hin und wieder für Gefahr sorgten. Dabei waren es vornehmlich Fernschüsse, welche die Berliner zustande brachten, keiner(!) ihrer vier Torschüsse bis zur Pause wurde innerhalb des 16ers abgefeuert.

Aber auch mit Fernschüssen kann man Tore erzielen und so traf Mittelstädt, nachdem er Laimer hatte aussteigen lassen aus gut 22m zur Berliner Führung. Gulácsi kam nicht mehr an den sehr platzierten Ball (32.). Das Tor sollte allerdings zum Weckruf für die Rasenballer werden.

Nur sechs Minuten später entschied Storks auf Elfmeter nachdem Mukiele die Hand von Rekik angeschossen hatte. Werner trat an und verwandelte eiskalt (38.). Den fulminanten Schlusspunkt hinter eine in weiten Teilen eher durchwachsene erste Hälfte setzte Sabitzer, der von Poulsen eingesetzt wurde und einfach mal abzog. Sein Schuss wurde von einem Herthaner Hintern abgefälscht und landete unhaltbar für Jarstein im Kasten (45.+1). Die "Arschkarte" für Berlin.


Sabitzer mit dem 15. Scorer im 17. Saisonspiel.


Zweite Halbzeit mit überschaubarer Qualität

Die zweite Halbzeit hatte über weite Strecken eher unansehnlichen Fußball zu bieten. In etwa ähnlich schlecht wie das Berliner Wetter und die Herthaner Trikotwahl zum Mauerfall (mit Bärchenaufdruck). RBL wirkte platt nach den Doppelspielwochen, Hertha war aber nicht in der Lage, diese Schwäche auszunutzen, auch wenn Covic mit Selke, Leckie und Ibišević offensiv ordentlich nachlegte. In den ersten 30 Minuten der zweiten Hälfte gab es jeweils nur einen Torschuss. Größter Aufreger war dann auch ein vermeintliches Foul von Laimer an Stark, der mit Nasenbeinbruch runter musste. Aber Storks schaute sich diese Szene nicht nochmal an (73.).

Kampl kam für den gelb-rot gefährdeten Ilsanker (54.) und später Nkunku für Forsberg (73.). Kampl war es dann auch, der mit dem 3:1 den Leipziger Sieg zementierte. In der 86. überlistete Werner die Abseitsfalle und setzte Kampl ein, der im Strafraum einen präzisen Schlenzer zum dritten Leipziger Tor auspackte. In der 90. Traf dann auch Werner nochmal. Erneut ein Konter der Leipziger über Laimer, der in der Mitte selbstlos für Werner ablegte – 4:1 für RBL. Aber der Schlusspunkt des Spiels gehörte einem Ex-RBLer. Der eingewechselte Selke traf in der Nachspielzeit zum 2:4, nachdem Ampadu ein Kopfballduell versemmelte, aber es war nur Ergebniskosmetik.


Kampl stellte die Weichen in der 86. endgültig auf Sieg.


Die drei Besten

Demme: Hielt gemeinsam mit Laimer das Zentrum sicher. Stellvertretend für die letzten Wochen, einen Demme sollte man eben nicht abschreiben.

Werner: Endlich mit kühlem Kopf bei einem wichtigen Elfmeter.

Sabitzer: 15. Scorer. Sabitzer ist und bleibt aktuell in der Form seines Rasenballsportlebens.


Poulsen bleibt ein wichtiger Kicker, wirkte zuletzt aber etwas unglücklich.


Luft nach oben

Poulsen: Stellvertretend für die letzten Wochen. Poulsen wirkt aktuell bei einigen Aktionen unglücklich. Bereitete aber immerhin das 2:1 durch Sabitzer vor.


Fazit & Ausblick

Nach dem Durchhänger im Oktober ist Leipzig zurück in der Spur. Der Auftritt in Berlin nach den hohen Siegen gegen Wolfsburg und Mainz aber von überschaubarer Qualität. Der VAR und ein Berliner Hintern verhinderten, dass Mittelstädts Fernschuss sich rächte. Insgesamt wirkte die Mannschaft aber über weite Strecken der zweiten Halbzeit müde und brachte erst in der Schlussphase ihre PS nochmal sehenswert aufs Feld. Die Tore von Kampl und Werner zementierten den Sieg, so dass Selkes Tor zum 2:4 nur noch Ergebniskosmetik blieb.

Nach der letzten Länderspielpause des Jahres geht es gegen Köln, dann mit einem neuen Trainer, denn Ex-RBL-Coach Beierlorzer wurde heute freigestellt. Dennoch sollte Leipzigs Ziel in den drei noch ausstehenden Spielen im November klar sein: drei Siege. Köln zuhause und Paderborn auswärts sollen geschlagen werden und gegen Benfica genügt sogar schon ein Unentschieden, um das Champions League Achtelfinale klarzumachen.


Hertha mag die Zukunft gehören, aber Leipzig gehört das hier und jetzt!


Statistik
Hertha BSC:
Jarstein – Boyata, Stark (78. Selke), Rekik – Klünter, Löwen, Darida, Mittelstädt – Wolf (74. Ibišević), Dilrosun – Lukebakio (87. Leckie)
RB Leipzig: Gulácsi – Mukiele (80. Ampadu), Ilsanker (54. Kampl), Upamecano, Klostermann – Demme, Laimer – Sabitzer, Forsberg (73. Nkunku) – Poulsen, Werner
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)
Tore: 1:0 Mittelstädt (32.), 1:1 Werner (38.), 1:2 Sabitzer (45.+1), 1:3 Kampl (86.), 1:4 Werner (90.+1), 2:4 Selke (90.+2)
Torschüsse: 7 / 10
Schüsse aufs Tor: 3 / 7
Passquote: 72,8% / 83,6%
Zweikampfquote: 48,1% / 51,9%
Ballbesitz: 42% / 58%
Laufleistung: 112 km / 118 km
intensive Läufe: 721 / 751
Sprints: 258 / 276
Fouls: 9 / 11
Ecken: 0 / 5
Abseits: 2 / 2
Gelbe Karten: Mittelstädt, Darida / Ilsanker
Zuschauer: 48.532 (ca. 5.000 RBL-Fans)

Rumpelstilzchen


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