NÄCHSTE BEGEGNUNG

28. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 04.04.2020, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
Hertha BSC
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
55
2
Borussia Dortmund
51
3
RB Leipzig
50
4
Bayer 04 Leverkusen
47
5
Bor.Mönchengladbach
46
6
FC Schalke 04
37
7
VfL Wolfsburg
36
8
SC Freiburg
36
9
1899 Hoffenheim
35
10
1. FC Köln
32
11
1. FC Union Berlin
30
12
Eintracht Frankfurt
28
13
Hertha BSC
28
14
FC Augsburg
27
15
1. FSV Mainz 05
26
16
Fortuna Düsseldorf
22
17
SV Werder Bremen
18
18
SC Paderborn
16

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THE END IS NEAR? GEISTERSPIEL & BANNERAKTION GEGEN FREIBURG

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Leipzig - (13.03.2020) Das erste Geisterspiel der RBL-Geschichte. Gegen Freiburg müssen die Fans draußen bleiben. Zuvor werden aber Banner aufgehangen. Gut möglich, dass die Liga nach dem Kick gegen den SCF pausieren wird, umso wichtiger, nochmal, wenn auch vor leeren Rängen, einen Erfolg zu feiern.

Wir müssen draußen bleiben…

Ein letztes Mal gejubelt? Gegen Tottenham konnten wir alle ein letztes Mal Red Bull Arena Luft schnuppern und unsere Rasenballer zum Sieg treiben. Mit dem Spiel am Samstag steht nun das erste Geisterspiel ins Haus. Der bisherige Negativrekord in der RBA (Braunschweig II mit ca. 1300 Zuschauern) wird also gezwungenermaßen unterboten. Nur Fernseh- und Pressevertreter sind mit den Mannschaften im Stadion auch wir werden für euch live berichten. Darüber hinaus bittet RBL darum, nicht zur Arena zu gehen. Der Fanverband hat zu einer Banneraktion aufgerufen, Banner, die dann vor Spielbeginn auf den leeren Rängen im aufgehangen werden und unsere Kicker daran erinnern, dass die RB-Fans im Herzen bei ihnen sind.



Schlimmstenfalls ist nach dem Geisterspiel erstmal Schlusss, lest aber dazu weiter unten.

 

Die Breisgauer

So gut wie der SCF in die Saison gestartet ist, so sehr hat das Streich-Team seit dem Herbst nachgelassen. Noch ist es eine sehr gute Saison, aber die Auswärtsschwäche macht den Breisgauern deutlich zu schaffen. Seit Ende September konnte die Streich-Elf einzig in Mainz gewinnen.

Warum es trotz dieser Schwäche in der Fremde für die EL Gruppe reicht, ist nicht zuletzt der sehr guten Chancenausbeute geschuldet. Nach Schalke konnte auch Freiburg deutlich mehr Punkte holen als erwartet (xPTS) und gehört zu den Überperformern der Liga.

In vielen Statistiken ist Freiburg aber biederer Ligadurchschnitt oder die güldene Mitte – je nach Sichtweise. Das gilt besonders für die simplen Daten wie Ballbeitz, Passquote und Torschüsse. En Detail sieht es aber etwas anders aus. So lässt Freiburg die meisten Torschüsse der Liga zu (17,5 pro Spiel), gehört zu den Teams die extrem selten ins Dribbling gehen oder ins Abseits laufen und auch wenn es hart auf hart kommt, ist der SCF eher nicht im sprichwörtlichen Garten. Keine Mannschaft tackelt weniger, kaum ein Verein foult seltener.

Dazu ist die Streichelf die einzige Mannschaft der Liga, die noch kein Kontertor geschossen hat, dafür kassierten die Breisgauer bereits sechs Tore nach Konter, nur Hoffenheim hat hier mehr. Auch am Ende des Spiels ist die Mannschaft von Streich unkonzentriert. Kein Team kassierte in der Nachspielzeit mehr Gegentore (6). Ein Spiel hat also doch mehr als 90 Minuten…

Offensiv gilt es besonders auf den alten Bekannten Petersen und Newcomer Waldschmidt aufzupassen. Dahinter gehören Günter, Höler und Grifo zu den Topscorern.


Waldschmidt und Petersen, zwei Gesichter hinter Freiburgs Erfolg.


Revanche fürs Hinspiel!

Seit der Pleite in Freiburg hat RBL einzig gegen Nemesis Frankfurt verloren, die Pleite dürfte also einigen noch gut in Erinnerung sein – Zeit, diese Rechnung zu begleichen. Verzichten muss Nagelsmann dabei auf den gelbgesperrten Upamecano. Auch Kampl und Konaté, die zurück im Teamtraining sind, sollten noch keine Option für das Freiburgspiel sein. Ampadu krönt seine bisher extrem durchwachsene Leihe mit Rückenproblemen und fällt noch wochenlang aus, so dass Mukiele wohl auf die Zähne und nicht auf die Zunge beißen muss, damit Nagelsmann seine geliebte Dreierkette zusammenbekommt.

Problematischer könnte die Lage im Mittelfeld sein. Hier laboriert Sabitzer an Oberschenkelproblemen und bei Laimer ist es die Wade. Hier sollten Haidara, Adams oder Forsberg die ersten Optionen sein, aber so langsam wird es dünn auf der Sechs... Im Sturm ist zudem Schick angeschlagen, der aber 1:1 durch Poulsen ersetzt werden dürfte.

 So ganz ist Leipzig noch nicht raus aus dem kleinen Zwischentief. Da darf man sich auch nicht vom Sieg gegen Tottenham täuschen lassen. Sabitzer bringt gleich die ersten zwei Chancen rein, bei beiden sieht Lloris nicht gut aus. Danach folgte bis zur einzigen Großchance, dem Forsberg Tor, nur ein einziger Torschuss. Am Ende stand ein xG Wert um die 1, wie gegen Leverkusen und Wolfsburg auch. Fazit: Leipzig muss torgefährlicher werden!

Gut daher, dass Werner wieder fit ist, denn gegen kein Team der Liga traf er häufiger als gegen Freiburg (10 Tore), nur gegen Mainz und Hertha erzielte er mehr Scorer. Es wird Zeit, dass Timo sich weniger Gedanken darum macht, ob er irgendwann mal irgendwo gut reinpassen würde, sondern wieder ins Hier und Jetzt zurückfindet und seine Tore macht.


Mukiele wieder fit für das Duell gegen Freiburg?


Kein Chinese anwesend (Viren ausgenommen) – Statistisches

9,5 Mio Zuschauer haben nach dem Tottenhamkick den einzig wahren Rasenballsport live bewundern können, fraglich, ob bis zum Saisonende noch so viele dazukommen werden, dann müssen wir die 10 Mio. eben nächste Saison knacken…

7 von 10 Spielen an einem 26. Spieltag hat RBL gewonnen, nur einmal verloren (in Heidenheim), nur ein Heimspiel wurde nicht gewonnen (Cottbus II). Keines der acht Spiele an einem 14. Hat RBL bisher verloren. Es ist das erste Pflichtspiel an einem 14.3.

Keines der 16 Spiele gegen einen Tabellenachten hat RBL verloren (11 Siege). Auf Tabellenplatz 3 hat RBL nur eines der letzten 11 Spiele verloren, da ging es aber in Bremen am letzten Spieltag der letzten Saison um nichts mehr.


Eine feste Burg ist unsere Arena! Freiburg ist einer von Werners Lieblingsgegnern


Wie geht es weiter?

Verschiedene Wege sind denkbar. Zuerst wird wohl am Montag in einer Mitgliederversammlung der DFL festgelegt werden, dass die Liga bis Anfang April pausiert, so zumindest der aktuelle Vorschlag. Das Spiel morgen ist also vorerst das letzte.



Schlimmstenfalls wird die Saison analog zur DEL beendet, das könnte im April notwendig werden, falls sich die Lage nicht bessert. Dann würde man nächste Spielzeit mit bis zu 22 Teams spielen. Wie es auch kommen mag, Corona hat Europa, Deutschland und die Liga fest im Griff, Auch die internationalen Wettbewerbe werden wohl nun ausgesetzt, zumal sich die Quarantänefälle häufen (Arsenal, Inter, Juve, Real). Die Auslosung verschiebt sich ebenfalls.



Auch eine Absage der EM und von Olympia ist denkbar. Ob man die Saison dann ggf. im Sommer beenden könnte (also bis Juni/Juli kickt), steht noch in den Sternen. Zumal einige Experten davon ausgehen, dass sich die aktuelle Lage nicht vor Mai/Juni entspannen wird.

 


Fazit

Ein Trauerspiel und das schon vor Anpfiff. Bis auf ein paar Pressevertreter wird es sehr einsam werden im Stadion (auch wir werden für euch vor Ort sein und tickern). Die vom Fanverband angedachte Banneraktion wird zumindest die Fanwünsche und Meinungen nochmal in unser Wohnzimmer tragen. Auf dem Feld sind die Spieler dann auf sich allein gestellt. Ohne Upamecano muss die Abwehr wieder umgestellt werden, dass RBL auch ohne den französischen Kleiderschrank defensiv sicher stehen kann, wurde schon mehrfach bewiesen, zuletzt auf der Insel beim Tottenham-Hinspiel. Sollten Laimer udn Sabitzer ausfallen, wird es schon kritischer. Das Ziel ist dennoch klar: Freiburg schlagen und dann auf einem Champions League Platz der Dinge, die da kommen mögen, harren.

Rumpelstilzchen


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KIEL STOPPT U19-ERFOLGSSERIE

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Kiel - (12.03.2020) Nach fünf Spielen mit fünf Siegen zieht Kiel unserem Nachwuchs nun einen Strich durch die Erfolgsserie. Ein klares 0:3 lässt den Leipziger Nachwuchs wieder auf Platz 5 rutschen. Nächsten Samstag erwartet man den HSV um 11 Uhr am Cottaweg.

Da ist sie also. Die erste Pleite im neuen Kalenderjahr. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Erfolgsserie unserer Nachwuchsbullen reißt. Doch gegen Kiel? Der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein ging mit drei Niederlagen in Folge in die Partie, darunter ein 1:9 gegen den HSV am vorangegangenen Spieltag. Insgesamt kassierten die Störche 59 Gegentore in ihrer neunten Saison der A-Junioren Bundesliga. Mit dem Niendorfer TSV stehen sie auf Platz zwei der meisten Gegentore der Staffel Nord-Nordost. Nur der Chemnitzer FC hat 23 mehr – 82! Ob sie die 100 noch knacken wird sich zeigen…


Zurück aber zu dem unangenehmen Gegner unserer A-Junioren. Im Angriff konnten sich die Norddeutschen aber bereits auch beweisen. Maximilian Zoch steht mit seinen zwölf Treffern ganz oben auf der Torjäger-Liste. Unser derzeit verletzter Top-Torschütze Dennis Borkowski konnte in der Liga schon „nur“ elf Mal das Leder in die Box befördern. Bis auf dieses Augenmerk standen eigentlich alle Zeichen für einen Sieg der Leipziger. Eigentlich? Nun ja, unsere U19 hatte einen grandiosen Start und eine glänzende 20:0-Serie der letzten fünf Spiele aufzuweisen. Doch der Ostseewind wehte eben für die Einheimischen…


Erst top, dann flop

Nachdem Sachsens eigentliche Nummer eins, Tim Schreiber, die letzten drei Spiele zwischen den Pfosten bestreiten durfte, stand nun wieder Moritz Schule im Tor. Auch Kapitän Frederik Jäkel war nach einem kurzen Bankbesuch bei den Profis zurück im Juniorenkader. Hinzu kommt U17-Linksverteidiger Gustav Grubbe. Daniel Böttcher und U17-Spieler Eric Uhlmann, welche die Leipziger im Union-Sieg unterstützten, waren gar nicht erst im Kader. Generell stellte Trainer Blessin die Mannschaft sehr defensiv auf. Mit Holm gab es nur einen einzigen Stürmer. Wosz und Hartmann waren dabei noch die offensiveren Spieler.

Die Aufstellung: Schulze – Grubbe, Meyer, Jäkel, Rücker – Winter, Krauß, Wosz, Martel – Hartmann, Holm

Der Anfang der Partie erinnerte einen an die Spiele der ersten Saisonhälfte. Leipzig kam gut ins Spiel und hatte auch gleich zwei Mal die Führung auf dem Fuß (9./14. Minute). Doch in den folgenden Minuten wurde es immer mehr ein Spiel auf Augenhöhe, bis es ab Minute 31 nur noch Kiel gehörte.


Maximilian Zoch gelang die vermeintliche Führung nach einem Freistoß. Doch der Unparteiische entschied auf Abseits. Glück gehabt! Doch dieses Glück hielt leider nicht lange an. Es dauerte gute 15 Minuten bis die Gastgeber den Knoten durchschnitten und die Führung für sich erzielten. Erneut nach einem Standard. Erneut nach einem Freistoß. Zugegebenermaßen war es ein schönes direktes Freistoßtor. Kurz vor dem Pausenpfiff tankten sich die Störche dadurch nochmal mit mehr Selbstvertrauen auf, welches unsere Nachwuchsbullen doch so dringend brauchten.


Eine Halbzeit zum vergessen

Fünf Minuten nach Anpfiff dann die große Chance für unsere Jungbullen. Wir wurden mit einem unumstrittenen Elfmeter beschenkt. Tom Krauß, welcher sich in dieser Saison schon oft sicher vom Punkt zeigte, trat auch diesmal an. Nur leider ohne Erfolg, da der 18-Jährige die Kugel rechts am Tor vorbei schoss. Eine bessere Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen bekamen die Jungs auch nicht mehr.
Zwar bekamen sie nur kurz darauf die Kugel doch ins Tor und erneut einen Strafstoß zugesprochen, jedoch zählte weder das Tor noch wurde der Elfmeter ausgeführt. So ging es mit dem Schiedsrichterball weiter.

Die Gastgeber nutzten nun die Unsicherheit der Leipziger aus. Schmidt steckte auf Zoch durch. Innenverteidiger Meyer war schlichtweg einfach zu langsam, um den Stürmer aufzuhalten. Auch Schulze verpasste den Ball nur knapp. So konnte Zoch gelassen ins untere rechte Eck einnetzen. 2:0. (71.)

Unsere U19 machte nun in der Abwehr immer mehr auf. Die perfekte Einladung für die Norddeutschen Stürmer. Und die lehnten sie natürlich nicht ab. Nach einem Konter der Kieler wurde Schmidt im Leipziger Strafraum gefoult. Elfmeter. Nur diesmal eben für Holstein Kiel. Kurz und knapp: Kinitz schoss nach rechts, Schulze flog nach rechts. Damit wurde auch gleich der 0:3-Endstand festgemacht. (84.) Ein klares und leider verdientes Ergebnis.


Ausblick auf den HSV

Von dieser Niederlage sollten sich unsere Nachwuchsbullen nun keinesfalls hinunterziehen lassen. Schließlich hatten sie doch so einen guten Start. Es wäre ja auch zu schön gewesen, jedes Spiel zu gewinnen. Aber es gibt eben auch mal schlechte Tage. Man sollte nun an den Fehlern arbeiten, um auch in den nächsten Spielen wieder gut dazustehen und solch ein Schlamassel zu vermeiden.


Am kommenden Samstag (14.03.) haben sie die Chance, ihre Torbilanz wieder zu verbessern und drei weitere Zähler auf ihr Konto zu schreiben. Empfangen wird der HSV am Cottaweg, Anstoß ist um 11 Uhr. Die Hansestädter stehen mit nur einem Spiel weniger und vier Punkten Rückstand auf die Leipziger auf Platz sieben. Auch sie sind mit 56 Toren eine angriffslustige Mannschaft, auf die sich unsere jungen Bullen gut vorbereiten sollten. Ein Sprung auf Platz vier scheint trotzdem unrealistisch. Union Berlin hat durch den Kantersieg von 6:0 gegen Dresden den Vorsprung von drei Punkten und sieben Toren ausgebaut. Zudem haben sie auch noch drei Partien nachzuholen. Dennoch sollte sich unser Nachwuchs davon nicht allzu sehr beeindrucken lassen und das Beste aus der Partie gegen den HSV machen! Viel Erfolg, Männer!

rblene


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RBL SCHLÄGT TOTTENHAM

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Leipzig - (10.03.2020) Es ist vollbracht: Erstmalig in der Vereinsgeschichte haben wir das Viertelfinale der Champions League erreicht. Vor allem dank einer starken ersten Halbzeit bezwangen wir Tottenham mit 3:0 (Gesamtresultat 4:0). Mann des Abends war Marcel Sabitzer.

Ausgangslage

Das Hinspiel gewonnen, auswärts ohne Gegentor geblieben und im Rückspiel über 40.000 rot-weiße Fans im Rücken: Die Ausgangslage für unsere Jungs hätte kaum besser sein können. Zumal der Gegner aus England sportlich in einer tiefen Krise steckte und personell auf dem Zahnfleisch ging. Doch Tottenham bewies bereits im letzten Jahr gegen Ajax unglaubliche Comeback-Qualitäten und hat mit Jose Mourinho einen Trainer auf der Bank, der immer für eine Überraschung ist. Würden die Roten Bullen dennoch erstmals den Sprung ins Viertelfinale der Königsklasse schaffen? 


Personalsituation

Nagelsmann konnte bis auf Konate, Orban und Kampl sowie Ampadu auf alle Spieler zurückgreifen. Werner meldete sich bereits am Sonntag wieder fit und konnte alle Einheiten absolvieren. Upamecano, der im Hinspiel noch gesperrt war, rückte zurück in die Innenverteidigung. Gegenüber dem Bundesliga-Spiel in Wolfsburg ließ unser Coach Forsberg und Poulsen auf der Bank und ersetzte sie durch Mukiele und Schick. 

Gulacsi - Mukiele, Klostermann, Upamecano, Halstenberg, Angelino - Sabitzer, Laimer, Nkunku - Werner, Schick

Sein Gegenüber Mourinho tauschte nach dem 1:1 in Burnley mächtig durch: Sessegnon, Aurier, Lo Celso, Winks und Lucas Moura starteten für Sanchez (fällt kurzfristig aus), Bergwijn (Knöchelverletzung), Vertonghen, Ndombelé und Skipp (alle drei Bank).

Lloris - Aurier, Tanganga, Alderweireld, R. Sessegnon - Winks, Dier, Lo Celso, Lamela, Alli - Lucas Moura



Verlauf 1. Halbzeit

Zu Beginn entwickelte sich ein temporeiches und ausgeglichenes Spiel. Trotz zahlreicher englischer Wochen attackierten die Spurs frühzeitig und setzen uns in der eigenen Hälfte unter Druck. Doch wir überstanden diese Phase schadlos und kamen mit der ersten richtigen Torchance direkt zum Führungstreffer: Werner scheiterte mit seinem ersten Torschussversuch im Strafraum noch am Abwehrbein, bekam den Abpraller, legte dann zu Sabitzer und der schoss aus 18 Metern unhaltbar ins lange Eck. In der 18. Minute hätten wir sogar frühzeitig auf 2:0 erhöhen können, doch nach einem sehenswerten Angriff mit einer Angelino-Flanke und Werner-Abschluss im Fünfmeterraum wurde (zurecht) auf Abseits entschieden. RB blieb am Drücker und ließ den Gästen kaum Luft zum Atmen. Die Spurs-Abwehr wirkte nicht sattelfest und dem hohen Tempo unserer Jungs nicht gewachsen. In der 21. Minute rollte der nächste Angriff: Langer Ball hinter die Abwehr, Tanganga verschätzte sich, Angelino war auf der linken Seite durch, flankte auf den ersten Pfosten und Sabitzer erhöhte per KOPF (!!) auf 2:0. Es war ein Auftakt nach Maß, wie man ihn sich kaum besser hätte vorstellen können. Für Sabitzer war es das vierte Tor in der bisherigen CL-Saison - beeindruckend! Danach kontrollierten wir die Partie und ließen bis auf eine Chance von Lo Celso defensiv nichts zu. Es war eine souveräne Vorstellung unserer Jungs in den ersten 45 Minuten, die zur Pause hochverdient mit 2:0 führten. 



Verlauf 2. Halbzeit

Die Londoner kamen mit Schwung aus der Kabine und wollten den Rückstand drehen, doch an unserer Abwehr um Angelino, Halstenberg, Upamecano, Klostermann und Mukiele war einfach kein Vorbeikommen. In der 51. Minute herrschte schlagartig Stille im Stadion. Mukiele bekam aus kürzester Distanz einen Ball ins Gesicht und sackte benommen zu Boden. Spieler und Schiedsrichter winkten sofort Sanitäter herbei, am Ende waren 8 Rettungsleute auf dem Platz und behandelten den Franzosen. Es waren Momente des Schocks, der Ungewissheit und des bangen Hoffens. Nach mehrminütiger Behandlungspause wurde Mukiele vom Platz getragen. Wir wünschen Muki an dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung! Unerwähnt bleiben soll nicht, dass die Spurs-Fans in diesen Momenten lautstark Lieder trällerten, während alle anderen im Stadion die Klappe hielten. Kein sehr faires Verhalten der Gäste-Anhänger. 

RB zog sich nach der Pause weit zurück und wirkte phasenweise sehr passiv. Die Gäste dominierten zwar das Spiel, kamen aber auch nicht gefährlich vors Tor. Es war eine kritische Phase, die bei einem Gegentreffer durchaus nochmal zu Spannung hätte führen können. Doch unsere Jungs überstanden diese Minuten schadlos und gewannen gegen Ende der Partie auch wieder etwas Oberwasser. Doch weder Schick noch Werner erwischten heute einen Sahnetag und ließen unzählige Kontermöglichkeiten fahrlässig verstreichen. So trudelte die Partie dem Ende entgegen und die über 40.000 Fans feierten ihre Helden auf dem Platz. Als alle sich schon mit dem Ergebnis abgefunden hatten, durfte der kurz zuvor eingewechselte Forsberg sogar noch auf 3:0 erhöhen, als er aus dem Chaos heraus im Strafraum den Überblick behielt und an Lloris den Ball vorbeischob. Endstand 3:0!  


Fazit

Es war ein historischer Abend mit einer fulminanten ersten Halbzeit und einer soliden zweiten Spielzeit. Der Grundstein wurde mit dem 1:0 im Hinspiel gelegt, die Entscheidung fiel in den ersten 45 Minuten des Rückspiels. Tottenham war durchaus gewillt und mutig, in Leipzig das Ergebnis zu drehen, doch die Defensive wirkte teilweise wie ein Hühnerhaufen und die Offensive agierte viel zu harmlos. Nach den beiden Treffern von Sabitzer verwaltete RB das Spiel clever und brachte das Ergebnis routiniert über die Runden. Erstmalig in der noch jungen Vereinsgeschichte haben wir damit das Viertelfinale der Champions League erreicht - welch ein Triumph! Überschattet wurde dieser Erfolg jedoch von der Verletzung Mukieles, der hoffentlich bald wieder auf der Höhe ist. 



Ausblick

Bereits am Samstag geht es in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter, Anstoß ist um 15:30 Uhr. Ob die Partie mit Zuschauern ausgetragen wird, darf aktuell bezweifelt werden. Der Corona-Virus greift weiterhin um sich und die Bundesliga bereitet sich auf einen Geisterspieltag ohne Fans vor. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr es auf unseren Social Media Kanälen, im Forum oder auch auf der Webseite von RB Leipzig.  


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi Klostermann, Upamecano, Halstenberg Mukiele (56. Adams), Sabitzer (C) (87. Forsberg), Laimer, Angelino Werner, Schick, Nkunku (59. Haidara)
Tottenham Hotspur: Lloris (C) – Alderweireld, Dier, Tanganga Sessegnon, Lo Celso (80. Fernandes), Winks, Aurier (90. Walcott) – Lamela, Moura Alli
Schiedsrichter:
Carlos del Cerro Grande (Spanien)
Tore:
1:0 Sabitzer (10.), 2:0 Sabitzer (21.) 3:0 Forsberg (87.)
Torschüsse: 13 / 6
Schüsse aufs Tor:
5 / 3
Passquote:
80% / 81%
Zweikampfquote:
59% / 41%
Ballbesitz:
54% / 46%
Laufleistung: 108,6 km / 105,1 km
Fouls: 21 / 12
Ecken: 6 / 3
Abseits: 3 / 1
Gelbe Karten: Sabitzer (3), Laimer (2) / Alli, Tanganga, Winks, Sessegnon
Zuschauer: 41.216

Rojiblanco


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ERSTMALS INS VIERTELFINALE DER KÖNIGSKLASSE EINZIEHEN!

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Leipzig - (09.03.2020) Mit RB Leipzig konnte man bei RB Leipzig in den letzten Jahren bei vielen historischen Momenten dabei sein. Erstes Bundesliga-Spiel, erster Bundesligasieg, Vizemeisterschaft, Pokalfinale, die ersten international erfolgreichen Spiele und nun könnte die Geschichte weitergeschrieben werden: Erstmals könnte RB Leipzig ins Viertelfinale der Champions League einziehen, ausgerechnet gegen den Vorjahresfinalisten aus Tottenham.

Ausgangssituation - es ist erst vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift, Ajax lässt grüßen...

Das Hinspiel war im Londoner Norden sowohl auf als auch neben dem Platz ein Erlebnis und auch sehr erfolgreich. Ein toller Fanmarsch zum Stadion, eine gute und lautstarke Stimmung im Gästeblock und ein überraschender 1:0-Sieg gegen die Spurs! Einziger Makel des Abends war jedoch, dass weitere Tore verpasst wurden, Chancen waren in ausreichender Anzahl und Qualität da. So ist das 1:0 im Hinspiel zwar sehr gut, psychologisch ist dieses Ergebnis aber nicht einfach. Konnten wir im Hinspiel befreit als Außenseiter aufspielen, ist die Favoritenrolle nun auf unserer Seite. An dieser Stelle kann man als Rasenballer an die Partie gegen den SSC Neapel erinnern als wir nach einem 3:1 beim SSC noch bis zum Abpfiff bibbern mussten, da die Neapolitaner 2:0 gewannen, was jedoch zu wenig für die Italiener war. Sowohl auf den Rängen als auch auf dem Feld wirkte das damals etwas verängstigt, auch wenn Napoli mit dem bekannten Sarri-Ball eine tolle Partie ablieferte.

Was ebenfalls eine Warnung sein sollte, die Spurs verloren in der letzten Saison zu Hause gegen Ajax Amsterdam mit 1:0, lagen auswärts 0:2 hinten und gewannen die Partie noch mit 3:2 und kegelten damit das niederländische Topteam aus dem Wettbewerb. Mourinho weist nicht ohne Grund vor der Partie daraufhin, dasss es erst vorbei ist, wenn es vorbei ist, wir sind noch lange nicht durch gegen das englische Topteam!


Adams zurück in die Startelf?


Die Schwächephase der Spurs ausnutzen!

Konnten die Spurs die drei Partien vor dem Hinspiel gewinnen, hat sich dies seit dem Hinspiel völlig umgekehrt. Gegen Chelsea, Wolverhampton und Norwich setzte es Niederlagen, beim FC Burnley holten sich die Nord-Londoner einen glücklichen Punkt. Es wird aktuell sehr deutlich, dass sie die Verletzungen von Harry Kane, Heung-min Son und Moussa Sissoko nach dem Abgang von Christian Eriksen nicht ersetzen können. Das darf gern am morgigen Abend in Leipzig so bleiben. Zusätzlich fällt noch Steven Bergwijn in der Offensive aus. Ob die Spurs ähnlich passiv wie im Hinspiel agieren und auf Konter sowie Standards setzen, bleibt abzuwarten. In der 2. Halbzeit im Hinspiel bauten sie jedenfalls mehr Druck auf und konnten das Spiel ausgeglicher gestalten. Teams wie Leverkusen oder Wolfsburg haben zuletzt gezeigt, dass wir unser Spiel weniger gut aufziehen können, wenn der Gegner bereits unsere Abwehrspieler unter Druck setzt.


Der Wasserstand am Cottaweg

Nach dem Unentschieden gegen die Bayern und den verdienten Siegen gegen Bremen, Tottenham und Schalke glaubte man die Leipziger auf den richtigen Weg in die Rückrunde. Nur zwei Spiele später muss man ernüchtert feststellen: Für ganz oben wird es so nicht reichen. Fast schon unerklärlich blutleere Auftritte gegen Leverkusen und Wolfsburg, die insgesamt von Ungefährlichkeit nur so trieften. Trotz jeweils einer Woche Matchvorbereitung agierte RBL weit unter dem Optimum. Dieses wird es aber auch für Tottenham und Freiburg brauchen, um das Champions League Viertelfinale und den nächsten Bundesligasieg einzutüten.

Die Devise kann also nur lauten: volle Pulle! Kein Herumtrotten und Hinterherlaufen, sondern von Beginn an Vollgas. Dies dürfte einige Änderungen in der Startelf nach sich ziehen. Forsberg hat die Chance gegen Leverkusen und Wolfsburg nicht nutzen können, er könnte durch Nkunku ersetzt werden, der als verkappter Rechtsverteidiger verschenkt war. Poulsen muss bei allen Verdiensten erst mal wieder den Anschluss bekommen, für ihn dürfte Werner zurück in die Startelf rücken. Defensiv könnten Mukiele oder Adams in die Fünferkette zurückkehren, dagegen ist Konaté im Zentrum wohl noch keine Option.


Schick hat Poulsen verdrängt.


Was ist denn das für ‘ne Pfeife?

Nachdem RBL in Wolfsburg nicht gerade den besten Schiedsrichter gezogen hatte, gibt es international mal wieder einen Spanier. Carlos Del Cerro Grande wird das Spiel leiten. Sein erster RBL Einsatz und sein zweiter mit Beteiligung von Tottenham. Im November pfiff er den 6:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Nordirland. Ein gutes Omen?

 

Aufreger der Woche

Neben dem enttäuschenden Unentschieden gegen die Wölfe sicher die Entwicklung rund um das Corona-Virus. Zum einen sah sich die Jugendorganisation der aufgelösten Red Aces zu einem Statement in Wolfsburg gezwungen, die dem Verein ob der Aufarbeitung rund um die Ereignisse des Leverkusenspiels noch einmal den Spiegel vorhielt. Zum anderen laufen die kommenden Spiele in Deutschland Gefahr ohne Zuschauer ausgetragen zu werden. Dies ist in Anbetracht der stetig steigenden Anzahl von  Infizierten durchaus ein logischer Schritt, könnte aber wohl die traurigste Saison der Bundesligageschichte werden.

 

Fazit

Gegen Tottenham sollte RBL tunlichst nicht auf Unentschieden spielen, zu wacklig ist das Hinspielergebnis. Zudem braucht das Team ein Erfolgserlebnis, um gestärkt in die kommenden Bundesligaspiele zu gehen. Im schlimmsten Fall könnte es das letzte Spiel live im Stadion für eine gewisse Zeit sein, also alle nochmal hin und ordentlich Stimmung machen!

Jupp / Rumpelstilzchen


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