NÄCHSTE BEGEGNUNG

Testspiel
Freitag, 12.07.2019, 18:00 Uhr
Ort: Trainingszentrum am Cottaweg
RB Leipzig
FC Zürich
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
71
2
Borussia Dortmund
69
3
RB Leipzig
65
4
Eintracht Frankfurt
54
5
Bor.Mönchengladbach
51
6
Bayer 04 Leverkusen
51
7
1899 Hoffenheim
50
8
VfL Wolfsburg
49
9
SV Werder Bremen
46
10
Fortuna Düsseldorf
40
11
Hertha BSC
37
12
1. FSV Mainz 05
37
13
SC Freiburg
32
14
FC Augsburg
31
15
FC Schalke 04
30
16
VfB Stuttgart
24
17
1. FC Nürnberg
19
18
Hannover 96
18

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STARKE RÜCKRUNDE MACHT HOFFNUNG FÜR KOMMENDE SAISON

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Leipzig - (17.06.2019) Ungeschlagen im Jahr 2019, Sachsenpokal-Siegerin und namhafte Verstärkungen. Nach den Umbruch im Sommer hat die Mannschaft in der Rückrunde ihr Potenzial gezeigt und wird nächste Saison um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitspielen.

Die zweite Regionalliga-Saison der RB Frauen ist vorbei und wenn man den alten Spruch von Josef Volkmer als Maßstab nimmt, war es eine erfolgreiche Spielzeit. Volkmer sagte einst: „Wenn wir jede Saison nur einen Platz besser abschließen als die Saison davor, sind wir ganz sicher irgendwann Meister!“ RB ist mit 54 Punkten und einem Torverhältnis von 85:15 dieses mal 3. geworden. Letztes Jahr war es in der Premieren-Saison unter Trainer Sebastian Popp noch der 4. Platz. Popp zog sich anschließend komplett aus dem Fußballgeschäft zurück und wurde durch Katja Greulich ersetzt, die zuvor mit Jena aus der 1. Bundesliga abgestiegen ist. Es war eine schwierige Anfangsphase, in der sich Trainer und Team erst aneinander gewöhnen mussten. Die Abgänge von Leistungsträgerinnen wie Pfretzschner, Uhlig, Topf, Perschneck, Forsberg und Förster (Winterpause) mussten kompensiert und Neuzugänge integriert werden. 

Los ging es mit einer 1:2 Niederlage bei Union Berlin, in der Madlen Frank in der Nachspielzeit noch das erste Saisontor der Rasenballerinas erzielte. Das Leistungsgefälle der Regionalliga war noch nie so groß wie in diesem Jahr, denn mit den Absteigern Marzahn und Dresden, den Traditionsclubs Erzgebirge Aue und Jena und dem ehemaligen Meister Eintracht Süd spielten fünf Vereine, die eine erfolgreiche Vergangenheit hatten, im unteren Tabellenfeld. Und nicht weil Union Berlin, Magdeburg, RB und die anderen so gut waren, nein - Abgänge vieler Spielerinnen, Trainer und vor allem Verantwortlichen mit Visionen machen diese Vereine zum Schatten ihrer selbst. 

Das Problem: Gegen schwächere Gegner waren die Frauen meist unterfordert und bekamen gegen gleichwertige Gegner Probleme. Einem 8:0 gegen Marzahn folgte eine 1:2 Niederlage beim Aufstiegskandidaten Viktoria Berlin. Diesmal war es Neuzugang Marie-Luise Herrmann, die in der 75. Minute noch verkürzen konnte. Herrmann kam mit Greulich aus Jena und wurde direkt zur Kapitänin. Einem 6:1 gegen Bischofswerda und Eintracht Leipzig Süd folgte ein 5:0 gegen Stieglitzer Stern. Da sah man schon, dass die Qualität von RB weit besser war als vieler anderer Teams, aber noch etwas fehlte um ganz oben mitzuspielen, denn schon gegen  USV Jena II tat sich RB schwer und ging mit einem knappen 1:0 in die Pause. Ein glückliches Tor in der 70. Minute durch Neuzugang Natalie Grenz und in der Nachspielzeit durch die aus dem Nachwuchs gekommene und zur Stammspielerin gereifte Jasmin Petters ließen das 3:0 deutlicher aussehen als es letztlich war. Unser Frauenfußball Experte Martin Hoch fasste das so zusammen: „Man wächst mit seinen Aufgaben. Bei schwachen Gegnern gewinnst du vielleicht hoch, aber entwickelst dich nicht. Natürlich denkst du nach einem 5:0, du bist die Größte und dann triffst du im nächsten Spiel auf einen Gegner eines anderen Kalibers und wunderst dich, wenn es hinten plötzlich klingelt.“ Einem 5:0 Erfolg in Dresden folgte so z.B. eine 0:2 Niederlage beim Magdeburger FFC und eine 0:2 Heimpleite gegen den späteren Staffelsieger Union Berlin. 

Hoch: „Die Trainerin hat bis zur Winterpause viel probiert und auch Rückschläge hinnehmen müssen, aber sie und die Mannschaft haben daraus gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen. Die Winterpause wurde hervorragend genutzt, wie die Ergebnisse im neuen Jahr zeigten.“ Mit einem 4:0 gegen Marzahn ging es in die Winterpause und aus dieser kam RB mit Anlauf zurück. 2:0 gegen Viktoria Berlin, 2:0 gegen Bischofswerda, 2:0 gegen Eintracht-Süd, 6:0 gegen Steglitz, 3:0 gegen Jena, 4:0 gegen Dresden, 4:1 gegen Magdeburg, 11:1 gegen Aue, 6:1 gegen Hohen-Neuendorf - RB verlor nicht ein Spiel 2019! Eine enorme Leistungssteigerung vor allem gegen gleichwertige Gegner, gegen die sie in der Hinrunde noch den Kürzeren zogen. 

Den ersten Titel gewann das Team in dieser Saison auch. Im Sachsenpokal gab es gegen den unterklassigen Landesligisten Phönix Leipzig im Final-Krimi einen 3:2 Erfolg nach Verlängerung. Lange Zeit sah es dabei so aus, als ob die RBL-Frauen wie schon in der vergangenen Saison im Halbfinale das direkte Duell gegen den Lokal-Rivalen verlieren würden. Bis zur 73. Minute führte Phönix 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus. Doch durch den Anschlusstreffer von Reichenbach und dem Ausgleich von Grenz in der 81. Minute kippte die Partie und Reichenbach erzielte in der 99. Minute den vielumjubelten 3:2 Siegtreffer. Durch diesen Erfolg haben sich die Frauen auch erstmalig für den DFB-Pokal qualifiziert und können dort auf Gegner wie Bayern und München oder den VfL Wolfsburg treffen. Die erste Hauptrunde wird am 03/04. August gespielt, ein Auslosungstermin ist bislang noch nicht bekannt. 

Auch die Premiere der neuen zweiten Mannschaft war ein Erfolg: 60 Punkte und 224:6 Tore zeigten deutlich, warum es eine gute Idee war, die erste Mannschaft damals nicht in der Landeskasse sondern gleich in der Landesliga starten zu lassen. Fragwürdig ist lediglich, warum Nina Schuster, die Topstürmerin mit 48 Treffern, keine Chance in der ersten Mannschaft bekam.

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Anja Mittag hingegen wird nächste Saison sicherlich öfter vor gegnerischen Toren der Regionalliga zu sehen sein, sie verstärkt RB im Trainerteam und als erfahrene Spielerin. Mit der Verpflichtung ist dem Verein ein wahrer Coup gelungen, die 34-jährige hat große Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Mittag war Olympiasiegerin, gewann fünf Mal die Deutsche Meisterschaft und zwei Mal die Champions League. Sie soll dem Verein helfen, den nächsten Schritt nach vorne zu machen und sich weiter zu professionalisieren. Für die neue Saison steht mit Torjägerin Lena Güldenpfennig vom Liga-Konkurrenten Magdeburg zudem bereits die zweite Neuverpflichtung fest. Laut Greulich sollen noch etwa drei bis vier Spielerinnen folgen, um im Angriff mehr Optionen zu haben und die noch junge Mannschaft mit Erfahrung zu unterstützen. Die letzten Sommertransfers waren mit Marie-Luise Herrmann (Kapitänin), Lea Mauly (meiste Einsätze) und Natalie Grenz (Torschützenkönigin) jedenfalls ein voller Erfolg. Mit Viola Odebrecht als neue Leiterin für Frauen- und Mädchenfußball, die Anja Kühn seit Mai 2019 ersetzt, hat RB Leipzig auch im sportlichen Umfeld die Weichen für die Zukunft gestellt. Odebrecht kommt wie Mittag mit der Erfahrung als Meister, Champions-League-Siegerin und sogar Weltmeisterin in die Heldenstadt. 

Die neue Saison 2019/2010 soll am 17./18. August starten. Union Berlin hat trotz souveräner Regionalliga-Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga in den Playoffs verpasst und wird auch kommende Saison neben Magdeburg und RB Leipzig um Platz 1 mitspielen. Aus der Landesliga kommt Stadtrivale Phönix Leipzig in die Regionalliga, so dass mit neben Eintracht Süd nun drei Teams aus der Messestadt in der Liga spielen. 

So kann man jedenfalls voller Vorfreude auf die neue Saison warten und wer es nicht aushält, dem bleibt ja die aktuell laufende WM. Da läuft's ja auch. Ob wir bei der nächsten WM vielleicht schon die erste Spielerin von RB Leipzig im Nationaltrikot sehen werden?

Abschlusstabelle der Regionalliga

Beste Torschützinnen:
Natalie Grenz - 27
Natalie Teubner - 13
Jasmin Petters - 10

Spielerinnen mit der meisten Einsatzzeit:
Lea Mauly - 22 Einsätze - 1962 Minuten
Chiara Benedetto - 22 Einsätze - 1845 Minuten
Sophia Löser - 20 Einsätze - 1729 Minuten

Heiko Müller & Rojiblanco
Bild: Arielle


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SOMMERFAHRPLAN DES RASENBALLSPORTS

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Leipzig - (14.06.2019) Während die Bundesligakicker auf der faulen Haut liegen und die Haxen bräunen, gibt es trotzdem einige Termine, die man als Fan des einzig wahren Rasenballsports nicht verpassen sollte. Wir haben für euch den Sommerfahrplan zusammengestellt.

Sommerpause, aber die neue Saison wirft bereits ihren Schatten voraus. Die Nationalspieler stecken gerade noch in ihren letzten Spielen (Cunha wir am Samstag im Finale in Toulon stehen), da wird am Wochenende bereits das erste Pflichtspiel der Saison ausgelost. Auch der Sommerfahrplan steht bereits, während es an der Transferfront noch ruhig ist. Wir haben für euch die wichtigsten Termine rund um den Rasenballsport in den heißen Monaten zusammengetragen.


Cunha steht im U22 Turnier Finale in Toulon.


DFB Pokal Auslosung und Fußballquiz am Wochenende

Los geht es am 15.6. mit der Auslosung der ersten Runde des DFB Pokals. 18 Uhr lost Nia Künzer wie schon vor sechs Jahren die Erstrundenbegegnungen aus. Damals geriet die Kugel unserer Drittligaaufsteiger versehentlich in den falschen Lostopf, am Ende, nachdem die Kugel zurück in den 1. Topf gelegt wurde, kam es zum zweiten Mal zur Begegnung mit dem FC Augsburg.

Der ist dieses Mal nicht möglich. Es wird auf alle Fälle ein Auswärtsspiel. Prominenteste mögliche Kontrahenten. Orbans alte Heimat Kaiserslautern, Zweitliganemesis Sandhausen, Absteiger Magdeburg, Nachbarstadt Halle oder die inoffizielle RBL Filiale Chemnitzer FC (erst kürzlich wurde Ex-U19 Verteidiger Reddemann verpflichtet).

Die zeitgenaue Ansetzung wird gut zwei Wochen später erfolgen, die Spiele finden dann zwischen dem 9.-12. August statt.

Gleichzeitig zur Auslosung, ebenfalls am 15.6. um 18 Uhr, wird am Cottaweg erneut gequizzt. Das Brausecrew Fußballquiz geht in die fünfte Runde. Wer kann die taLEntfreien Platzhirsche von der Spitze der ewigen Tabelle verdrängen und wer kann dem Vorjahressieger, den Vollzahlern Paroli bieten?


Losfee Nia Künzer ließ einst RBL erstmals in den Profitopf fallen.


Bundesligaspielplan und Trainingsauftakt

In zwei Wochen, am 28.6. um 12 Uhr mittags ist high noon in Sachen Bundesliga. Dann werden die Ansetzungen für die kommende Saison bekanntgegeben. Kommen die Bayern wieder am Ende? Oder beweist die DFL Humor und setzt SCP gegen RBL am letzten Spieltag?

Der Juli bringt dann endlich die Rasenballer zurück nach Leipzig. Am ersten Wochenende starten die internen Laktat- und Leistungstest. Die im letzten Sommer angezählten Mukiele und Augustin sollen sich jedenfalls schon fit halten, ob es nur der instagram Daumen ist oder der gesamte Körper, wird sich dann zeigen.

Am Montag den 8.7. gibt es dann das erste öffentliche Training und die Gelegenheit in der Ferienzeit mit Kind und Kegel am Cottaweg Nagelsmann und das Team für die neue Saison zu begrüßen. Vielleicht sind bis dahin ja auch die anderen Neuverpflichtungen eingetroffen.

Noch köchelt die Gerüchteküche abseits der Causa Werner auf niedriger Stufe vor sich hin. Mit Wolf und Candido hat RBL aber schon im Vorfeld eingekauft. Zu den zwei Spielern werdet ihr demnächst auf unserer Webseite ausführlich informiert.


Vier Testspiele in der Sommerpause

Insgesamt sind vier Testspiele in der Sommervorbereitung geplant. Zum finalen Test am 3. August kommen nicht die Jungs von Tuchel aus Paris sondern Aston Villa in die Red Bull Arena. Die ganz Großen Europas gibt es ja sowieso frei Haus in der Champions League. Lostopf 4 für RBL garantiert jedenfalls eine echte Krachergruppe.

Das erste Testspiel findet bereits am 12. Juli statt, wenn 18 Uhr der FC Zürich am Cottaweg aufspielen wird. Die Gegner für Testspiel Nr. Zwei im österreichischen Trainingslager (19.7.) sowie Nr. Drei in Markranstädt (26.7.) stehen noch nicht fest.


Hautnah dran in Seefeld.


Trainingslager und Fanball

Ein weiterer Höhepunkt für alle reisefreudigen RB-Fans wird das alljährliche Trainingslager in Seefeld sein. Höchstwahrscheinlich gibt es wieder eine organisierte Fanreise. Zwischen dem 14. Und dem 20. Juli geht es jedenfalls in die Alpen. In Seefeld kann der geneigte RB-fan jedenfalls hautnah dran sein.

Ein weiteres sportliches Highlight ist der Fanball am 27. Juli. Die L.E. Bulls organisieren zum achten Mal das große Fanturnier auf dem Gohliser MoGoNo Gelände bei dem bis zu 24 Teams gegeneinander antreten werden. Titelverteidiger LeipzigeRBallerei will den Pokal verteidigen. Wird dieses Mal wieder Bulli vorbeischauen? In der letzten Saison schaffte es kein offizieller Vertreter von RBL zum Fanturnier. Wer kein Team hat, der kann sich gerne dem RB-Fans.de Team anschließen. Einfach Email an: redaktion@rb-fans.de.


Bis zu 24 Fanteams beim 8. Fanball.


Champions League Auslosung erst Ende August

Mit der ersten DFB-Pokalrunde Anfang August (9.-12.) sowie dem ersten Bundesligaspieltag zwischen dem 16.-18. August endet die Sommerpause und unsere Rasenballer starten in ihre 11. Saison. Die Auslosung zur Champions League Gruppenphase erfolgt erst vor dem dritten Spieltag am 29. August. Erst dann sind alle Qualirunden gespielt sein. Diese Saison dürfen wir ja in dieser Phase die Seele baumeln lassen und andere müssen durch die Runden tingeln.

Viel Spaß und kommt gut durch den Sommer!


15. Juni – 18 Uhr: Auslosung 1. Runde DFB-Pokal
15. Juni – 18 Uhr: #BrauseCrew Fußballquiz  – Cottaria
28. Juni – 12 Uhr: Bekanntgabe Bundesliga-Spielplan
05. Juli: Laktattest
06./07. Juli: Individuelle Tests
08. Juli: Öffentlicher Trainingsauftakt
12. Juli – 18 Uhr: 1. Testspiel – RB Leipzig – FC Zürich – Cottaweg
13. Juli - 11 bis 15 Uhr: Benefizversteigerung von RB Leipzig Artikeln zugunsten des Kinderhospiz Bärenherz (Kees'scher Park Markleeberg)
14. bis 20. Juli: Trainingslager in Seefeld/Österreich
19. Juli: 2. Testspiel – Österreich (Gegner und Uhrzeit noch offen)
26. Juli: 3. Testspiel – Markranstädt (Gegner und Uhrzeit noch offen)
27. Juli: 8. Fanball – MoGoNo Gelände
03. August – 15:30 Uhr: 4. Testspiel – RB Leipzig – Aston Villa – Red Bull Arena
09. bis 12. August: 1. Runde DFB-Pokal (Gegner und Uhrzeit noch offen)
16. bis 18. August: 1. Spieltag Bundesliga (Gegner und Uhrzeit noch offen)
29. August: Auslosung Gruppenphase Champions League

Rumpelstilzchen


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DIE FANSICHT AUF DIE SAISON – TEIL 2

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Leipzig - (13.06.2019) 10 Jahre Rasenballsport. Eine erfolgreiche Übergangssaison ist beendet. Sieben Fragen an die RB-Fans Redaktion und die Fanszene im Forum zur abgelaufenen Jubiläumssaison.

Mein persönlicher Gänsehautmoment …

Nein, nicht das Pokalfinale, sondern die Auswärtsfahrt nach Glasgow! Dies war sowohl von den Heim- als auch Auswärtsfans großartig. Vor dem Spiel ein Fanmarsch, der von den Schotten immer wieder beklatscht wurde, im Stadion absolute Gänsehautatmosphäre, auch wenn das Spiel verloren ging. Nach dem Spiel wurden Schals mit den Celtic-Fans getauscht. So muss das sein, während dem Spiel lautstark das jeweilige Team unterstützen und danach sich wieder freundlich begegnen. In den Pubs danach war die Stimmung trotz Niederlage auch toll.


Meine Top-3 Rasenballer der Saison …

Man muss nur auf das Toverhältnis schauen, entsprechend fällt meine Wahl auf drei Defensivspieler.

Platz 3 geht an Ibrahima Konaté: Ibou hat von allen Spielern sich am stärksten entwickelt. Extrem beeindruckend, was er für eine Ruhe am Ball hat, dazu mittlerweile auch stark im Dribbling, sicher im Zweikampf und ein tolles Kopfballspiel. Keine Frage, er hat das Potenzial zur Weltklasse, wenn er weiter so hart arbeitet und frei von Verletzungen bleibt.

Platz 2 erhält Peter Gulacsi: Die meisten Spiele ohne Gegentor in der Bundesliga, die höchsten Prozentzahlen bei den abgewehrten Bällen und der Vereitelung von Großchancen. Für mich der beste Torhüter der Bundesliga, beeindruckend, welche Konstanz Pete hat.

Platz 1 ist für mich Marcel Halstenberg: Zur Erinnerung, Halste kam nach einem Kreuzbandriss erst verspätet in die Saison, verpasste wesentliche Teile der Vorbereitung und war danach absoluter Leistungsträger und in den entscheidenden Momenten da. Seine Balance aus Defensive und Offensive ist herausragend in der Bundesliga, da er in beiden Bereichen sehr gut ist und nicht ohne Grund zum Nationalspieler wurde.


Bester Neuzugang der Saison …

Mukiele, Saracchi, Cunha und Haidara zeigten bisher solide bis gute Ansätze, konnten sich aber bisher nicht nachhaltig in die Startelf kämpfen. Bleibt also nur Tyler Adams, obwohl er durch seine Verletzung gar nicht viele Spiele gemacht hat. In dieser war er allerdings sehr stark, weshalb er für mich bester Neuzugang war. In der nächsten Transferphase dürfen gern wieder Spieler kommen, die Verstärkungen für die Top11 darstellen.


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet …

Bei Jean-Kevin Augustin ist der Unterschied zwischen tatsächlicher Leistung und Potenzial am größten. Schade, dass er dieses nur selten bis nie zeigen konnte. Seine genialen Momente hätten uns bspw. auch im Pokalfinale weiterhelfen können.


Meine Schulnote für Rangnick …

Note 2 - Platz 3 und Pokalfinale, aber auch ein ärgerliches Aus in der Europa League, wobei das in dieser Saison aus Sicht der Verantwortlichen nicht so wichtig war. Das Spiel gegen den Ball war stark, die wenigsten Gegentore der Liga sprechen eine deutliche Sprache, aber offensiv bleiben gegen tiefstehende Gegner weiter Fragezeichen. Schnelle Passstaffetten oder tolle Dribblings waren selten zu sehen, mit nüchternem Ergebnisfußball wurde das Ziel aber erreicht und das entscheidet letztlich, auch wenn der Spaßfaktor bei vielen Spielen für mich begrenzt war. Allein 5 Spiele endeten 0:0 in dieser Saison, so viele wie in keiner anderen Saison zuvor von RB Leipzig.

Insgesamt gilt für die letzten 7 Jahre aber: Ralf Rangnick war der wichtigste Mann bei RB Leipzig und ich finde es Schade, dass er geht. Danke und alles Gute auf den weiteren Wegen!


Von Nagelsmann erwarte ich …

Attraktiveren Offensivfußball ohne die aktuell defensive Stabilität komplett über den Haufen zu werfen. Wenn er es schafft auf dem starken defensiven Fundament von Ralf Rangnick aufzubauen, die jungen Spieler nochmal weiterzuentwickeln und ein schnelles, kreatives Spiel mit dem Ball wie in Hoffenheim zu entwickeln, kann dies großartig werden. Zudem hoffe ich, dass er das Umfeld noch mehr mitreißen kann, wie es bspw. ein Alexander Zorniger oder Ralph Hasenhüttl zuvor geschafft haben.


Die Entwicklung der Fanszene ist ...

Für mich zeigte sich in dieser Saison, dass das schnelle Wachstum der Fanszene in den letzten Jahren auch Nachteile hatte. Das Thema Fanbetreuung wurde von den Verantwortlichen vernachlässigt, was in Protesten Anfang des Jahres mündete. Teile der Fans schlagen unnötigerweise Ego-Trips ein, wie beim Pokalfinale in Berlin mit einer sinnlosen Pyro-Aktion. Andere Schwarzgekleidete mit Anglerhut werden leider nicht weniger und fielen auch in Berlin negativ mit Manneskraft im Biergarten auf. Dazu nimmt der Anteil, der Fans, die deutlich vor Ende eines Spiels das Stadion verlassen weiter zu und die Mitmachquote nimmt im Stadion eher ab. Kann letztlich jeder machen wie er will, aber ich persönlich finde es schon Schade, wenn nach vielen guten Spielen sich einfach schon vor dem Abpfiff das Stadion verlassen wird oder die Mannschaft während des Spiels nicht lautstark unterstützt wird. Gilt auch für Niederlagen, man gewinnt und man verliert zusammen.

Schade auch der Abschied von Capo Sebastian und dem rotebrauseblogger. Beide sind jahrelange Fans, welche durch ihr Engagement die Fanszene auf unterschiedlichem Wege sehr gut getan haben. Danke an dieser Stelle, mögen die Freiräume durch andere Personen gut wiederbelebt werden. Ich hoffe für die nächste Saison, dass dies in der Fanszene eine Übergangssaison war und wir wieder gemeinsam Fahrt aufnehmen können. Es steht eine weitere Saison in der Champions League an und vielleicht können wir ja mit Julian Nagelsmann wieder oben angreifen. Jeder RB-Fan kann die Stimmung im Stadion und auch außerhalb positiv beeinflussen, also Egoismen zurückstellen und gemeinsam wieder mehr auf die Beine stellen.

Jupp




Mein persönlicher Gänsehautmoment ...

War der Elfmeter von Marcel Halstenberg im Pokalviertelfinale gegen Augsburg. Aus dem ganz einfachen Grund, dass nach dem späten Ausgleich der Augsburger in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit die Stimmung so angespannt war. Mit dem Elfmeter fielen dann jegliche Lasten von einem und man konnte sich seit langem mal wieder ausgelassen über so ein besonderes Spiel freuen.


Meine Top-3 Rasenballer der Saison ...

Platz eins geht für mich auch an unsere Nummer eins, Peter Gulacsi.Nicht nur die wenigsten Gegentore der Liga sprechen für ihn, sondern auch die Wahrnehmung, die er Woche für Woche von den Fans bekommt, zeichnen ihn aus. "Gulacsi, Gulacsi, Gulacsi"-Rufe sind mittlerweile an jeden Spieltag von den Rängen zu hören. Wenn man bedenkt, dass man vor wenigen Jahren als Fan noch verbittert an Fabio Coltorti festgehalten hat und nicht so begeistert über die ersten Einsätze von Gulacsi war, ist das eine starke Entwicklung!

Platz zwei bekommt von mir Marcel Halstenberg,der nach seinem Kreuzbandriss in der letzten Saison diese definitiv stärker zurückgekommen ist. Hat am Anfang der Saison einem nicht schlecht spielenden Saracchi schnell den Rang abgelaufen und ist seitdem sowohl in seiner Offensiv-, als auch Defensivarbeit unverzichtbar. Dazu ein sicherer Elfmeterschütze geworden, der sich Nervosität nicht anmerken lässt.

Platz drei geht für mich an Lukas Klostermann, der ebenfalls nach seinem Kreuzbandriss, von jedoch vor zwei Jahren, wieder gestärkt zurückgekommen ist. Für mich ist er ein wichtiger Faktor für die doch so erfolgreiche Defensivarbeit zu Beginn der Rückrunde, der mittlerweile aber auch wieder offensiv seine Stärken findet und sogar das ein oder andere Tor geschossen hat.


Bester Neuzugang der Saison ...

Das ist ziemlich schwer zu sagen, da anders als in den letzten Jahren sich niemand wirklich in den Vordergrung bringen konnte, sondern eher mit einzelnen zwischen Leistungen glänzte. Hätte Adams in der Rückrunde etwas mehr gespielt, so hätte ich mir vorstellen können, ihn hier eindeutig zu nennen, aber so ist er mir noch nicht genug ins Auge gestochen. Also bleibt diese Frage dieses Jahr unbeantwortet...


Von diesem Spieler habe ich mehr erwartet ...

So böse das auch klingt, aber hier ist für mich Timo Werner zu nennen. Zwischen ständigen Wechselgerüchten und Nicht-Vertragsunterschriften konnte der Deutsche dieses Jahr  nicht ganz an seine Leistungen aus den Vorjahren anknüpfen und wirkte nahezu immer behämmt und träge. Mehr Präsenz auf dem Platz als in den Medien hätten ihm dieses Jahr besser getan.


Meine Note für Ralf Rangnick ...

Ich kann mich nicht wirklich zwischen 1 und 2 entscheiden, da mit dem Pokalfinale und der frühen Champions Leageu Qulifikation meine Zielevorstellungen schnell übertroffen wurden. Dennoch gab es die ein, zwei Situationen, in denen Wechsel und vor allem auch späte Wechsel nicht ganz verständlich waren oder man das Gefühl bekam, Spiele zu leicht herzugeben (siehe Europa League).


Von Nagelsmann erwarte ich ...

einen humorvollen, offen Trainer, der die Pressekonferenzen wieder unterhaltsamer macht, indem er mit Sprüchen und Weisheiten glänzt. Ansonsten stelle ich gar keine hohen Erwartungen und schaue einfach gespannt in die neue Saison.


Die Entwicklung der Fanszene ist ...

... nicht so berauschend und gerät immer mehr in die Hände von einzelnen Personen, die nicht wirklich Rücksicht auf die restliche Fanszene nehmen. Finde ich persönlich ziemlich Schade im Stadion immer wieder kopfschüttelnd vom Spielgeschehen abgelenkt zu werden, weil Fangruppierungen durch Pyro oder merkwürdige Banner auffallen wollen. Am schlimmsten finde ich jedoch, dass es kaum noch möglich ist, abweichend Meinungen zu äußern. So gabes dieses Jahr doch immer wieder Fanclubs, die sich übergangen gefühlt haben. Fazit: Wir verlieren leider immer mehr unsere doch so schöne alte Homogenität.

emi.rbgt.39

Wer ebenfalls seine Antworten zu den Fragen geben möchte, kann dies gerne im Forum tun.


Permalink:
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„NUN SAG, WIE HAST DU'S MIT DIESEM RASENBALLSPORT?“

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Leipzig - (10.06.2019) Im Zuge der Kooperation mit dem SC Paderborn hat sich der Fanklub Red Aces geäußert und den Verantwortlichen von RB Leipzig bzw. Red Bull u. a. kriminelles Verhalten unterstellt. Autor justgroovy äußert sich dazu in einem persönlichen Kommentar.

„Nun sag, wie hast du's mit diesem RasenBallsport?“

Ich liebe es, mich voller Leidenschaft auf das Sportliche zu konzentrieren. Kaderplanung, Spieleranalysen, Spielstrategien rundum unseren geliebten RasenBallsport sind mein Steckenpferd. Da nutze ich meinen Urlaub auch schon mal für einen Trainingslagerbesuch. Aber ich mag auch Emotionen im Stadion, das gemeinschaftliche Erleben in Sieg und Niederlage. Mir ist daher nicht nur die sportliche Entwicklung des Vereins wichtig, sondern auch die des Umfelds. Über Fanthemen zu schreiben, ist eigentlich nicht so mein Ding. Zu wenig objektiv kann man es betrachten. In der Regel ist man vorgeprägt und in der Natur der Sache liegt die Vielfältigkeit. Einfache Lösungen sind schwierig oder gar unmöglich. Hier kann man es eigentlich nie jemanden recht machen und letztendlich immer nur verlieren. Aber heute kann ich nicht anders (ich bereue es jetzt schon).

Als es bspw. darum ging, dem Verein zu zeigen, wie wichtig eine professionelle Fanbetreuung ist, waren andere, aber auch ich mit der sogenannten aktiven Fanszene an vorderster Front dabei. Es war mir eine Herzensangelegenheit. Für die Entwicklung eines (Fußball-)Vereins halte ich diese Schnittstelle, neben dem sportlichen, strategischen und dem finanziellen Aspekt, als essentiell. Ich habe an den Treffen im Vorfeld teilgenommen. Ich habe kennengelernt, kontrovers diskutiert, vorgeschlagen, nach Kompromissen gesucht. Kurz: ich habe zugehört, mich darauf eingelassen und vernünftige Gespräche geführt. Es geht!! Aktiver Troykott, hieß die als Kompromiss vorgeschlagene Wahl. Ein diskutables, aber m.E. richtiges, wichtiges und letztendlich hoffentlich erfolgreiches Signal an den Verein. Denn ja, wie in einer guten Beziehung, benötigt es manchmal ein Korrektiv, das letztendlich hilft, beide Seiten weiterzuentwickeln.

Aber ich bin auch ein guter Beobachter. Mit Wohlgefallen und mit vollstem Respekt nehme ich immer wieder wahr, wie sehr sich Teile der Fans als Gruppierung klar gegen intolerante, undemokratische Werte positionieren, Spenden für Notleitende sammeln oder Choreos im Stadion oder Auswärtsfahrten planen und organisieren etc. Fanarbeit ist vielfältig und beschränkt sich nicht nur auf das Unterstützen des Vereins im Stadion. Dennoch basiert eben alles auf dem Fan-Dasein gegenüber unserem Verein, sprich RasenBallsport Leipzig.

Neben den positiven Dingen, nehme ich (insbesondere gehäuft in den letzten Jahren) leider auch einige Entwicklungen wahr, die mir die Sorgenfalten ins Gesicht treiben. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber für mich gibt es eine klare Bewegung hin zu einer bewussten Ignoranz und Abspaltung, insbesondere Besserstellung gegenüber dem (wie ich subjektiv beurteile) Großteil der anderen Fans. Da wird von bestimmten Gruppierungen die eigene Fanhymne boykottiert, aber gleichzeitig der eigene Ultra-Singsang unabhängig vom Spielgeschehen betont. Es gibt plötzlich einen befremdlich anmutenden, bestimmenden („Wir wollen eine eigene Audienz beim Verein!“ oder „ihr müsst das so machen“) Duktus, wenig miteinander und eine völlige Abkehr von der Einzigartigkeit, ja dem ironischen Umgang mit anderen schmähenden oder gewaltbereiten Fanszenen. Teilweise erlebe ich sogar immer wieder eine direkte Hinwendung zu eben genau solchen Schmähgesängen und Illegalität (Pyro im Stadion), die wir bisherig so erfolgreich ablehnten und die niemals Teil unserer Fanszene werden sollten.

Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, dass es vereinzelten Gruppierungen immer weniger um den Verein, das gemeinschaftliche Unterstützen, die Mitnahme anderer Fans, Stimmung im Stadion, Fanarbeit oder den Fußball als solches geht, sondern eher um das eigene „sich selbst Feiern“, dem Nacheifern einer zwielichtigen Ultrakultur, wie man sie von anderen kennt und der Zurschaustellung eigener, teilweiser radikalen gesellschaftspolitischen oder (partei-) politischen Sichtweisen im Stadion weitab von selbstverständlichen, demokratischen Grundwerten, die allgemeiner Konsens sein sollten und für die es richtigerweise zu kämpfen lohnt.

Nun setzen einige Gruppierungen dieser Entwicklung mit ihrer Kritik an der vom Verein angestrebten Kooperation mit dem SC Paderborn aber die Krone auf. Entlarvend, ihr Statement von heute. Konstruktive Kritik, belegte Thesen - fehl am Platze. Es ist sogar noch viel schlimmer. Verkürzt zusammengefasst, lehnen sie darin indirekt aber auch offen direkt sogar alles ab, für was der Verein, teilweise verankert in seinen (natürlich besonderen und natürlich auch diskutablen) Grundsätzen, steht.

Ja, man darf kritisieren, wenn es wie oben skizziert, Missstände gibt, auf die man konstruktiv aufmerksam machen möchte. Der Ton und letztendlich natürlich der Gehalt bzw. Inhalt machen hier die Musik. Wenn sich Kritik aber nahe am Rufmord bzw. Verleumdung  („zutiefst kriminell ist auch das Handeln Red Bulls in Brasilien“ etc.) bewegt und inhaltlich (bzw. ideologisch) quasi den vollkommenen Gegenpol zu dem Verein und seinen (teilweise schon mit Gründung in seine Statuten geschriebenen) Werten einnimmt, darf man sich schon fragen, warum sich solche Gruppierungen als Fans des Vereins überhaupt bezeichnen? Fan von was dann eigentlich genau? Wenn ich grün mag, warum kleide ich mich dann in rot? Warum kommen sie ins Stadion? Warum schauen sie sich diesen Rasenballsport, der ist, was er ist und auch nie einen Hehl daraus gemacht hat, überhaupt an? Wo ist die Basis für (wie sie am Ende schreiben) „unseren Verein“? Was ist denn genau dieses „unseres“? Auch wenn sie es offensichtlich nicht wahrhaben wollen: RasenBallsport steht für Red Bull. Und nein, ein Vertreter von ihnen wird auch niemals als 18. Mitglied in den Verein aufgenommen werden. Sorry für die Polemik, aber das muss doch auch noch einmal deutlich gesagt werden.

Nein, hier schießen sie weit am Ziel vorbei. Wieder einmal wurde eine Chance vertan, für Zuspitzung gesorgt und das Verhältnis zum Verein und anderen Fans nachhaltig geschädigt oder sogar unwiderruflich zerstört. Wenn dir jemand offen und medial kriminelles Verhalten ohne jeglichen Beweis unterstellt, wie kannst du dann jemals wieder auf Augenhöhe aufeinander zugehen?

Nochmal zur Verdeutlichung, konstruktive Kritik ist richtig und wichtig. Fankultur lebt von Vielfalt. Aber wenn es eigentlich keine gemeinsame Basis gibt (und wenn man das letzte Statement liest bzw. die o.g.  Beispiele bewertet, offensichtlich noch nie gegeben hat), dann sollte man schon auch ehrlich zu sich selbst sein, wie in einer Beziehung Konsequenzen ziehen, sich trennen und eigene, passendere Wege gehen. Passiert das nicht, stelle ich mir natürlich unweigerlich die Frage, was dann der Sinn sein sollte, weiter ins Stadion zu gehen, Fanarbeit zu leisten oder dem Verein die Treue halten zu wollen? Denn der Verein oder die Gemeinschaft kann es ja offensichtlich nicht sein. Zumal es in Leipzig wirklich genügend Möglichkeiten gibt, seine Bedürfnisse in passenderen Vereinen befriedigt zu sehen.

Aber offensichtlich ist die Bühne in der Bundesliga größer, um sie zum Selbstzweck oder Eigennutz nichtmissbrauchen zu wollen und ungenutzt zu lassen. Mir ist bewusst, dass diese These provozierend sein mag. Aber ich habe keine andere Erklärung dafür.

(Bevor jetzt aber die falschen klatschen). Apropos demokratische Grundwerte: auch martialisches, aggressives Auftreten, undemokratische, intolerante Sichtweisen, Gewalt und Hass gegen andere Menschen im als auch außerhalb des Stadions sind ein No-Go und immer und überall zutiefst zu verurteilen, zu benennen und zu bekämpfen.

Kurzum: Ich persönlich möchte diese Entwicklung, Spaltung und Abkehr nicht. Damals bin ich auf Vernunft gestoßen, war überrascht und voller Hoffnung. Doch nach dieser entlarvenden Entgleisung wäre ich einfach froh, wenn sich manche Gruppierungen bitte einfach einen anderen Verein suchen. Ich bin mir über den ultima-ratio Charakter meiner Äußerung bewusst, aber ohne die erwähnte Basis, machen auch die positiven Aspekte des Fan-Dasein überhaupt keinen Sinn mehr. Die kann man auch woanders machen. Es wäre schade, aber damit wäre offensichtlich wirklich allen geholfen.

Justgroovy


Das Statement der Red Aces.

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