NÄCHSTE BEGEGNUNG

10. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 30.10.2021, 18:30 Uhr
Ort: Deutsche Bank Park, Frankfurt
Eintracht Frankfurt
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
22
2
Borussia Dortmund
21
3
SC Freiburg
19
4
Bayer 04 Leverkusen
16
5
1. FC Union Berlin
15
6
RB Leipzig
14
7
1. FSV Mainz 05
13
8
Wolfsburg
13
9
1. FC Köln
12
10
Hertha BSC
12
11
1899 Hoffenheim
11
12
Mönchengladbach
11
13
VfB Stuttgart
9
14
Eintracht Frankfurt
8
15
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7
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KEIN FRAHNSINN IN BABELSBERG!

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Babelsberg - (26.10.2021) Ein echter Pokalshrek, der braucht schon das gute Leipziger Dress, um so wirklich zu schocken. Leipzig ließ zwar wenig zu, musste aber durch eine eher zahnlose Offensive bis zum Ende ackern, um ins Achtelfinale einzuziehen. Hochverdient, aber nicht wirklich schön anzusehen.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Pflichtaufgabe Babelsberg. Nichts anderes als ein Sieg wurde natürlich erwartet, das erste Mal seit April zwei Siege in Folge – die „Marschroute“ war klar. Für den Sieg gegen die ehemaligen Leipziger Frahn & Hoffmann wechselte Marsch auf sechs Positionen. Mit Novoa, Angeliño und Martínez standen drei Spanier in der Startelf. Insgesamt blieben Gulácsi, Mukiele, Gvardiol, Haidara, Forsberg und Nkunku für Martínez, Simakan, Adams, Novoa, Szoboszlai und Poulsen erstmal auf der Bank oder gar daheim (Pete). Alle Einwechsler vom Fürthspiel also in der Startelf – nur auf der Bank dagegen Moriba, der darüber sicherlich wenig begeistert war.

 

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Dreisatz des Spiels

Vielfach wurde nach dem Spiel die Mär vom guten Pferd bemüht, dass die eigene Sprunghöhe nach der gestellten Aufgabe einstellt. Bei RBL ist man sich derzeit nicht sicher, ob es manchmal überhaupt zu mehr reicht. Auf der einen Seite ließ Leipzig nichts zu und hatte fünf Großchancen, auf der anderen Seite mussten die Rasenballer durch die knappe Führung bis zum Ende hellwach sein.

 

Wie eine kleine Zeitreise.

 

Neu im Bullenstall

Szoboszlai war mit seinem Siegtor sicherlich einer der Matchwinner und auch sonst einer der offensiven Aktivposten. Novoa im Angriff dagegen harmlos und in den Zweikämpfen eher mau, was er mit Silva gemein hatte. Dem Portugiesen mangelte es an Abstimmung mit Poulsen, er blieb unter seinen Möglichkeiten. Simakan und Gvardiol waren in den meisten der wenigen Situationen auf der Hut und standen kaum im Fokus. Henrichs war bemüht für sich Werbung zu machen, kaum aber nicht wirklich übers Bemühtsein hinaus. Moriba kam für die etwas hektischeren letzten 10 Minuten – unauffällig.

 

Szoboszlai als Matchwinner.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Szoboszlai: Wenn offensiv etwas ging, dann meist über den Ungarn. Spielte die meisten Key-Pässe, traf und legte eine Großchance auf. Lichtblick an einem nicht gerade besonders hellen DFB-Pokalabend. Dass er allerdings gerade einmal 4 von 11 Bodenduellen gewann, zeigt, dass hier weiterhin viel Luft nach oben ist, immerhin war es nur Babelsberg.

Poulsen: Vorlage für Szoboszlai, zwei Großchancen vorbereitet, zweitmeiste Key-Pässe. Einzig die Abstimmung mit Silva war arg verbesserungswürdig. Gab definitiv schlechtere Kicker heute.

Adams: Hielt das Zentrum zusammen und gewann 19 von 20 Zweikämpfen. Viel Kontrolle aber nur wenig Kreativität.

 

Umarmung der beiden besten Leipziger.

 

Luft nach oben

Silva: Irgendwie erwartet man von ihm mehr. Wenn Poulsen und Szoboszlai deutlich mehr Betrieb machen, dann kann Silva nicht alles richtig gemacht haben.

 

Tweet des Spiels

Schöne Auswärtsreise war es trotzdem!

 

Champagner oder Bier – die Fans

Ordentlich Pyro im Babelsberger Fanblock. Da geht der Leipziger Einnahmenverzicht gleich in die DFB Schatulle. So nötig scheint man es in Potsdam also nicht zu haben, zumindest scheinen dies die Fans zu denken. Der RBL Fanblock gut gefüllt und gut gelaunt. Da wurden Erinnerungen wach an die dreijährige Tingeltour durch die Arenen der Regionalliga. Teilweise leider auch, was die eigene Kreativität auf dem Feld anbelangt. Für die Fans war es aber eine runde Angelegenheit – Stimmung und Bautzener Senf.

 

Pyro ist doch ein Verbrechen ... an der Umwelt.

 

Pfeife des Spiels

Cortus 14. Einsatz in einem RBL Spiel. In der Bundesliga noch nie unter ihm verloren, in der zweiten Liga nie gewonnen und darunter 50% Sieg/Niederlage. Gemessen daran hätte alles passieren können. Es wurde Leipzigs zweiter Auswärtssieg im siebenten Spiel, der erste seit dem Austraben in Liga 3 gegen die Kickers. Hatte heute nur wenige knifflige Situationen zu bewältigen. Das Abseits meist klar und im Strafraum gab es keine echten Elfmeterszenen. Auch für Cortus war es daher ein ruhiger Abend.

 

Der doppelt geflubbelte Henrichsberger.

 

Aufgefallen

1)      Nur ein spätes Tor in der ersten Halbzeit und sonst viel Einfallslosigkeit. Wenn Hertha und die TSG gegen bessere Gegner mehr Tore schießen, dann darf man durchaus die Taktik hinterfragen. Zwar ließ RBL kaum etwas zu und hatte auch zu Beginn schon solide Chancen, aber einige der Ballverluste wären von höherklassigen Vereinen ggf. härter bestraft worden. Bei 23 Torschüssen und 5 Großchancen nahm sich der 0:1 Sieg schon recht mager aus.

2)      Nicht gerade die beste Abstimmung zwischen Poulsen und Silva. Klar die beiden Angreifer standen auch nur selten gemeinsam auf dem Platz. Wobei erstmal offen blieb, ob das fehlende gegenseitige Verständnis darin begründet lag oder die eigentliche Ursache des seltenen Zweimannsturms war.

3)      Nach 70 Minuten Babelsberg mit dem ersten Torschuss. Es war schon eine recht einseitige Partie auch wenn Leipzig offensiv auch keine Bäume ausriss.

4)      Crux Nr. 1: Wenn dir als Vizemeister gegen einen mittelmäßigen Regionalligisten offensiv kaum etwas einfällt und man selbst gerne in den Handballmodus um den Strafraum herum verfällt, dann ist taktisch etwas im Argen. Zum einen nutzte RBL die wenigen Halbchancen nicht, zum anderen gab es viel einfallslosen Leerlauf und trotz 23 Schüssen nur wenig, von denen man sagen würde, der muss rein. Es war einfach zu wenig.

 

Heiß wurde es nur auf der Tribüne.

 

5)      Was zu Crux Nr. 2 führt: Es stehen harte Wochen ins Haus. Frankfurt hat diese Woche spielfrei, da hätte sich Leipzig mit einer frühen Entscheidung auch Kräfte sparen können. So musste die Marsch-Elf bis zum Ende hellwach sein. Dazu muss die Frage erlaubt sein, wie Leipzig gegen Teams gewinnen will, die nicht wie Fürth oder Babelsberg deutlich unterlegen sind. Da passt ins Bild, dass RBL bisher noch gegen kein Team aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen konnte. ZU wenig für den Vizemeister.

 

 

6)      Genug gemosert. Ergebnistechnisch zeigt der Trend nach oben und echte Chancen hatte weder Fürth in Halbzeit 2 noch Babelsberg über 90 Minuten. Natürlich kann man sich gegen den SVB nicht so motivieren wie gegen Messi. Das Ergebnis reicht vorerst, um Marsch in Amt und Würden zu halten. Mehr aber auch nicht.

7)      Irgendwie schön die alten Haudegen nochmal wiederzusehen. Vor zehn Jahren kickte RBL selbst noch in diesen Regionen. Selbst wenn Frahn die Aktion in Chemnitz immer noch nachhängt, so verbindet der gemeine RB-Fan doch sehr viele schöne Erinnerungen mit Hoffi und dem Capitano. Jetzt wechseln unsere Besten Richtung Liverpool, Chelsea und München – was für eine rasante Entwicklung!

8)      Drittes Spiel gegen ein Leipziger Team für den SVB in dieser noch frühen Saison, zum dritten Mal daheim ohne Sieg. Insofern passten sich unsere Rasenballer gut ins städtische Gesamtbild ein.

 

Kampf und ein Hoffi am Boden.

 

Fazit & Ausblick

Bleibt zu hoffen, dass Leipzig sich heute für Frankfurt geschont hat. Andererseits hätte man da wohl früher den Sack zu machen müssen. Zwar erstmals seit April zwei Pflichtspielsiege in Folge aber leider keine die geeignet wären, die Bedenken, die viele an Marschs taktische Eignung haben, zu zerstreuen.

Pflichtaufgabe bewältigt, während die Hessen durch ihr frühes Aus die Seele baumeln lassen konnten. Allerdings nicht so richtig, denn auch in Frankfurt hängt der Haussegen nach der Pleite gegen Bochum und Platz 15 schief. Bei der Eintracht konnte Leipzig bisher noch nie gewinnen, wird mal Zeit. Mal schauen, ob Marsch mal zur Abwechslung eine Negativserie beenden kann…

 

Der Matchplan, er war nur schwer zu erkennen.

 

Statistik
SV Babelsberg 03: Theißen – Wilton, Lela (C), Hoffmann, Wegener – Gencel, Danko, Rausch (56. Jürgens), Schmidt (81. Zille), Müller – Frahn
RB Leipzig: Martínez – Henrichs, Orbán (C), Simakan (80. Gvardiol), Angeliño – Adams, Kampl – Szoboszlai (81. Moriba), Novoa (90.+2 Forsberg) – Silva (69. Nkunku), Poulsen
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenach)
Tore: 0:1 Szoboszlai (45.)
Torschüsse: 2 / 23
Schüsse aufs Tor: 0 / 8
Passquote: 54% / 80%
Zweikampfquote: 37% / 63%
Ballbesitz: 27% / 73%
Fouls: 15 / 7
Ecken: 1 / 8
Abseits: 4 / 6
Gelbe Karten: Wilton, Gencel, Frahn / –
Zuschauer: 6.218 (600 Leipziger)

Rumpelstilzchen


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https://www.rb-fans.de/artikel/20211026-spielbericht-babelsberg.html

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  • 2021/22
  • André Silva
  • Auswärtssieg
  • Auswärtsspiel
  • Babelsberg
  • DFB Pokal
  • Dominik Szoboszlai
  • Hinrunde
  • SV Babelsberg 03
  • Taktik
  • Tyler Adams
  • Yussuf Poulsen

KOMÖDIE, TRAGÖDIE ODER HAPPY END? DFB-POKAL IN DER FILMSTADT BABELSBERG

Titelbild

Leipzig - (26.10.2021) Nach dem mühsam errungenen Sieg gegen den Aufsteiger aus Fürth geht es am Dienstag schon wieder gegen einen vermeintlichen Underdog. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten, der Bundesligisten aus dem Pokal hauen, zu seinen Hobbys zählt.

Aufreger der Woche

Was schlugen die Wellen am Wochenende hoch, als verschiedene Bayern-Spieler als nicht gegen SARS-CoV-2 geimpft geoutet wurden. In allen Sportsendungen wurden die Aussagen eines – thematisch sicher nicht besonders bewanderten – Joshua Kimmich rauf und runter gespielt. Was bleibt vom Skandälchen? Nix. Medizinische Eingriffe sollten in allen persönlichen Bereichen auch persönliche Entscheidungen bleiben und so wird es bei den Rasenballsportlern auch gelebt.

Coach Marsch dazu: "Ich bin geimpft, weil wir die Pandemie damit hoffentlich schnellstmöglich hinter uns lassen können. Das war meine Entscheidung und der Grund meiner Entscheidung. Wir hatten ein offenes Gespräch im Team und akzeptieren, wenn ein Spieler sich nicht impfen lassen möchte. Die Impfung ist für keinen Spieler verpflichtend." Damit ist hoffentlich alles gesagt.


Erfreut sich bester Gesundheit: Jesse Marsch


Unsere Rasenballsportler

Form unserer Mannschaft

Pokalzeit ist häufig auch Rotationszeit, gerade wenn eine höherklassige Mannschaft auf einen echten Underdog trifft. Zum Thema befragt, äußerte sich Coach Marsch zunächst verhalten: kein Spieler wäre wirklich müde und der Pokal hätte schließlich auch einen hohen Stellenwert im Verein. Da wir die genaue Aufstellung erst kurz vor Anpfiff erfahren werden, werfen wir also mal einen Blick auf die (nicht)existierenden Rotationsmöglichkeiten.

Tor: Pete Gulácsi ist seit Jahren über alle Zweifel erhaben, spielte auch in der ersten Pokalrunde. Doch auch Josep Martínez hat gut trainiert und sich eine Chance verdient, die Marsch in der PK bereits ankündigte: Josep wird gegen Babelsberg im Tor stehen. Rotation? Ja.


Martínez und Tschauner: einer von beiden darf gegen Babelsberg im Pokal ran


Abwehr: Das Antonym zu "Glanzstück" lautet momentan "RB Leipzigs Abwehr". Geplagt von Verletzungssorgen (Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann, Marcelo Saracchi) bzw. totalem Formverlust (Benni Henrichs), stellt sich die Abwehr momentan von selbst auf. Leider ist trotz dieser Zwangsgemeinschaft bislang keine gute Eingespieltheit zu sehen, zu unterschiedlich sind die einzelnen Spieler hinsichtlich ihres Lern- und Erfahrungsstandes. Rotation? Nein, da ist niemand da zum Reinrotieren.

Mittelfeld: Das defensive Mittelfeld ist im Prinzip gut besetzt, allerdings blieben bislang alle bis auf Amadou Haidara weit unter ihren Möglichkeiten. Im offensiven Part sieht es da schon besser aus, auch wenn Dani Olmo weiterhin ausfällt. Christopher Nkunku spielt momentan die Saison seines RB-Lebens, Dominik Szoboszlai wird immer besser und Emil Forsberg steht als blonde Eminenz sowieso über allem. Dahinter lauert Ilaix Moriba auf seine große Chance. Rotation? Kann man mal machen.

Angriff: In den vergangenen Spielen zeigte sich ein gewissen Muster in unserem Angriffsspiel: André Silva startet, aber ohne Yussi ist nix los. Der mit viel Hoffnung verpflichtete Brian Brobbey ist dazu schon länger verletzt und wird auch nicht so bald bereitstehen, allerdings scharrt mit Hugo Novoa ein Nachwuchsspieler lautstark mit den Hufen und konnte im Spiel gegen Fürth auch direkt Argumente für sich sammeln. Rotation? Wahrscheinlich.



Die Ausfälle im Überblick: Marcel Halstenberg erholt sich nach seiner OP, Lukas Klostermann ist noch raus für die nächsten zwei Spiele. Brian Brobbey und Dani Olmo sind ebenfalls noch kein Thema, und stehen wohl frühestens gegen Frankfurt im Kader. Konrad Laimer ist ebenfalls fraglich.


Mögliche Aufstellung RB Leipzig

Martínez – Angeliño, Gvardiol, Orban, Simakan, Mukiele – Szoboszlai, Forsberg, Moriba – Novoa, Poulsen



Der Gegner im Check

Der SV Babelsberg 03 spielt seit einigen Jahren schon in der Regionalliga Nordost und befindet sich aktuell auf Platz sechs. Das klingt zunächst nicht besonders furchteinflößend, allerdings mussten sich die Babelsberger in dieser Saison nur den Topteams der Liga geschlagen geben und konnten zuletzt noch zwei Unentschieden gegen besser platzierte Konkurrenten einfahren. So gelang es im letzten Heimspiel, die Siegesserie des 1. FC Lok Leipzig zu stoppen, die zuvor sechs Ligaspiele in Folge gewonnen hatten.

Babelsberg eine Nuss, die schwer zu knacken ist. Das musste schon die Spielvereinigung Greuther Fürth erfahren, die in der ersten Pokalrunde an den Potsdamern scheiterten. Die Statistik steht jedoch ganz klar auf RB-Seite: in zwei Versuchen konnte der SV Babelsberg gegen Leipziger Teams in dieser Saison nicht gewinnen.


Der SV Babelsberg 03 in seiner ganzen Pracht


Player to watch:

Der Babelsberger Spielmacher Tino Schmidt steht mit 7 Vorlagen ... STOP ... natürlich schauen wir auf Daniel Frahn! Der Frahner, der noch immer auf so manchem Trikotrücken in der Red Bulll Arena vertreten ist, weiß genau, wie man mit 3 Buden als Viertligist einen Bundesligisten aus dem DFB-Pokal kegelt. Dass er nichts verlernt hat, zeigt er in dieser Saison mit wettbewerbsübergreifend bereits 12 Toren in 18 Spielen. Auch nicht zu vergessen Abwehrhühne Marcus Hoffmann, einst auch von Babelsberg nach Leipzig gewechselt und nun über X Ecken wieder zurück.


Daniel Frahn weiß, wie man Pokalfavoriten schreckt


Und sonst so

Beim SV Babelsberg 03 gehen die Uhren ein bisschen anders als beim CL-Teilnehmer RBL. Die Fanszene ist seit Jahren bekannt für ihre integrative Arbeit und beliebte T-Shirt-Motive, aber auch der Verein selbst weiß um seine Vorbildfunktion. So werden alle Fans aufgerufen, umweltfreundlich mit dem Radl zum Pokalspiel anzureisen. RB Leipzig honoriert die gute Arbeit bei den Brandenburgern und verzichtet seinerseits auf seinen Einnahmenanteil aus der Durchführung des Spiels.


Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky

 

Semantosoph


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JANUSGESICHTIGES LEIPZIG

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Leipzig - (24.10.2021) Zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. RBL zuerst harmlos und gut bedient und Marsch dann mit dem glücklichen Jokerhändchen. Aber ganz so einfach ist die Geschichte nicht bei Leipzigs 4:1 gegen den Tabellenletzten.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Ein Sieg gegen Fürth könnte die Basis bilden für etwas, worauf RBL nunmehr seit fast sechs Monaten wartet: Zwei Pflichtspielsiege in Folge. Diese Statistik legt beredtes Zeugnis ab, wie unrund dieses Jahr bisher für unsere Rasenballer verlief.

Marsch mit dem Winkelzug den unzufriedenen Henrichs nach seiner Kritik von Beginn an spielen zu lassen. Dazu rückten Kampl, Forsberg und Gvardiol für Laimer, Klostermann (angeschlagen bzw. verletzt) sowie Simakan und Adams in die Startelf. Wie gegen Paris blieb es bei einer Fünferkette mit Henrichs und Angeliño als Außenbahnspieler.

 

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Dreisatz des Spiels

Auf eine schwer zu ertragende erste Halbzeit mit einem verdienten Rückstand folgte ein zumindest einsatz- und ergebnistechnisch besserer zweiter Durchgang. Ausgereifte Spielkontrolle gab es aber kaum zu sehen und RBL hatte seine liebe Mühe mit dem Spiel gegen den Ball seitens der Fürther. Marschs Joker stachen und sorgten für den Sieg, aber ist das genug, um freudig in die Zukunft zu schauen?

 

No Laimer no Party? Hatte zumindest 45 Minuten lang den Anschein.

 

Neu im Bullenstall

Silva blieb gegen eine lange gut sortierte Fürther Hintermannschaft blass und gewann nur einen Zweikampf. Gvardiol agierte in der Dreierkette solide, hatte aber zumindest in den Kopfballduellen seine liebe Not. Henrichs erster Startelfeinsatz unter Marsch machte vor allem deutlich, warum er so lange auf ihn warten musste. Mukiele, der nach der Einwechslung Simakans dann nach vorne rückte, wirkte da ausgewogener. Endlich mal wieder einen guten Tag erwischte Szoboszlai und Novoa war am Ende das Honigkuchenpferd des Spiels.

 

Mit Yussi kam der Sieg.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Poulsen: Die Vereinsikone kam, sah und traf. Yussuf netzte zum Ausgleich, holte den Elfmeter zur Führung raus und war auch am 3:1 beteiligt, da allerdings etwas ungelenk. Bei Yussi weiß man klar, was man bekommt. Unbedingten Einsatz – was sich auch in den defensiven Statistiken im Vergleich zu Silva niederschlug. Allerdings wird aus dem Dänen kein Filigrantechniker mehr.

Szoboszlai: Zeigte sich in Sachen Laufleistung verbessert, schoss ein Tor und legte ein weiteres auf. Keine schlechte Bilanz für knapp 30 Minuten Einsatzzeit. Hat bei Zweikämpfen aber immer noch Luft nach oben, gewann aber am Boden mehr als Forsberg und Silva zusammen (2 vs 1).

Haidara: Im Mittelfeldzentrum noch der Beste, was gestern nicht all zu viel hieß. War bemüht die Lücken allerorten zu schließen, muss aber manchmal etwas schneller schalten, eine Problematik die gestern aber auch viele Mitspieler teilten. Hatte auf Leipziger Seite die meisten Ballberührungen und erfolgreichen langen Pässe.

 

Geburtstagskind Forsberg.

 

Luft nach oben

Silva: War irgendwie nicht sein Tag gestern – er hatte gegen die Fürther Defensive einen schweren Stand und profitierte auch nicht wirklich von Poulsens Hereinnahme. Letztlich kamen gerade im ersten Durchgang aber auch nicht viele Bälle bis zu ihm durch. Hätte sich ab und an wohl noch mehr fallen lassen müssen.

Henrichs: War das fahrig! Nach dem verbalen Schlagabtausch unter der Woche vielleicht nicht die beste Idee den Olympiafahrer zu bringen. War einer der Schwachpunkte der Hintermannschaft in Halbzeit 1 und an so mancher zum Kopfschütteln einladenden Situation beteiligt. Zurecht ausgewechselt, danach stand RBL deutlich sicherer.

Kampl: Die Zeiten in denen man von Kampl stets eine solide Leistung (wobei auch stets ohne echte Torgefahr) bekam, scheinen sich ihrem Ende zu nähern. Auch gestern konnte er dem Zentrum keine Stabilität verleihen. Ein weiterer Grund, warum die erste Halbzeit so unglaublich unsouverän war.

 

Kategorie gut gealtert

 

Tweet des Spiels

Licht und Schatten.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Neue Capopodeste und eine gute Stimmung prägten ein eher durchwachsenes Spiel. An den Fans lag es jedenfalls nicht. Wobei man auch kritisch anmerken darf, dass dieses Mal sehr viele Karten ihren Weg in die Ticketbörse fanden. Dass dennoch ausverkauft vermeldet wurde, gehört in die aktuelle Zeit wie die Diskussion um 2G vs 3G. Leipzig ab dem kommenden Heimspiel nun mit einer 2G Regelung, für die man wiederum das Land Sachsen kritisiert. Dürfte Kimmich da eigentlich beim nächsten Mal hier auflaufen? Jedenfalls wird dies wohl noch zu weiteren Verstimmungen führen, hatte sich aber in den letzten Wochen schon angedeutet. Corona spaltet weiter und ein Ende ist nicht in Sicht.

 

 

Pfeife des Spiels

Dingert, schon in früheren Spielen nicht gerade für seine ausgewogene Art zu pfeifen bekannt, – sei es nun vor sechs Jahren in Fürth oder vor neun Monaten in Mainz (wir titelten damals Tiefpunkt der Saison – was waren wir naiv…) – blieb auch dieses Mal bei seiner torkelnden Linie. Einige Zweikampfentscheidungen nicht so richtig nachvollziehbar, was den gut austeilenden und schnell liegenden Fürthern jedenfalls mehr in die Karten spielte. Muss ich jetzt so schnell nicht wiedersehen…

 

 

Aufgefallen

1)      Gestern mal ausnahmsweise die Mittellinie für Rumpel und Sohn – auch wenn letzterer am Ende kein Nkunku Trikot ergattern konnte und fast mehr Tränen im Auge hatte als ich nach der ersten Hälfte, welche ich ja quasi mit Marsch auf Augenhöhe genießen durfte. Was wir da zu sehen bekamen, konnte weder uns noch dem Rest des Stadions gefallen. Man muss sich schon fragen, wieso es RBL weder gelingt mal 90 Minuten noch zwei Spiele am Stück vernünftig aufzutreten und das selbst gegen recht limitierte Fürther.

2)      Wieder so ein Match, in dem RBL mit einem aggressiven Spiel gegen den Ball nicht wirklich zurechtkommt. Die Spielvereinigung machte das in den ersten 45 Minuten gut gegen ein Leipzig, die  Rasenballer im Abschluss zu verschnörkelt und in der Restfeldverteidigung viel zu schlafmützig. Eine exorbitant hohe Anzahl an Ballverlusten, die durch gedanklich schnelleres Schalten oder ein beherztes "Hintermann" verhindert worden wären. Nach der Pause stiegen dann Einsatz und Wille, was gegen ein limitiertes Fürth genügte, auch weil die Joker stachen, aber spielerisch war auch diese Halbzeit kein Genuss.

 

Szoboszlai mit einer guten Leistung.

 

3)      Womit wir beim zweiten Durchgang sind. 50% Ballbesitz zeigen, dass man die eigene wirkungslose Ballbesitzdominanz aufgab und selbst auch wilder und risikoreicher spielte. Aber RBL kann eigentlich mehr als das. So ergebnistechnisch gut die Antwort ausfiel, so ernüchternd bleibt die Entwicklung der spielerischen Qualität.

4)      Herzlichen Glückwunsch an Novoa. Der Junge hat sich gefreut und ist beim Auslaufen mit den Bankspielern auch noch wie ein Honigkuchenpferd durch die Arena getrabt. Guter Abschluss, auch wenn die Vorarbeit hier etwas wichtiger war, einer der wenigen schönen Angriffe des Spiels (wie auch der zum 3:1). Auf der anderen Seite schmorte Moriba wieder 90 Minuten auf der Bank, nach guten Ansätzen und gegen den Tabellenletzten hätte man ihn durchaus bringen können. Zumal Adams und Kampl derzeit auch nicht gerade auf der Erfolgswelle reiten. Die unzufriedenen Stimmen in Leipzigs breitem Kader mehren sich. Auch ein Thema was Marsch managen muss.

 

 

5)      Ein Spiel in deiner K(r)ampfheit gemacht wie für Yussi, der sich deutlich erfolgreicher in die Zweikämpfe schmiss als Silva. Überhaupt spielten da zu viele unter ihren Möglichkeiten (Kampl, Henrichs, Silva aber auch Adams und Forsberg sowie Gvardiol in der Luft). Fürth mannschaftlich lange Zeit besser im gemeinschaftlichen Umschalten und Spiel gegen den Ball. Irgendwie bekommt es RBL selbst in den Kernkompetenzen nicht hin über 90 Minuten wirklich gut auszusehen.

6)      Kommen wir noch zu den Flanken. Jeder Trainer verfolgt da ja andere Grundausrichtungen, bei Rangnick einst verpönt, bei Oral und Pacult das Stilmittel der Wahl und mit Marsch jetzt wieder ein Revival. Das klappt mal gut – wie in Paris, mal deutlich schlechter, wie gestern gegen Fürth. Kein Spieler auf dem Feld brachte gestern mehr als eine Flanke an den Mann. Der kleine Engel mit 18 Flanken oder langen Bällen und nur zwei kamen an (Henrichs mit 2/7) – eine unglaubliche Streuung, da wirkte Szoboszlais Flanke zum 4:1 eher wie das Korn des blinden Huhns.

7)      Sehen wir es mal ganz nüchtern. Einen Heimsieg gegen Fürth sollte man als Vizemeister schon einplanen, wieder ein Team aus den unteren Tabellenregionen, welches Leipzig am Ende deutlich besiegt (auch wenn das 0:1 bis zur Halbzeit schon für Leipzig schmeichelhaft war). Auch gegen Babelsberg muss Leipzig gewinnen und erst dann kommt die Woche der Wahrheit. Was RBL nämlich endlich mal braucht sind drei Punkte gegen Teams wie Frankfurt (noch nie dort gewonnen), Paris (wenn man irgendwie noch europäisch überwintern will) und den BVB (Rechnung offen und Haaland ist nicht dabei). Die Entwicklung, sie ist trotz einer ergebnistechnisch guten zweiten Halbzeit gegen den Abstiegsfavoriten aus Fürth beileibe noch nicht konstant positiv oder auch nur nah an abgeschlossen.

8)      Beim Verlassen des Stadions passierte ich eine Gruppe Fans von der Insel, die sich recht ausführlich und lautstark darüber mokierten, wie wenig RBL doch insbesondere im ersten Durchgang aus ihren finanziell so guten Möglichkeiten und dem eigentlich großartigen Team gemacht hat. Recht haben sie. Eine Saison aus diesem Guss und man kann sich die tolle Adresse zur Spielerentwicklung und die in den letzten Jahren aufgebaute Reputation in die Haare schmieren.

 

Forsberg bekam am Ende ein Ständchen von den Fans.

 

Fazit & Ausblick

Eine erste Hälfte, die den gemeinen Leipzig Fan mal wieder zur Verzweiflung trieb und die zweite war jetzt auch nicht gerade eine spielerische Glanzleistung – worüber die vier Tore gegen den Tabellenletzten nicht hinwegtäuschen sollten. Eine über mehrere Spiele hinweg klar erkennbare Entwicklungslinie – sie ist maximal mit der Lupe auszumachen.

Jetzt kommt der Capitano, der Frahnster mit seinen Babelsbergern (inklusive Halberstadt Schreck Hoffmann – was fast genau 10 Jahre her ist … unglaublich). Wirkt wie eine Rückkehr in die eigene Regionalligavergangenheit und ist es ja irgendwie auch. Gewinnt RBL in Potsdam, wäre es der erste Auswärtssieg seit fast drei Monaten (also seit Sandhausen) und das erste Mal seit April, dass Leipzig zwei Pflichtspiele in Folge gewinnt – ja so gut läuft dieses Jahr bzw. diese Saison bisher.


Kicker – Whoscored – Sofacore – Understat – RBL – Bundesliga – FotMob

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Henrichs (46. Simakan), Mukiele, Orbán, Gvardiol, Angeliño – Kampl (46. Poulsen), Haidara – Nkunku (85. Novoa), Forsberg (64. Szoboszlai) – Silva (64. Adams)
SpVgg Greuther Fürth: Funk – Meyerhöfer, Bauer, Viergever, Willems (72. Itter) – Christiansen, Griesbeck, Dudziak (83. Abiama) – Itten (83. Barry), Leweling, Hrgota (C 72. Tillman)
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Tore: 0:1 Hrgota (45.) FE, 1:1 Poulsen (47.), 2:1 Forsberg (54.) FE, 3:1 Szoboszlai (66.), 4:1 Novoa (89.)
Torschüsse: 13 / 9
Schüsse aufs Tor: 5 / 4
Passquote: 78% / 71%
Zweikampfquote: 51% / 49%
Ballbesitz: 57% / 43%
Laufleistung: 114,3 km / 116,6 km
Sprints: 235 / 240
Fouls: 15 / 12
Ecken: 3 / 4
Abseits: 3 / 2
Gelbe Karten: Angeliño (2), Kampl (2) / –
Zuschauer: 24.753

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RB LEIPZIG MIT JESSE MARSCH UNTER ZUGZWANG!

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Leipzig - (21.10.2021) Das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen. Nach Freiburg und Paris ist der Tabellenletzte der Bundesliga zu Gast. Ein Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth ist Pflicht oder gibt es wider Erwarten die nächste Enttäuschung?

Aufreger der Woche

Letzte Woche ein glückliches Remis in Freiburg, eine erneute Champions League Niederlage in Paris, die Thematik 2G oder 3G für die Stadionzuschauer und eine aufkeimende Trainerdiskussion. Ja, unsere Rasenballsportherzen werden in dieser Saison schon arg zeitig strapaziert. Zwölf Pflichtspiele sind bestritten und ein Viertel der Saison ist vorüber, es bleibt festzuhalten, dass nur 4 Partien gewonnen werden konnten. In der Champions-League-Gruppenphase ist man auf den Weg zu einem Negativrekord und in der Bundesliga ins Mittelmaß abgerutscht. Der Umbruch offenbart sich langsam, aber fortlaufend, mehr als holprig.

Die Ursachen sind vielfältig. Stehen Leistungsträger wie Upamecano und Sabitzer nicht mehr zur Verfügung, wie auch die verletzten Olmo und Halstenberg, so gesellen sich zum Positionswechsel der neuen taktischen Grundausrichtung mit Viererabwehrkette in vielen Partien noch Laimer und Mukiele dazu. Zudem scheint das Vertrauen des Trainerteams in die Neueinkäufe Moriba und Brobbey nicht allzu hoch, die neuen taktischen Anforderungen hinreichend umsetzen zu können. Hier braucht Trainer Jesse Marsch die Alteingesessenen, aber auch sie schwächeln teilweise.

Parallel dazu sucht der Verein nach einem passenden Sportdirektor nach dem Weggang von Markus Krösche. Das Personalkarussell findet seinen Gegenpart in Neutrainer Jesse Marsch, der wiederum die erfolgreiche Taktik von Julian Nagelsmann über den Haufen geworfen hat. Passend dazu die aktuelle Situation in der Zuschauerthematik, zukünftig nur noch auf 2G setzen zu wollen oder zu müssen. Es herrscht demnach eine gewisse Unruhe bei RB Leipzig und unter den Fans. Nun ist der aktuelle Tabellenletzte aus Fürth zu Gast und nur eines ist hier hilfreich, nämlich einen Sieg vor heimischen Publikum einzufahren.




Unsere Rasenballsportler

Form unserer Mannschaft

Ja wir haben unsere Rasenballsportler schon einmal besser spielen gesehen und vor allem mit mehr Laufintensität und Laufaufwand. Ganze 106 km waren es zuletzt nur in Freiburg. Einst war dies unsere Paradedisziplin, dem Gegner hinterherzurennen, ihn zu stressen und nach Balleroberung stets schnelle Umschaltmomente einzuleiten. Nun verpufft es größtenteils in Einzelaktionen, die Unterstützung fehlt aus vielen Mannschaftsteilen und man erkennt auf vereinzelten Positionen Schnelligkeitsnachteile. Dynamik, wie Timo Werner sie früher verkörperte, ist ein wichtiges Kriterium, wenn man Räume schnell erfassen und im letzten Offensivdrittel Eins-gegen-Situationen suchen will.



Es ist eine gefährliche Gratwanderung das vorhandene Spielerpotential nur nach der Spielphilosophie und taktischen Grundausrichtung des Trainers einzusetzen, vielmehr sollten auch die Qualitäten eines jeden Einzelnen in Betracht gezogen werden wie auch eine taktische Flexibilität, um die Stärken des Spielerkaders hervorzuheben. Die verletzten Halstenberg und Brobbey werden der Mannschaft nicht helfen können. Auch hinter Olmo steht noch ein großes Fragezeichen.

Dass unser Team doch eine gute Leistung zeigen und das notwendige Potential auf dem Platz abrufen kann, erlebten wir am Dienstag in Paris, als Trainer Jesse Marsch wieder auf eine 3er-/5er-Kette in der Verteidigung setzte. So brachte er Angeliño als linken Flügelflitzer und dieser bestätigte das entgegengebrachte Vertrauen, wie auch Mukiele auf der rechten Außenseite. Wie gegen Hertha BSC scheint diese taktische Formation mehr der Mannschaft zu liegen, im Gegensatz zu einer anfälligen Formation mit Viererkette. Auch mit zwei Stürmern zu spielen, machte das Angriffsspiel vielseitiger, während Laimer und Haidara ebenso im zentralen Mittelfeld wirkungsvolle Akzente setzen konnten. Es wirkte zum ersten Mal gegen einen starken Gegner so richtig rund und die Spieler wurden auch nach ihren Fähigkeiten auf den richtigen Positionen eingesetzt. Darauf sollte sich doch in Zukunft aufbauen lassen!

 

Mögliche Aufstellung RB Leipzig

Drei Spiele innerhalb von acht Tagen, die Situation macht es nicht einfacher. Eine gewisse Rotation ist teils unumgänglich, so dass aufgrund der Belastungssteuerung der eine oder andere Wechsel zu erwarten wäre. Eventuell bietet sich die Chance wieder für Moriba, erneut Spielpraxis sammeln zu können, wie auch eine taktische Bestätigung der 4er-/5er-Kette? Hingegen wird Lukas Klostermann fehlen, der sich beim Champions League Spiel verletzte. Ihn dürfte Nordi Mukiele ersetzen oder darf der unzufriedene Henrichs ran?

Gulácsi – Angeliño, Gvardiol, Orban, Simakan, Mukiele – Moriba, Laimer, Forsberg – Nkunku, Silva


Vor sechs Jahren netzte Ilsanker in der Schlussminute.


Der Gegner im Check

Bescheiden, demütig und erfolglos

Mit der Spielvereinigung Greuther Fürth erwarten wir den aktuellen Tabellenletzten der Bundesliga, der nach acht Bundesligaspielen noch ohne Sieg ist und bisher nur einen einzigen Zähler zu verzeichnen hat. Es kommt wenig überraschend und war auch allen Beteiligten in Fürth nach dem Aufstieg in die Bundesliga bewusst. Das neue Unterfangen würde nicht nur eine Herausforderung sein, sondern auch dass der Erfolg geringer ausfallen dürfte. Diese Einsicht hilft dem Umfeld weiterhin mit einer gewissen Ruhe und Gelassenheit zu agieren, um den gehobenen Anforderungen stets neu von Spiel zu Spiel gegenüberstehen zu können. Aber wie Jesse Marsch wird sich auch Trainer Stefan Leitl irgendwann am Erfolg messen lassen müssen.

Mit David Raum, Sebastian Ernst, Paul Jäckel und Anton Stach verließen Leistungsträger den Neu-Bundesligisten. Zudem fallen wichtige Spieler wie Paul Seguin gelbgesperrt und Havard Nielsen im Sturm verletzt aus (zzgl. Neuzugang Ngankam von Hertha BSC), so dass die Mannschaft und alle Beteiligten vor der schwierigen Aufgabe stehen, aus den verbliebenen Akteuren ein schlagkräftiges Team formen zu müssen und das mit einem Kader, der nur einen Gesamtmarktwert von 37 Millionen Euro hat – weniger als RBL-Neuzugang André Silva (40 Mio. €)!


Teils gute spielerische Ansätze, wie hier in Köln, waren eher selten auf Seiten der Kleeblätter zu finden.


Trainer und Spielweise

Aufstiegstrainer Stefan Leitl favorisiert wie in Liga Zwei weiterhin eine Viererabwehrkette und die taktische 4-4-2 Grundformation (im Detail 4-1-2-1-2). Zeichnete die SpVgg in der 2. Bundesliga eine gute Spielkultur aus, so ist es in Deutschlands höchster Spielklasse mit größerer Gegenwehr und erhöhten Pressing schwieriger geworden, diese feine Linie durchzuziehen. Somit sank u.a. der Ballbesitz von 55 auf 43%, die Passquote von 80 auf 72%, die Anzahl der Torschüsse von 14,5 auf 10,6 pro Spiel und die Torquote von 2,0 auf 0,6 pro Spiel.

In Ansätzen gelang es der Spielvereinigung einige Bundesligaspiele offen zu halten. In Köln führte man zur Pause 0:1 und hatte sogar die Chance zu einer höheren Halbzeitführung. Gegen die Hertha führte man ebenso 0:1 und auch gegen Wolfsburg hielt man bis zur 90. Minute mit einen 0:1 Rückstand das Spielergebnis lange Zeit offen. Bei der 1:3 Heimniederlage gegen die Bayern zeigte man Moral und war mit dem Ergebnis auch zufrieden, aber am letzten Wochenende gegen Mitaufsteiger Bochum verlor Fürth das wichtige Spiel im Abstiegskampf und blieb im Offensivdrittel weiterhin blass.

Insgesamt hat das Team Spielphasen, in denen man mit dem Gegner gut mithalten und das Spiel relativ ausgeglichen gestalten kann. Erhöht aber die gegnerische Mannschaft den Druck, so treten doch relativ schnell die individuell qualitativen Unterschiede auf und die Stellungsfehler mehren sich. Nun tritt man beim deutschen Vizemeister an und steht mit den Rücken zur Wand. Eine erneute Niederlage ist sicherlich einkalkuliert, aber die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt. Und vielleicht spielt einem da die Leipziger Doppelbelastung mit den internationalen Spielen unter der Woche und die aktuell mangelhafte Laufbereitschaft der Leipziger in die Karten, doch noch etwas mitnehmen zu können.

 

Voraussichtliche Aufstellung:

Funk – Meyerhöfer, Bauer, Viergever, Willems – Griesbeck – Sarpei (Christiansen), Dudziak – Tillman – Itten, Hrgota

 

Und sonst so?

Auch wenn der sportliche Erfolg unserer Roten Bullen aktuell zu wünschen übriglässt, lohnt es sich die Red Bull Arena weiterhin aufzusuchen. U.a. ist das neue Catering-Angebot von VEGANZ über den Fan-Sektor B sehr empfehlenswert, auch wenn der eine oder andere Euro mehr fällig wird. Also RB-Fans: Probiert mal die zusätzlichen Köstlichkeiten auf der dortigen oberen Ebene aus. Zusätzlich gibt es auch hier freie Plätze zum Verweilen und genügend Toiletten.



Vorerst letztes 3G-Heimspiel?

2G oder 3G – die Debatte wurde und wird weiterhin kontrovers diskutiert. Gerecht kann man es keinem machen, zu sehr liegen die Ansichten auseinander.

Aber am wichtigsten benötigt unser Team unsere Unterstützung! Wir RB-Fans sollten unabhängig der aktuellen Situation für unser Team da sein. Vielleicht muss man in dieser Saison die eigenen Ansprüche etwas herunterschrauben. Mehr denn je braucht unsere Mannschaft unseren Support!

 

Was läuft wo?

Liveticker RB-Fans.de: https://rb-fans.de/liveticker.html
Radio: http://bullenfunk.fm/
TV-Übertragung: Sky

 

RBoligei


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