Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Stadionordnung, Fangesänge, Uservorstellung....

Scheiß L-O-K / Scheiß H-F-C in der Uffta?

Klar das gehört da rein - wir sind hier nicht beim Halma!
129
32%
Brauchen wir nicht - ausgelatschte Wege gibts genug in LE!
271
68%
 
Abstimmungen insgesamt: 400

Rind
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Rind » Do 16. Aug 2018, 00:51

"Wir sind aus der Messestadt
rot und weiß die Leidenschaft
wir folgen dir ob fern ob nah
für Leipzig sind wir immer da
..."

"Ob in der Ferne oder daheim
oh Rasenballsport wir sind dabei
..."

Bitte in Zukunft weglassen!
Danke

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von The-Last-ReBeL » Do 16. Aug 2018, 06:00

Rind hat geschrieben:"Wir sind aus der Messestadt
rot und weiß die Leidenschaft
wir folgen dir ob fern ob nah
für Leipzig sind wir immer da
..."

"Ob in der Ferne oder daheim
oh Rasenballsport wir sind dabei
..."

Bitte in Zukunft weglassen!
Danke
darf ich also annehmen das du heute in Craiova bist, und die anderen Nörgler ala Melzer auch ?

Mich würde interessieren wer die 5 oder 7 sind? hier bitte outen. Der Rest sollte die Klappe halten.
https://www.youtube.com/watch?v=pMFQt84uYZI&list=RDpMFQt84uYZI&start_radio=1

„Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“ Emil Zàtopek

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von The-Last-ReBeL » Do 16. Aug 2018, 06:51

katmik hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:Nach Dortmund fahren keine 2.000 Fans, für Frankfurt sind keine 500 Auswärtstickets verkauft bisher. Ich finde das Schade, dass so wenige Fans unser Team unterstützen.
Tja, ein Grund ist Sonntag, 18:00 Anstoß. Da bist du dann erst mitten in der Nacht wieder zu Hause. Würde für mich bedeuten, Montag Urlaub nehmen zu müssen. Den hebe ich mir aber lieber für hoffentlich EL auf.
ich frage mich sowieso, wie das manche realisieren und stemmen.
1. Auswärtsfahrten sind schon ein sagen wir teures Hobby. Das impliziert mir, dass man ein solides Grundeinkommen haben muss.
( OK es gibt immer Hardcore Fans oder die das Fansein um jeden Preis leben ) Ist aber nicht die Masse.
2. Wer halbwegs einen Arbeitsplatz hat wo man ansprechend verdient, muss sich diesen auch schon irgendwie unterordnen? Wenn ich manchmal höre. Ach da melde ich mich krank... da kommt mir die Wurst … sorry.
Also wer verdammt noch mal soll Donnerstag in Craiova, Sonntags in Köln und die andere Woche in Dortmund sein. ( bei Dortmund kann ich auch verstehen das einige keinen Stress mit den Idioten da haben wollen, aber dann hat eben der Pöbel dort gesiegt)

Ja und lieber Melzer... du glaubst doch nicht im ernst das RB mit noch 3-4 Jahren 2 Liga eine größere Fansbase haben würde. Da glaub ich mein Leben lang nicht dran. Vielmehr würden durch nicht erreichen der Ziele BL und CL/EL die Zuschauer noch weiter zurückgehen und die Schüssel würde nie ausgebaut werden.

Ich kann dir da nur wie Uli H zurufen.. Dann geh doch dahin wo es schöner ist. Dynamo hat meist nen geilen Auswärtsmob.
https://www.youtube.com/watch?v=pMFQt84uYZI&list=RDpMFQt84uYZI&start_radio=1

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Daniel1975 » Do 16. Aug 2018, 07:41

The-Last-ReBeL hat geschrieben:
katmik hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:Nach Dortmund fahren keine 2.000 Fans, für Frankfurt sind keine 500 Auswärtstickets verkauft bisher. Ich finde das Schade, dass so wenige Fans unser Team unterstützen.
Tja, ein Grund ist Sonntag, 18:00 Anstoß. Da bist du dann erst mitten in der Nacht wieder zu Hause. Würde für mich bedeuten, Montag Urlaub nehmen zu müssen. Den hebe ich mir aber lieber für hoffentlich EL auf.
ich frage mich sowieso, wie das manche realisieren und stemmen.
1. Auswärtsfahrten sind schon ein sagen wir teures Hobby. Das impliziert mir, dass man ein solides Grundeinkommen haben muss.
( OK es gibt immer Hardcore Fans oder die das Fansein um jeden Preis leben ) Ist aber nicht die Masse.
2. Wer halbwegs einen Arbeitsplatz hat wo man ansprechend verdient, muss sich diesen auch schon irgendwie unterordnen? Wenn ich manchmal höre. Ach da melde ich mich krank... da kommt mir die Wurst … sorry.
Also wer verdammt noch mal soll Donnerstag in Craiova, Sonntags in Köln und die andere Woche in Dortmund sein. ( bei Dortmund kann ich auch verstehen das einige keinen Stress mit den Idioten da haben wollen, aber dann hat eben der Pöbel dort gesiegt)

Ja und lieber Melzer... du glaubst doch nicht im ernst das RB mit noch 3-4 Jahren 2 Liga eine größere Fansbase haben würde. Da glaub ich mein Leben lang nicht dran. Vielmehr würden durch nicht erreichen der Ziele BL und CL/EL die Zuschauer noch weiter zurückgehen und die Schüssel würde nie ausgebaut werden.

Ich kann dir da nur wie Uli H zurufen.. Dann geh doch dahin wo es schöner ist. Dynamo hat meist nen geilen Auswärtsmob.


Da gebe ich Dir völlig recht! Es ist erstens zeitlich absolut unmöglich jedes Bundesligaspiel auswärts und jedes Europa League Spiel auswärts zu bewältigen. Vom finanziellen Aufwand ganz zu schweigen! Schon jedes Heimspiel am späteren Donnerstagabend ist für viele eine Belastung! Darum fahre ich ausschließlich Bundesliga, da aber alles!

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von rj1986 » Do 16. Aug 2018, 08:38

Auch ich verpasse heute mein erstes internationales Auswärtsspiel , habe zwar genuch Urlaub und Finanzen würden es zulassen ,aber manchmal geht Arbeit vor dafür geht es Sonntag nach Köln.
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Jupp
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Jupp » Do 16. Aug 2018, 09:08

Mal ein paar Gedanken von mir zum Thema:
1. Es muss sich doch hier niemand entschuldigen, warum er nicht mit nach Craiova gefahren ist. Es ist doch bspw. beeindruckend, wenn hier jemand schreibt, dass er jedes Bundesligaspiel mitnimmt, auch auswärts. Am Ende steht es jedem Fan frei, wo er hinfährt.

2. Auch ich glaube, dass die schnellen Aufstiege für eine breitere Entwicklung der Fanszene nicht gut waren. Letztlich wurde das Fundament der Fanszene in Liga 4 mit 3 Jahren in denen viel gelitten wurde, gelegt. Dort hat sich der Kern der heutigen Fanszene herausgebildet, der heute auswärts dabei ist, wesentlich für die Stimmung sorgt und auch Choreos organisiert. Sicherlich wurde dieser auch in den Jahren danach größer, aber nicht in dem Maße wie die Zuschauerzahlen gestiegen sind. Ich bin grundsätzlich auch der Auffassung, dass Leidenschaft von leiden kommt und in den letzten Jahren konnte man quasi nur Erfolge feiern, was ja eigentlich auch erstmal schön ist. Fraglos gab es gerade nach dem Aufstieg in Liga 1 und den sensationellen Erfolgen einen Hype in Leipzig und Umland, der jetzt wieder abnimmt. Für eine gesunde Entwicklung der Fanszene kann aber genau das gut sein.

3. Als einzelner Fan kann man nicht zu jedem Spiel fahren. Das geht aus zeitlichen und finanziellen Gründen nicht. Aber wir haben im Schnitt 40.000 Zuschauer im Stadion wovon 25.000 bis 30.000 bei jedem Spiel sind. Dann hast du noch weitere 30.000, die ab und an bis regelmäßig kommen. Und dann hast du auch noch Fans, die woanders wohnen und die Auswärtsspiele hauptsächlich mitmachen. Es muss also überhaupt nicht bspw. rj1986 zu jedem Auswärtsspiel fahren, es würde vollkommen reichen, wenn von den 60.000 nur wenige Prozent zu einem Spiel fahren und der Block wäre jedes Mal gut gefüllt. Das ist aber eben nicht der Fall, sondern nur ein kleiner Anteil von 1-2% ist davon auswärts meist dabei. Kann dieser Anteil aber mal nicht zu einem Spiel fahren, sieht es dann so aus wie in Craiova. Liegt letztlich an der Größe der aktiven Fanszene. Andere Vereine sind da einfach breiter aufgestellt, so ehrlich muss man sein.

4. Man sollte mal aufhören das Fansein immer rational zu erklären. Erklär mal einem vernünftigen Menschen auf der Straße, dass wir uns hier im Forum täglich zu RB Leipzig austauschen. Erklär mal jemanden, warum beim damaligen Viertligaspiel gegen Lotte an einem Mittwoch 17:30 Uhr 30.000 Zuschauer in Leipzig dabei waren. Erklär mal jemandem, warum an einem Mittwochabend kurz vor Weihnachten der Gästeblock in München nach wenigen Minuten ausverkauft war. Ich könnte die Liste jetzt noch weiter führen. Letztlich ist doch das einfach geil, dass Leute so leidenschaftlich einer Sache hinterhergehen und diese gemeinsam teilen. In der Gruppe steigert sich das dann nochmal und ist einfach nur schön. Insofern kann ich nur jedem hier sagen, erzählt weiter wie geil das sein kann, gestaltet aktiv die Fanszene mit wie ihr könnt und am Ende haben wir alle noch mehr Spaß!
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Adamson
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Adamson » Do 16. Aug 2018, 09:33

Großartiger Beitrag, Jupp! :thumb: Eigentlich ein toller Schlusspunkt. Darf ich trotzdem noch… ja? ;)

Mir persönlich geht es nicht um die Geschichte jedes einzelnen. Ich bin mir sicher, jeder tut das ihm mögliche und hat gute Gründe zu den Spielen zu fahren oder nicht. Ich sehe es wie mahe, ich würde gern zu jedem Spiel, es ist aber aus diversen Gründen nicht immer möglich. Und selbst wenn mal die Begründung „kein Bock“ kommt, respektiere ich das doch. Na klar, wer bin ich schon, dass ich das nicht machen würde.
Worum es mir in erster Linie geht ist, dass ich nicht verstehe, dass inzwischen gefühlt über 50 Fanclubs den Status OFC erhalten haben, also eine Zahl, die in der Geschichte von RB noch nie erreicht wurde und trotzdem der Zuschauerzuspruch sowohl bei Auswärtsspielen, als auch bei Heimspielen – und das ist vielleicht viel dramatischer – deutlich nachlässt. Die nur 16.500 Zuschauer im Hinspiel gegen Craiova sind für mich genauso enttäuschend wie die 10 oder 15 Auswärtsfahrer zum Rückspiel. Und das ist keine gute Entwicklung. Es gibt für alles Gründe und es ist auch alles erklärlich. Aber wer will denn diese Entwicklung umkehren, wenn nicht ein OFC? Da wird meines Erachtens bei einigen OFC viel zu wenig bis nichts getan.
Ich habe den Eindruck, dass mancher OFC nur gegründet wurde, um bevorzugt ermäßigte Karten und andere Vorteile zu erhalten und da stellt sich mir grundsätzlich die Frage nach dem Sinn eines solchen OFC. Wenn ich schon die veröffentlichten Fotos mit dem Fanbeauftragten sehe, wie 8 Leute und ein Hund vor einer neuen OFC-Fahne posieren und Sektgläschen in die Luft halten, dann könnte ich Amok laufen.
Ich hatte letztens die Gelegenheit nach Berlin mit einem OFC mitzufahren. War große Klasse, alles super. Nur, die organisieren jedes Jahr eine Auswärtsfahrt für ihre Mitglieder. Eine! Sorry, Leute, aber da habe entweder ich oder der OFC was falsch verstanden. Noch mal, die Reise war klasse und perfekt organisiert und ich ziehe den Hut vor dem der das organisiert hat, das ist viel Arbeit. Aber dafür muss ich keinen OFC gründen.
Und das passt in meinen Augen nicht. OFC-Mitglieder werden bevorzugt bei den Kartenpreisen, bei den Kartenkäufen überhaupt, werden zu allerlei Meet & Greet-Zeug eingeladen, Weihnachtsfeiern, zu Kabinengesprächen, wo „normale“ Fans so gut wie nie hinkommen usw. womit man ja schon einen besonderen Status erhält – ohne dass ich jetzt von Fan erster, zweiter, dritter Klasse reden will, obwohl ich so denke. Alles gut, sei ihnen alles gegönnt, auch wenn ich mir wünschen würde, dass man auch mal an Fans denken sollte, die sich nicht organisieren wollen, aber das nur nebenbei. Und dann sieht man in Köln bspw. 500 Leute stehen, wovon die Hälfte mit Sicherheit nicht mal in einen OFC ist. Da passt was für mich nicht zusammen und das macht mich wütend. Dass da bei Leuten wir mir der Eindruck entsteht, hier halten einige nur die Hand auf, ohne etwas dafür zu geben, ist doch nur logisch.
Ich urteile nicht überheblich über Einzelne. Ich empfinde die Einstellung und die Ignoranz einiger OFC arrogant. Sorry, Leute, war wieder ein viel zu langer Beitrag, aber manchmal muss so was einfach raus. Rot-Weiße Grüße!!
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von mike shinoda » Do 16. Aug 2018, 09:57

Meiner Meinung nach gibt es einen ganz einfachen Grund für die wenigen Auswärtsfahrer:
RB ist ein ganz junger Club mit einer Fanbase, die es erst seit wenigen Jahren gibt und nicht in diesen Verein hingewachsen ist. Wir hatten fast alle ein Leben vor RB…

Wir „denken“ nach. Das wird doch bei jedem Post deutlich.
Wir wägen ab, wir überlegen ob es passt, wir schauen, was an dem und dem Woche ansteht und entscheiden dann ob wir zu RB gehen. Unseren Urlaub verplanen wir nach den Wünschen der Familie, vllt mal ein paar Tage nach RB, aber das wars dann auch.
Mit anderen Worten, wir haben alle ein Leben und ein Teil davon ist RB.

Und jetzt vergleiche ich es mal mit Magdeburg, das ist die Szenen, in die ich ein bisschen Einblick habe.
Dort leben sie zu 100% Fußball! Der Urlaub wird nach dem Saisonplan verteilt. In Unternehmen sitzen jede Menge FCM-Fans. Wenn der kleine FCM-Fan Montagmorgen zu spät kommt, drückt der Chef (selbst FCM-Fan) ein Auge zu, weil er weiß, dass er früher selber Sonntag erst spät in der Nacht mit der Bahn vom Auswärtsspiel zurück kam.
Lehrstellen bekommt man durch FCM-Kontakte, von den Jungs die da mitfahren ist kaum einer Arbeitslos, so wie es gern mal hingestellt wird. Urlaub für spezielle Spiele bekommt man unproblematisch… die Muttis bleiben halt spontan zu Hause, wenn der Kindergarten streikt, die FCM’ler bleiben spontan zu Hause, wenn ein Nachholspiel auf einen Dienstag verlegt wird. Das ist da einfach so… und das über Generationen hinweg. Der 19 jährige, sein Vater, sein Opa, alle kennen das so… genauso ist es doch auch in Dortmund, in Dresden, auf Schalke, in Gladbach, usw. … . Die Jungs (und Mädels) kennen das gar nicht anders. DAS Hobby (vielleicht sogar Leben), ist der Verein, über Generationen vorgelebt. Dort gibt es keine Überlegungen a la „oh die Schwiegermutti hat Geburtstag, da kann ich nicht mitfahren“ oder „der Arbeitgeber spielt nicht mit“.
All diese Überlegungen gibt es aber bei uns…und das ist völlig Verständlich und dafür muss man auch Verständnis haben. Wann war die Auslosung für das Spiel in Rumänien? Vor drei Wochen? Wer sagt denn da sofort, „hey cool, muss ich schnell den Flug buchen, Hotel buchen, Donnerstag und Freitag spontan frei nehmen, meine Frau mit den Kids hier lassen und Freitag bin ich dann zum 40. Gebi des besten Freundes wieder hier“? Realistisch gesehen sagt man da doch, naja, das Spiel lass ich dann jetzt mal weg.
Ein Gladbach oder Frankfurt Fan, würde wahrscheinlich nur sagen „fliegen wir oder fahren wir mit dem Bus?“.

Das ist einfach so und wird sich ändern, aber das braucht einfach Zeit, das bekommt man nicht von heute auf morgen hin… also Respekt an alle Auswärtsfahrer, aber bitte auch Verständnis für all die, die es nicht regelmäßig machen.
Trost für Traditionalisten: Das Neue kann der Anfang einer langen Tradition werden.
Walter Ludin

Adamson
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Adamson » Do 16. Aug 2018, 10:49

mike shinoda hat geschrieben:Das ist einfach so und wird sich ändern, aber das braucht einfach Zeit, das bekommt man nicht von heute auf morgen hin… also Respekt an alle Auswärtsfahrer, aber bitte auch Verständnis für all die, die es nicht regelmäßig machen.
Da gebe ich dir absolut recht.
Sorry, ich komme immer wieder zu demselben Punkt. Alles was du beschreibst gilt für mich für Fans im Allegmeinen.
Wenn ich aber in einen Fanclub eintrete, dann gehe ich doch schon einen Schritt weiter. Dann tue ich das doch, weil ich mich viel intensiver an Fanarbeit beteiligen will, weil ich den Kontakt zu Gleichgesinnten suche, gemeinsam die Spiele besuchen will, auch Dinge über den Fußball hinaus unternehmen will und, und, und, etc. Weil ich eben mehr will, als einfach nur hin und wieder allein zu einem Fußballspiel zu gehen.
Das ist doch der Sinn eines Fanklubs. Genau diese Strukturen zu schaffen, von denen du redest. Völlig richtig. Wenn ich aber von Anfang an diese Strukturen behindere, also meine Mitglieder nicht dazu animiere, zu Auswärtsfahrten mitzukommen, ihnen auch nicht regelmäßig Mitfahrmöglichkeiten anbiete, organisiere oder was auch immer, dann werden diese Strukturen nur schwer entstehen. Ich rede hier auch nicht von Zwang und Einmischung in persönliche Befindlichkeiten, aber man kann doch jedem neuen Mitglied mit Eintritt mitteilen, dass man gewisse Dinge halt erwartet.
Und die Vergabe eines OFC-Status sollte auch ein Zeichen an die Fanclubs sein, dass hier einer ist, der sich bei dieser Fanarbeit besonders hervorgetan hat, also auch viele Mitglieder bei Auswärtsspielen vertreten waren. Bei uns verteilt man aber diesen Status mit der Gießkanne. Wer einmal nach dem Weg fragt bekommt ihn. Dass es die Mitglieder dann nicht juckt, ob 4 oder 4.000 Leute im Auswärtsblock stehen ist doch verständlich. Man behält ja seinen Status, so oder so.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von RaBaSpo » Do 16. Aug 2018, 11:16

Wir haben aber noch längst nicht die Strukturen wie sie in anderen Vereinen sind, Adamson.

Unser Verein wurde vor 9 Jahren gegründet und wir gehen in die 10.Spielzeit jetzt. Davon eine Oberliga, drei in der Regionalliga, eine in der dritten und zwei in der zweiten Liga. Wenn ich mal zurückdenke, mit wievielen Mann es angefangen hat auf den Dorfäckern von Torgelow und Meuselwitz - und jetzt soll das von heute auf morgen explodieren?
Unsere Fanszene braucht eines: Zeit. Die Strukturen sind bei solchen Vereinen wie FCM, Erzgebirge Aue oder Dynamo schon Jahrzehnte da. Ebenso wie im Ruhrpott geht da alles mit, von der Oma bis zum Enkel. Warum können wir das nicht, höre ich immer. Ganz einfach: Viele viele Anhänger bei uns haben andere Dinge im Kopf als ständig nur Fußball. Das sollte man akzeptieren.

Und ehrlich: Ich hasse es, wenn man OFCs hier in Frage stellt. Zumindest die, die vor 2015 schon dabei waren, haben sich aus der Initiative heraus gegründet, die Mannschaft zu unterstützen und nix anderes. Da sind auch OFCs dabei, die eben nicht die finanziellen und zeitlichen Mittel haben, mal ne Choreo oder ähnliches zu machen - die sich eben in den Block stellen und versuchen das ganze über ihre Stimme zu lösen, was ich absolut okay finde.
Das Fansein kann man nicht über Auswärtsfahrten definieren, wohl aber über Erlebnisse mit dem Verein. Bei mir waren es auswärts wenige, dafür zuhause umso mehr.
Wenn ich mich mal zurückerinnere, fallen mir viele ein. Das Pokalspiel gegen Wolfsburg 2011, wo 30.000 an einem Freitagabend gekommen sind, dann die Aufstiegsspiele, der Pokalkrimi gegen Aue 2014 und die Bierduschen nach Coltortis Tor gegen Darmstadt. Das sind alles Momente, die vergisst man nicht. Und da habe ich keine Bauchschmerzen, wenn vielleicht 7 Leute mal zu nem Auswärtsspiel fahren. Die Panikmache stinkt mir.
RBL-Anhänger: seit 2011
erstes Spiel: gg. Schalke 1:2 (1:1), 24.07.10
Stammplatz: Sektor B

gesehene Spiele: 120 (wird laufend ergänzt)
Heim: 115 (65/25/25)
Auswärts: 5 (5/0/0)

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