
Nachlegen im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers
Für das Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers wünschen wir dem Team um Alexander Zorniger viel Erfolg und hoffen trotz des Winterwetters auf eine gute Kulisse. In Sachen Stimmung waren Winterspiele in der Vergangenheit immer gut. Wer die Mannschaft nicht unterstützen kann, kann die Partie wie gewohnt im Livetcker und Fanradio verfolgen. Wer gern während des Spiels mit anderen Fans diskutieren möchte, dem steht wie immer der Chat zur Verfügung. Der SWR wird die Partie im Livestream übertragen.
Mit den Stuttgarter Kickers kommt dabei ein vermeintlich leichter Gegner nach Leipzig. So konnten die Schwaben lediglich drei Punkte aus neun Auswärtsspielen holen, die aus drei Unentschieden in Elversberg (4. Spieltag), Osnabrück (6. Spieltag) und Duisburg (15. Spieltag) resultieren. Zu Hause ist man hingegen eine Macht, was 16 Punkte und damit lediglich zwei Punkte weniger als wir belegen. Die Diskrepanz aus Punkten aus Heim- und Auswärtsspielen ist demzufolge bei keinem anderen Team der Liga so stark wie bei den Stuttgarter Kickers.
Besonders die geringe Anzahl von sechs Treffern aus neun Spielen zeigt das Hauptproblem bei Auswärtsspielen auf. Erschwerend kommt dabei hinzu, dass einer der drei gefährlichsten Spieler ausfallen wird. Der erst 22-jährige Rechtsaußen Marcos Álvarez (4 Tore, 4 Vorlagen) wird auf Grund eines Knorpelschadens ausfallen, so dass unsere Abwehr nun ein besonderes Augenmerk auf Stürmer Elia Soriano (5 Tore, eine Vorlage) und den offensiven Mittelfeldspieler, der zugleich Kapitän ist, Vincenzo Marchese (5 Tore, 3 Vorlagen) legen muss. Mit Marco Calamita haben sich die Stuttgarter zudem mit einem Zweitligastürmer Ende November verstärkt. In seinen beiden Spielen gegen Preußen Münster und Burghausen blieb er allerdings ohne Torerfolg. Der Name Ibrahimovic im Angriff bei den Stuttgarter Kickers kann zu unserem Glück nicht das halten, was er verspricht. Null Scorerpunkte bei vier Einsätzen lassen keine erhöhte Gefahr von ihm ausgehen. Bekommen wir also die drei Italiener Soriano, Marchese und Calarmita der Stuttgarter in den Griff, ist dies Defensiv mehr als die halbe Miete.
Dass die Aufgabe dennoch nicht einfach werden wird, verdeutlicht die niedrige Anzahl an Gegentreffern. Gerade mal 24 Gegentreffer in 18 Spielen sind für eine Mannschaft, die gerade mal auf Platz 16 der Tabelle steht, sehr wenig. Die niedrige Gegentorzahl verdeutlicht, dass die Spiele häufig nur knapp verloren wurden. Mit Marc Stein spielt dabei ein Innenverteidiger im Zentrum der Abwehr, der bereits bei Hansa Rostock und Hertha BSC Bundesligaluft schnuppern durfte. Neben ihm ist vor Torhüter Markus Krauss der 25-jährige Julian Leist gesetzt. Auf links sollte der erst 23-jährige Patrick Auracher agieren und in der rechten Viererkette Fabian Gerster. Der Blick auf die Kickernoten lässt im Abwehrbereich bei einer Spanne von der Note 2,94 (Auracher) bis 3,32 (Gerster) solide Verteidiger erwarten. Ähnlich sieht es abgesehen vom gefährlichen Vincenzo Marchese im Mittelfeld aus. Die Mittelfeldspieler Fabian Leutenecker, Sandrino Braun und Kevin Dickelhuber lassen ordentliches Drittliganiveau erwarten.
Wenn das drittbeste Heimteam der Liga auf das schwächste Auswärtsteam der Liga trifft, ist die Rolle des Favoriten klar. Wie wir aber aus den bisherigen 18 Spielen der 3. Liga wissen, gibt es im Gegensatz zur Regionalliga keine einfachen Gegner für uns, da jede Mannschaft der Liga jedes andere Team schlagen kann. Dies mussten wir zuletzt im Heimspiel gegen Hansa Rostock bitter erfahren, wo wir auch in leichter Favoritenrolle waren. Das Spiel gegen die Stuttgarter Kickers bietet dabei für uns die große Chance uns weiter abzusetzen. So spielen die Verfolger Wehen-Wiesbaden und Hansa Rostock gegeneinander, Unterhaching muss gegen Heidenheim ran und Darmstadt nach Kiel. Das Heimspiel der Erfurter muss gegen Saarbrücken auch erstmal gewonnen werden. Gerade vor diesem Hintergrund sollten unsere Spieler und auch die Fans besonders heiß auf das Spiel sein.
Große Veränderungen sind nach dem überzeugenden Auswärtsspiel in Saarbrücken nicht zu erwarten. Lediglich die mögliche Rückkehr von Daniel Frahn nach der Auskurierung seiner Muskelverletzung und die Sperre von Dominik Kaiser nach seiner 5. gelben Karten werden für Änderungen sorgen. Nach der starken Leistung von André Luge dürfte er seinen Platz in der Anfangself sicher haben. Sollte Frahn fit sein, ist es daher zu erwarten, dass Denis Thomalla aus der Anfangsformation herausrotiert. Offener hingegen ist die Position im zentralen Mittelfeld neben Ernst und Kimmich. Mit Bastian Schulz, Timo Röttger und Clemens Fandrich stehen hier drei gute Alternativen zur Verfügung, die zuletzt auch immer im Kader standen, aber nie über die Rolle des Einwechselspielers hinauskamen. Da Röttger als Einwechselspieler besonders wertvoll ist, sind ihm eher Außenseiterchancen in der Startelf einzuräumen. Mein Gefühl sagt mir Fandrich, weil er vom Spielertyp sehr ähnlich zu Kaiser ist.
Domaschke - Heidinger, Franke, Willers, Müller - Kimmich, Ernst, Fandrich (Schulz/Röttger) - Luge, Frahn (Thomalla), Poulsen
Jupp