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3. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 13.09.2025, 15:30 Uhr
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Leipzig - (12.07.2012)  

Bevor wir uns dem gestrigen Testspiel widmen, möchten wir noch die Gelegenheit nutzen, uns von Timo Rost, Pascal Borel, Pekka Lagerblom, Tomasz Wisio und Adrian Mrowiec zu verabschieden. Allen fünf Spielern wurde gestern von Trainer Alexander Zorniger mitgeteilt, dass er zukünftig nicht mehr mit ihnen plane. „Die Spieler haben sich in den letzten Tagen nichts zu Schulden kommen lassen und sind charakterlich schwer in Ordnung. Es ist eine rein sportliche Entscheidung, die getroffen werden musste, um meine Vorstellungen der Art und Weise wie wir in Zukunft Fußball spielen wollen, besser umsetzen zu können.“, so Zorniger, der seine Entscheidung den Fans sogar per Videobotschaft erklärte (und damit in unserer Sympathieskala ein paar Ränge nach oben klettert). Wir wünschen allen fünf Spielern viel Erfolg für die Zukunft und bedanken uns für ihre Leistung im Verein. Macht’s gut!

Zum Testspiel
RB gewann hochverdient mit 3:1 gegen den Regionalliga-West-Neuling Goslarer SC, auch wenn der „Liveticker“ der Niedersachsen einen anderen Eindruck zu vermitteln schien. Goslar hatte im gesamten Spiel eine, maximal zwei Torgelegenheiten. Das sie eine davon effektiv nutzten, kennen wir ja bereits aus den vergangenen Spielzeiten. Unsere Mannschaft war bis auf die Anfangsphase spielerisch überlegen, verschärfte ab und an das Tempo (Goslar war genau zu jenem Zeitpunkt völlig überfordert) und zeigte sich taktisch recht flexibel. Die Spieler in einer kurzen Einschätzung:

Im Tor: Coltorti wurde in Hälfte eins öfter geprüft, als in den zwei Testspielen zuvor. Der Schweizer macht einen sicheren Eindruck, egal ob im Herauslaufen oder bei hohen Bällen (Ecken). Beeindruckend auch, wie präzise und schnell seine Abstöße in der Spieleröffnung auf die jeweiligen Mitspieler flogen. Zweimal entwickelte sich ein abgefangener Eckball der Goslarer zu einer Kontermöglichkeit für Roman Wallner, der allerdings Probleme gegen zwei Abwehrspieler bei der Ballverarbeitung hatte. In Hälfte zwei durfte Benjamin Bellot das Tor hüten. Einen Ball parierte er gut, beim Gegentreffer war er machtlos. Dirigierte wie Coltorti gelegentlich seine Vorderleute, wurde ansonsten nicht weiter geprüft (was daran lag, dass die Niedersachsen nach der Pause kaum noch Richtung Strafraum kamen).

Außenverteidiger: Koronkiwiecz durfte als einziger Akteur über 90 Minuten ran. Durch den Abgang von Wisio, die Verletzung von Kocin und der Positionsveränderung von Judt (Defensives Mittelfeld) fehlten schlichtweg die Alternativen. In den ersten 45 Minuten spielte er auf der ungewohnten linken Abwehrseite, verlor dort seine Präzision im Spielaufbau und defensiv auch den ein oder anderen Zweikampf. Nach der Pause agierte er wieder auf rechts, wirkte in der Abwehrarbeit wieder sattelfest, konnte offensiv aber kaum Akzente setzen. Christian Müller begann in der Startelf auf seiner Rechtsverteidigerposition. Suchte wie in „alten Zeiten“ seinen Vordermann Timo Röttger, zeigte erneut seine technische Klasse und gute Spielübersicht. Die ungemein präzisen Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum sind nach wie vor seine größte Stärke. Einer der auffälligsten Spieler in Halbzeit eins. In Halbzeit zwei durfte Paul Schinke auf links spielen und macht seine Sache wie im Testspiel gegen Bernburg ordentlich. Starkes Zusammenspiel mit Heidinger, defensiv bis auf den Gegentreffer solide, wo der Ball trotz Zornigers (unmittelbar) vorheriger Warnung in die Schnittstelle zwischen Innenverteidigung und Außenverteidiger gespielt werden konnte.

Innenverteidigung: Sebastian und Hoffmann bildeten zunächst das Pärchen im Zentrum. Sebastian hatte starke Probleme gegen den kräftigen Stürmer der Goslarer, Hoffmann war anfangs etwas unsicher, wurde mit zunehmender Spieldauer aber deutlich besser. In den zweiten 45 Minuten bekam Franke die Kapitänsbinde und agierte neben Hoheneder. Franke erwischte nicht seinen besten Tag, war beim Gegentreffer der Innenverteidiger neben Schinke. Hoheneder stand sicher und zeigte eine gute Leistung.

Defensives Mittelfeld: Juri Judt durfte auf seiner gewohnten Position im defensiven Mittelfeld beginnen und war stark bemüht, überall auf dem Feld anspielbar zu sein. Unterstützte rechts Röttger und links Rockenbach in der Vorwärtsbewegung. Die von Zorniger erforderte Kompaktheit im Mittelfeld gelang ihm allerdings nur selten, denn sein Nebenmann Schulz war teilweise völlig von der Rolle. Auffällig viele, unnötig Fehlpässe im Spielaufbau und keinerlei Akzente. Es wird schwer für den Ex-Lauterer. Vor allem mit Blick auf Hälfte zwei, wo Karikari und Ernst zeigten, wie es geht. Ernst gab den defensiveren Part, eroberte immer wieder den Ball und stellte geschickt die Räume oder Passwege zu. Karikari war viel unterwegs, wurde von Zorniger oft angewiesen, sich bei eigenem Ballbesitz tief fallen zu lassen und die Kugel für den Spielaufbau zu fordern. Erneut eine starke Vorstellung des Neuzugangs aus Trier, der für kreative Momente im Mittelfeld sorgt und die Bälle sinnvoll verteilt.

Offensives Mittelfeld: Der wiedergenese Röttger ist natürlich noch nicht zu 100 Prozent fit, bekam gegen Goslar nicht einmal den Raum für seine legendären Sprints und wurde oft gedoppelt. War sehr vorsichtig in den direkten Duellen und traute sich wenig zu – wählte meist die sicherere Variante mit einem kurzen Pass auf Müller, Judt oder Wallner. Trotzdem: Schön, dass er wieder da ist, der Metzger. Auf der linken Außenbahn agierte Rockenbach, der einige gute Aktionen vorzuweisen hatte, ansonsten aber im Gegensatz zu Heidinger blass blieb. Denn der Flügelflitzer sprintete in Hälfte zwei die Außenbahn hoch und runter, war defensiv schnell sortiert und offensiv ständig anspielbar. Erzielte durch einen (haltbaren) Distanzschuss das 3:1. Klasse Leistung. Stefan Kutschke wurde überraschenderweise auf rechts aufgeboten, wie Nattermann gegen den VfL Halle. Fällt wohl unter die Kategorie, dass einige Akteure auf benachbarten Positionen spielen sollen, um zu erfahren, wie ihr späterer Nebenmann reagieren kann/könnte. Bekam zu Beginn einige Anweisungen von Zorniger, die der Sturmtank fragend zurückblickend beantwortete. Steigerte sich aber gegen Ende der Partie, rackerte die Außenbahn lang und gewann sogar wichtige defensive Zweikämpfe.

Sturm: Sowohl in Frahn und Wallner in Halbzeit eins als auch Nattermann und Kammlott in Halbzeit zwei nahmen sich wenig. Herausheben möchte ich dennoch Wallner und Kammlott. Ersterer wirkt seit dem Trainerwechsel wie verwandelt, ist bis in die Haarspitzen motiviert und läuft vorne jeden Ball hinterher. Kammlott zeigte endlich mal wieder, warum man ihn vor zwei Jahren verpflichtet hatte. Gute Sololäufe, präzise Abspiele und ein guter Torabschluss. Weiter so!

Trainer: Alex Zorniger dirigierte, gab viele Anweisungen und verteilte auch einiges an Lob. Auffällig: Vor allem bei taktischen Dingen, die sie neu eingeübt wurden, war der Trainer mit 150 Prozent bei der Sache. Beispiel Pressing. Einer gab das Signal, alle verschoben und pressten in Überzahl auf den ballführenden Spieler. Versuchten sich die Goslarer dem Pressing zu entziehen, motivierte Zorniger seine Vorderleute mit Worten wie „Jetzt, hol ihn dir. Jag ihn! Jag ihn! Das ist nur deiner!“. War der eigene Mann ausgespielt, bekam der nächste ballnahe Spieler die zusätzliche Motivationshilfe. Was Zorniger auch nicht mag, lässt sich an folgendem Zitat ablesen „Jungs, Erst loslaufen, dann beschweren!“.

Rojiblanco


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