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17. Spieltag 1. Bundesliga
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WENN IM TESTSPIEL DIE LUFT AUSGEHT

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Chemnitz - (29.07.2012)  

Unsere Mannschaft bleibt in der Vorbereitungsphase auf die neue Saison weiterhin in der Erfolgsspur. Gegen Oberligist Fortuna Chemnitz gab es gestern vor knapp 180 Zuschauern (ca. 100 aus Leipzig) einen 8:1 Kantersieg - damit bleibt die Zorniger-Truppe auch im achten Testspiel ungeschlagen. In einer temporeichen Partie glich die Anfangsphase einem Spiegelbild vergangener Spielzeiten. Unachtsamkeit in der Abwehr, erste Torchance des Gegners – 0:1. Danach vergaben die Roten Bullen hochkarätige Chancen fast im Minutentakt, erst eine schöne Einzelaktion vom starken Sebastian Heidinger brachte die Wende in der Partie. Doch nicht nur dem Gegner ging im Laufe des Spiels die Puste aus…

Bis auf Christian Müller (angeschlagen), Jeremy Karikari (Trauerfall in der Familie) und Matthias Hamrol (hütete das Tor der U23) konnte Trainer Alexander Zorniger auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die Partie sollte ein erster, kleiner Fingerzeig Richtung mögliches Grundgerüst für die kommende Saison sein. Doch so richtig schlau wurde man aus der Aufstellung nicht. Coltorti, wohl als Nummer 1 gesetzt, begann im Tor und wich in Halbzeit zwei Benjamin Bellot. Beim Gegentor wurde der Schweizer auf dem falschen Fuß erwischt, ansonsten waren beide Torhüter ohne große Beschäftigung, bewiesen aber viel Ruhe am Ball und eine gute Übersicht in der Spieleröffnung (vor allem Bellot überzeugte mit präzisen und schnellen Abschlägen in die Spitze). In der Abwehr durfte durch den Ausfall von Christian Müller Neuzugang Patrick Koronkiewicz als Rechtsverteidiger auflaufen und machte seine Sache ordentlich. In der Innenverteidigung agierte Niklas Hoheneder neben Fabian Franke. Beim frühen Gegentor ließen sich beide nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung vom Chemnitzer Angreifer Schubert ausspielen, dessen Sololauf zugegebenermaßen aufgrund seiner starken Technik auch schwer zu verteidigen war. Danach gab es vor allem in der Anfangsphase noch ein, zwei kleinere Unsicherheiten. Juri Judt durfte derweil wieder auf links spielen und zeigte eine gewohnt gute Leistung sowohl defensiv als auch offensiv. Nach 60 Minuten war für die Abwehrreihe Schluss. Schinke ersetzte Koronkiewicz und ging auf links, Judt musste nach rechts ausweichen. Hoffmann und Sebastian kamen für Franke und Hohenender. Beide „neuen“ Außenverteidiger knüpften ohne Leistungsabfall an die ersten 60 Minuten an, nur zwischen Hoffmann und Sebastian gab es in der Innenverteidigung das ein oder andere Missverständnis.
Im defensiven Mittelfeld begannen zunächst Kaiser und Schulz. Während der Ex-Lauterer unauffällig, aber solide spielte, lieferte Neuzugang Dominik Kaiser erneut eine starke Partie ab. Dass ihm die Attribute „feine Technik“, „hohe Präzision im Passspiel“ und „gute Antizipation“ zugeschrieben werden, ist bekannt. Dass er aber auch tödliche Pässe spielen kann, war mir zumindest neu. Dreimal spielte er vom Mittelkreis aus einen flachen, tiefen Pass in die Schnittstelle der Abwehr und setzte somit die Stürmer gekonnt in Szene, wenn sie nicht gerade im Abseits standen. Auch sonst war der kleine Mittelfeldregisseur überall auf dem Platz zu finden und stets anspielbar. Während Schulz nach 60 Minuten für Ernst weichen musste, blieb Kaiser auf dem Feld.

Auf dem Flügel bestätigte Sebastian Heidinger erneut seinen Aufwärtstrend und bewies, dass er zu einer echten Alternative – wenn nicht sogar Gefahr - für Röttger oder Rockenbach geworden ist. Den Ausgleich erzielte er mit einem schönen Solo, als er gleich zwei Verteidiger ausstiegen ließ und ins lange Eck abschloss. Danach war Heidinger immer wieder ein großer Unruheherd in der Chemnitzer Defensive, den sie nicht in den Griff bekamen. Sein Pendant auf der gegenüberliegenden Seite, Rockenbach, war weniger auffällig, zeigte trotzdem eine gute Partie. Beide wurde nach 60 Minuten vom Platz genommen und durch Röttger (rechts) und Nattermann (links) ersetzt. Vor allem Tom Nattermann entwickelt sich allmählich zu einem offensiven Allround-Talent. In vergangenen Testspielen auf rechts spielend, überzeugte er diesmal auch auf links und erzielte in einer sehenswerten Einzelaktion das 5:1. Im Angriff hatten es in Halbzeit die eins die Stürmer deutlich schwere als in Hälfte zwei, weil die Verteidiger weniger aggressiv und die Räume größer wurden. Daniel Frahn stand nach einer Ecke völlig frei vor dem Tor und netzte souverän ein. Bemerkenswert waren vor allem die zwei herausgeholten (und verwandelten) Elfmeter von Kutschke und Kammlott. Beide Male pressten die Stürmer extrem gegen den Ball und wurden durch frühe Balleroberung belohnt. Kammlott fiel dann in gewohnter Manier nach einem Zweikampf mit einem Abwehrspieler im Strafraum (kann man geben) und Kutschke sprintete nach einem schwachen Rückpass zum Torhüter dazwischen, wobei der Schlussmann der Chemnitzer viel zu spät reagierte und sich anschließend nur mit einem Foul zu helfen wusste.

Fazit: RB zeigte nach dem frühen Rückstand eine gute Reaktion und drehte die Partie noch vor der Pause zu einer 2:1 Führung. Gegen die dicht gestaffelte Hintermannschaft der Gastgeber tat man sich zwar noch schwer, dennoch versuchten sie flexibel auf die entsprechenden Situationen im Angriffsspiel zu reagieren. Das Pressing wurde deutlich spärlicher als zuletzt eingesetzt und befindet sich weiterhin in der Erprobungsphase. Halbzeit zwei war aus Beobachter-Perspektive nur wenig aussagekräftig, weil die Kräfte der Chemnitzer extrem schwanden und die eingewechselten Spieler trotz anstrengender, frühmorgendlicher Einheit deutlicher frischer waren. Die sechs Tore sollte man also nicht überbewerten. Dennoch schön zu sehen, dass die Jungs auch nach fünf oder sechs Toren weiter zielstrebig nach vorne spielen und sich treffsicher zeigen.
Zorniger ist derweil nicht zu beneiden. Denn die Spieler machen es ihm extrem schwer, eine Startelf zu finden. Coltorti ist wohl im Tor gesetzt. Müller auf rechts, Franke und Hoheneneder in der Innenverteidigung auch. Links entscheidet es sich wohl zwischen Judt und Schinke, wobei der Neuzugang aus Nürnberg aufgrund seiner Erfahrung und besseren defensiven Leistung wohl die Nase vorne haben dürfte. Im defensiven Mittelfeld ist Kaiser nicht mehr wegzudenken, neben ihn wird es zwischen Ernst und Karikari hinauslaufen. Auf den Flügeln schwankt Zorniger wohl etwas, da scheint noch keine Entscheidung gefallen zu sein. Möglich, dass Röttger nach seiner Verletzung noch ein wenig Zeit braucht und der starke Heidinger die besseren Karten (Vorbereitungsspiele) hat. Und auch im Sturm geht es eng zu. Dort entscheidet es sich zwischen Kutschke, Wallner und Kammlott – wenn man davon ausgeht, dass Frahn als Kapitän zunächst gesetzt sein dürfte. Da wird man wohl noch die nächsten beiden Testspiele (bei Union Sandersdorf am 01. August um 18:30 Uhr; für kommenden Samstag wird noch ein Gegner gesucht) abwarten müssen…

Übrigens: Nicht nur den Chemnitzern ging die Luft aus. Mitte der ersten Halbzeit bekam Patrick Koronkiewicz (Spitzname Pako) einen Flachpass zugespielt, den er elegant annahm. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Nach Sekunden der Verwirrung stand fest: Der Ball war platt. Zornigers Kommentar: „Sehr gut Pako, genau diese Aggressivität will ich von dir sehen“.

Rojiblanco


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