RB HOLT AUSWÄRTSDREIER BEI HERTHA II

Berlin - (14.04.2013) Berlin und dessen Zweitteams bleiben für die roten Bullen ein gutes Pflaster. Dem 2:1 bei Union II folgte gestern das gleiche Ergebnis - diesmal bei Herthas U23.


Wenn es denn so etwas wie einer Wiedergutmachung für das Last-Minute-Unentschieden gegen Plauen bedurft hat, dann ist diese gegen die Hertha-Amateure geglückt. Verdient siegen die Rasenballsportler mit 2:1 in Berlin und profitieren zudem vom Jenaer Ausrutscher in Auerbach, wo in Unterzahl nicht mehr als ein 1:1 für die Geißler-Truppe raussprang.
Zorniger schickte vor 948 Zuschauern, darunter etwa 250 Leipziger im Fanblock und einige auf der Tribüne, eine Elf aufs Spielfeld, die so in etwa erwartet worden war. Schulz eroberte sich seinen Platz im Mittelfeld zurück, Karikari musste wieder mal auf der Bank Platz nehmen. Konkrete Auswirkungen hatte das zunächst nur wenige. In der ersten halben Stunde blieben die Bullen gänzlich ungefährlich, aber auch die Berliner kamen trotz technisch starker Momente kaum gefährlich Richtung Coltorti-Gehäuse.
Ziemlich überraschend war es daher schon, als Frahn nach 30 Minuten, frei stehend, plötzlich zur Führung einschießen konnte. RB war nun überlegen, beließ es aber dabei, ohne nachzulegen. Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: dem Ausgleich der Hertha, in dessen Folge sich die Partie offener gestaltete. Die Bullen drückten, die Hertha rannte – und zwar vor allem ins Abseits. Auf beiden Seiten kamen die Akteure nun zu einigen guten Gelegenheiten. Letztlich waren es glücklicherweise aber die Gäste, die nach schöner Kombination von Frahn, Morys und Schulz mit einem weiteren Tor den Grundstein für den Sieg legten.
Bei schönem Wetter war es am Ende ein ebensolcher Ausflug. Gutes Spiel auf dem Rasen, drei Punkte auf dem Konto. RB marschiert weiter Richtung Meisterschaft.
Dennoch gab es nach dem Spiel Diskussionsbedarf. Im MDR-Interview äußerte Trainer Alexander Zorniger seinen Unmut über so manche Äußerung aus dem Gastefanblock. Fans müssten ein Gespür dafür bekommen, wann sie die Mannschaft brauche und nicht nur nach einem 4:0 unterstützend von Außen einwirken, sagte Zorniger. Nachdem es bereits während des Spiels bei Union II Meinungsverschiedenheiten zwischen Trainer und Fans gab, war Zorniger auch beim zweiten Berlinbesuch nicht vollends mit dem Verhalten der Mitgereisten zufrieden. Was zieht man daraus für Lehren? Am besten beide Parteien hinterfragen sich und gehen einen Schritt aufeinander zu: Auf der einen Seite sollte Zorniger nicht jeden Zuruf auf die Goldwaage legen und berücksichtigen, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt. Auf der anderen Seite sollten manche Fans nicht schon die ersten Fehlpässen mit Pfiffen quittieren. Denn eine Sache ist gewiss: Die Mannschaft braucht die Unterstützung von den Rängen und das große Ziel Aufstieg wird man nur gemeinsam erreichen können.
Statistik zum Spiel:
Hertha BSC II: Sprint – Radjabaldi, S. Breitkreuz, Dem, Leinau – Diring (79. Scheffler), Knoll (84. Andrich) – Mukhtar, P. Breitkreuz, Zimmer (79. Obst) – Sahar
RB Leipzig: Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Judt – Fandrich (67. Morys), Kaiser, Schulz (85. Ernst) – Rockenbach (75. Karikari) – Kutschke, Frahn
Tore: 0:1 Frahn (30.), 1:1 Sahar (47.), 1:2 Schulz (76.)
Zuschauer: 948
Gelbe Karten: S. Breitkreuz / Franke (5), Karikari (3)
Loch & F-Lion
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