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CL Gruppe 2. Spieltag
Mittwoch, 28.10.2020, 21:00 Uhr
Ort: Manchester, Old Trafford
Manchester United
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DERBYFIEBER ODER SPARFLAMME – DIE AUSSENVERTEIDIGER IM FOKUS

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Leipzig - (09.05.2013) Ohne große Vorgaben gings ins Stadion - da Schinke noch ein Wackelkandidat für die nächste Spielzeit ist, lag der Fokus gegen die kampfstarken Lokisten auf ihm und seinem Kollegen Müller. Während es für den Ex-Chemiker ein durchwachsenes Spiel war, trat Müller gewohnt solide auf.

Schinke, als einer von wenigen ohne Vertrag für die nächste Spielzeit, sollte, bedingt durch die Verletzung von Judt, erneut Gelegenheit erhalten, für sich und eine Vertragsverlängerung zu werben. Dies gelang ihm alledrdings nur bedingt. Auf der anderen Seite spulte Müller gewohnt souverän sein Programm herunter, ohne sich wirklich aufzureiben. Die kampfbetonte Spielweise der blau-gelben Stadtnachbarn zog selbst ihm den ein oder anderen Zahn.

Ballberührungen
Loks kämpferisches Spiel und unsere Couchmeisterschaft führten zu einem eher verhaltenen Spiel der rot-weißen Leipziger, was zwar am meisten das Mittelfeld betraf, aber auch unsere Außenverteidiger einschloss. Dabei kam Müller auf 55 Ballberührungen (darunter 15 Einwürfe) und das Duo Schinke und Heidinger lediglich auf 45 Ballkontakte (acht Einwürfe; davon Heidinger mit 11 Berührungen und zwei Einwürfen). Somit hatten die Außenverteidiger zwar mehr Spielanteile als gegen Jena (37 / 41), jedoch weniger als gegen den ZFC (59 / 52) und lagen deutlich unter den Werten, die gegen Plauen (90 / 93) zu verzeichnen waren. Die Unterschiede zwischen den Seiten sind wohl zum einen mit der Stabilität und Aktivität Müllers und zum anderen mit dem sehr schwachen Aufbauspiel (Franke!) auf links zu erklären.

Pässe
Da er mehr Kontakte hatte, spielte Müller auch mehr Pässe (47), Schinke kam auf 31 Pässe und Heidinger auf 7, was zeigt, dass er sich auf der ohnehin schon schwachen linken Außenbahn nicht wirklich zurecht fand. Auch in Sachen Passquote hatte Müller die Nase vorn (80,9%), wobei ihm  die höhere Anzahl von Einwürfen "in die Hände" spielte. Schinke (71%) und besonders Heidinger (57,1%) folgten mit bedenklich großem Abstand. Rein statistisch hatte Müller sicherlich eine der besten Passquoten für Außenverteidiger in dieser Spielzeit. Neben der deutlich höheren Passsicherheit bei normalen Kurzpässen waren besonders die langen Vertikalpässe bzw. Flanken auffällig. Hier zeigte Müller, dass er als Stammspieler unverzichtbar ist. So versuchte er sich an neun solcher Pässe, von denen sechs ihr Ziel erreichten, während Schinke und Heidinger lediglich fünf Versuche starteten, von denen nur einer sein Ziel erreichte. Mangelhaft, wenn man bedenkt, dass beide ihr Zuhause eher im offensiven Mittelfeld haben. Im Vergleich mit der Vielzahl an Flanken und langen Vertikalpässen, die gegen den VFC Plauen von den Verteidigern (Judt, Kocin) gespielt wurden (18 angekommen, 27 Fehlschläge), verblassen solche Zahlen vollkommen. Im Kopfballspiel nahm man sich nichts. Im Einzelnen:
Müller: Sicherheitspässe (4/0), Kurzpässe (26/4), Langpässe (6/3), Kopfpässe (2/2)
Schinke: Sicherheitspässe (5/0), Kurzpässe (14/5), Langpässe (1/3), Kopfpässe (2/1)
Heidinger: Sicherheitspässe (0/0), Kurzpässe (3/1), Langpässe (0/1), Kopfpässe (1/1)

Zweikämpfe
Wenn man bedenkt, wie zweikampfbetont das Spiel der Probstheidaer war, erstaunt, dass die beobachteten Kicker mit relativ wenigen Duellen durch ihre 90 Minuten kamen. Letztlich zeigt sich hier die crux im gestrigen Spiel – lediglich 27 Zweikämpfe führten die beobachteten Kicker, deutlich weniger als gegen Jena (41), den VFC (41) oder den ZFC (39). Grob gesagt nahm man den Kampf also nicht nur nicht an, nein, man verweigerte ihn sogar. Besonders der zuvor gelobte Müller tat sich nicht gerade durch vermehrte Zweikämpfe hervor. Lediglich elf führte er, mit einer Quote von 54,5%. Schinke machte es mit zehn Zweikämpfen nicht wirklich besser (60%), einzig Heidinger kam für seine Einsatzzeit mit sechs Zweikämpfen (85,7%) auf einen normalen Wert. Anzahl wie auch Quote waren also eher enttäuschend, wenngleich man in Sachen Durchschnittsquote nicht weit vom VFC oder FCC Spiel entfernt war (knapp über 60%, gegen den ZFC waren es jedoch über 75%). Im Detail waren die Zweikampfwerte:
Müller: offensiv (1/3), defensiv (1/1), Kopf (2/1), gefoult/Fouls (2/0)
Schinke: offensiv (1/1), defensiv (2/2), Kopf (2/0), gefoult/Fouls (1/1)
Heidinger: offensiv (1/1), defensiv (2/0), Kopf (2/0), gefoult/Fouls (0/0)

Torschüsse
Hier gab es nur einen Torschuss zu verzeichnen, was jedoch für die Außenverteidiger durchaus normal ist. Bezeichnenderweise war es die erste Torchance des Spiels: Ein Weitschuss von Müller in der vierten Spielminute, der nur knapp die Latte verfehlte.

Fazit
Die Lokisten wollten es den Rasenballern schwer machen und mit den kämpferischen Mitteln des Underdogs dagegenhalten. Dies ist ihnen im Bezug auf das Niederringen des Spielwitzes der rot-weißen durchaus gelungen, wenngleich es nicht zu großen Chancen ihrerseits führte. Das im Mittelfeld vieles überhastet an- und dem zweiten Ball nicht in letzter Konsequenz nachgegangen wurde, wirkte sich negativ auf den Spielaufbau und damit auch auf die durchbrechenden Außenverteidiger aus, die deswegen weniger Bälle bekamen. Auch aus der Innenverteidigung waren viele Anspiele (trotz geringeren Drucks der Probstheidaer in diesem Spielfeldabschnitt) recht ausbaufähig. Franke war allgemein ziemlich glücklos und auch Hoheneder wurde einmal ob eines Fehlpasses ordentlich von Kutschke zusammengefaltet. Die niedrige Zahl der Ballkontakte und der Zweikämpfe wird somit zumindest teilweise erklärbar. Aber es lag auch an den Außenverteidigern selbst, die ebenfalls nicht volles Risiko gingen. Während Müller durchaus solide wirkte, zeigte Schinke, trotz teils eleganter Motorik, dass er derzeit zu Recht nicht an Judt vorbeikommt. Heidinger war verletzungsbedingt (Schinke mit Zerrung) eine Verlegenheitslösung, der auf seiner Position (trotz eines zugegeben wunderschönen Frankepasses) nur wenig ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Auch wenn ich jetzt sicher einen Fünfer ins Phrasenschwein einwerfen sollte, so muss in den kommenden "Alles oder Nichts" Spielen mehr kommen. Gestern lehnte man sich kollektiv (Ausnahme Kutschke) doch etwas zu sehr in den bequemen Meistersessel, obwohl man sich in vollmundigen Ankündigungen in der Derby-Sonderbeilage erging.

Nur noch drei Einzelbeobachtungen bis zum Aufstieg? Gegen Zwickau läuft bereits die Abstimmung, gegen die abwehrstarken Südwestsachsen bietet sich ein "Fokus" zu den Stürmern und damit den möglichen Vertretungen unseres angeschlagenen Capitanos an. Es folgt Chemnitz, wo unsere Innenverteidigung auf einen der (wen nicht sogar den) besten Stürmer der 3. Liga treffen wird: Anton Fink. Einen besseren Test für die Relegation bzw. die Drittligatauglichkeit kann es gar nicht geben. Bleibt noch die Relegation, wo eine Entscheidung den Erfordernissen angepasst wird.

Rumpelstilzchen


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