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DER UNSICHTBARE DRITTE? – KAMMLOTT UND MORYS IM FOKUS

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Leipzig - (13.05.2013) Wer ist der dritte Mann im Sturm und wer wird demnächst in die tiefen Fußstapfen des alten und neuen Inhaber der Torjägerkanone treten? Kammlott und Morys versuchten sich gegen die defensivstarken Zwickauer in Position zu wirbeln und bissen sich die Zähne aus.

Mit Frahn vor die Lok gefallen, Kutschke verschnupft, dem Pokalfinale im Blick und doch Zwickau vor der Brust standen die Zeichen auch im Sturm auf Rotation. Dass es am Ende bis auf Hoheneder kein Stein auf dem anderen bleiben sollte (einschließlich Systemumstellung), erleichterte die Arbeit für die designierten Offensivspieler Morys und Kammlott nicht. Zumal es gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga ging, die obendrein die beste Defensive der Liga ihr eigen nennen darf.

Dabei gelang Morys das Kunststück einen neuen Negativrekord in Sachen Ballberührungen aufzustellen. Kammlott gab sich ungewohnt bissig und foulte mehr als jeder andere beobachtete Stürmer in dieser Spielzeit.

Ballberührungen
Natürlich war es nicht leicht für die Offensive, gegen das Zwickauer Bollwerk zu einer herausragenden Anzahl von Ballkontakten zu kommen, zumal sie durch das 4-4-2 und die Umstellungen nicht so sehr ins Pressingverhalten eingebunden waren und defensiv weniger agierten als Frahn oder Kutschkes es üblicherweise taten. So brachte es Morys auf 26 und Kammlott auf 33 Ballberührungen. Betrachtet man die Halbzeiten, so fällt auf, dass Morys im ersten Durchgang kaum am Spiel teilnahm, auch, weil seine Vorteile nicht auf dem Spiel im engen Raum lagen, so unterbot er die sieben Berührungen Frahns im ersten Derby (zweite Halbzeit) mühelos und kam auf lediglich drei Ballberührungen (drei weitere waren es nachdem das Spiel jeweils abgepfiffen wurde, sie zählten wie gewohnt nicht) – eine Marke für die Ewigkeit. Das heißt aber auch, dass er in der zweiten Hälfte mit 23 Berührungen deutlich besser war als Kammlott (15).

Pässe
Etwas mehr als die Hälfte (33) der Ballberührungen mündeten in Pässe (zum Vergleich, gegen Torgelow waren es mehr als 2/3, gegen Auerbach oder Lok (Hinspiel) jedoch auch nicht viel mehr als die Hälfte). Mit 12 zu 21 Pässen hatte Kammlott hier klar die Nase vorn und war diesbezüglich eher auf dem Torgelow-Niveau. Auch in Sachen Passquote kam Morys (50%) nicht an den Ex-Erfurter (71,4%) heran, letztere kann für einen Stürmer durchaus als herausragend bezeichnet werden, auch wenn das Gros seiner Pässe Kurzpässe waren (vgl. Kutschke mit 83% Kurzpassgenauigkeit gegen Torgelow). Dadurch, dass unsere Mannschaft deutlich kleiner war als Zwickau sind weder Flankenbälle (beim Ausweichen auf die Außenbahn) noch Kopfballpässe häufiger gespielt worden. Im Einzelnen:
Morys: Sicherheitspässe (1/0), Kurzpässe (4/3), Langpässe (0/2), Kopfpässe (1/1)
Kammlott: Sicherheitspässe (2/0), Kurzpässe (11/5), Langpässe (1/1), Kopfpässe (1/0)

Zweikämpfe
Auch hier hatte Kammlott (Spiel auf engem Raum) klar die Nase vorn. Mit 34 Zweikämpfen war es sogar deutlich über dem diesjährigen Durchschnittswert für Stürmer (bis auf Kutschke, der aber durch das Kopfballspiel im Mittelfeld bevorteilt ist). Mit 52 Zweikämpfen insgesamt wurden sogar sechs Zweikämpfe mehr geführt als gegen Torgelow, was in Anbetracht des Zwickauer Mittelfelds auch schon ein sehr guter Wert ist, da man den Ball überhaupt erstmal in den Sturm bringen musste. Bei den Innenverteidigern war dann trotzdem meist Schluss, mit 42,3% (Morys 44,4%, Kammlott 41,1%) lag die Zweikampfquote fast 15% unterhalb der von Torgelow, was sich jedoch hauptsächlich auf den Nachteilen im Kopfballspiel gründete. Ein bemerkenswerte Leistung lieferte Kammlott mit Ball am Fuß, in den offensiven Zweikämpfen erreichte er 64,3%, was deutlich über den 25% von Kutschke und Frahn gegen Torgelow liegt. An diese Bissigkeit muss Kammlott anknüpfen, wenn es jetzt in medias res geht. Im Einzelnen:
Morys: offensiv (3/2), defensiv (1/3), Kopf (1/4), gefoult/Fouls (3/1), Abseits (2)
Kammlott: offensiv (9/5), defensiv (2/2), Kopf (1/8), gefoult/Fouls (2/5), Abseits (1)

Torschüsse
Hier war alles fein säuberlich aufgeteilt. Während Morys im zweiten Durchgang drei Torschüsse abgab, war Kammlott im ersten dafür zuständig (3). Insgesamt also sechs Torschüsse, was also 10% der Ballberührungen ausmachte. Bis auf zwei Fernschüsse (Kammlott 35. und Morys 90.) sowie den Elfmeter musste Unger nicht eingreifen, was bedeutet, dass es bis auf Kammlotts Chance vom Punkt keine klaren Torgelegenheiten für die Stürmer gab. Da wir hier von Kernkompetenzen reden, ein sehr ausbaufähiger Wert.

Fazit
Spielerisch war Kammlott klar der aktivere der beiden, was natürlich auch in Morys unterirdischer erster Halbzeit begründet lag. Wenn unser Ex-Erfurter seine gestrige Bissigkeit in die anstehenden Partien nimmt, dann könnte er die Nase vor Morys haben. Dem Winterneuzugang fehlte es im ersten Durchgang an so ziemlich allem (erster Ballkontakt in der 14. Spielminute), nach dem Pausentee verbesserte er sich, wobei trotzdem vieles Stückwerk blieb. Morys Stärke bleibt der Antritt, in Sachen Zusammenspiel wirkte er noch nicht wirklich an die Mannschaft gebunden, was in Anbetracht der nahen Relegation ein deutlicher Nachteil werden könnte. Nach dem Pokalfinale (der ein Fingerzeig auf die Relegationsaufstellung werden dürfte) bleiben noch zwei Spiele gegen die ebenfalls defensivstarken Jenenser und den BAK, um eine funktionierende Offensivzusammenstellung zu finden, viele Tore werden wir in dieser Zeit wohl nicht mehr sehen.

Rumpelstilzchen


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