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CL Gruppe 2. Spieltag
Mittwoch, 28.10.2020, 21:00 Uhr
Ort: Manchester, Old Trafford
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SPEKTAKEL ZUM GEBURTSTAG: RB LEIPZIG SIEGT IN JENA MIT 5:4

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Jena - (20.05.2013) Die Zuschauerzahl nahm es fast vorweg: Vor 5.544 Besuchern siegen die roten Bullen mit 5:4 beim FC Carl Zeiss Jena. 600 Leipziger folgten ihrem Team, in dem besonders Kammlott Grund zur Freude hatte.

Einem Verein anzuhängen, den es erst seit wenigen Jahren gibt, hat auch den Vorteil, besondere Spiele ziemlich einfach als „eines der außergewöhnlichsten der bisherigen Vereinsgeschichte“ erleben zu können. Genau zu seinem vierten Geburtstag hat RB Leipzig sich und seinen Anhängern unter freundlicher Mithilfe des FC Carl Zeiss Jena ein solches Geschenk gemacht. Das 5:4 beim Europacupfinalisten von 1981 und letztjährigen Drittligaabsteiger hatte alles, was man sich von einem Fußballspiel wünschen kann: großartige Tore, einen interessanten Spielverlauf, tolle Stimmung auf den Rängen, bissige Zweikämpfe und natürlich den „richtigen“ Sieger. Wen interessiert es da schon, dass der sportliche Stellenwert des Gezeigten für die laufende Saison eigentlich gering war.

Das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena hat zwei Dinge, von denen Besucher der Red Bull-Arena nur träumen können: einen wunderschönen Ausblick auf die Kernberge und eine genießbare Bratwurst. Genießen konnten das geschätzt 600 mitgereiste Leipziger Fans, die sich zu den knapp 5.000 Heimfans gesellten und in direkter Nachbarschaft zum Ultra-Block des FC Carl Zeiss standen. Erwartungsgemäß hatten sich beide Fraktionen schon weit vor Anpfiff so einiges zu erzählen. Dank des Spielverlaufs sollte sich das auch durch den weiteren Nachmittag ziehen.

Die roten Bullen traten in Bestbesetzung an, also so wie im Pokalfinale unter der Woche. Frahn, Sebastian, Hoffmann und Judt fehlen bekanntlich verletzt, auch wenn letzterer schon wieder ins Training eingestiegen ist. Jenas Coach Petrik Sander, der laut MDR heute einen neuen Vertrag unterschreiben wird, brachte die Routiniers Schlosser und Peßolat zurück, die zuletzt nicht im Aufgebot standen. Ex-Bulle Geißler hatte sich leider im vergangenen Spiel die fünfte Gelbe Karte abgeholt und durfte deshalb nur zuschauen.

Das Spiel im Schnelldurchlauf: Jena geht ruckzuck in Führung, RB gleicht quasi postwendend aus, geht dann sogar 3:1 in Führung. Der Gastgeber schafft noch vor der Pause den Anschluss, kurz danach den Ausgleich. Im Laufe der zweiten Hälfte ziehen die Leipziger wieder mit zwei Toren davon, müssen aber erneut den Anschlusstreffer hinnehmen. Heidinger fliegt wegen einer insgesamt unnötigen Gelb-Roten Karte vom Platz (und hätte damit – glaubt man Medienberichten – sein letztes Spiel bestritten, falls er in der Relegation nicht mehr zum Einsatz kommen sollte), doch die Gäste gewinnen das Spiel knapp. Mit 5:4. Erste Heimniederlage für den FCC in dieser Saison.

Bemerkenswert an diesem Spiel ist natürlich die Tatsache, dass die Rasenballer innerhalb von vier Tagen zum zweiten Mal einen Rückstand drehen. Dass sie gegen starke Gegner namens Chemnitz und Jena insgesamt neun Tore erzielen. Dass ein Carsten Kammlott gleich doppelt trifft und die Bälle dabei nicht irgendwie glücklich reinwürgt, sondern allein auf den Torhüter zumarschiert, dabei eigentlich genügend Zeit hat, sich Gedanken zu machen, wie er wieder mal scheitern könnte, dann aber souverän einschiebt. Bemerkenswert ist aber auch die Tatsache, dass sich RB innerhalb dieser beiden Spiele sechs Tore fängt und mit Blick auf die Relegation, für die Lotte nun definitiv als Gegner feststeht, dringend an seinem Defensivverhalten arbeiten muss.

Doch für heute darf man sich auch einfach mal freuen über dieses extrem temporeiche, umkämpfte (aber selten unfaire) und unterhaltsame Spitzenspiel; vielleicht das erste Ligaspitzenspiel in der RB-Historie, das diesem Namen auch gerecht wurde. Kurioserweise in einer Situation, in der die eine Mannschaft weit abgeschlagen hinter der anderen liegt. So hätte es für beide Teams eigentlich auch ein gemütliches Saisonauslaufen bei wunderbarem Wetter werden können, doch natürlich wollte Jena die Ungeschlagen-Serie von RB beenden. Unsere Jungs wiederum hatten darauf so überhaupt keinen Bock und hielten mit Kampf und Klasse dagegen. Nach Schonung für die Relegation sah das hier bei keinem der Beteiligten aus. Und die Jenaer Spieler hatten sich zum Glück einige Ratschläge aus deren Fanforum nicht zu Herzen genommen und verzichteten darauf, unsere Spieler kaputt zu treten, beteiligten sich stattdessen an einem mitreißenden Torfestival, dessen Highlight sicherlich der 30-Meter-Lupfer von Morys zum 5:3 darstellte. Absolut sehenswert aber auch, wie präzise und perfekt getimt der letztjährige HFC-Aufsteiger Shala zwei Tore für den Gastgeber vorbereitet.

Die Fans in Jena und aus Leipzig begleiteten das aufregende Spiel in angemessener Lautstärke. Toller Support von beiden Seiten, auch wenn wir uns natürlich mal wieder als diejenigen erwiesen, die „den Sport kaputt“ machen – selbstredend immer dann, wenn die Rasenballer mit zwei Toren in Führung gingen. Auf der Haupttribüne echauffierte sich jemand ernsthaft darüber, dass die RB-Spieler auf die „Huren“-Rufe mit Grinsen reagierten. Auf Seiten des Rasenballanhangs sollte man derweil noch mal überlegen, ob „Wir stehen in einer Kurve, auch wenn sie gerade ist“ wirklich Sinn macht, wenn man ausnahmsweise tatsächlich mal in einer Kurve steht.

Auch wenn das Abwehrverhalten eher gruselig war, ist das 5:4 ein weiteres Spiel, das uns für die Relegation Mut machen darf. RB hat das zweite schwere Spiel in Folge gewonnen, diesmal in einer Konstellation (hoch motivierter Gegner vs. möglichst keiner verletzen), die das alles andere als selbstverständlich gemacht hat. Dazu ist spätestens jetzt klar, dass nicht nur Frahn weiß, wo das Tor steht. Die Treffer waren teilweise überragend herausgespielt und wurden eiskalt vollendet. Dazu scheint die Stimmung innerhalb des Teams trotz der „Karikari-Affäre“ absolut zu stimmen. Die Leipziger Jungs dürften sich sehr zufrieden auf die Reise zurück in die schönste Stadt der Welt begeben haben. Diesmal hoffentlich geduscht.

Statistik zum Spiel:
Jena: Berbig (C) – Giebel, Dvorschák, Grösch (78. Brinkmann), Schulte – Schmidt, Riemer, Schlosser (66. Six) – Peßolat – Trytko, Shala
Leipzig: Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Heidinger – Röttger (C) (66. Fandrich), Kaiser, Schulz (82. Ernst) – Rockenbach (75. Morys) – Kammlott, Kutschke
Tore: 1:0 Trytko (3.), 1:1 Kammlott (5.), 1:2 Schulz (25.), 1:3 Kammlott (34.), 2:3 Peßolat (41.), 3:3 Trytko (60.), 3:4 Rockenbach (74.) FE, 3:5 Morys (81.), 4:5 Müller (85.) ET
Zuschauer: 5.544 (ca. 600 Leipziger)
Gelbe Karten: Giebel, Shala, Berbig, Riemer / Franke (6), Kutschke (4), Schulz (3)
Gelb-Rote Karte: Heidinger (90.)

Loch


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