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6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 31.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: BORUSSIA-PARK, Mönchengladbach
Bor. Mönchen-
gladbach
RB Leipzig
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RASENBALLER VERLIEREN IN SAARBRÜCKEN GEGEN ELVERSBERG IN DER NACHSPIELZEIT

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Saarbrücken - (08.09.2013) In Burghausen gelang der umjubelte Siegtreffer in der Nachspielzeit, diesmal lief es andersherum. Elversberg gewinnt spät und verdient mit 1:0 und die roten Bullen fahren enttäuscht nach Hause.

Von der Red Bull Arena in Leipzig bis zum Stadion am Bad in Markranstädt braucht man mit dem Auto etwa 20 Minuten. In etwa genau so lange dauert es, um von Elversberg nach Saarbrücken zu kommen. Das, was Mannschaft und Fans der SV 07 Elversberg in dieser Saison bewerkstelligen müssen, kann man sich hierzulande also – teils noch aus eigener Erfahrung – sehr gut vorstellen. Der Umzug in ein anderes, noch recht nahe gelegenes Stadion ist zu verkraften, so richtig Bock hätte darauf vermutlich niemand. Wobei die Vorzeichen natürlich andere sind.

Während es bei uns mittlerweile ernsthafte Probleme gäbe, das Stammpublikum im Stadion des SSV unterzubringen, ist das in Saarbrücken kein Problem. Das Ludwigsparkstadion, eigentlich Heimat des stark kriselnden 1. FC sowie der Footballer namens Hurricanes, bietet mehr als 35.000 Zuschauern Platz – bei Heimspielen der Elversberger wird es allerdings selbst bei reisefreudigem Gästeanhang in der Regel zu kaum mehr als fünf Prozent ausgelastet sein. Allein die Heimzuschauer bringen keine 800 Leute ins Stadion. Was natürlich nicht nur am Umzug liegt, sondern vor allem daran, dass die Sportvereinigung schlicht kaum Zuschauer zieht – 542 waren es in der letztjährigen Aufstiegssaison in der heimischen Kaiserlinde, die laut strengen DFB-Regularien den Ansprüchen der 3. Liga (mindestens 10.000 Zuschauer) nicht entspricht. Besser als am Beispiel der SV Elversberg ließe sich kaum demonstrieren, welch Schwachsinnsregel man sich da wieder mal ausgedacht hat. (Für den Schwachsinn der obersten Entscheider bietet sich Elversberg ja noch aus einem anderen Grund an: Als Tabellenzweiter der Regionalliga Südwest stieg man auf – während der Erstplatzierte Hessen Kassel weiter vierte Liga spielt. Ein Hoch auf die Regionalligareform.)

So war es nun gestern ein in vielerlei Hinsicht ziemlich trostloses Schauspiel. Keine 1.000 Leute in einem Stadion, das zu den 20 größten in Deutschland zählt. Keine nennenswerten Spuren von Fankultur auf der Heimseite. Die Abteilung Lärm ließe sich vielleicht ganz gut mit den Anfängen der L.E. Bulls in Markranstädt vergleichen. Und dazu leider auch ein mit etwas mehr als 100 Leipzigern überschaubarer Auswärtshaufen. Eine viel größere Anzahl war natürlich nicht zu erwarten, aber näher an die 200 hätte es schon gehen dürfen. Die, die da waren, verteilten sich leider auch sehr breitflächig im großzügigen Gästeblock, so dass sich die Zahl der wirklich aktiven Supporter auf etwa 50 beschränkte. Und die wiederum – sporadisch unterstützt von Gelegenheitssupportern – machten allerdings recht ordentlich Musik, waren bis auf wenige Unterbrechungen über 90 Minuten bei der Sache und quer durchs Stadion sehr gut zu vernehmen (was in Anbetracht der quasi nicht vorhandenen „Gegenwehr“ allerdings auch nicht allzu schwer fiel).

Die Jungs auf dem Rasen hat es aber leider nicht zum Erfolg getragen. Dabei war RB klar tonangebend, Elversberg nur aufs Kontern verlegt (die „offensive Spielweise“, von der die SV-Homepage berichtet, habe ich jedenfalls nicht gesehen). Dennoch geht der Sieg für den Außenseiter absolut in Ordnung (der sich mit zwei Siegen unter Neutrainer Dietmar Hirsch ins untere Mittelfeld vorgekämpft hat und nun schon fünf Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatzinhaber Saarbrücken hat). Elversberg hatte ein Plus an Torchancen und dabei auch die gefährlicheren, insbesondere um die 70. Minute herum, als erst Billick allein auf Coltorti zurennt, dann ein Kopfball an der Latte landet und schließlich Willers auf der Linie klärt. Auf Seiten der Rasenballer war das Bild eher: Torschuss – abgeblockt. Wenn es überhaupt dazu kam, denn wie schon so oft in dieser Saison wirkte das Spiel der Bullen über weite Strecken nicht allzu zielführend. Zorniger fand nach der Partie dann auch deutliche Worte, sprach davon, dass die Mannschaft nicht wie eine solche auftrat, ließ durchblicken, dass da mehr Leidenschaft drin gewesen wäre und klang auch durchaus selbstkritisch im Sinne falscher Entscheidungen, was Aufstellung und Taktik anbelangt.

So war es dann schließlich die Nachspielzeit, in der Elversberg einen der zunehmend gefährlicheren Konter eiskalt ausspielte. Man hatte ein wenig das Gefühl, dass RB zu starkes Risiko ging und die (Offensiv-)Kraft des Gegners vielleicht auch ein wenig unterschätzte. Dabei hatte zuvor schon insbesondere die junge Nachwuchskraft Kyereh unsere Abwehr mit schnellen Gegenstößen immer wieder gefordert.

Ein unglückliches Bild gab gegen Ende dann leider auch unsere Fankurve ab. Dass man den ganzen Tag für An- und Abreise aufbringt, dann aber nicht einmal mehr den Schlusspfiff abwarten kann und demonstrativ nach dem Gegentor das Stadion verlässt (glücklicherweise nur einige wenige), ist schon etwas merkwürdig. Zumal noch ein paar Minuten zu spielen waren und wir ja tatsächlich nochmal zu Chancen kamen. Dass dann mit Schlusspfiff einige mehr nicht mehr darauf warten wollen, die Mannschaft noch zu verabschieden, ist ebenfalls ärgerlich. Total überflüssig waren jedoch die „Absteiger, Absteiger“-Rufe einiger Fans (nach acht Spieltagen, gegen ein Team, für das es gerade gut läuft) sowie „Wir fahr'n nach Haus', ihr müsst hier wohn'n“, was in Anbetracht der eingangs geschilderten Konstellation mit den Stadien eben nicht so wirklich passt.

Schön hingegen, dass sich die verbliebenen Leipziger Anhänger (was die Mehrheit war) und die Spieler noch abklatschten. In dem Moment war den Meisten vermutlich bewusst, dass das keine unverdiente Niederlage war, auch wenn der Zeitpunkt des Gegentores natürlich bitter war. Aber aus der Ferne wirkte es auch wie ein „Das können wir besser, und beim nächsten Mal machen wir es auch wieder besser“. Das nächste Mal ist Samstag, 14 Uhr. Dann kommen die Nachwuchsschwaben vom VfB Stuttgart nach Leipzig und dann wird mindestens die Stimmung auf den Rängen tatsächlich wieder eine andere sein.

Statistik:
Elversberg: Kronholm – Gross, Itoua, Wenzel (C), Wolf – Bastürk, Billick – Rohracker (90. Gallego), Keyereh (76. Melisse), Salem – Luz (82. Dausend)
Leipzig: Coltorti – Sebastian (46. Heidinger), Hoheneder, Willers, Jung – Schulz, Kaiser, Fandrich (65. Papadimitriou) – Röttger – Thomalla (77. Kammlott), Frahn (C)
Tore: 1:0 Dausend (90.+2)
Zuschauer: 860 (davon ca. 150 Leipziger)
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach)
Gelbe Karten: Luz, Salem, Rohracker, Gross / Hoheneder (2), Kaiser (1)

Loch


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20130908-spielbericht-elversberg-lang.html

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