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CL Gruppe 2. Spieltag
Mittwoch, 28.10.2020, 21:00 Uhr
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OHNE FRAHN WAR WENIG LOS – DER STURM GEGEN ELVERSBERG IM FOKUS

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Leipzig - (04.03.2014) Gegen die Saarländer stand diesmal der Sturm im Fokus. Ohne Frahn tat man sich schwer gegen die kompakten Elversberger Torchancen herauszuspielen. Erst nach dem glücklichen 2:0 boten sich mehr Räume.

Nach der Hinspielkatastrophe in Saarbrücken war es klar, dass Elversberg ein schwerer Brocken werden würde, gerade in Anbetracht der Ausfälle. Ohne Frahn durften sich diesmal Poulsen und Morys als Sturmduo versuchen. Gegen die kompakten Elversberger hatten beide ihre Probleme und waren kaum an Torchancen beteiligt. Erst nach dem glücklichen 2:0 lösten die Elversberger etwas ihren Verbund auf und ermöglichten so den mittlerweile zu dritt stürmenden Leipzigern ein paar Chancen.

Poulsen und Morys waren beide im ersten Durchgang fast komplett abgemeldet, während der Däne sich später steigerte, lief das Spiel an Morys nach dem Wiederanpfiff fast durchgängig vorbei (1 Ballberührung in 20 Minuten). Mit der Einwechslung Röttgers kam wieder frischer Schwung ins Offensivspiel, auch wenn das 2:0 hier ebenfalls die erforderlichen Räume öffnete. Insgesamt zeigte sich gegen gut eingestellte Elversberger jedoch, dass unsere Leipziger diese Saison abseits von Frahn (der jedoch auch schon seine Schwächephase hatte) keine Stürmer mit Torgarantie im Kader haben.

Ballberührungen
Es waren die schwächsten 45 Minuten, die bisher bei Poulsen beobachtet wurden, nur 12 Ballberührungen (lediglich das Phantom Frahn kam ab und an mit weniger aus) und damit sogar eine weniger als Morys. Dies lag zum einen an dem körperbetonten Spiel seiner Gegner, zum zweiten an den wenigen Bällen, die es überhaupt bis in die Sturmspitze schafften und zum dritten an den eigenen Unzulänglichkeiten in der Ballannahme und auch dem Kopfballspiel. In der zweiten Halbzeit steigerte sich Poulsen und kam auf 18 Ballberührungen, was sein ungefährer Mittelwert ist (abseits des Elversbergspiels sieben Halbzeiten mit 124 Ballkontakten = 17,7 Ballberührungen pro Halbzeit (nach Elversberg nun 17,1)). Morys hingegen hätte auch in der Kabine bleiben können, nur eine Ballberührung verzeichnete er in den 20 Minuten der zweiten Halbzeit und wurde folgerichtig ausgewechselt. Für ihn kam Röttger, der gleich mit seinem ersten Kontakt einnetzte und insgesamt in nur 30 Spielminuten 21 Ballberührungen für sich verbuchte (auch wenn gegen Ende des Spiels ein vierfacher Doppelpass die Anzahl nach oben trieb). Insgesamt also: Poulsen 30, Morys 13, Röttger 21.

Pässe
Während sich also bei Ballberührungen deutliche Unterschiede zeigten, waren die Passquoten beider Spieler recht ähnlich. Von Poulsens 23 Pässen erreichten 15 den Mitspieler (65,2%), Morys war hier leicht besser, spielte jedoch auch nur 9 Pässe (66,7%). Deutlich sicherer mit dem Spielgerät war jedoch Röttger, der 11 seiner 13 Pässe an den Mann brachte (84,6%). Wobei er jedoch auch fünf Sicherheitspässe spielte, wohingegen Poulsen und Morys gemeinsam nur drei dieser Pässe ausführten. Auffällig auch, dass es kaum lange Bälle gab, den einzigen weiten Pass spielte Röttger (ohne Erfolg). Dafür hielt er sich beim Kopfballspiel vornehm zurück (keine Ballberührung mit dem Schädel), während Poulsen und Morys insgesamt sechs Kopfbälle an den Mann brachten (5 Fehlpässe, was auch zu ihrer schlechteren Gesamtbilanz beitrug). Schwach auch die Torschussvorlagen, Poulsen war der einzige, der eine direkte Vorlage gab (in der ersten Halbzeit eine kurze Ablage auf Kaiser) und scheiterte zumindest nochmals knapp, als er Luge einsetzen wollte (die Hereingabe war zwar scharf genug, um den Torwart zu überwinden, jedoch wohl auch zu scharf für Luge). Insgesamt konnte man sich also glücklich schätzen, nicht aus dem Spiel heraus zum Torerfolg kommen zu müssen, sondern über Standards das Spiel zu entscheiden, im Einzelnen:
Poulsen: Sicherheitspässe (3/0), Kurzpässe (8/4), Langpässe (0/0), Kopfpässe (4/4) – Quote: 65,2%
Morys: Sicherheitspässe (0/0), Kurzpässe (4/2), Langpässe (0/0), Kopfpässe (2/1) – Quote: 66,7%
Röttger: Sicherheitspässe (5/0), Kurzpässe (6/1), Langpässe (0/1), Kopfpässe (0/0) – Quote: 84,6%

Zweikämpfe
Insgesamt waren die Stürmer an einigen Zweikämpfen beteiligt (56), von denen sie jedoch nur 42,9% für sich entschieden (24), was etwas unter dem üblichen Schnitt von ~45% lag. Während Morys (44,4%) und Röttger (62,5%) durchaus im Soll lagen, war es vor allem der umtriebige Poulsen, der den Schnitt nach unten zog, da er nur 11 seiner 30 Duelle gewinnen konnte (36,7%). Dies lag zum einen an seiner teils sehr ausbaufähigen Ballan- und -mitnahme und den daraus resultierenden Ballverlusten zum anderen am körperbetonten Spiel seiner Gegner, das oft nah an der Grenze zum Foul war, jedoch nur einmal vom Schiedsrichter geahndet wurde. Außerdem blieb er auch bei den Luftduellen unter seinen Möglichkeiten (38,5%). Während Morys in Halbzeit eins die meisten Zweikämpfe führte (16 – 50%) und besonders defensiv und im Kopfballspiel gute Werte erreichte (aber auch drei Foulspiele), versuchte Röttger (8 Zweikämpfe) knifflige Situationen eher spielerisch zu lösen. Im Einzelnen:
Poulsen: offensiv (3/7), defensiv (2/1), Kopf (5/8), gefoult/Fouls (1/3), Abseits (1) – Quote: 36,7%
Morys: offensiv (1/5), defensiv (3/0), Kopf (4/2), gefoult/Fouls (0/3), Abseits (3) – Quote: 44,4%
Röttger: offensiv (2/2), defensiv (2/0), Kopf (0/0), gefoult/Fouls (1/1), Abseits (0) – Quote: 62,5%

Torschüsse
Ein Abseitstreffer von Röttger (65.), der zu unserem Glück trotzdem zählte, ein gehaltener Torschuss von Poulsen (68.), der sicher nicht einfach zu verwerten war, wo jedoch trotzdem mehr drin war und ein Schuss über das Gehäuse von Röttger am Spielende (88.), mehr gab es nicht zu bewundern. Gerade Morys enttäuschte in der Offensive, war er doch an keiner gefährlichen Situation beteiligt.

Fazit
Ohne Frahn war Ebbe im Sturm. Elversberg machte durch eine kompakte Defensive – die weder besonders hoch angriff (die IV und Bellot wurden nicht attackiert), noch sehr tief stand – Leipzig das Leben recht schwer. Zwar versuchten wir aus dem Mittelfeld heraus die Stürmer einzusetzen, aber beide agierten in den Offensivduellen eher unglücklich. Besonders Poulsen kam mit seinem Gegenspieler nicht gut klar, hatte in der Luft wie auch am Boden große Probleme. Erst als der SVE nach dem 2:0 ein wenig aufmachen musste, ergaben sich ein paar Räume. Pech für Poulsen, dass der schön von Demme eingeleitete Angriff mit seinem Pass auf Luge nicht zum Tor führt. Neben der Einleitung des Elfers über Heidinger und Fandrich sicher die beste Offensivaktion des Spiels. Fraglich ob er nach dem Länderspiel auch in Stuttgart von Beginn an ran darf bzw. ob die überhaupt empfehlenswert wäre. Aktuell läuft Poulsen jedenfalls ein wenig seiner Form hinterher.

Morys sorgte defensiv zwar durchaus für die Umsetzung der zornigerschen Linie (wenn auch etwas übermotiviert) blieb aber in den offensiven Kernkompetenzen schwach. Dazu war er nach dem Wiederanpfiff komplett unsichtbar, was seine Auswechslung folgerichtig machte. Von der oft gerühmten Schnelligkeit war wenig zu sehen. In der Form muss er aufpassen, nicht hinter Palacios und Luge abzurutschen. An Poulsen und Frahn ist jedenfalls (trotz deren Schwächephasen) kein Vorbeikommen, was sicherlich ebenfalls alarmierend für den Relegationshelden sein sollte.

Während Poulsen also im Pech war, konnte nach dem Spiel durchaus konstatiert werden: Röttger im Glück. Das Tor klar Abseits, aber es eröffnete neue Räume, denn bis dahin hatte Elversberg kaum auf den Rückstand reagiert (möglicherweise Maßgabe, um irgendwann mal noch einen Konter zu setzen und ggf. einen Punkt mitzunehmen), danach mussten sie es. Röttger nutzte dies für ein gutes Passspiel, ohne nach dem Treffer noch an gefährlichen Torabschlüssen beteiligt zu sein – trotzdem der Matchwinner (wobei ihm dies auch nicht in die nächste Startelf katapultieren wird).

Wird jedenfalls Zeit, dass Luge und ggf. auch Palacios den Konkurrenzkampf im Sturm weiter befeuern und natürlich, dass Frahn zurückkehrt, denn auch wenn er oft wenig vom Spiel hat, so strahlt er aktuell deutlich mehr Torgefahr aus als seine beiden Vertreter.

Rumpelstilzchen


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