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6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 31.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: BORUSSIA-PARK, Mönchengladbach
Bor. Mönchen-
gladbach
RB Leipzig
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FRAHNSINN – ES GEHT WIEDER LOS

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Leipzig - (31.07.2014) Am Samstag ist es endlich so weit – Leipzig ist zurück auf der großen Fußballbühne. Der Forenuser "Birdman" wirft einen Blick in seine Glaskugel.

Samstagmorgen, heute weckt die gute Laune, nicht das Handy. Die Sonne scheint, es ist Sommer und Wochenende. Und: der Ball rollt längst wieder durch Deutschlands Stadien. Die Dritte Liga läuft schon eine Woche, nun startet die 2. Bundesliga. Ja, der Fußball ist schon ein cooler Zeitgenosse. Moment! 2. Bundesliga? Das sind doch wir, oder? Viel Zeit ist nicht vergangen, genauer gesagt ein Jahr, zwei Monate und 95 Spielminuten, als ich meinen Club sah, wie er gerade eine weitere Runde im Kreisel der Regionalliga drehen wollte. Es folgte ein wildes Sammelsurium an irren Fußballereignissen und am siebenunddreißigsten Spieltag das Reziproke aller Unkenrufe der Traditionsfans: "Stellt euch vor, RB Leipzig spielt (noch) Dritte Liga und alle gehen hin". Die Sommerpause war kurz, viel zu kurz. Aber gerade so lang genug, um sich vorzubereiten. Schon seit zwei Tagen klemmt mein RB-Schal an der Heckscheibe meines Autos. Ich nutzte jede freie Minute, um mir die schönsten Szenarien auszumalen. 2. Bundesliga? Uff, wie lange ist das her? Mehr als nur einmal beginne ich zu recherchieren, nehme zum Zählen die Hände zur Hilfe und stelle stets fest, ich brauche noch mindestens eine weitere. Sei's drum, heute geht's los.

Die Skepsis ist an diesem Tag ständiger Begleiter auf meinem Weg ins Stadion – in der bangen Hoffnung, der Anpfiff würde mich bald erlösen. Ich begegne vielen fröhlichen Menschen, am Markt, entlang der Jahnallee und der Waldstraße. Rot-Weiß dominiert die Straßen. Es sind die letzten Stufen hoch und dann wieder runter. Ich möchte sie zählen, will davon berichten, doch bin zu nervös. Bei vierzehn höre ich auf und nehme das Stadionheft zur Hand. Nur die Bilder angucken, mehr geht jetzt nicht. Ausgestattet mit einem kühlen Bier nehme ich in der Sonne Platz, schaue ins Rund und strecke meinen Schal in die Höhe. Ein kurzer Nipp aus dem Becher: schmeckt nicht, wird noch. Wir stoßen an, ein langer Ball, ein verdutzter Verteidiger, ein hechtender Poulsen – Abstoß. Schnell noch ein Nipp. Und? Nichts Neues zu vermelden. Mir imponiert der kleine Kaiser, bewegt sich immer dort, wo der Ball ist, sodass es suggeriert, der Ball wäre immer da, wo der Kaiser ist. Viel Gemurmel auf der Haupttribüne, ausgelöst von Poulsens Stockfehlern und Frahns fragwürdigen Laufwegen. Noch sind wir nicht nur gute Balleroberer sondern auch Ballverlierer. Ist das ein Fachbegriff? Nein? Dann würde ich ihn spätestens jetzt gern einführen. Einfach, um zu erklären, was da gerade passiert. Der Gast aus Aalen hat ein paar Zuschauer mitgebracht, ihre Fans jedoch nicht. Alle fünf sind, so wie ich hörte, nach Leibnitz gefahren. Das ist aber auch alles schwer zu unterscheiden: Ahlen und Aalen, Leipzig und Leibnitz. Kommerz und Tradition? Papperlapapp! Unsere Jungs aus der südlichen Kurve der RB-Arena geben ordentlich Stoff, waren in der dritten Liga schon zweitklassig, wollen nun erstklassig in der zweiten Liga sein. "Red Bull mit Cola, Red Bull mit Vodka…" und schon hab ich wieder Durst. Ergebnis: bekannt. Jetzt könnte mal was gehen. Hoheneder fängt einen Pass in die Spitze ab, köpft direkt zu Sebastian, weiter zu Jung, zu Demme, zu Khedira, möööööp, wieder zu Demme, zu Jung, zu Sebastian, zu Hoheneder, zurück zum Gegner. 30. Minute, der Ball ist im Nirgendwo, ich greife runter zu meinem Bier, Fraaaaaaaahhhhn, Tor! Verdammt, geht das schon wieder los? Die Anzeigetafel – übrigens ursprünglich für die EM 1988 erbaut – lässt nur erahnen, wie's entstanden ist. Halbzeit, kurzes Resümee: ein Fall für den Tatort. Einen hat's niedergestreckt, alle glauben den Täter zu kennen, doch der Beweis folgt wie immer erst ganz am Schluss (quasi in der Sportschau). Apropos Krimi: noch nicht, könnte aber noch werden.

Der Schiedsrichter pfeift an, wir spielen auf die Kurve, den Fanblock freut's – wie man hört. Doch der Start gehört den Gästen, diese spielen nun mit zwei lateral abkippenden Sechsern in den Halbräumen, der falschen Neun und im Zentrum mit einem klassischen Nadelspieler, sodass in Ballbesitz permanente Überladungssituationen unsere Defensivspieler zu einem Fragezeichen formieren lassen. Das schmeckt unserem Trainer nicht, da trinkt jemand aus unserem Döschen. Zorniger fuchtelt wie wild mit den Armen herum, als wolle er einen Ferienflieger in der Coachingzone landen lassen. Seine verschiedenen Fingerzeichen erinnern stark an Trappatoni und verwirren Teigl dermaßen, dass er glaubt, er solle mit Bellot die Position tauschen. Die Gelegenheit nutzt sein Gegenspieler, überläuft ihn, umkurvt Sebastian und sein eigenes Standbein, da Demme ihm das Stoppschild vor die Nase setzt. Blick zu Zorniger: Daumen hoch und ein Augenzwinkern für Diego. Doch im Moment der Unachtsamkeit passiert es doch. Vorn wollen wir um einen Angriff ein Schleifchen binden, während unsere Innenverteidigung genug Raum lässt, damit ein Reisebus zwischen ihnen wenden könnte. Den Aalener Stürmer freut's, 1:1. Keine zwei Minuten warten wir auf die Antwort. Wieder dieser Kaiser. Chippt, schaufelt und löffelt den Ball in die tiefste Tiefe, Yussuf bleibt cool, netzt ein und alle setzen zum Jubelsturm an. Währenddessen hebt der Linienrichter seine Fahne, mein Sitznachbar schreit schon die ganze Zeit wie einst Tom Bartels im WM-Finale "Abseits, Abseits, Abseits…". Uns fehlen die TV-Bilder, wissen aber, dass der Linienrichter nicht in Brasilien aktiv war, muss also ein Guter sein. Schon 70 Minuten gespielt, so ein Ghostbuster-Bier-Verkäufer kommt dahergelaufen, reicht mir mein zweites Bier und ich ihm eine 3,00 Euro-Spende an die "Elf Freunde" für besseren Journalismus. Prost! Die Temperaturen drücken extrem, beide Teams eher weniger. Es ist still, auf dem Rasen wie auf den Rängen. Wer Ahnung vom Fußball hat, weiß, dass gleich etwas passiert. Heidinger, mittlerweile für den verwirrten Teigl im Spiel, sprintet zur Grundlinie, flankt und Poulsen köpft. Uns haut es von den Sitzen, wir reißen die Hände in die Luft, bis wir merken, dass durch den Sonnen-Schatten-Kontrast aus dem halluzinierten 2:1 ein Einwurf wird. Man, ist das heiß und trocken, die Sanduhr rieselt schon die 90. Minute ein. Der Ball bewegt sich vor dem Aalener Strafraum hin und her und findet plötzlich den Weg hinein. Und dann? Und dann? Nein? Doch! Der Frahn – dieser alte Schnorchel – taucht ewig ab, um überraschend aufzutauchen. Annahme mit links, Abschluss mit rechts, Torschuss in die Mitte und durch die Beine. Frahn: von Sternzeichen "Fuchs". Alle drehen frei, ich verschütte das halbe Bier, dessen Überreste endlich nach 2. Bundesliga schmecken und es bleibt die Erkenntnis: "Ohne Willers (und Kaiser und Frahn und Poulsen & Co.) wär'n wir gar nicht hier".

Birdman

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