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5. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 21.09.2019, 18:30 Uhr
Ort: Wohninvest Weserstadion
SV Werder Bremen
RB Leipzig
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DIE SPIELER IN DER EINZELKRITIK – FC ST. PAULI

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Leipzig - (26.11.2014) Mit einem kaum gefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten 4:1 Sieg bezwangen unsere Rasenballer die Gäste von der Sündenmeile St. Pauli. Wie schlugen sie die Einzelspieler und wie ist dieser Befreiungsschlag zu bewerten?

Groß waren die Sorgen und Bedenken bei einigen nach den letzten ausbaufähigen Spielen und besonders der Niederlage in Darmstadt. Leipzig entzaubert? Spielsystem geknackt? Auch wir machten uns Gedanken und kamen zu dem Schluss, dass es an verschiedenen Stellen Probleme gab (Formschwäche, Überspieltheit, Poulsen als einzige Option u.a.). Im Spiel gegen St. Pauli war davon wenig zu sehen. Zorniger gelang der deutlich bessere Start aus der kurzen Länderspielpause, die für alle außer Kimmich recht erholsam und glücklich verlief. Wer befürchtet hatte, dass St. Pauli sich gut auf die Stärken unserer Messestädter einstellen sollte, sah sich getäuscht. Dazu brillierten mehrere Spieler in ihrer Bestform (quasi die gesamte Angriffsabteilung). Der Sieg aus diesen Gründen quasi folgerichtig, aber natürlich auch hart erarbeitet.

Zwar gewann RBL erstmals in dieser Saison ein Spiel mit hohem Ballbesitzanteil (60,8%), aber anders als Nürnberg, Union oder unsere Mitaufsteiger (alle Spiele mit 55%+) attackierte St. Pauli früh, statt in der eigenen Hälfte ein Abwehrbollwerk zu errichten und verdichtete die Räume besonders im Abwehrdrittel nicht genügend. Daraus, sowie aus der allgemeinen Formschwäche der Hamburger, zogen die die gut aufgelegten Angreifer Kapital. Poulsen mit einer feinen Einzelaktion nach einem Kaiserpass, der doppelte Boyd in bester Goalgettermanier und ein Eigentor nach einer kurzen Ecke sorgten für den ersten Sieg mit vier eigenen Toren in dieser Spielzeit. Von St. Pauli war über die gesamte Spielzeit extrem wenig zu sehen, zum einen lag dies an den seit Wochen gut aufgelegten Innenverteidigern, zum anderen gelang es den Gästen nicht im Mittelfeld Fuß zu fassen (durch die Bank gute Leistung der Dreierreihe). Bis auf die kurze schlafmützige Phase nach Wiederanpfiff eine runde Sache, die in Sandhausen erneut auf die Probe gestellt wird, denn so leicht werden es uns die defensiveren Minimalisten (nur 11 Saisontore) aus dem Südwesten nicht machen. Wenn am Sonntag die beiden härtesten Teams der Liga (begangene Fouls) aufeinander treffen, ist mit einer anderen Gangart in der Defensive zu rechnen. Dass Zorniger seinem Team nun auch mehr Spielgeist eingeimpft hat (symptomatisch dafür auch, dass zum ersten Mal in dieser Saison Leipzig die wenigsten Fouls auf dem Feld beging (11)), war gegen St. Pauli deutlich zu sehen und hätte auch zu mehr Toren führen können, wenn Poulsen in der zweiten Hälfte etwas mehr Übersicht bewiesen hätte.

Coltorti: Wenig geprüft, denn von insgesamt sieben Torschüssen gingen nur zwei auf seinen Kasten. Einen ließ er rein, der wegen seiner kurzen Schussentfernung schwer - wenn auch nicht unmöglich - zu halten war. Dazu mit einer guten Passquote (82,8%), die auch bei langen Abschlägen über 50% lag. Im Herauslaufen teils aber noch zu unentschlossen und mit Verbesserungspotenzial.

Sebastian: Freute sich, dass er nach dem verlorenen Zweikampf beim 2:1 das 4:1 nach einer Oral-Gedächtnis-Ecke vorbereiten konnte. Wobei die Fehlerkette beim Gegentor bereits deutlich früher einsetzte (Jung und Compper ohne Zugriff). Mit 59,3% solide Zweikampfbilanz (nur Compper und Jung waren besser) und dazu mit der besten Passquote des Teams (92,8%) sowie den meisten Ballberührungen (93) - in der Form nicht aus dem Abwehrverbund wegzudenken und in seinem zweiten Frühling.

Compper: Ebenfalls mit einer guten Partie. Beim Gegentor zwar gedanklich und physisch zu langsam, aber sonst ließ er wenig anbrennen und legte mit 64,7% Zweikampfquote eines seiner besten Spiele im Bullendress hin. Dazu gewohnt passsicher (80,3%), auch wenn er läuferisch und in Sachen Spielgestaltung noch ein wenig zulegen kann. Bietet aktuell trotzdem wenig Angriffsfläche für Hoheneder oder Klostermann.

Jung: Diesmal mit deutlich mehr Zug nach vorn, der besten Laufleistung der Defensivspieler (11,7 km), der besten Zweikampfquote im Team (77,7%) und der drittbesten Passquote (83,7%). Abgesehen von eigenen Vorstößen mit Ball fast genauso offensiv ausgerichtet wie Teigl (beide zwei Torschussvorlagen, der Österreicher aber auch mit zwei eigenen Torschussversuchen), dafür beim Gegentor diesmal defensiv nicht mit der nötigen Augenhöhe, fehlte ihm der Zugriff auf seinen Gegenspieler.

Teigl: Wieder auf seiner neuen Lieblingsposition und auch diesmal mit einer guten Leistung. Passsicherster Spieler des Teams nach Sebastian (88,9%), wie üblich schnellster Spieler auf dem Feld. Einzig die Zweikampfquote war ausbaufähig und lag bedingt durch seine offensiven Zweikämpfe mit Ball am Fuß nur bei 43,3%. Insgesamt aber ein rundes Spiel von Teigl, bei dem über seine Abwehrseite kaum Gefahr für Coltortis Kasten entstand.

Khedira: Sehr gutes Spiel des am Ende angeschlagen ausgewechselten Neuzugangs. Khedira macht sich - wie Demme vor ihm - aus dem Stand quasi unverzichtbar für die Mannschaft. Gute Übersicht (81,5% Passquote) und die beste Zweikampfquote abseits der Abwehrspieler (57,1%). Der glänzend aufgelegten Mittelfeldreihe war es zu verdanken, dass St. Pauli kaum einen Fuß in die Gestaltung des Spiels bekam, ganz im Gegensatz zum Gastspiel in Darmstadt. In diese Phalanx (inklusive Kimmich) ist derzeit kaum ein einbrechen möglich. Khediras Gelbsperre gegen Sandhausen wird neue Anforderungen an Zorniger stellen, einen echten Ersatz für den ruhigen Sechser gibt es derzeit nicht im Kader.

Demme: Tausendsassa und wieder mal überall zu finden. Mit 12,2 km lauffreudigster Spieler auf dem Feld und Nr. 3 des Spieltags. Nachdem er zuletzt etwas übermüdet und formschwach wirkte, ist Diego wieder zurück und so stark wie eh und je. Führte so viele Zweikämpfe wie Khedira, Kaiser und Hierländer zusammen (33 vs. 34 - 39,4%) und bereitete das 2:0 geschickt vor. Demme ist und bleibt ein echter Glücksgriff fürs Team.

Kaiser: An drei Toren direkt bzw. indirekt beteiligt (Pass auf Poulsen, Pass auf Frahn vor dem 3:1 und Ecke vor dem 4:1) und auf seiner alten Position als Achter mit einer guten Leistung. Offensiv wieder der typische Denker und Lenker, wenn auch mit der schlechtesten Passquote der Mittelfelddreierreihe (61,3%), die sich jedoch mit seinen offensiven Risikopässen erklären lassen. Dazu mit der schlechtesten Zweikampfquote des Teams (33,3%), da er kein Kopfballduell gewinnen konnte (am Boden 50%).

Frahn: Musste auf die ungewohnte Position hinter den Spitzen weichen. Ein taktischer Griff von Zorniger, der sich wie Teigls Beorderung in den Sturm in Düsseldorf prächtig auszahlte. Frahn machte eines seiner besten Saisonspiele, auch wenn ihm ein eigenes Tor versagt bliebt und ihm Boyd zweifach die "Show stahl". Gewohnt hohe Passquote (59,1%), in Sachen Spielanteile (43 Ballberührungen), Laufleistung (zweitschnellster Sprinter und 9,5 km in 72 Minuten) und Zweikampfquote (42,9%) einer seiner besten Auftritte. Insgesamt aber nur mit einem Torabschluss. Getrübt wurde dieser gute Gesamteindruck durch sein Foul an Rzatkowski, bei dem letzterer sich die Außenbänder riss, über einen Platzverweis hätte sich Frahn nicht beschweren brauchen. Zum Glück für ihn blieb es bei der Gelben und einer Entschuldigung seitens Frahn nach dem Spiel. Das Experiment Frahn auf der Zehn kann also durchaus als gelungen gelten, trotzdem sieht Zorniger dies nicht als zukünftige Option. Erstens weil mit Kimmichs Rückkehr der Platz wieder von Spezialist Kaiser übernommen wird, zweitens wird Frahn als Mittelstürmeroption benötigt (siehe Morys farbloser Auftritt und Rebić Eingewöhnungsprobleme) und drittens warten hinter den fast schon zementierten Mittefeldakteuren Spieler wie Kalmár, die ebenfalls ins Team drängen.

Poulsen: Super Einzelleistung die zum dosenöffnenden 1:0 führte und die Weichen auf Sieg stellte. Auch am 2:0 (abgeblockter Torschuss vor Demmes Flanke) indirekt beteiligt und dazu mehrmals die Abwehrspieler der Kiezkicker abgekocht. Wohl auch Dank des Spielverlaufs ohne negatives Lamentieren und ein nie zu beruhigender Gefahrenherd. Mit 48 Zweikämpfen erneut das Zweikampfmonster im Team (37,5%), dazu eine gute Passquote (60%). Wenn man doch noch etwas kritisieren will, dann, dass er noch etwas zu selten auf gut positionierte Mitspieler abspielt (zweiten Halbzeit bspw. Boyd und Kaiser).

Boyd: Vor dem Spiel haderte der US-Boy noch mit sich und seiner Torausbeute, danach konnte er trotz zweier Tore nicht gut schlafen. Boyd überzeugt auf ganzer Linie und hatte mit 6 Torschüssen und 29 Ballberührungen auch mehr Spielanteile als Frahn auf dieser Position vor ihm. Mit zwei Toren hat offensiv alle Argumente auf seiner Seite. Defensiv war er aber ebenfalls nicht untätig, wenn auch nicht ganz so aktiv wie Frahn (Zweikämpfe in der eigenen Hälfte, Defensivsprints). Fazit des Spiels: gegen das Duo Poulsen/Boyd zu verteidigen ist verdammt schwer, auch wenn Pauli derzeit nicht der Gradmesser unter den Zweitligisten ist.

Kalmár: Erneut ein bravouröser Kurzauftritt des Ungarn, der ohne Zweifel derzeit einer der Bankspieler ist, denen der Durchbruch am ehesten zuzutrauen ist. Sein Problem bleibt die starke Besetzung der ersten Elf, dazu war er als Nationalspieler für Zorniger scheinbar keine Startelfoption gegen St. Pauli (siehe Aussagen vor dem Spiel zur Besetzung der Zehnerposition). Kalmár spielte die letzten 20 Minuten und war dem ebenfalls schon recht gut aufgelegten Frahn in allen Belangen überlegen (75% Passquote, beste eines Offensivspielers abseits von Khedira, starke 57,1% Zweikampfquote und viele Ballberührungen (17) sowie starke Laufleistung (2,9 km)). Ihm sieht man das Talent deutlich an - bitte mehr davon.

Morys: Kam Zehn Minuten vor Ende für Matchwinner Boyd. Zorniger wollte mit dem schnellen Morys die sich in der Schlussphase bietenden Räume nutzen, sein Einfluss auf das Spiel blieb jedoch begrenzt (1 Torschuss, 11 Ballberührungen). Mit 33,3% schlechteste Zweikampfquote im Team. Derzeit liefert Morys wenig Argumente, die seine im Vergleich zu anderen recht hohen Einsatzzeiten rechtfertigen, auch wenn man die 10 Minuten gegen die Jungs von der Reeperbahn nicht überbewerten sollte. Mit Rebić oder Palacios verfügt der Kader jedoch auch über Spieler mit höheren Entwicklungspotenzial.

Hierländer: Ohne Einfluss aufs Spiel (ein Fehlpass), hätte Zorniger auch Rebić bringen können, um es ganz ketzerisch zu sagen.

Rumpelstilzchen

Datenquelle: bundesliga.de, sport1.de


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