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27. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 30.03.2019, 18:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
Hertha BSC
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
60
2
Borussia Dortmund
60
3
RB Leipzig
49
4
Bor.Mönchengladbach
47
5
Eintracht Frankfurt
46
6
Bayer 04 Leverkusen
42
7
VfL Wolfsburg
42
8
SV Werder Bremen
39
9
1899 Hoffenheim
38
10
Hertha BSC
35
11
SC Freiburg
31
12
Fortuna Düsseldorf
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13
1. FSV Mainz 05
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DUISBURGER GEBOLZE UND EINE UNGLAUBLICHE SCHLUSSPHASE

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Leipzig - (06.12.2015) Leipzig siegt in einem Spiel, das sich in Sachen Emotionalität und Spielverlauf nahtlos an die Heimsiege gegen Darmstadt und Halberstadt anschließt. Hochverdient hieß es letztlich 4:2, wobei zum ersten Mal nicht nur die Einwechselspieler trafen, sondern auch Poulsen netzte!

Rangnick entschied sich für die offensive und von der LVZ (die Bild ging ja von Bruno in der Startelf aus) prognostizierte Variante und brachte Poulsen für den gelbgesperrten Kaiser. Der Däne sollte es ihm letztlich danken und zu einem der Matchwinner werden, auch wenn der geneigte Fan lange darauf warten musste. Sonst blieb alles bei der Devise: never change a winning team, wobei die Aufstellung auf dem Platz eher einer Raute gleichkam mit Demme und Forsberg auf den Außenpositionen und Sabitzer hinter der Doppelspitze Poulsen und Selke.

Es sollte ein verrücktes Spiel werden, dass sich vor den emotionsgeladenen Höhepunkten wie Halberstadt, Wolfsburg. Saarbrücken oder Darmstadt nicht verstecken musste. Dabei sah es gleich zu Beginn nach totalem Einbahnstraßenfußball aus. RBL kontrollierte das Feld fast nach Belieben, erspielte sich durch Selke, Poulsen, Sabitzer und den wieder aufblühenden Forsberg genügend Chancen, um das Spiel frühzeitig in die richtige Spur zu lenken. Natürlich sollte auch die gewohnte Portion Pech nicht fehlen, denn Selke hätte in der 14. Spielminute zum 1:0 getroffen, nach einem wunderbaren Steilpass von Sabitzer entschied Sippel, der zum ersten Mal ein RBL Spiel leitete, und sein Assistent auf Abseits, eine Fehlentscheidung! Auch sonst sollte Selke am heutigen Tag nicht gerade zu Sippels Lieblingsspielern gehören, bekam er doch in der zweiten Halbzeit für eine Schwalbe eine Gelbe, wohlgemerkt, obwohl beispielsweise Chanturia nach Doppelschwalbe in Halbzeit Eins straffrei entkam.

So lief es wie so oft bei RBL, der Gegner ging durch seinen ersten Torschuss in Führung. Bei einem Vorstoß verlor Ilsanker den Ball, der folgende Konter wurde zur Ecke geklärt und selbige landete im Rückraum beim ungedeckten Wolze, der mit einem feinen Schlenzer Coltorti keine Chance ließ – sein erstes Saisontor. 0:1 Rückstand, das Spiel stand Kopf!

Aber RBL zeigte Nehmerqualitäten und machte weiter Druck, obwohl der MSV nun noch tiefer stand und im Laufe des Spiel teilweise 6-3-1 und sogar 7-3-0 verteidigte. Allein Halstenberg war nicht zu halten. Der Linksverteidiger wurde von Forsberg eingesetzt, brach zur Grundlinie durch und legte perfekt für Poulsen auf. Der Däne fackelte nicht lange und vollendete per Direktabnahme nur zehn Minuten später zum 1:1 Ausgleich. Endlich hat der Däne seinen Torbann gebrochen und rechtfertigte die Startelfnominierung. Auch in der Folge blieb RBL spielbestimmend, aber das Runde wollte einfach nicht ins Eckige. Die tief gestaffelte MSV Defensive und die teilweise auch für die Mitspieler überraschende Kombinationswut verhinderte das Tor und wenn die Leipziger zum Abschluss kamen, so war Ratajczak zur Stelle.

Also mal wieder Unentschieden zur Pause, aber gegen eines der schwächsten Teams, das hier diese Saison zu bestaunen war, musste doch mehr drin sein. Auch Rangnick schien so zu denken und brachte in der Halbzeit Bruno für Demme, der gemeinsam mit Ilsanker nicht für die gewünschten Überraschungsmomente sorgen konnte. Der Belgier brachte mehr Kreativität zuungunsten der defensiven Stabilität. Zuerst bot sich das gewohnte Bild, RBL rannte an, traf aber das Tor nicht. Gerade nach Stanards hätten Selke und Compper mittels Kopfbällen treffen können, ja müssen, es blieb jedoch beim 1:1.

So näherte sich das Spiel mit großen Schritten dem Ende, als es zu den entscheidenden Wechselspielen kommen sollte. Rangnick, dessen Einwechslungen in dieser Saison bisher für 0 – in Worten Null – Tore gesorgt hatten, brachte Quaschner für den glücklosen und gelbbelasteten Selke sowie Nukan für Compper, der mit Rückenproblemen seinen Auswechselwunsch anzeigte. Aber auch Gruev wechselte mit Scheidhauer einen Stürmer ein – und nicht irgendeinen. Scheidhauer hatte seinerzeit mit Wolfsburg II schon Leipzig besiegt (unter Oral in der Rückrunde in der 90. den entscheidenden Treffer versenkt) und wurde ja bekanntlich 10 Jahre in Probstheida ausgebildet. Der ehemalige Eisenbahner sollte beinahe erneut zum Matchwinner werden: Nach einer Ecke RBLs ließ sich die komplette Hintermannschaft ausspielen, Scheidhauer konnte freistehend vor Coltorti auftauchen und eiskalt vollenden. Der zweite Schuss aufs Tor für den MSV (und der einzige Angriff der in den letzten 60! Minuten abgeschlossen wurde) und auch der war drin. Bitter für den heute als Kapitän fungierenden Schweizer im Rasenballerkasten. Nur noch zehn Minuten zu gehen und bisher hatte RBL nur überschaubaren Torerfolg vorzuweisen

Aber die Rasenballer und auch große Teile des Publikums glaubten weiter an sich. Die, die es nicht taten und in der Folge das Rund verlassen sollten, dürften das mittlerweile bereut haben, denn dieses Mal stachen die Joker – und wie!

Die Mannen aus der Heldenstadt kombinierten sich immer wieder Richtung MSV-Tor und erspielten sich weitere Standards, zwei sollten das Spiel wieder in einen Sieg umbiegen. Erst brachte Forsberg nach einer kurz ausgeführten Ecke von Sabitzer das Spielgerät in den Strafraum, wo der eingewechselte Quaschner zum 2:2 vollendete, dann war es Halstenberg von links, der den Eckball auf Nukan zirkelte. Der türkische Hüne schädelte das Spielgerät zum 3:2 ins Netz, jetzt stand das Stadion Kopf! Im bis vor kurzem noch feiernden Duisburger Block herrschte Grabesruhe!

Aber das war noch nicht alles, auch Duisburg versuchte mit der Einwechslung Onuegbus – der ja in beiden Drittligaspielen gegen RBL traf – alles, allein heute war der Fußballgott auf Seiten der Messestädter, denn nun bot sich Platz zum Kontern. Ein solcher landete bei Bruno, der bis zur Grundlinie durchbrach und den Ball an Ratajczak vorbei legte. Am langen Pfosten lauerte Poulsen, der seinen Doppelpack perfekt machte – 4:2 – Aus und Vorbei für die Zebras, die den Sieg eigentlich auch zu keiner Minute verdient hatten und das Spiel trotzdem beinahe für sich entscheiden konnten. Es waren zudem die ersten Tore für alle fünf Torschützen in dieser Spielzeit! Unglaublich und dies am letzten Spieltag der Hinrunde!

Fazit: Es bleibt dabei, RBL braucht zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen und versäumt es daher oft, Spiele frühzeitig zu entscheiden. Gegen die in allen Belangen unterlegenen Gäste aus Duisburg, die vollkommen zurecht die Rote Laterne ihr eigenen nennen dürfen und eines der schwächsten Auswärtsteam sind, muss eine Mannschaft wie Leipzig das Spiel frühzeitig entscheiden, allein Sippel, Ratajczak und die Abschlussschwäche hatten etwas dagegen.

Auf der anderen Seite, zeigt die unglaubliche Endphase, der unbedingte Wille zum Sieg, Poulsens gebrochener Torbann und die ersten Einwechslertore, dass die Roten Bullen sehr wohl in der Lage sind, ihre Dominanz in Tore umzumünzen. War in Unterhaching die zweite Garde noch meilenweit entfernt von der Startelf, dürften einige heute einen großen Schritt nach vorn gemacht haben. Insgesamt ein rundum verdienter Sieg, bei dem man leider zu lange zittern musste, dafür wurde es am Ende extrem emotional, stand das Stadion Kopf und lagen sich Wildfremde in den Armen, ähnlich wie bei den eingangs erwähnten Spielen, taugt dieses Match, um ein ganz wichtiges in der Genese des Vereins zu werden!

Unser Fanticker zum Nachlesen.

Statistik:
RB Leipzig:
Coltorti (C) – Klostermann, Orban, Compper (68. Nukan), Halstenberg – Ilsanker – Demme (46. Bruno), Forsberg – Sabitzer – Poulsen – Selke (75. Quaschner)
MSV Duisburg: Ratajczak – Feltscher, Bohl, Bajic (C) (82. Onuegbu), Wolze – Holland, Albutat – Bröker (65. Scheidhauer), Chanturia (46. Meißner), Grote – Janjic
Tore: 0:1 Wolze (17.), 1:1 Poulsen (27.), 1:2 Scheidhauer (79.), 2:2 Quaschner (85.), 3:2 Nukan (87.), 4:2 Poulsen (90.)
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Schüsse: 21 / 5
Ballbesitz:
61,7% / 38,3%
Zweikämpfe: 55,2% / 44,8%
Angekommene Pässe: 76.48% (413) / 54.24% (147)
Fehlpässe: 23.52% (127) / 45.76% (124)
Laufweite: 117,1 km / 114,1 km
Sprints: 206 / 195
Ecken: 8 / 3
Fouls: 10 / 8
Gelbe Karten:  Selke (3), Nukan (1) / Feltscher, Bajic, Scheidhauer
Zuschauer: 27.477 (ca. 300 Duisburger)

Rumpelstilzchen


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https://www.rb-fans.de/artikel/20151206-spielbericht-duisburg-kurz.html

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