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LEIPZIG IST PAPA – GRIECHISCHER KOLOSS VERSTÄRKT INNENVERTEIDIGUNG

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Leipzig - (02.09.2016) Der siebte und letzte Neuzugang unserer Transferperiode heißt also Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche wechselt auf Leihbasis von Leverkusen in die Messestadt. Wir haben den neuen Abwehrbrocken für euch beleuchtet.

 Da ist das Ding! – Endlich ein neuer IV

Sah man sich in den letzten Wochen und Monaten in Foren und Umfragen zur Transferperiode unseres Klubs um, so konnte schnell festgestellt werden, dass die Fangemeinde sich einig war: Es muss noch ein neuer Innenverteidiger her. Nach den ersten, relativ schnell abgewickelten Transfers klaffte noch ein großes Loch in der Position hinten mittig. Zu dem als gesetzt geltenden Orban fand sich einfach kein passender Partner. Nukan konnte sein Potential nicht abrufen und Compper zeigt sich zuletzt verletzungsanfällig und schwankend in seinen Leistungen. In Pokal und Vorbereitung wurde deshalb Ilsanker in die IV gezogen – doch ideal war das alles nicht.

Nun war Ralf Rangnick also noch mal fleißig auf dem Markt unterwegs und hat uns lange auf die Folter gespannt. Mit Bernardo kam am Sonntag erst ein eher unerfahrener Defensivallrounder und am gleichen Tag noch die Offensivkraft Burke. Eigentlich waren damit die Transferaktivitäten unseres Fußballdoktors beendet, doch plötzlich bot sich noch die realistische Chance, einen bundesliga-erfahrene Innenverteidiger zu verpflichten. Haus-und Hofreporter Guido Schäfer von der LVZ wusste es am Abend jedenfalls als erstes und verkündete die Botschaft des „Papa ante portas“, am nächsten Tag war der Deal schon durch.

Es handelt sich um eine einjährige Leihe des Verteidigers von Bayer 04 Leverkusen. Über eine anschließende Kaufoption äußerten sich die Vereinsseiten nicht, der Kicker und die Bild berichteten aber vom Vorhandensein einer solchen (ca. 12 Millionen Euro). Somit beglückte uns Rangnick kurz vor Ladenschluss also noch mit dem gewünschten Innenverteidiger, zumindest mal für ein Jahr. Möglich wurde der Transfer aber nur, weil der Innenverteidiger und Bayer 04 finanzielle Zugeständnisse gegenüber unserem Verein machten. Entweder lag das Jahressalär des Griechen oberhalb der 3-Mio-Gehaltsgrenze oder Vorstandschef Oliver Mintzlaff verwies mit erhobenem Zeigefinger auf seinen Sparstrumpf. 

Und damit ist „das Ding“ wirklich durch, wenn man dabei an den gleichnamigen Superhelden der Fantastic Four denkt. Mit Papadopoulos bekommen wir einen Innenverteidiger der alten Schule, einen richtigen Brocken, der alles abräumen kann, was auf ihn zukommt. Wir bekommen defensive Qualität, die starke Physis, Erfahrung und unbändigen Siegeswillen vereint.

1-Jahres-Leihe – Wie hoch ist das Risiko?

Zugegeben, so ganz ins Schema passt Papa eigentlich nicht, liegt er doch schon ein ganzes Jahr über der postulierten Altersgrenze von 23 Jahren. Doch aller Unkenrufe zum Trotz ging Rangnick dieses enorme Risiko des Wiederverkaufswert-Verfalls ein und verpflichtete den 1,85m großen Hünen. Doch Spaß beiseite – etwas ungewöhnlich ist der Transfer wirklich. Einen gestandenen Bundesligaspieler erstmal zu leihen – das hatten wir so noch nicht. Das Modell leuchtet jedoch ein, denn Papadopoulos bringt zwar vieles mit, was wir gesucht haben, ist aber auch verletzungsanfällig. Zuletzt fiel er 3,5 Monate mit einem Sehnenanriss bei Bayer 04 aus. Zuvor hatte er lange mit Schulterverletzungen zu kämpfen, die ihn insgesamt 6 Monate lahmlegten. In seiner Zeit bei Schalke musste er nach einer Knie-OP ein ganzes Jahr pausieren. Da ist es nur folgerichtig, das Risiko zu minimieren und vorerst auf eine Leihe zu setzen. So kann man sehen, ob Papa zu alter Stärke zurückfinden kann und ihn danach fest verpflichten – falls denn eine Kaufoption besteht. Da unser Sportdirektor allerdings immer klar gemacht hat, dass wir kein Ausbildungsverein sind, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass bei der Transferverhandlung auch an die Zukunft gedacht worden ist.

Griechische Abwehrpower – Jung und erfahren

Trotz längerer Ausfallzeiten kann Papadopoulos schon auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Von seinem Ausbildungsverein Svoronos zog es ihn 2007 zu Olympiakos Piräus, wo er bereits mit 15 Jahren ein Profidebüt in der ersten griechischen Liga gab. Von da an ging es erstmal steil bergauf mit ihm: Mit 18 wechselte er zu Schalke 04, mit 19 erfolgte schon sein Länderspieldebüt. In seiner Zeit bei Schalke etablierte sich der Abwehrbulle in der Bundesliga und auf internationalem Parkett. 97 Einsätze bestritt der für die Königsblauen und erzielte dabei 7 Tore. Dort lernte er auch unseren jetzigen Sportdirektor Ralf Rangnick kennen und konnte ihn bis heute von sich überzeugen. Seine Erfolgsgeschichte wurde wie bereits erwähnt oftmals von Verletzungen unterbrochen, wodurch er bei Schalke etwas ins Hintertreffen geriet. 2014 kam es dann zum Leihwechsel nach Leverkusen, wo er vorerst zu alter Stärke zurückfand und deshalb 2015 fest verpflichtet wurde. 51 Einsätze und 5 Tore kann er bei der Werkself verbuchen, ehe er auch da durch Verletzungen seinen Stammplatz verlor. Jetzt kommt es also zum nächsten Anlauf. Ähnlich dem Modell, welches Leverkusen wohl beabsichtigt hat, hoffen wir, dass Papa verletzungsfrei bleibt, bevor wir ihn fest verpflichten werden.

Geht unsere Hoffnung auf, dann bekommen wir einen Innenverteidiger, wie man ihn sich besser kaum wünschen kann. Zweikampfstark am Boden und in der Luft, körperlich den meisten Angreifern überlegen und dazu ein Teamplayer, der immer gewinnen möchte. Nach dem Pokal-Aus in Dresden wurden die Rufe lauter, dass uns für solche Spiele die Typen fehlen. Spieler, die ein Team mit wenigen Aktionen mitreißen können. Mit dem Griechen könnten wir genau so einen Spieler verpflichtet haben – der nun auf mehreren Ebenen personifizierte Abwehrbulle.

Mit 24 Jahren ist Kyriakos immer noch jung und entwicklungsfähig, kann aber im Gegensatz zum großen Teil unserer Mannschaft auch eine Bundesligaerfahrung vorweisen, die im Kampf um gefährdungsfreie Plätze helfen sollte. Wir wünschen ihm, dass er verletzungsfrei durch die Saison geht und sofort helfen kann, eine doch eher wacklige Defensive zu stabilisieren. Das Bundesligadebüt in Hoffenheim hat gezeigt, dass wir in manchen Situationen noch Lehrgeld bezahlen werden müssen, so einsatzfreudig unsere Jungs auch sind. Mit 91 Bundesligaeinsätzen und 40 Europapokalspielen dürfte Papa nun bald Zinsen auf sein Lehrgeld verlangen. Wir freuen uns auf den neuen Abwehrstabilisator, ganz nach dem Motto: „Lass das mal den Papa machen“!

FM7


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