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2. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 30.08.2025, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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Leipzig - (23.11.2016) Die Stadiondiskussion nimmt Fahrt auf und scheidet die Geister. Eine Entscheidung soll bald fallen. Wir betrachten deshalb einmal die jetzige Verkehrssituation zu den Spielen.

Herbst 2016 in der Heldenstadt. Dr. Faust grüßt wie eh und je vor Auerbachs Keller. So wie ihm einst die Gretchenfrage, so stellt sich Ende November noch vehementer als sonst die Stadionfrage. Nun Dietrich, Oliver, Michael, Burkhardt - Wie haltet ihr's mit dem Stadion? Recht schlau ward man ob der Antworten hernach freilich nicht. Aber darüber wurde schon zu viel genug geschrieben. Bis zum Jahresende soll nun eine Entscheidung fallen. Zeit für uns, eimal einen wichtigen Aspekt im Ist-Zustand zu beleuchten: die Verkehrssituation an den Spieltagen.

Wie groß ist das Verkehrschaos um die Red Bull Arena wirklich?

Man kann es schnell und erfreut auf den Punkt bringen - das viel befürchtete Verkehrschaos gibt es zu Spieltagen von RB Leipzig nicht. Horrorszenarien wurden gemalt, was denn sein würde, wenn erst einmal jedes Spiel über 40.000 Zuschauer in die Red Bull Arena strömen werden. Nun ist es soweit. Über 41.000 Zuschauer haben die ersten 5 Heimspiele in der Bundesliga im Schnitt gesehen. Vier mal prangte "ausverkauft" auf der Anzeigetafel. Einen Verkehrsinfarkt gab es nie. Die Sperrung des Hauptbahnhofs zum Gladbach-Spiel wurde locker weggesteckt. Auch als parallel zum Spiel gegen Bremen Kleinmesse und zwei "Tabaluga" Konzerte in der Arena stattfanden, waren die allermeisten Besucher - entgegen einem Bericht der LVZ -  pünktlich zum Anpfiff auf ihren Plätzen. Es ist dabei völlig klar, dass bei solch einer Zuschauerzahl insbesondere nach dem Spiel zusätzliche Zeit eingeplant werden muss. Die An- und Abreise klappt mittlerweile nicht schlechter, sondern sogar eher besser als in anderen Städten.

Verkehrskonzept trägt Früchte

Zu danken ist das zum einen der Stadt, die das Verkehrskonzept doch langsam aber sicher umsetzt. Neu seit dieser Saison ist, dass das Waldstraßenviertel während des An- und Abreiseverkehrs für Autofahrer gesperrt bleibt. Dafür wurde unter anderem an der Kreuzung Waldstraße / Zöllnerweg neue Signaltechnik installiert. Auch die ausführlichen Hinweise zur Anreise vor den Spielen auf leipzig.de, wie hier gegen Bremen sind hilfreich.

Die städtischen Verkehrsbetriebe setzen viele Sonderbahnen und seit dieser Saison auch die Sonderlinien 51 nach Wahren und 56 zum Messegelände zusätzlich ein. Speziell die 51 sorgt für die nötige Entlastung der Linie 4 auf der Nord-Süd-Achse.

Alternative Anreisemöglichkeiten bringen Entlastung

Der wichtigste Faktor aber sind die Fans selbst. Die Erfahrung aus vorhergehenden Spielbesuchen zahlt sich dahingehend aus, dass die meisten Fans mittlerweile genau wissen, wie sie am entspanntesten ins Stadion und zurück kommen. Zu Fuß, Fahrrad, Auto, Zug, Tram und vor allem Kombinationen daraus - hier macht sich die enorme Breite an Möglichkeiten des innenstädtischen Standorts bezahlt. Man kann mehrere Varianten testen wie z. B. Forumsmitglied ChrisLE: "Ja hier mal unsere Erfahrungen. Ich bin Mitglied in einem Fan-Club nördlich von LE und wir haben in den letzten beiden Heimspielen mal alle Routen und Anreisemöglichkeiten getestet. Die 1. (für mich die beste) rein in die S-Bahn bis LE Hauptbahnhof ab in die Bimmel und bis zum Sportforum, Dauer bis zum ersten Bier auf der Festwiese ca. 30 min. [...] Die 2. beinhaltet das P&R - Konzept an der neuen Messe (ist auch top). [...] Die 3. ist die Variante über Gohlis, mit dem Auto bis in die Nähe vom Coppiplatz und dann mit der Bimmel über die Waldstraße zum Stadion "

So verteilt sich der Besucherstrom zeitlich wie auch räumlich. Die meisten Besucher haben akzeptiert, etwas mehr Zeit einzuplanen und nicht direkt am Stadion zu parken. Vertan ist die Zeit in der Stadt oder am Stadion sicher nicht. Im Gegenteil ist sie fester Bestandteil des Spieltagrituals geworden. Sei es der Stadtbummel oder das Bierchen am Stand. Und apropos parken: So schlecht bestellt ist es damit auch nicht. Neben den Park & Ride Plätzen bieten sich dank kostenlosem Nahverkehrsticket große Teile Leipzigs zum Parken an. Die in alle 4 Himmelsrichtungen vom Sportforum verkehrenden Bahnen erschließen über 100 Haltestellen. Selbst das Zentrum mit den Parkhäusern "Höfe am Brühl" und am Hauptbahnhof bietet sich an. Ein Stadion am Stadtrand könnte das so nicht leisten.

So sind dann auch erfreulich wenig Kritik, aber viele positive Kommentare im RB-Forum zu lesen. Ein paar Beispiele:

SchnellerBulle: "A38 -> B2 -> Floßplatz -> P Hbf West -> zu Fuß zum Stadion... und zurück... Alles sehr entspannt, kein Stau."

furiosi: "Mit der Bahn ab Hbf - vor dem Spiel waren die Bahnen ziemlich voll. Störte aber nicht wirklich, da im gefühlten 2 Minuten Takt neue Bahnen kamen und irgendwann hatte man dann auch eine etwas leerere Bahn zur Auswahl. Nach dem Spiel problemlos zurück mit der Bahn zum Hbf und dann mit dem Zug in Richtung Heimat."

Truckle: "Straßenbahn (4E) vom Bahnhof 14:45 Uhr problemlos zum Stadion.
Einlass In D auch entspannt. Zurück 17:50 von Feuerbachstraße mit 51 Richtung Süden halbleer (Sitzplatz). Also von Chaos keine Spur."

RB-Junky: "Absolut problemlos, das hat die LVB und Stadt wirklich super gemacht."

Roter Brauser: "Ankunft mit dem Rad 15 Minuten vor Anpfiff. Selbst um diese Zeit gibt es in unmittelbarer Nähe des Eingangs zu Sektor B noch genügend Stellplätze am Zaun auf dem unteren Stadionring.

Rückfahrt auch ganz entspannt. Fangquote: 3x Rattfratz, 2x Taubsi, 1x Goldini + 1x Magmar aus dem 10km-Ei gebrütet."

Kritische Stimmen gibt es fast nur von Fans, die möglichst nah mit dem Auto zum Stadion fahren wollen und dann natürlich Probleme bei der Parkplatzsuche und bei der Abreise haben. Dies ist letztlich auch in anderen Städten mit hohen Zuschauerzahlen so, insbesondere bei Stadien am Stadtrand wo der Anteil der Zuschauer mit Pkw noch höher ist und die hohen Zuschauerzahlen dadurch noch schwieriger abtransportiert werden können.

Unsere allgemeinen Empfehlungen für die An- und Abreise:

- aus dem Stadtgebiet möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad anreisen, alternativ mit der Straßenbahn oder mit dem Bus
- aus dem Umland unbedingt vorhandene P+R-Möglichkeiten nutzen oder das Auto etwas weiter wegparken, damit man nach dem Spiel schneller wegkommt
- sich insbesondere nach dem Spiel antizyklisch verhalten, ein Bier bspw. in der Waldstraße oder Jahnallee nach dem Spiel entspannt die Abreise deutlich

Unsere Verbesserungsvorschläge:

- mehr gesicherte Fahrradstellplätze, damit noch mehr Fans aus dem Stadtgebiet mit dem Fahrrad anreisen
- Sonderschaltungen der Ampeln auch in südlicher Richtung, damit Pkws dort nach dem Spiel schneller abfahren können
- Ausbau der vorhandenen Haltestellen in der Waldstraße mit Anzeigen sowie Ertüchtigung der Schleife in der Feuerbachstraße
- Umsetzung des Anwohnerparkens im Waldstraßenviertel zusätzlich zum vorhandenen Sperrkreis, damit die dortige Bevölkerung weiter entlastet wird
- bei Ausbau des Stadions Einrichtung weiterer Buslinien zur Erhöhung der Taktfrequenz in Ergänzung zu den Bahnlinien
- Sicherstellung der regelmäßigen Taktung der Bahnen, insbesondere bei der Linie 4 gab es mehrere Hinweise von Fans an uns, dass diese nicht immer regelmäßig fahren bzw. die Bahnen voll sind

Fazit: Der Saisonstart hat gezeigt, dass auch 40.000 Zuschauer regelmäßig kein Problem sind. Das aktuelle Verkehrskonzept ist damit zwar offiziell an seinen Grenzen gelangt, aber wenn alle mitdenken und etwas mehr Zeit einplanen, wäre auch ein ausgebautes Stadion am traditionellen Standort machbar. Zumal weitere Optionen wie Shuttlebusse bisher kaum genutzt wurden und die Option Parkhausbau noch nicht ausgeschöpft wurde.

roger


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20161122-special-verkehr.html

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