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2. Spieltag 1. Bundesliga
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HISTORISCHE MOMENTE IN EINEM ALTEN STADION

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Neapel - (16.02.2018) Die Europa League führte zahlreiche RB Fans in dieser Woche in die drittgrößte Stadt Italiens – Neapel. Viele nutzen im Vorhinein des Spiels die Möglichkeit sich die schöne Altstadt, Pompeji und den Vesuv anzusehen, andere spazierten von Café zu Pizzeria. Eine Sehenswürdigkeit die sich jedoch kein Mitgereister entgehen lassen konnte, war die Heimat des SSC Neapel, das Stadio San Paolo.

Alle Wege führen nach… Neapel

Etwa 1500 Anhänger des Rasenballsports Leipzig machten sich auf in die italienische Stadt. Manche von ihnen nutzen das Auswärtsspiel zu einer kleinen Urlaubsreise und reisten schon zu Beginn der Woche an. Andere wiederum machten das Kurzprogramm – einmal hin, Fußball schauen, einmal zurück. Die einen Fußball Fans begaben sich auf mehr als 20 Stunden Busfahrt, andere wählten das eigene Auto als Transportmittel, andere kamen aus diversen Großstädten Deutschlands eingeflogen und die letzten wurden vom Flughafen Leipzig gechartert.

Ein Großteil dieser angereisten Fans folgte den offiziellen Empfehlungen von RB und der Polizei und traf sich am Hafenplatz „Stazione Marittima“. Ich selbst machte mich auf den Weg dorthin mit einem italienischen Busfahrer. Schnell bemerkten alle im Bus, dass ein richtiges Verkehrssystem in Italien nicht wirklich existiert. Im Kreisverkehr fährt jener zuerst, der schneller ist, die dreispurige Autobahn wurde eher in vier Spuren genutzt und überholt wird durch jede noch so kleine Lücke. Unser Busfahrer erklärte uns daraufhin pragmatisch: „Das ist nicht Frankfurt, nicht Berlin, nicht Paris, nicht Rom – das ist Neapel.“


Polizisten wie im Actionfilm

Am Hafen starteten etwa fünf Stunden vor Spielanpfiff die ersten Kontrollen für das Spiel. Wer einen Shuttlebus oder den eigenen Bus nutzen wollte, um von der Polizei begleitet zum Stadion zu fahren, musste erst mal nachweisen, dass seine mit Kugelschreiber personalisierte Karte, denselben Namen trägt wie der eigene Personalausweis.

Die Eskorte zum Stadion war zumindest eines meiner Highlights des Neapel Trips. Man muss sich vorstellen, zwei Busse werden von drei Polizeiautos zum Stadion begleitet. Logischerweise ein Polizeiauto vorne, eines in der Mitte und das letzte ganz hinten. Die Autofahrer aber auf den Straßen Neapels kennen wie schon erwähnt nur ihre eigenen Regeln und drängeln sich ohne Sorge zwischen Busse und Polizeiautos. Viel Ärger macht das den Polizisten.

Kurzerhand wird die Beifahrertür des Polizeiwagens geöffnet, der Polizist kommt halb aus dem Wagen geklettert und liest dem Autofahrer mit seiner Polizeikelle ordentlich die Leviten. Ähnlich läuft das an jeder Ausfahrt, Auffahrt oder Kreuzung. Wenn Blicke töten könnten, wären gestern einige in ihren Autos tot umgefallen. Rund um das Stadion war sogar jede den Weg kreuzende Straße von einem eigenen Polizeiauto für uns Leipziger abgesperrt. Man hatte das Gefühl, jeder dritte Einwohner arbeitete hier bei der Polizei. Trotzdem bot die Busfahrt zum Stadion eine Mini-Stadtrundfahrt durch die durchaus sehr schöne italienische Stadt.



Wo sind wir denn hier gelandet?

Nach einer guten dreiviertel Stunde Busfahrt hatte man nun endlich das Stadion erreicht. Es waren für die ersten, die ankamen noch vier Stunden bis Spielbeginn. Das bedeutet, man hatte genug Zeit sich mit dem 1959 eröffneten Stadion vertraut zu machen, das durchaus in die Jahre gekommen war. Der Weg hinein führt, wie auch in Deutschland üblich, durch große Drehtüren. Danach aber stand man erst mal in Gemäuern, die mehr einer Ruine oder Katakombe glichen als einem Stadion. Im Anschluss kam man in einen Bereich mit Toiletten und Catering. Allerdings sollte man beides relativieren. Die Toiletten waren Dixi Klos, die alle mit einem unterschiedlichen Schloss verriegelt waren, sodass keines genutzt werden konnte. Also blieben dann nur noch die alten Herren- und Damentoiletten mit Loch im Boden. Die Essens- und Getränkeversorgung fand auf der anderen Seite derselben Ebene statt. Leicht konnte es einem passieren, diesen Stand zu übersehen. Es handelte sich nämlich nur um einen Tisch. Dort gab es zumindest Chips, verpackte Sandwiches, Wasser und Cola.

Um nun endlich ins Stadion zu gelangen führte ein quasi altes Betontreppenhaus nach oben. Alleine möchte ich dort nun nicht unterwegs sein. Es hatte eine gespenstische Atmosphäre. Aber glücklicherweise waren ja genug Fußballfans mit dabei. Wer diese Treppe gegen 18:00 Uhr benutze, konnte auf jeden Fall von dort aus den romantischen Sonnenunterganges Neapels beobachten.



Noch vier, drei, zwei, eine Stunde(n) bis zum Anpfiff

Die Frage aller Fragen war, was man vier Stunden in einem leicht bröckelnden, leicht staubigen Stadion macht. Nun, man konnte viel beobachten. In den ersten Blick fiel die unschwer zu erkennende, riesige Tartanbahn, an deren Enden eventuell Baumaterial gelagert wird. So richtig erkennen konnte man es nicht. Spannender zu beobachten war dann vielleicht die Flutlichtanlage, die sich erst nach und nach einschaltete. Ich habe leider vergessen beim Anpfiff darauf zu achten, ob endlich alle Lichter brannten…

Alternativ war es auch ganz lustig anzusehen, wie man sich bemühte das richtige Design für die Anzeigetafel zu finden. Da wurden mit der Zeit unterschiedliche Motive eingeblendet, dann fehlte plötzlich der Platz für die Anzeige des Spielstandes und dann lief die Uhr für die Spielzeit schon zwei Stunden vor Anpfiff. Das war zugegebenermaßen echt aufregend.
Erst als der Rasen gesprengt wurde, wobei übrigens viele Helferlein nass geworden sein müssen und unsere Mannschaft zur Platzbegehung den Rasen betrat, hatte man so langsam das Gefühl, die Zeit vergeht.


Historische Momente: Live dabei beim ersten Europa League Sieg

Eeeeendlich waren irgendwann vier Stunden herum und die Mannschaften betraten das Feld. Die 1500 RB Fans begrüßten sie mit Rot-Weiß-Blauer Luftballonchoreo. Diese Luftballons wurden zum Anpfiff kurzerhand aller zerplatzt. Ein Hauch von Feuerwerksgeräuschen wehte durch den Block. Richtiges Feuerwerk machten die Neapel Fans kurz darauf in der Kurve neben uns. Und auch der zweite Fanblock der Gastgeber mischte da in Halbzeit zwei mit.

War generell eine äußerst interessante Atmosphäre mit zwei Fankurven von Neapel, die natürlich unterschiedlich Stimmung machten und dem dazukommenden Gästeblock. Dieser schlug sich so ganz ohne Trommeln und Megafon auch echt wacker im Großteil leeren Stadion. Vor allem auch weil unsere Mannschaft auf dem Platz ein echt ansehnliches Spiel ablieferte. Selbst als Neapel in der 52. Minute in Führung ging, schienen alle Leipziger optimistisch. Und dieser Optimismus machte sich bezahlt, denn ruck, zuck war das Spiel durch Doppelpack Werner (61., 90+3.) und Bruma (74.) gedreht. Allen war klar, den ersten Europa League Sieg erleben wir nicht nochmal live und so wurde nach Abpfiff ordentlich gefeiert.


Ende gut, alles gut

Der Spielausgang hatte zumindest den Vorteil, dass die bereits vor dem Spiel angekündigte Blocksperre nicht ganz so nervig und ziehend war. Da alle Leipzig Fans noch bis etwa 24:00 Uhr im Stadion bleiben sollten/mussten/durften, blieb wieder Mal Zeit zu beobachten. Diesmal im Programm waren die nicht zum Einsatz gekommenen Spieler Kaiser, Mvogo, Konaté und Bernardo, die noch ein paar Bahnen auf dem Grün liefen. Außerdem durfte man daran teilhaben, wie die Europa League Werbung im nu abgebaut wurde und schon teils wieder durch die Sponsoren von Neapel ersetzt wurden. Dass manche Flutlichter schon wieder ausgingen, war nur noch ein kleiner Nebeneffekt. 

Irgendwann hatte man trotzdem das Gefühl, ganz Neapel müsste langsam in den eigenen Betten schlummern und somit auch die 13000 Heimfans, die anwesend waren. Schließlich waren manche Fans nun schon sechs Stunden im Stadio San Paolo und so richtig warm war es wirklich nicht. Als Unmengen an Polizisten uns endlich aus dem Stadion ließen, bekam man eine Idee von gewaltbereiten Fußballfans mit denen man hier schlechte Erfahrungen gemacht haben muss. Mittlerweile war nicht mehr nur gefühlt jeder dritte Einwohner Neapels von Beruf Polizist, sondern jeder zweite.

Letztendlich wird wohl kaum ein RB Fan die Reise nach Neapel bereuen. Mit dem alten Stadion, abenteuerlichen Polizisten und einem verdienten Sieg bleiben Erinnerungen für die nächsten Jahre. Nächste Woche geht es ja bereits weiter in der Europa League. Diesmal begrüßt man in der Red Bull Arena den SSC Neapel, der von ein paar hundert Fans begleitet werden wird. Wer noch keine Karte hat und eigene Erinnerungen sammeln möchte, hat noch immer die Möglichkeit sich eine Karte zu sichern und mit unserer Mannschaft den letzten Schritt Richtung Achtelfinale zu gehen.

emi.rbgt.39


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