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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
VfL Wolfsburg
RB Leipzig
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Leipzig - (21.04.2018) Adé Champions League! RBL kassiert die nächste Klatsche und verliert den Anschluss an die Spitzengruppe. Nach der 2:5 Pleite steht der Zähler bei 15 Gegentoren in den letzten 4 Spielen. Die Rasenballer taumeln dem Ende entgegen und müssen nach Platzverweis auf Forsberg verzichten.

Ausgangslage
Für die Leipziger war es heute die letzte Möglichkeit, noch einmal im Kampf um die Champions-League-Plätze einzugreifen. Dafür hätte es einen Sieg gegen Verfolger Hoffenheim gebraucht, da sich Dortmund und Leverkusen im Abendspiel gegenseitig die Punkte wegnehmen. Bei einem Remis oder gar einer Niederlage drohte sogar die Gefahr, aus den Europa-League-Plätzen rauszufallen. Ein Szenario, dass vor allem Sportdirektor Ralf Rangnick sauer aufstoßen dürfte. Mit Hoffenheim kam eine Mannschaft, die seit sieben Spielen ungeschlagen (4 Siege, 3 Remis) war und dementsprechend mit breiter Brust in die Heldenstadt reiste.


Die Aufstellungen
Hasenhüttl veränderte seine Startelf gegenüber dem 1:1 in Bremen auf drei Positionen. Klostermann, Bruma und Lookmann verdrängen Kaiser, Kampl und Poulsen auf die Bank. Keita und Upamecano waren nicht zu 100 Prozent fit und saßen deshalb zunächst auf der Bank. Für Halstenberg, Laimer und Sabitzer ist die Saison ja bereits seit längerem verletzungsbedingt vorbei. Leipzig begann in einem 4-2-3-1 mit Bruma, Lookman und Forsberg hinter der alleinigen Sturmspitze Werner. Bei den Gästen spielten Akpoguma und Uth für Nordtveit und Szalai in einem 3-5-2.


Verlauf 1. Halbzeit
Nach einer kurzen Phase des Abtastens legten beide Mannschaften den Turbo-Gang ein. Klostermann hatte die Führung auf dem Fuß, aber keinen Mut, selbst abzuschließen und suchte stattdessen den Pass zu Werner, der misslang. Im Gegenzug segelte Orban in eine Flanke herein und verursachte fast ein Eigentor. Das 1:0 für die Gäste fiel in der 14. Minute, als Gnabry mit einem Lupfer unsere Abwehr aushebelte, Grillitsch aus spitzen Winkel abschloss und Gulácsi den Ball nur nach vorne abprallen lassen konnte. Uth bedankte sich und schoss zur Führung ein. RB antwortete mit wütenden Angriffen und hatte durch Lookman in der 27. Minute die größte Möglichkeit zum Ausgleich, aber der Engländer scheiterte im 1 gegen 1 am stark reagierenden Baumann. Von den Gästen kam bis zur 35. Minute nichts mehr im Spiel nach vorne, stattdessen lauerten sie auf unsere Fehler. Genau dieser Patzer kam ausgerechnet von unserem Kapitän Orban, der als letzter Mann gegen Uth den Ball verlor und damit quasi die Vorlage zum 0:2 gab. RB machte das Spiel, Hoffenheim die Tore. Als ob das 0:2 nicht schon schlimm genug gewesen wäre, erhöhten die Gäste sogar auf 0:3. Nach einer Flanke von links schob Kaderabek freistehend im Strafraum ein. Die Gäste abgezockt und eiskalt. Eine Fähigkeit, die uns in dieser Saison abhandengekommen ist.


Verlauf 2. Halbzeit
Zur Pause nahm Hasenhüttl Korrekturen in der Aufstellung vor. Keita und Augustin kamen für Ilsanker und Bruma, bei den Gästen ersetzte Nordtveit Hübner. Die zarte Hoffnung auf ein Comeback wurde aber direkt von Forsberg zerstört, als der nach einem Trikotziehen von Grillitsch den Ellenbogen auspackte und mit Rot (Tätlichkeit) vom Platz flog. Harte Entscheidung, aber vertretbar. Keita sorgte mit einem tollen Solo in der 58. Minute zwar noch für das 1:3, im direkten Gegenzug schlief die RB-Abwehr aber erneut und Uth schob nach Flanke zum 4:1 ein. Die Abwehrleistung mal wieder desolat am heutigen Tage. Das 5:1 folgte direkt im Anschluss, erneut nach einer Flanke. Werner hatte zehn Minuten vor Ende noch die Chance auf Ergebniskosmetik, scheiterte aber an Baumann. Den Job erledigte dann der eingewechselte Upamecano, der nach toller Vorarbeit vom guten Lookman auf 2:5 einschob. Höchste Bundesliga-Niederlage abgewandt, prima...


Fazit 
Bis zum 2:0 war die Leistung eigentlich in Ordnung. Wir drückten auf den Ausgleich und hatten durchaus gute Möglichkeiten. Nach dem 2:0 fiel die Mannschaft auseinander. Der Platzverweis nach der Pause tat sein Übriges. Wie schon gegen Leverkusen  fand das Team keine defensive Stabilität mehr. Die Gäste spielten genau den Fußball, der uns früher stark gemacht hatte. Aber unser Team, die RB-DNA, ist schon seit längerem nicht mehr zu erkennen. 

Für Hasenhüttl könnte es jetzt langsam eng werden. Die Champions-League ist weg, die Europa League in Gefahr. Bei Zorniger hatte Rangnick damals auch nicht lange gefackelt. Aber ob jetzt noch ein neuer Impuls etwas bringt? Man mag es bezweifeln. Die Mannschaft scheint aber in keinem guten Zustand zu sein und das trotz einer Woche Vorbereitungszeit auf dieses wichtige Duell.

 

Ausblick
Am kommenden Sonntag steigt das Auswärtsspiel bei den abstiegsgefährdeten Mainzern. Eine Woche später findet das letzte Heimspiel der Saison gegen Wolfsburg statt, für das es nur noch wenige Restkarten gibt. Beide Duelle also gegen Kellerkinder, die verzweifelt um jeden Punkt kämpfen, um nicht aus der Bundesliga abzusteigen. Jetzt muss irgendwie mit letzter Kraft der 6. Platz abgesichert werden!


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Bernardo, Konate, Orban (62. Upamecano), Klostermann – Demme, Ilsanker (46. Keita) – Bruma (46. Augustin), Lookman, Forsberg – Werner
TSG 1899 Hoffenheim:
Baumann – Kaderabek, Akpoguma, Hübner (46. Nordtveit), Schulz – Vogt – Grillitsch (56. Demirbay), Amiri – Kramaric, Uth, Gnabry (54. Rupp)
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Tore: 0:1 Uth (14.), 0:2 Gnabry (35.), 0:3 Kaderabek (45.), 1:3 Keita (59.), 1:4 Uth (59.), 1:5 Rupp (64.), 2:5 Upamecano (88.)
Torschüsse: 14 / 12
Schüsse aufs Tor: 8 / 7
Passquote: 89,3% / 85,9%
Zweikampfquote: 55,2% / 44,8%
Ballbesitz: 53,9% / 46,1%
Laufstrecke: 105,8 km / 114,2 km
Sprints: 220 / 223
Intensive Läufe: 608 / 615
Fouls: 8 / 22
Ecken: 8 / 4
Abseits: 3 / 2
Gelbe Karten:  –  / Schulz (3), Grillitsch (5)
Rote Karte: Forsberg (47.)
Zuschauer: 41.780

Rojiblanco


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