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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
VfL Wolfsburg
RB Leipzig
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6:2 SOMMERKICK – ÜBER 8.000 LEIPZIGER FEIERN EINE PARTY IN BERLIN!

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Berlin - (12.05.2018) Gnadenlos effektive Leipziger nehmen die Hauptstädter auseinander und spielen auch in der nächsten Saison wieder international. Durch einen sehenswerten 6:2 Auswärtssieg beim Sommerkick an der Spree verteidigt RBL Platz 6 und darf nächste Saison in der Europa League antreten.

Endspiel um Europa! Minimale Restchancen auf die Champions League wollten gewahrt und der Europa League Platz verteidigt werden. Dabei kam unseren Rasenballern nicht nur die Rückkehr von Naby Keita sondern auch der Umstand zugute, dass die Berliner in der letzten Woche ihre Chance auf einen internationalen Startplatz verspielt hatten. Für die Gastgeber war also eher Sommerfußball angesagt. Hasenhüttl verzichtete auf den alten Kapitän (Kaiser) wie auch den neuen (Orban) und brachte zudem Laimer für Bernardo. Für Kaiser kam Keita und für Orban blieb Konaté im Spiel.

Dass es für RBL noch um einiges ging, zeigten nicht zuletzt die Fans, die wieder in voller Mannstärke nach Berlin pilgerten. Unter den Motti „Alle in Rot“ und „10.000 Leipziger“ dürften sich am Ende gut 8.000 RB-Fans im Olympiastadion eingefunden haben und die sollten einiges geboten bekommen…



Acht wahnsinnige Minuten

Die Pfeife des Schiedsrichters war noch kaum verklungen, da zappelte der Ball schon im Netz. Upamecano brachte die Rasenballer via Kopball nach einer Ecke in Front. Kampl hatte das Spielgerät auf den Schädel des Abwehrspielers befördert. RBL konnte es also doch noch: gefährliche Ecken treten (2.).

Aber wie das in letzter Zeit fast immer war, so kassierten unsere Leipziger postwendend den Ausgleich. Auf der Gegenseite nutzte Ibisevic seinerseits die erste Berliner Ecke zum Tor und setzte sich dabei robust gegen Konaté durch (4.).

Aber für RBL ging es heute um mehr und man war nicht geneigt aufzustecken. Nur vier Minuten später wanderte der Ball durch die Reihen der Hasenhüttl-Elf. Über Keita kam er zu Werner, der mit der Hacke zu Lookman weiterleitete. Der Engländer, der auch in diesem Spiel wieder zu den Besten gehörte vollendete knackig ins kurze Eck (8.).



Die Sachsen geben den Ton an

Fortan bestimmte Leipzig das Spiel, nur selten kamen die Gastgeber zu Chancen, wenn dann aber durchaus aussichtsreich. So z.B. in der 34. Als Torunarigha nach einer Ecke aus fünf Metern über das Gehäuse schoss. Leipzig zeigte sich spielbestimmend und besonders extrem effektiv. Von vier Schüssen aufs Tor waren bis zur Halbzeit drei im Kasten. Den dritten markierte Augustin, der in der 22. Nach einer Lookman-Vorlage Jarstein überwand. Allerdings half der Herthakeeper kräftig mit…

Auch nach dem Pausentee blieb RBL abgezockt. Auch die nächsten zwei Schüsse auf das Tor von Jarstein waren drin. Erst bediente Augustin Werner, der sich gegen Pekarik durchsetzte und aus elf Metern vollendete (49.), dann bediente Lookman erneut Augustin zum 5:1 (54.) Damit war das Spiel entschieden.


Rangnick-Rekord

Nur noch einmal sollte Berlin für Aufsehen sorgen. In der 64. Zimmerte der Ex-Ingolstädter Leckie den Ball an die Unterkante der Latte, ehe Kalou nach einer Plattenhardt-Flanke auf 2:5 verkürzte.

Hasenhüttl wechselte durch und brachte Bruma, Poulsen und Ilsanker für Lookman, den angeschlagenen Keita und Werner. Der Portugiese war es, der dann den Schlusspunkt setzte und gleichsam einen Rekord in der Ära Rangnick aufstellte. Mit einem sehenswerten Schlenzer aus 15 Metern vollendete Bruma zum 6:2 (82.). Seit Anfang 2012 (beim 8:2 gegen Wilhelmshaven noch unter Pacult) hatte RBL nie mehr Tore in einem Ligaspiel erzielt. Die zahlreich mitgereisten Fans feierten noch lange und baten nach Abpfiff auch Hasenhüttl in die Kurve, der bereitwillig der Einladung folgte.


Fazit:

Ein schöner Saisonabschluss beim Sommerfußball in Berlin. Die alte Dame war größtenteils überfordert und so gar nicht „Deadpool-like“ wie angekündigt, was sich nicht zuletzt an den unterirdischen Laufwerten widerspiegelte. RBL offensiv mit einer sehr guten Vorstellung, bei der sich maximal die Frage stellte: Warum nicht öfter so. Die Auftritte gegen Wolfsburg und Berlin zeigten, was der Kader zu leisten im Stande ist. Defensiv fiel mal wieder die schwache Strafraumbeherrschung von Gulácsi auf, aber letztlich nicht ins Gewicht. Matchwinner wieder Lookman, der nun endlich in Leipzig angekommen ist und nun doch ggf. bald wieder Geschichte ist. Satte neun Scorerpunkte in nicht mal 600 Spielminuten – zuletzt ein Feuerwerk, was ihn sicherlich nicht billiger machen dürfte. Es bleibt spannend…

RBL verbleibt durch den Sieg auf Platz 6, weil Hoffenheim und Leverkusen sich keine Blöße gaben. Für die TSG reichte es letztlich sogar für einen direkten CL Startplatz – ein ganz großes Fotofinish. Leverkusen schaute wie RBL in die Röhre. Verlierer des Spieltags sicherlich Frankfurt, die durch die Niederlage auf Platz 8 abrutschten, während die Bayern gegen Stuttgart fröhlich die Selle und die Defensive baumeln ließen. Gewinnt der Serienmeister den Pokal, gibt es für die Eintracht nächste Saison keine EL. Aber das ist wohl letztendlich nichts gegen die Uhr, die heute in Hamburg zu schlagen aufhörte.

Letztlich fehlte RBL nur ein Sieg, dann wäre die CL drin gewesen. Das Spiel, was wohl als größte vergebene Chance der Saison in Erinnerung bleiben wird, ist die Heimpleite gegen Köln. Was soll’s – nächste Saison einfach besser machen und jetzt auf die Europa League und Leipzig international freuen!

Morgen dann nun also der große Tag für unserer kleinen Kaiser! Das Abschiedsspiel wird zum großen Klassentreffen. Mit Familienfest und auch sicherlich einigen dicken Tränen. Lasst uns morgen nochmal alle das Erreichte feiern, Abschied vom ewigen Kaiser nehmen, der hier so viele Erfolge feierte und gemeinsam Vergangenes Revue passieren. Bis morgen im Stadion!



Statistik
Hertha BSC:
Jarstein – Pekarik (58. Schieber), Rekik, Torunarigha, Plattenhardt – Lustenberger (67. Skjelbred), Darida – Leckie, Kalou – Selke (83. Mittelstädt), Ibisevic
RB Leipzig: Gulácsi – Laimer, Konatá, Upamecano, Klostermann – Keita (76. Ilsanker), Demme – Kampl, Lookman (62. Bruma) – Augustin, Werner (79. Poulsen)
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Tore: 0:1 Upamecano (2.), 1:1 Ibisevic (4.), 1:2 Lookman (8.), 1:3 Augustin (22.), 1:4 Werner (49.), 1:5 Augustin (54.), 2:5 Kalou (65.), 2:6 Bruma (82.)
Torschüsse: 8 / 17
Schüsse aufs Tor: 4 / 10
Passquote: 87,1% / 88,7%
Zweikampfquote: 49% / 51%
Ballbesitz: 48,4% / 51,6%
Laufstrecke: 99 km / 102,4 km
Sprints: 179 / 212
Intensive Läufe: 485 / 518
Fouls:
13 / 12
Ecken: 3 / 6
Abseits: 1 / 1
Gelbe Karten: Lustenberger / Lookman
Zuschauer: 60.502 (ca. 8.000 Leipziger)

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20180512-spielbericht-berlin.html

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