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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
VfL Wolfsburg
RB Leipzig
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SAISON 2017/18 – GERINGERER ZUSCHAUERSCHNITT, ABER MEHR ZUSCHAUER

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Leipzig - (03.07.2018) Keine Frage - die zweite Bundesligasaison war auf sportlicher Ebene eine neue Herausforderung und Erfahrung zugleich. Aber auch für uns Fans und Zuschauer war es nicht nur im emotionalen Sinne eine Berg- und Talfahrt, sondern es galt auch 7 zusätzliche Heimspiele unseres Teams zu verfolgen. Im Endeffekt war der Zuspruch so hoch wie noch nie, aber der Zuschauerschnitt sank leicht.

Bevor die neue Saison startet, werfen wir nochmal einen Blick auf die Zuschauerentwicklung in unserer zweiten Bundesligasaison, die von uns Fans und Zuschauern so einiges abverlangte. Mit Herzblut dabei und viel Interesse war man gespannt wie sich einerseits unsere Mannschaft nach der famosen ersten Spielzeit erneut schlägt, aber andererseits auch wie man als Fan die erhöhte Anzahl der Spiele organisatorisch und finanziell zu stemmen in der Lage ist – schließlich standen ja auch noch die Auftritte auf internationaler Bühne an. Gespannt durfte man auch hinter den Katabomben bei RB gewesen sein, wie sich die neuen Konstellationen auf die Zuschauerentwicklung und dabei auf die Kapazitätsauslastung auswirken könnte. Dabei gibt es jedoch eine Vielzahl an Einflussfaktoren zu beachten, die die Sache nicht gerade einfach gestalten lässt, um mittels Gegenmaßnahmen letztendlich ein bestmöglich gefülltes Stadion zu erlangen. Der Spagat zwischen Zuschauereinnahmen und Stadionauslastung kann ein sehr dehnbarer werden, aber auch sehr kurz gehalten werden, wenn bestimmte Bedingungen nicht passend erscheinen, teils auch zu Lasten der Zuschauerzahl.

In der ersten Bundesligasaison verfolgten 705.121 Zuschauer die 17 Bundesliga-Heimspiele unserer Mannschaft in der Red Bull Arena, was einen Schnitt von 41.478 Zuschauern entspricht. In dieser Saison kamen 2.081 Zuschauer weniger zu jeder Bundesligapartie und gar manch Einer obliegt schon zu urteilen, dass die erste Euphoriewelle somit vorbei sei und das Interesse womöglich langsam nachlässt. Beim genaueren Betrachten gibt es jedoch viele Korrelationen und Begleitumstände, wie u.a. die der erhöhten Spielanzahl, die nicht von jedem Interessierten gemeistert werden kann. Im Bezug zu unserer breitgefächerten und bunten Fanwelt können wir mit Verlaub gutheißen, dass von Jung und Klein, bis Alt und Groß alles vertreten ist. Insbesondere die vielen Familien und Kleinen bzw. Jugendlichen sind an den Wochenendspielen zu Tausenden während der Heimspiele in großer Zahl vertreten und haben gegebenenfalls auch eine Dauerkarte.


Zur späten Stunde angesetzte Spiele brauchen ein anderes Publikum

Nun wird es aber vor allem für diese große Gruppierung „Familie und Jugendliche“ sehr schwer Spiele zu besuchen, die unter der Woche und zu später Stunde stattfinden, da am nächsten Werktag wieder die Schule und der Kindergarten ruft, während auf der anderen Seite Fans und Zuschauer aufgrund der Arbeit schichtbedingt ebenso nicht dem späten Heimspiel beiwohnen können. Darüber hinaus muss immer noch Beachtung finden das viele Fans nicht nur aus Leipzig anreisen, sondern auch von außerhalb und teils einen langen und zeitaufwendigen Fahrweg organisieren und einzukalkulieren haben. Zuletzt ist auch der finanzielle Aufwand nicht zu vernachlässigen, denn gerade die zusätzlichen Spiele auf internationaler Ebene mit meist hoher Kategorie schrumpfen doch arg den einen und anderen Geldbeutel, so dass die schönste Nebensache der Welt teilweise schon zu einem Luxusproblem mutieren kann – geschweige denn für unsere Auswärtsfahrer. Es liegt auf der Hand dass die Verantwortlichen des Vereins all jene Eckpunkte berücksichtigen müssen, um das Stadion zu den Heimspielen mittels Gegenmaßen zu füllen und hier auch neue Zuschauer gewinnen müssen und auch wollen.

Wer nun dachte oder das Gefühl hatte die Spiele seien in diesem Jahr größer gesplittet gewesen als im letzten, dem sei widersprochen. Betrachtet man für die Bundesliga die Tage, an denen gespielt wurde wie auch die Anstoßzeiten, so erkennt man keinen Unterschied zur letzten Saison, was eventuell die Ursache im Ansatz hätte erklären können warum knapp 2.100 Zuschauer weniger im Schnitt die Ligaspiele in der Red Bull Arena verfolgten.

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13 Nachmittagsspiele am Samstag stehen 11 Partien in dieser Saison entgegen, dem stehen 1:3 Sonntagsspiele gegenüber. Mit je einem Spiel am Freitag, wie auch am Mittwoch bzw. Montag ergeben insgesamt keine nennenswerten Unterschiede zwischen beide Bundesligaspielzeiten


Kaltes Wetter ohne Auswirkung

Für den einen oder anderen Eventzuschauer könnten auch die Witterungsbedingungen vielleicht eine Rolle spielen, was aber dem harten Fan nicht wirklich abhält das Spiel seiner Mannschaft zu besuchen. Denn nicht jedermanns Sache ist es bei Regen oder eisigen Temperaturen stundenlang mit Vor- und Nachbereitung zu den Spielen sich dieser Tortur auszusetzen. Die durchschnittliche Temperatur von 7,9 Grad Celsius zu den Heimspielen in dieser Saison lag zwar um 1,2 K unter der Letztjährigen, die bei 9,1°C lag, jedoch dürfte das kaum ein probates Mittel gewesen sein, die geringere Zuschauerzahl zu begründen. Eventzuschauer deshalb, weil gerade zu den internationalen Spielen um 21 Uhr am Abend die vielen Familien und Jugendlichen, wie auch Auswärtsfahrer aus dem gewohnten Fanspektrum größtenteils herausfallen. Zwar spielt das in der Analyse eine untergeordnete Rolle, jedoch ist dies im Zusammenhang zur Zersplitterung der Spieltage auf die Werktage unter der Woche von Bedeutung, da vermehrt Montagsspiele wie auch Freitagsspiele hinzugekommen sind, wie auch die Spiele auf internationaler Bühne. Um letztendlich die zusätzlichen und teilweise hochkategorisierten Spiele in der Champions- und Europa League, wie auch das Pokal-K.O.-Spiel sich live im Stadion anschauen zu können, bedarf es einem zahlungskräftigen Publikum, und welches am Folgetag nicht gleich unausgeschlafene Kinder in der Schule zu verantworten hat.

Trotz das die Spiele in dieser Saison recht kühl zu verfolgen waren, kamen aufgrund der internationalen Spiele 221.383 Zuschauer mehr ins Stadion als im gesamten letzten Erstligajahr. Wer denkt dass vielleicht die kalten Temperaturen mit dem Spielergebnis oder einer geringeren Zuschaueranzahl zusammenhängen könnte, dem sei nicht so. Schließlich fanden u.a. in diesem Jahr siegreiche Begegnungen wie gegen die Bayern oder Schalke 04 bei Minustemperaturen statt, wie auch beim Unentschieden gegen den BvB. Parallel dazu war trotz der eisigen Temperaturen das Stadion zu diesen Spielen jeweils ausverkauft.

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Warme Kleidung gefragt - 6 Spiele fanden unter dem Gefrierpunkt statt – 6 weitere Spiele nur knapp drüber. Wer bei allen Heimspielen (24) in dieser Saison dabei war musste sich also warm anziehen. Die Hälfe aller verfolgten Heimspiele war demnach mehr oder weniger eine kalte Frischluftkur. 3 weitere Partien waren mit kühlen Temperaturen zw. 6 – 9°C angehaucht, während sich nur die wenigen restlichen Spiele als T-Shirt-Wetter entpuppten


Viele Spiele bedeuten im Schnitt weniger Zuschauer

Lukrative Gegner sind natürlich wichtig, will man egal zu welcher Zeit, zu welcher Witterung und an welchem Tag das Stadion mit möglichst vielen Zuschauern gut gefüllt bekommen. Aber ein volles Stadion muss nicht gleichbedeutend sein mit einer besseren Atmosphäre. Schließlich kann in einem Stadion mit 20.000 Fans im Kern ebenso viel Stimmung erzeugt werden, als wenn doppelt so viele Zuschauer das Spiel betrachten und sich eher wortkarg dem Event widmen – so erfahren beim K.O.-Spiel in der Europa League gegen St. Petersburg. Der Stimmung hat es keinen Bruch getan, aber bestimmt in der Abendkasse beim Auszählen der Zuschauereinnahmen. Dem wahren Fan wird das nicht groß belasten, aber schön wäre es schon wenn man mit einem gut besetzten Stadionrund gemeinsam sein Interesse teilen kann, zumal auch fürs Auge leere Plätze oder gar leere Sitzreihen nicht schön anzusehen sind.

Sicherlich wird auch ein kleiner Teil der langjährigen Fans langsam mit einem Sättigungsgefühl überschüttet werden. Nachdem in der ersten Bundesligasaison der eine und andere Zuschauer vielleicht schon alle Mannschaften gesichtet hatte, besteht nun ab der zweiten Saison nicht mehr der ganz große Reiz oder Drang danach. Als federführende Beispiele sind Bremen, Freiburg und Frankfurt zu nennen. So gingen zu diesen Spielen trotz bester Anstoßzeiten Samstag- bzw. Sonntagnachmittag 2.000 Zuschauer weniger ins Stadion als letztes Jahr. Im Fan-Jargon spricht man vom Eventzuschauer, der nur sporadisch zur Unterhaltung und zum kurzzeitigen Interesse beim Ereignis mit dabei sein möchte, sein Erlebnis aber nicht unbedingt wiederholen muss. Es gab aber auch vier negative Beispiele mit größerem Rückgang der Zuschauer, was so nicht vorhersehbar war und hier den Durchschnitt seinen markanten Stempel aufdrückte. So kamen im Dezember gegen Mainz und Hertha BSC je 9.700 und 6.500 Zuschauer weniger ins Stadion. Aber auch am Sonntag gegen den Traditionsverein 1. FC Köln wurden 7.500 und zum Montagsspiel gegen Leverkusen 7.000 Zuschauer weniger registriert.


Gesättigte Dauerkarteninhaber?

Markant dabei ist aber die Tatsache, dass sich diese Spiele überschnitten mit denen auf internationaler Bühne und hier wohl der Hauptschlüssel zu finden ist für den Zuschauerrückgang. Einerseits ist es die zeitliche Belastung für Jedermann, die organisiert werden muss, wenn man alle drei bis vier Tage dabei sein will. Andererseits spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle, da vor allem die internationalen Spiele eine Zugabe darstellen. Deshalb liegt die Annahme recht nah, dass die Zuschauer zwischen den Spielen ausloten müssen und im Endeffekt halt mal das eine und andere Spiel auslassen. So gab es innerhalb von 14 Tagen vom 22.02. bis zum 08.03.18 gleich vier Heimspiele nacheinander. Für einen einzelnen Fan bedeutet dies ca. 200 Euro für alle vier Spiele, mit Partner sind es ca. 400 Euro. Schließlich wurden die Spiele gegen Köln und St. Petersburg die Leidtragenden zu dieser Zeit. Aber auch das Mainz-Spiel fand nur 3 Tage nach einem Champions-League-Spiel statt. Einhergehend fließt auch die Tatsache der Dauerkarteninhaber mit ein nicht mehr unbedingt zu jedem Bundesligaspiel erscheinen zu wollen bzw. zu müssen. Zwar gibt es die Möglichkeit seinen Platz für dieses Spiel in die Ticketbörse zu stellen und hier sogar das Eintrittsgeld umgerechnet zurückzuerhalten, jedoch wird dies immer noch nicht ausreichend genutzt - zu guter Letzt zum Leidwesen gewillter Zuschauer, die somit keinen Zutritt zum Stadion bekommen mit der Folge, dass diese Dauerkartenplätze leer blieben.

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Viele leere Plätze trotz ausverkauftem Stadion – Wie hier im Heimspiel gegen Hoffenheim blieben enorm viele Plätze das ganze Spiel lang unbesetzt - Aufnahme 5 Minuten nach Spielbeginn


In Wolfsburg oder Dortmund wird u.a. eine Aktion gestartet, indem festgestellt wird ob Dauerkarteninhaber im Stadion erscheinen oder nicht. Wird schließlich eine festgelegte Anzahl von Spielen ohne besondere Gründe nicht erreicht, so wird die Dauerkarte aufgekündigt und der Platz neu vergeben. Damit möchte man eine bessere Stadionauslastung in der Kapazität erreichen. Dass die Verantwortlichen sich Gedanken machen, zeigen schließlich einige Aktionen, um das Stadion besser zu füllen. So wurde u.a. beim Montagsspiel gegen Bayer Leverkusen der teuerste Platz im gesamten Oberrang mit maximal 30,- Euro festgesetzt. Gegen Hoffenheim galt das Stadion schon einen ganzen Monat vor Spieltag als ausverkauft – ein Family-Day war anberaumt, indem als Gesamtpaket für 2 Erwachsene und 2 Kinder nur 50,- Euro zu zahlen war. Gegen Marseille gab es dann auch eine Studentenaktion, bei der jeder Student mit 10,- Euro Eintritt zum Europa-League-Hinspiel hatte. Zu guter Letzt gab es noch die Möglichkeit, sich mit einer Dreier-Dauerkarte sozusagen für 3 Spiele im Gesamtpaket die Plätze im Stadion zu sichern. Alles in allem blieb man also nicht tatenlos und konnte mit diesen Maßnahmen das eine oder andere Spiel vor einer geringeren Zuschaueranzahl bewahren.


Fehlende Gästefans senken den Zuschauerschnitt

Im Endeffekt wurden im Laufe der Saison 2017/18 insgesamt 926.504 zahlende Zuschauer registriert, was einem Zuwachs von 221.383 und einem Gesamtzuschauerschnitt über 24 Heimspiele verteilt von 38.604 entspricht. Von 42.558 Zuschauern im ausverkauften Falle blieb man somit nur 9 Prozent unter dem Maximalwert, aber schließlich hatte man auch 7 weitere Heimspiele zu kompensieren. Am Ende dürften die Zuschauereinnahmen auch um ein Vielfaches betragen haben, was der kleinere Anteil zu Ungunsten der Stadionauslastung nicht annähernd aufzuwiegen vermag. Trotzdem zeigt diese Problematik, dass der geplante Stadionausbau mit Augenmaß vorgenommen werden sollte. Betrachtet man nur die 17 Bundesligaheimspiele, so ergibt sich nur eine Minderung von 5 Prozent zur letzten Saison. Diese Differenz von 2.000 Stadionbesuchern allein kann u.a. von den Gästefans erreicht werden, die auch oft den Stadionbesuch bei uns boykottieren. Letztendlich waren die Heimbereiche hier öfter ausverkauft und nur die geringere Anzahl der Gästefans drückte die Gesamtzuschaueranzahl, so dass der Zuschauerdurchschnitt doch nicht so weit weg ist vom letzten Jahr wie vielleicht gedacht.

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Fehlende Gästefans – kein ungewohntes Bild und zu vielen Heimspielen präsent. Wie bei den Spielen gegen Olympique Marseille (Fanausschluss) und gegen Bayer 04 Leverkusen (Boykott) blieben mehrere Tausende Plätze dadurch leer und senkten die Stadionauslastung, wie auch den Zuschauerschnitt.

Bliebe der Gästeblock leer würden ca. 4.500 zahlende Zuschauer fehlen. Alternativ kooperieren einige Vereine und geben ihre Kontingente zurück, so dass die Verantwortlichen bei RB an der richtigen Schraube drehen und z.B. den Oberrang als Heimbereich freigeben können.

Darüber hinaus muss aber auch am eigenen Auswahlverfahren gefeilt werden, wenn es darum geht eine Karte über die Vorverkaufsphasen zu erwerben, ehe schließlich der freie Verkauf Zugang hat. Einerseits gibt es kritische Töne über die begrenzte Möglichkeit während seiner zugeteilten Vorverkaufsphase mehrere Personen an Bord ziehen zu können, wofür meistens zusammenhängende Plätze gewünscht sind. Das betrifft vor allem Spiele gegen eher unpopuläre Gegner, deren Beschränkung jedoch meistens auf 3 bis 4 zusätzliche Tickets sich beläuft. Andererseits gibt es auch hin und wieder einfach eine viel zu kurze Verkaufsphase für Tickets. So geschehen gegen Bremen, als erst kurz vor Spieltag die letzte Vorverkaufsphase endete und im freien Verkauf dies in der letzten Woche nicht mehr rechtzeitig aufgefangen werden konnte. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als schon im Vorverkauf die meisten Bundesligatickets vergriffen wurden, gab es in diesem Jahr teilweise auch erst nach langen freien Verkauf eine gute Stadionauslastung. Auch da ist der preisliche Rahmen teilweise zu überdenken, denn für einen Platz auf den Geraden sind meist um die 40 bis 75 Euro pro Spiel zu löhnen.


Stadionauslastung, -Erweiterung – kontra TV-Vermarktung

Alles in allem war auch in dieser Saison ein starker Zuspruch zu verzeichnen. Sieben Heimspiele mehr durften Fans wie auch Gelegenheitszuschauer auf internationaler Ebene und im Pokalwettbewerb bewundern, deren hohe Belastung nicht nur die eigenen Spieler erfahren durften. Schließlich wurde neben dem zeitlichen Aufwand auch der Geldbeutel strapaziert; und auch noch so eine strenge Kältephase konnte gemeinsam erfolgreich gemeistert werden. Am Ende fehlten unserem Team nur drei Punkte zur erneuten Champions League Teilnahme, wie auch nur ein paar Prozent weniger Zuschauer im Schnitt ins Stadion kamen. Einen Knick oder eine Tendenz nach unten kann man somit nicht festmachen – vielmehr verfolgten über 200.000 Interessierte mehr als im letzten Jahr die Spiele unserer Mannschaft live in der Red Bull Arena. Es gibt also viele Einflussfaktoren, die das Gesamtbild in einem anderen Bild zurechtrücken. Wir Fans haben auch in dieser Saison bewiesen, wie großartig wir hinter unserer Mannschaft stehen und welch kunterbunte Fangemeinde wir besitzen – darauf können wir stolz sein. Die Planungen für den Stadionausbau ab November in diesem Jahr haben aufgezeigt, dass man die Qualität des Stadionbesuches verbessern und vorrangig im B-Block durch die Umwandlung in Stehplätze und der Schaffung dort eines kleinen Oberranges die Kapazität erhöhen möchte, um gegen lukrative Gegner noch mehr Zuschauern live den Stadionbesuch zu ermöglichen.

Gleichzeitig hat man auch mit Aktionen und Gegenmaßnahmen bewiesen, wie man neue Zuschauer bewegen kann, ins Stadion zu gehen. Für uns Fans ist es allemal besser im Gegensatz zur steigernden TV-Vermarktung der Spiele, die ebenfalls einen negativen Einfluss auf der Stadionauslastung ausübt – schließlich wurden 16 der 24 Heimspiele in dieser Saison als Top-Spiele live übertragen. In der Bundesliga war es über die Hälfte der Spiele, indem die RB-Heimpartien zu einer Zeit live übertragen wurden, zu der kein weiteres Bundesligaspiel stattfand. Auch in der neuen Saison 2018/19 stehen wir vor einer erneuten Herausforderung der TV-Vermarktung entgegenzutreten und unsere Mannschaft vor allem zur späten Stunde 21:05 Uhr an einem Donnerstagabend in der Europa League würdig zu unterstützen. So könnte es beispielweise zwischen zwei Topspielen in der Bundesliga Bayern und Dortmund, zwischenzeitlich in der EL gegen den albanischen Pokalsieger gehen. Parallel ist zu erwarten dass aufgrund dessen die Anstoßzeiten in der Bundesliga sich meist auf einen Sonntagabend 18 Uhr einpegeln könnten, wie auch in einem Freitags- oder Montagsspiel münden. Sind uns alle Umstände bewusst, stünde nichts mehr im Wege auch zur neuen Saison als Fangemeinschaft weiter zu wachsen oder den Stand zu halten wie in diesem Jahr.

oligei


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