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Leipzig - (09.07.2018) Es hatte sich angedeutet. Rangnick übernimmt erneut das Traineramt und überbrückt so selbst die Wartezeit auf die Wunschlösung Nagelsmann. Ihm zur Seite stehen mit Marsch und Klauß zwei Trainer, die den RBL Stil verinnerlicht haben.

Nach dem größten Trainercoup der Neuzeit war klar: Leipzig braucht einen Übungsleiter für ein Jahr. Dass es für diesen Zeitarbeitsjob mit hohen Ansprüchen nur wenige mögliche Lösungen geben würde, war abzusehen. Rangnicks erneute Amtsübernahme quasi folgerichtig, denn niemand hätte die Vorstellungen des Sportdirektors wohl besser umsetzen können, kennt Team und Liga und kann in einem Jahr leichter den Stuhl räumen.




Der nächste logische Schritt

Eine Übergangssaison, die ein gewisses Risiko birgt, gerade deswegen war Rangnicks Berufung der richtige Schritt. Niemand könnte in dieser Situation mehr Autorität ausstrahlen, gerade weil Rangnick danach weiterhin der starke Mann im sportlichen Bereich sein wird. Allerdings könnte sein Image auch Risse bekommen, wenn er es nicht schafft, die letzte Saison von Hasenhüttl zu toppen. Hier in Sachen Punkteschnitt, Defensive, RB-Stil und Standards einen deutlichen Aufwärtstrend zu verzeichnen, ist das auf der Pressekonferenz erklärte Ziel. Mit Vizemeistertitel und DFB-Pokalfinale wie damals bei Schalke wäre Rangnick "einigermaßen zufrieden", so beschloss er die den heutigen Medienauftritt augenzwinkernd. Man darf also gespannt sein, ein purer Interimstrainer wartet hier nicht. Mintzlaff machte indes klar, dass Rangnick bis zum Saisonende als Trainer fungieren wird, egal was da wohl komme. Maximale Rückendeckung nennt man dies wohl.



#bestmöglichesTrainerteam?

Der neue Hashtag der Sommervorbereitung? Jedenfalls wurde man nicht müde zu betonen, dass RBL mit Marsch und Klauß sowie den unterstützenden Videoassistenten Kornetka und Röhl im Bereich Trainerstab nun extrem breit aufgestellt ist. Nachdem Hasenhüttl schon länger Geschichte ist, wurde heute auch Vollzug in der Causa Löw gemeldet. Für gut 1,5 Mio Euro wechselt der langjährige Co-Trainer zu Tuchel nach Paris. Ein großer Umbruch also im Trainerteam, der auch in eine klare Richtung deutet.

Zu viele Köche oder #bestmöglichesTrainerteam?


Klauß als Rangnickschüler und Nachwuchskenner. Einer, der mit dem Aufstieg zum Co-Trainer der Bundesligamannschaft den nächsten Schritt machen soll. Alle Großfeldmannschaften von RBL hatte er bereits unter seinen Fittichen. Er stand im ersten RBL-Kader aller Zeiten, schoss einst im Testspiel gegen Schkeuditz fünf Tore in 12 Minuten. Bekannt aus Film Funk und Fernsehen (Schlag den Raab). Eine echte Erfolgsgeschichte, auch wenn seine letzte Saison mit der U19 (zeitgleicher Trainerschein und wie Zorniger oder Tedesco Jahrgangsbester) nicht ganz optimal lief. Am Ende holte die “schlechteste U19 der Rangnick-Ära“ (O-Ton Rangnick selbst) immerhin noch Platz 4, nachdem man in den letzten 10 Spielen ungeschlagen blieb. Klauß gilt als klarer Vertreter des physischen RBL-Stils, kennt die Junioren aus dem Effeff und kann auch mal unbequem werden. Er könnte in jedem Fall als wichtige Verbindung zwischen U19 und erster Mannschaft fungieren.


Mehr als nur ein Hütchenaufsteller – Jesse Marsch.


Marsch galt lange Zeit als einzige Alternative zur Rangnicks Amtsübernahme. Auch eine Doppellösung schien möglich. Am Ende setzte sich jedoch Rangnick durch, zum einen als Kopf des Trainerteams, weil es klare Verantwortlichkeiten geben soll. Zum anderen gegen Marsch als Cheftrainer, weil es dem Amerikaner nicht nur an den nötigen Sprachkenntnissen mangelt (Deutsch und auch Französisch) sondern auch an Erfahrungen im Bereich Doppelbelastung sowie der Kenntnis von Mannschaft und Liga. Es wäre wohl das größere Risiko gewesen Marsch, den Neuling im europäischen Fußball, an die vorderste Front zu werfen. Wie Löw vor ihm dürfte der Amerikaner jedoch viel Eigenverantwortung im Bereich Trainingsleitung haben. Bereits beim Trainingsauftakt stand Rangnick eher beobachtend an der Seite, ließ Marsch die Trainingsformen ansagen und bei Bedarf unterbrechen.

Mit seiner Verpflichtung hat sich RBL jenseits des großen Teichs nicht nur Freunde gemacht. Am Vorabend des New Yorker Derbys (ging 0:1 verloren) wechselte Marsch mitten in der Saison. Dass er dennoch nur Co-Trainer wird, mag manche erstaunen, dürfte aber aus oben genannten Gründen folgerichtig sein. Auch nach dieser Saison soll er weiterhin Teil des Trainerteams bleiben, er wurde mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Im Prinzip ist seine Verpflichtung als zweiter Mann hinter Rangnick durchaus als Erfolg zu werten, war er doch auch als Trainer der US-Auswahl im Gespräch. Nach seinem erfolgreichen Engagement bei den New York Red Bulls und zwei Jahren unter Rangnick und Nagelsmann könnten ihm aber auch noch größere Jobs winken. Viele erfolgreiche US-Übungsleiter im europäischen Fußballbetrieb gibt es nicht, es könnte also auch für ihn mittelfristig eine Erfolgsgeschichte werden.

Komplettiert wird das Trainerteam durch die Videoanalysten Röhl und Kornetka beide gelten ebenfalls als Co-Trainer. Röhl ist bereits seit 2010 bei RBL und arbeitete unter allen Trainer seit Rangnicks Ankunft 2012 bei der ersten Mannschaft. In diesem Sinne, einer der letzten Mohikaner im Trainerteam. Neu ist hingegen Lars Kornetka, für Rangnick hingegen ein alter Bekannter aus Hoffenheimer und Schalker Tagen, einer an dem er seinen „Festplatten“-Spruch schon mal ausprobiert hat. Später arbeitete er unter Guardiola bei den Bayern und ging dann zu Roger Schmidt nach Leverkusen. Ein absoluter Rangnick Schüler und vielleicht sogar Fan, wie ein Interview von ihm nahelegt.


Zeigt, wo es langgeht – Rangnick.


Weitere Änderungen im Trainerteam: Nicklas Dietrich, nun DFB, wird durch Daniel Behlau ersetzt, der von Schalke 04 kommt und gemeinsam mit Kai Kraft das Athletiktraining leiten wird. Dr. Maximilian Pelka steigt aus dem Nachwuchs auf und ersetzt Lense im Amt des Teampsychologen. Dr. Robert Percy Marshall stößt zum Ärtzteteam und wird Mannschaftsarzt, zuvor arbeitete er beim Hamburger SV. Niklas Albers kommt als Neuzugang für das Team der Physiotherapeuten.

Jens André wird den neuen Bereich "Abteilung und Bildung" leiten. Blessin und Zdrilic steigen mit ihren U17 Schützlingen in die U19 auf und ersetzen Klauß. Kurth (U16) und Neutrainer Nubbemeyer betreuen die U17. Per Nilsson wird Sportlicher Leiter der U16 bis U19 Mannschaften.


Quo vadis?

Allen vier gemein ist ein gewisser Stallgeruch, eine klare rangnicksche Prägung bzw. das sie Vertreter des Gegenpressing-Fußballs sind. Ein gewisses "back tot he roots" schwang heute also mit, als das Trainerteam verkündet wurde. Inwiefern dabei dennoch auch die Entwicklung des eigenen Stils nicht aus den Augen verloren wird, bleibt abzuwarten. Hasenhüttl ist mit diesem Ansinnen letzte Saison gescheitert. Doppelbelastung und Transformation wollten nicht unter einen Hut. Rangnick steht in diesem Sinne für die Kehrtwende. Auch wenn die RBL-Führungsriege immer ein waches Auge auf die Entwicklung im Fußballsport hat, so sieht man auch die WM eher als Bestätigung. Ballbesitzteams wie Deutschland oder Spanien taten sich schwer, auch Mannschafen die mehr Ballbesitz wagen könnten (wie Belgien) sind eher im Spiel gegen den Ball erfolgreich.

Klar im Fokus steht die Verbesserung von Standards – Vorbild England. Letzte Saison war der ruhende Ball keine Leipziger Spezialität. Eine der Stärken der früheren Spielzeiten, die man 17/18 nicht mehr aufs Feld brachte. Das soll nun wieder anders werden.

Im Hinblick auf die Berufung Nagelsmanns, einem Vertreter der Dreierkette, scheint auch selbige bei RBL eine Option zu sein. Zumal man damit vielleicht auch in Teilen Keitas Abgang auffangen könnte, zumal bisher noch kein Nachfolger für den genialen Mittelfeldstrategen verpflichtet werden konnte. Eine Dreierkette wollte Rangnick auf der Pressekonferenz nicht zwingend ausschließen. Wie dem auch sei, Nagelsmann, der in der letzten Saison wie Hasenhüttl einen deutlichen Schritt Richtung Ballbesitz mit der TSG gewagt hat, dürfte in Leipzig eher ein Gegenpressingteam vorfinden, eine durchaus spannende Konstellation.

Da bereits in wenigen Wochen die Europa League Qualifikation ansteht (Häcken und Liepaja spielen bereits am Donnerstag die erste Runde) machte Rangnick auf der PK deutlich, dass er durchaus davon ausgeht, dass RBL bis in die Playoffs kommt, wenngleich er die kommenden Spiele eher als bessere Testspiele sieht. Nachdem die Doppelbelastung letzte Saison ein echter Stein am Bein war, könnte ein frühes Aus wenig kritisch gesehen werden. Parallelen zu früheren DFB-Pokal-Partien wären rein zufällig...


Des Kaisers neue Kleider


Vorfreude der Fans auf die Saison beim Trainingsauftakt

Jeder Anfang wohnt ein Zauber inne. Obwohl erst gestern Nachmittag bekannt wurde, dass heute 16:30 Uhr Trainingsauftakt ist, fanden sich über 1.000 Fans am Cottaweg ein. Trainerteam und Spieler wurden mit Applaus bedacht und die Fans konnten von der großen Tribüne am Hauptplatz den Auftakt hautnah verfolgen. Mit dabei waren auch die drei Neuzugänge, die sich mit ihren Trikotnummern auf den Trainingsshirts zeigten. Nordi Mukiele erhält die 22, Marcelo Saracchi die 3 und Matheus Cunha die 20. Auffällig dabei, dass Jesse Marsch viele Trainingsübungen erklärte und auch mit Pfeife eingriff, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Ralf Rangnick und die weiteren Trainer waren hier eher stille Beobachter. Vor dem abschließenden Trainingsspiel und am Ende der Einheit stellte sich aber Chef-Trainer Ralf Rangnick vor das Team. Insgesamt wirbelten 8 Spieler der U19 auf dem Trainingsplatz mit, da ja noch die 4 Nationalspieler sowie Marcel Sabitzer und Marcel Halstenberg fehlen. Die Jungs fügten sich nahtlos ins Training ein und genossen sichtlich die Aufmerksamkeit. Hinsichtlich der Aufstellung noch interessant, dass Nordi Mukiele neben Willi Orban in der Innenverteidigung zum Einsatz kam und nicht auf der Rechtsverteidigerposition. Auf dieser wirbelte erneut Konrad Laimer, der damit wie in der letzten Rückrunde die rechte Abwehrseite beleben soll.

Nach der Einheit kam das komplette Team sowie Ralf Rangnick und Jesse Marsch zu den Fans. Ob Autogramm oder Foto, jeder Wunsch wurde geduldig erfüllt und man konnte die Jungs aus nächster Nähe sehen. Da diese Woche jede Trainingseinheit öffentlich ist, können wir jedem Fan nur empfehlen mal beim Training vorbei zu schauen. Es lohnt sich!

Trainingsplan dieser Woche


Auch für die kleinen Fans blieb Zeit.


Wer kommt – wer geht?

Vorerst noch an Bord sind Bruno (beim heutigen Training dabei), Damari und Nukan. Letzterer dürfte nach Kreuzbandriss noch bis zum Winter bleiben. Damari und Bruno stehen zum Verkauf. Kalmár, Jung, Bernardo, Schmitz und Köhn haben den Verein bereits verlassen.

Unklar bleibt die Zukunft von Coltorti, der vielleicht noch ein Jahr dranhängen könnte, wenn Müller oder Mvogo gehen sollten. Zudem ließ Rangnick offen, ob Forsberg diesen Sommer noch wechseln könnte. Zwar will man den Schweden nicht abgeben, ausschließen möchte man den Abgang jedoch nicht mehr. Arsenal, Everton und diverse italienische Klubs sollen interessiert sein. Bei Klostermann und Poulsen dürfte man dem Werben anderer Vereine wohl weniger wohlgesonnen entgegen sehen.

Neu-Trainer Rangnick wünscht sich von Sportdirektor Rangnick jedenfalls noch drei Neuzugänge. Einer davon soll Ademola Lookman werden. Zwei Angebote sollen die Toffees bereits abgelehnt haben (12 bzw. 14 Mio Pfund), nach den Aussagen auf der PK dürfte man aber dranbleiben. Lookman will, Leipzig will und Everton will min. 20 Mio Pfund. Man wird sehen…

Dazu sucht RBL im zentralen Mittelfeld noch einen Sechser sowie einen Achter. Viel gibt die Gerüchteküche in diesem Bereich nicht her. Ndombélé dürfte zu teuer sein, wenn er überhaupt wechseln darf. Haidara hat verlängert. Möglich dass Adams aus New York bereits im Sommer kommt (noch mehr Freunde in Übersee…). Ebenfalls ruhig geworden ist es um Embaló, wer weiß, ob wirklich nochmal ein Anlauf gewagt wird, vielleicht funkt wie bei Geubbels und Pierre-Gabriel ja Monaco dazwischen. Die restlichen Gerüchte haben eher Nebelkerzencharakter.

Rumpelstilzchen


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