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16. Spieltag 1. Bundesliga
Mittwoch, 19.12.2018, 20:30 Uhr
Ort: Allianz-Arena
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SAISONAUFTAKT GEGEN BK HÄCKEN

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Leipzig - (26.07.2018) Am Donnerstag in dieser Woche beginnt für RB Leipzig nach einer recht kurzen Vorbereitung der Ernst des Lebens. Im Pflichtspielauftakt der Saison 2018/19 erwartet uns zu Hause der schwedische Erstligist BK Häcken als Gegner in der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League.

Unser Gegner

Der 1940 gegründete Bollklubben Häcken spielt seit 2008 durchgehend in der höchsten schwedischen Liga Allsvenskan. Der Verein war seit den Neunzigern lange Zeit ein Fahrstuhlklub zwischen erster und zweiter Liga und der kleinere Rivale vom großen Göteborger Verein IFK. Mittlerweile haben sich die Mannen von der Insel Hisingen aber zu einer festen Größe in der ersten schwedischen Liga entwickelt. Sie konnten letzte Saison den Erzrivalen IFK in der Tabelle hinter sich lassen und ihre diesjährige Teilnahme an der Europa League ist bereits die fünfte Partizipation am internationalen Wettbewerb seit 2007.
Die Vereinsfarben sind schwarz und gelb, Wappen und Trikots sind dementsprechend gestreift. Folglich firmieren sie unter dem schwedischen Spitznamen Getingarna (Wespen). Ihre größten sportlichen Erfolge liegen in der jüngeren Vergangenheit und beinhalten eine Vizemeisterschaft 2012 sowie den Landespokalsieg im Svenska Cupen im Jahr 2016.
Der größte internationale Erfolg war das Überstehen zweier Qualifikationsrunden im damaligen UEFA-Pokal 2007/08 und das Erreichen der 1. Runde, wo man schließlich an Spartak Moskau scheiterte. In diesem Jahr erreichte Häcken die 2. Qualifikationsrunde der Europa League, indem sie in der 1. Runde den lettischen Pokalsieger FK Liepaja rauswarfen (3:0-Auswärtssieg im Hinspiel, 1:2-Heimniederlage im Rückspiel).


Die Defensive

Im Tor spielt Peter Abrahamson (mit der Nummer #26), der letztes Jahr einmal für das schwedische Nationalteam auflaufen durfte, es dieses Jahr allerdings nicht in den WM-Kader der Schweden schaffte.

Vor ihm spielen Johan Hammar (#3) und Kapitän Rasmus Lindgren (#21). Für den Innenverteiger Hammar ist die Bezeichnung Abwehrrecke eine sehr passende. Der ehemalige Mitspieler von Emil Forsberg bei Malmö FF ist sogar noch etwas größer(!) als unser Atinc Nukan. Er besticht insbesondere, nun ja, durch seine Kopfballstärke. Er hat große Stärken als Verteidiger, ist am Aufbauspiel aber eher wenig beteiligt. Er kommt auf die beste Passquote bei Häcken, das ist allerdings eher der Art der (Quer)Pässe geschuldet denn seinen Qualitäten als Passgeber.

Daneben spielt Lindgren (#21) in der Innenverteidigung. Der Kapitän unseres Gegners dürfte für Coach Rangnick nicht ganz unbekannt sein. Während seiner Amtszeit als Salzburger Sportdirektor spielte Lindgren eine kurze Zeit für die Österreicher. Danach ging es für den ehemaligen zweifachen schwedischen Nationalspieler über den Umweg Groningen schließlich nach Göteborg. Neben seinem Job als Verteidiger ist es quasi auch seine Aufgabe, als tiefliegender Spielmacher zu agieren. Er kommt dabei im Schnitt auf fast genauso viele Pässe wie die zentralen Mittelfeldspieler vor ihm.

Als Rechtsverteidiger agiert Adam Andersson (#28). Er ist als gelernter Mittelfeldspieler ein bisschen aktiver in der Vorwärtsbewegung, ohne dabei allerdings große Offensivgefahr zu versprühen. Er hat einen sehr starken rechten Fuß und verucht es auch ab und an mit einem Torschuss, blieb aber diese Saison in der heimischen Liga sowie in der EL-Quali gegen Liepaja noch ohne Torerfolg. Im Landespokal gelang ihm in der ersten Runde ein Doppelpack, dies war allerdings gegen einen schwedischen Sechstligisten.

Sein Pendant auf der linken Abwehrseite ist Kari Arkivuo (#15). Dieser ist ein mittlerweile 35-jähriger, der in seiner Karriere 56 Mal für das finnische Nationalteam auflief. Er ist ein solider und erfahrener Außenverteidiger, der häufig schon dadurch riskante Zweikämpfe vermeidet, indem er sich vorher richtig positioniert. Von allen Spielern der Schweden kommt er auf die höchste Quote an gewonnenen Zweikämpfen. Sein Offensivdrang hingegen hält sich dafür arg in Grenzen.


Das Mittelfeld

Alexander Faltsetas (#6) ist ein klassischer Sechser und Abräumer vor der Abwehr. Er scheut keinen Zweikampf, ist dafür aber weniger ins Passspiel involviert als sein Mittelfeldpartner Friberg. Er ist ein laufstarker Spieler, der immer wieder Räume und Passwege für die gegnerischen Angreifer schließt.

Erik Friberg (#8) ist die andere Hälfte der Doppelsechs und als Spielertyp ein bisschen vergleichbar mit Diego Demme. Er bietet sich als abkippender Sechser immer wieder als Anspielstation für die Verteidiger an und ist für den geordneten Spielaufbau von hinten heraus zuständig. Er trägt auch seinen Teil zur Verteidigung im defensiven Mittelfeld bei, ohne dabei aber ein Zweikampfmonster wie Faltsetas zu sein.

Daleho Irandust (#19) ist ein junger, talentierter Spielmacher, welcher zentral im offensiven Mittelfeld als Zehner die Fäden zieht. Er ist trotz seiner Größe nicht besonders kopfballstark bei langen Bällen, dafür läuft das Ballbesitzspiel in der gegnerischen Hälfte mehr oder weniger über ihn. Er vereint Dribbelstärke und Passgenauigkeit und bereitet so sehr viele Torchancen seiner Mannschaft vor.


Die Offensive

Nasiru Mohammed (#16) agiert als Rechtsaußen.  Er ist ein klassischer Dribbler auf der offensiven Flügelposition, der jedoch Defizite in körperlichen Aspekten hat wie beispielsweise im Kopfballspiel und in direkten Zweikämpfen gegen Innenverteidiger. Dazu fehlt ihm als Spielgestalter auch manchmal etwas die Übersicht für seine Mitspieler und die Genauigkeit des letzten Passes. Von den beiden Außenspielern ist er im Vergleich mit Paulinho eindeutig der Schwächere bzw. der Ineffektivere.

Linksaußen Paulinho (#10) ist eindeutig der individuell beste Angreifer bei Häcken. Er ist technisch sehr gut am Ball, ein guter Schütze sowie ein guter Passgeber. Er spielt in der Regel als inverser Flügelstürmer, der mit seinem starken rechten Fuß gerne von links in die Mitte zieht und so häufig in guten Schusspositionen zentral im Strafraum abschließen kann. Mit 11 Torerfolgen in 16 Pflichtspielen ist er in dieser Saison mit großem Abstand der torgefährlichste Spieler bei den Schweden.

Als zentrale Sturmspitze spielte bis dato meist der 15-fache sierra leonische Nationalspieler Alhassan Kamara (#). Als reiner Mittelstürmer ist er recht gut, hat ansonsten aber einige Defizite. Er ist kein guter Ballverteiler und beteiligt sich als Stürmer nur wenig an der Arbeit im Spiel gegen den Ball.
Wahlweise könnte an seiner Stelle auch Neuzugang Alexander Jeremejeff (#13) auflaufen. Er wechselte vor wenigen Tagen von Malmö wieder zurück zum BK Häcken und fand sich bereits diesen Sonntag in der Ligapartie gegen Djurgårdens IF in der Startelf wieder. Er hat als Stürmer vergleichbare Qualitäten wie Kamara, ist dazu aber insbesondere ein deutlich besserer Passspieler.
(Nachtrag vom 25.7.: Wie BK Häcken gemeldet hat, konnte Jeremejeff aufgrund seines kurzfristigen Wechsels nicht rechtzeitig für die Qualifikationsspiele gemeldet werden und wäre erst ab der Gruppenphase in der Europa League spielberechtigt.)


Die Mannschaftsanalyse

Die Saison in Schweden hat bereits Anfang April begonnen und läuft über das Kalenderjahr. Uns Gegner steht sozusagen schon im Saft und hat mittlerweile 21 Pflichtspiele auf dem Buckel. Der BK Häcken tritt in der heimischen Liga in der Regel in einem 4-3-3 mit einer Doppelsechs an, die Übergänge zum 4-2-3-1 sind fließend.
Sie spielen nicht wie ein klassischer Underdog, sondern können sehr wohl Ballbesitz. Einer der Sechser, meist Friberg, lässt sich zwischen die Innenverteidiger fallen und unterstützt so das Aufbauspiel. Wenn sie tief in ihrer eigenen Hälfte den Ball erobern, versuchen sie sich auch unter Bedrängnis trotzdem heraus zu kombinieren. Im Angriff bindet ihr Mittelstürmer meist die beiden gegnerischen Innenverteidiger, während sich eine Linie dahinter drei bis vier weitere Spieler befinden, die Optionen im Passspiel darstellen und situativ mit in die Tiefe vorrücken.
Im Spiel gegen den Ball haben sie keine besonders hohe Pressinglinie. Ihr Pressing greift erst kurz vor der Mittellinie, dies wird aller Voraussicht nach gegen RBL nicht anders sein. Dafür bestechen sie durch eine sehr gute mannschaftliche Defensivorganisation, häufig in der Form eines 4-4-2 bzw. eines 4-4-1-1. So machen sie es dem Gegner schwer, durch die beiden kompakt stehenden sowie gut verschiebenden Viererketten zu kommen und wollen ihn zu Halbfeldflanken und Distanzschüssen zwingen. Sie spielen nicht sonderlich dreckig, haben aber nach Ballverlusten in der Rückwärtsbewegung immer mal wieder kleine "intelligente" Fouls.

Stärkemäßig sind sie wie ein schlechter Bundesligist oder ein sehr guter Zweitligist einzuschätzen. Zweifelsohne ist RB Leipzig Favorit, aber die Schweden sind durchaus in der Lage, besseren Gegnern das Leben schwer zu machen und ihnen weh zu tun. Ein Selbstläufer wird das Match nicht. Insbesondere wird sich zeigen müssen, ob Rangnick die von ihm so geschätze RB-DNA seinen Vorstellungen entsprechend während der Vorbereitung implementieren konnte und so Häckens Versuche eines geordneten Aufbauspiels frühzeitig unterbinden kann. Gutes Anlaufen und gezielter Druck auf Innenverteidiger Lindgren und Mittelfeldspieler Friberg werden hier der Schlüssel sein.


Die Aufstellungen

Auf Leipziger Seite werden im Hinspiel in jedem Fall die noch angeschlagenen Sabitzer und Halstenberg fehlen und auch die WM-Fahrer Forsberg, Werner und Poulsen werden noch nicht dabei sein können. Dazu sind Laimer und Upamecano noch fraglich. Wenn man die erste Hälfte des Testspiels gegen Grimma als Maßstab nimmt, dann sieht die Aufstellung voraussichtlich folgendermaßen aus.

RB Leipzig:
Gulácsi - Saracchi, Orban (Upamecano), Konaté, Laimer (Klostermann) - Ilsanker, Demme, Kampl - Bruma, Augustin, Cunha


Auf schwedischer Seite wurden im Rückspiel gegen FK Liepaja mehrere Spieler geschont und man lief in einer ungewöhnlichen 5-2-2-1-Formation auf. Dies war jedoch vermutlich nur dem 3:0-Auswärtssieg im Hinspiel und der damit einhergehenden recht sicheren Ausgangslage geschuldet. Im letzten Ligaspiel gegen Djurgårdens IF war man zurück beim üblichen 4-3-3.
Wenn die Getingarna wie erwartet mit ihrer besten Elf antreten, dann dürfte die Aufstellung so aussehen.

BK Häcken:
Abrahamsson - Arkivuo, Hammar, Lindgren, Andersson - Faltsetas, Friberg, Irandust - Paulinho, Kamara, Mohammed (Celik)


Wir dürfen gespannt sein, wie sich unser erstes Saisonspiel gestaltet, wie sich unser doch recht unbekannter schwedischer Gegner schlägt und wie sich unsere Neuzugänge so machen. Der Anpfiff ist am Donnerstag  um 18:30, 14.000 Tickets sind schon weg - es gibt aber noch genügend Platz für alle RB-Fans!


dabdab


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