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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
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WERNER BALLERT RBL INS ACHTELFINALE!

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Leipzig - (01.11.2018) Ja ist denn heut schon Weihnachten? RB Leipzig zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Timo Werner stellt nach seiner Einwechslung die Weichen auf Sieg, die RBL-Defensive hält erneut bombensicher und Rangnick schlägt seinen designierten Nachfolger zum zweiten Mal.

Gegen Hoffe erneut mit Dreierkette

Wie schon beim verdienten 2:1 Erfolg in Hoffenheim ließ Rangnick die seinen mit Dreierkette auflaufen. Erneut war es die richtige Entscheidung. Flankiert von den beiden jungen französischen Schränken Upa und Konaté sorgte Ilsanker mit seiner bisher besten Saisonleistung dafür, dass die TSG erst in der Nachspielzeit einen Ball auf den Leipziger Kasten bringen konnte. Neben der gewohnten Konstellation im Mittelfeld mit Demme und einem extrem starken Kampl, der immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt des Leipziger Spiels wird, sollten über die Außen Halstenberg und Klostermann für Betrieb sorgen. Letzterer der einzige, der insgesamt etwas abfiel, ihm fehlt weiterhin der Mut offensiv voll Durchzuziehen. Vorne stürmten ein sehr umtriebiger Poulsen gemeinsam mit Sabitzer und Augustin.


In Lauerstellung

Die ersten 45 Minuten boten wenig Sehenswertes. Hoffenheim stand tief, lief die Rasenballer erst nach der Mittellinie an. Gegen diese kompakte Abwehr taten sich die Leipziger schwer. Kaum ein Angriff kam durch. Die beste Chance hatte dennoch Leipzig, als Augustin nach einer abgewehrten Poulsenhereingabe freistehend an Bicakcic, der vor der Linie klärte, scheiterte. Mit 56% Ballbesitz kam Leipzig gegen eine gut sortierte Defensive wie schon gegen Schalke nicht gut zurecht. Sonst blieb der Franzose unter seinen Möglichkeiten, fiel etwas zu leicht und hatte kein Glück in den Zweikämpfen, aus dem Mittelfeld kam jedoch auch wenig bis in die Spitze. Hoffenheim war besonders durch Standards gefährlich, die sie teils scharf in bzw. durch den Fünfmeterraum brachten, mögliche Abnehmer verpassten aber.

Glücklos in der ersten Halbzeit: Augustin.


Er kam, sah und siegte!

Für den angeschlagenen Augustin kam zur Pause Werner – ein Wechsel, der sich auszahlen sollte. Denn mit Werner sollte die TSG-Defensive ihre liebe Not haben. Gemeinsam mit Kampl und Sabitzer, die ihn immer wieder steil schickten, leitete er die beste Phase des Spiels ein. Nach einem Angriff über Werner flankte Sabitzer lang, sein Ball kratzte Halstenberg  von der Seitenauslinie in den Rückraum, wo Werner goldrichtig und schon in der 48. Zum 1:0 einnetzte.

Hoffenheim musste nun etwas Aufmachen, was Leipzig endlich die gewünschten Räume eröffnete. Dass RBL am Ende nicht noch häufiger traf lag an der guten Abseitsfalle der TSG, in die besonders Werner ein ums andere Mal hineinlief. Nachdem aber Poulsen in der 56. von Kampl geschickt wurde und uneigennützig auf Werner ablegte, welcher den Torhüter tunnelte, standen die Zeichen endgültig auf Sieg – 2:0.

Bis zur 70. Minute ließ RBL Hoffenheim keine Ruhe, die Nagelsmann-Elf wurde ordentlich gestresst und bekam keinen Fuß auf den Boden. Erst als sich unsere Leipziger in der Folge etwas zurückzogen und Kampl angeschlagen ausgewechselt werden musste (ein Einsatz in Berlin soll wohl nicht in Gefahr sein, anders als bei Augustin) bestimmte die TSG das Spiel. Chancen bleiben aber bis zur Nachspielzeit Mangelware, als Kramaric einen Ball in die Hände von Gulácsi köpfte.


Motoren des Leipziger Spiels: Kampl und Poulsen.


Fanszene bezieht Stellung

Nach den homophoben Übergriffen und Äußerungen der Schalker gegen die Rainbow Bulls bezog die Fanszene klar Stellung. Mehrere Banner nahmen auf das Ereignis Bezug und machten deutlich, dass bei RBL kein Platz für Homophobie ist. Auch Tim Thoelke postete seine regenbogenfarbenen Socken. RBL ist und bleibt bunt!


Fazit

Ein verdienter Sieg für RBL und Rangnick, der erneut seinen designierten Wunschtrainer schlug und RBL damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des DFB-Pokals bugsierte. Die Auslosung erfolgt Sonntag 18 Uhr live in der Sportschau.

Fünf Spiele in Folge steht nun schon die Null, nur zwei Schüsse aufs Tor kassierte RBL in diesen fünf Spielen. Was zu Beginn der Saison noch löchrig wirkte, ist jetzt eine Wand, an der sich die Gegner die Nase blutig rennen. Sieben Spiele ohne gegnerischen Torerfolg sind bisher Rekord (Vogel in der Oberligahinrunde und Zorniger in der Drittligarückrunde). Aber auf diesem Niveau ist das schon herausragend, was RBL mit aktuell auch ständig wechselnder Besetzung defensiv auf das Feld bringt.

20 Spiele sind nun vorbei, nur zwei Niederlagen stehen zu Buche. Eine gute erste Bilanz, die man nun ziehen kann. Wenn es Rangnick hinbekommt aus der stabilisierten Defensive noch häufiger gefährliche Offensivaktionen zu generieren, dann stünde einer erneuten CL-Qualifikation wohl wenig im Weg. Aktuell machen die Rasenballer jedenfalls viel richtig.

Gegen Hoffenheim klappte es nun endlich auch offensiv wieder. Grund dafür das Offensivquartett Kampl, Sabitzer, Poulsen und Werner, welches besonders in den 20 Minuten nach dem Wiederanpfiff Hoffenheim vor schier unlösbare Probleme stellte, einzig die Chancenverwertung und die Abseitsfalle der TSG verhinderten einen höheren Sieg. Rangnick betonte auf der Pressekonferenz, dass es die bisher beste Saisonleistung war. Das mag für die Defensive insgesamt und für die Offensive in den besagten 20 Minuten gelten. Am Ende ließ man die Zügel zu locker und vor dem Tor fand man gegen defensivere und kompakter stehende Hoffenheimer im ersten Durchgang auch nur wenig Mittel. Es bleibt Luft nach oben.

Diese Luft wird RBL vielleicht schon in den kommenden Wochen brauchen. Dabei ist das Highlight im Celtic Park noch das einfachste Spiel – gemessen an der mauen Leistung der Schotten im Hinspiel. In Berlin, die zuletzt dem BVB ein Unentschieden abtrotzten und wie Leipzig in der Liga bisher nur eine Niederlage kassierten, dürften ebenso wie die aktuell schwer ins Rollen kommenden Leverkusener echte Gradmesser werden.


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Konaté, Ilsanker, Upamecano – Klostermann, Demme (C), Kampl (79. Laimer), Halstenberg – Sabitzer (90. Mukiele), Augustin (46. Werner), Poulsen
TSG 1899 Hoffenheim: Kobel – Adams, Vogt (C), Bicakcic (67. Grifo) – Brenet, Demirbay, Schulz – Kramaric, Bittencourt (58. Nelson) – Szalai (36. Joelinton), Belfodil
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Tore: 1:0 Werner (48.), 2:0 Werner (56.)
Torschüsse: 7 / 11
Schüsse aufs Tor: 3 / 1
Passquote: 79% / 77%
Zweikampfquote: 52% / 48%
Ballbesitz: 49% / 51%
Fouls: 9 / 10
Ecken: 3 / 8
Abseits: 8 / 2
Gelbe Karten:
– / Bicakcic
Zuschauer: 21.042

Rumpelstilzchen


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https://www.rb-fans.de/artikel/20181101-spielbericht-hoffenheim.html

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