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19. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 27.01.2019, 18:00 Uhr
Ort: ESPRIT arena
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DAS ENDE EINER SERIE – LEIPZIG PATZT IN GLASGOW!

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Glasgow - (08.11.2018) In einer über weite Strecken durchwachsenen Partie muss sich Leipzig Glasgow mit 2:1 geschlagen geben. Trotz einer guten Schlussphase, in der Augustin den kurzzeitigen Ausgleich erzielte, ließ sich RBL postwendend die Butter vom Brot nehmen. Immerhin war es fantechnisch eine grandiose Auswärtsfahrt und durch das Auswärtstor geht der direkte Vergleich an Leipzig.

Partytime in Glasgow! 2.200 Leipziger hatten sich nach Schottland aufgemacht. Rekord im internationalen Wettbewerb für den einzig wahren Rasenballsport. Beste Stimmung auf den Streets of Glasgow, in diversen Pubs und auch im Stadion, wo der Leipziger Auswärtsmob gut zu hören war.


Gut gefüllter und launiger RBL-Fanblock mit Fans in Rekordzahl!


Mit breiter Brust nach Glasgow

Sechs Spiele ohne Gegentor im Rücken und das Hinspiel solide gewonnen. Die Rasenballer reisten mit breiter Brust nach Glasgow. Auch wenn Rangnick auf Werner, Poulsen und Forsberg verzichten musste, gab der Kader mit dem gerade genesenen Augustin noch genügend Optionen her, um eine schlagkräftige Elf zusammenzustellen. Überraschenderweise gönnte Rangnick beiden zentralen Stammspielern eine Pause, Demme und Kampl nahmen auf der Bank Platz. Auf den Außenbahnen wurde mit Sarrachi und Mukiele dieses Mal nicht rotiert, während im Mittelfeld Laimer, Ilsanker und Sabitzer die Offensive um Bruma, Cunha und Augustin absichern sollten.


Eine Serie endet

Zwar gehörten die ersten Minuten unseren Leipzigern, die die Gastgeber früh anliefen, aber bereits der erste Angriff, der das Leipziger Pressing überwand führte zum Tor (11.). Forrest vernaschte auf der Außenbahn Sarrachi und legte quer durch den Strafraum für Tierney auf. Mukiele rutscht weg und verpasste den Ball, Orban konnte den Schuss nicht mehr blocken. Der erste – und in der ersten Halbzeit auch einzige – Schuss auf den Leipziger Kasten war drin.

In der Folge verlor RBL den Faden. Zudem hatte sich Sarrachi bei der Aktion verletzt und musste durch Halstenberg ersetzt werden. RBL gelang es nicht im Zentrum für Spielkontrolle zu sorgen, zu leicht gingen die Bälle verloren, was Celtic Platz für Konter ließ. Offensiv gab es fast gar keine Aktionen. Augustin, Bruma und Cunha blieben blass. Auch über Standards und Flanken (von denen in der ersten Halbzeit keine ihr Ziel erreichte) ging nichts. Was Wunder, dass Rangnick in der Halbzeit reagierte und Kampl für den dieses Mal blassen Ilsanker brachte.


Die Schlussphase hat es in sich

Kampls Wechsel brachte vorerst nicht den gewünschten Erfolg. Im Zentrum bleib das Spiel fahrig. Celtic wirkte über weite Strecken bissiger und im Spiel gegen den Ball erfolgreicher. Erst nach gut einer Stunde bekam RBL mehr und mehr Oberwasser und drückte die Gastgeber tiefer in die Defensive. Flanken und Ecken wurden nun gefährlicher und RBL erspielte sich ein Chancenplus, was letztlich zum Ausgleich führte. Laimer hatte auf rechts viel Platz für eine passgenaue Flanke auf Augustin der frei vor Gordon den Ball über die Linie köpfte (78.). Aber die Freude währte nur Sekunden, denn nur eine Minute später setzte sich Christie über links durch und fand in der Mitte Glasgows Goalgetter Edouard, der den Ball nur noch einschieben musste. Das Momentum hatte RBL sich leichtfertig wieder aus der Hand nehmen lassen, was auch Rangnick nach dem Spiel bemängelte.


Kurze Freude: Die Umarmungen waren noch zu spüren, da lag RBL schon wieder zurück.


In den folgenden 15 Minuten versuchte Leipzig nochmal alles nach vorne zu werfen. Kampl hatte zweifach den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber lediglich die Latte.  Obwohl die Rangnickelf am Ende statistisch in fast allen Belangen vorne war, reichte es nicht mehr zum Punktgewinn. Erstmals seit zehn Spielen, der Niederlage gegen Salzburg, kassierte Leipzig eine Niederlage.


Fazit

Über weite Strecken war Celtic im Spiel gegen den Ball die bessere und erfolgreichere Mannschaft. Wenn sich das Team von Brendan Rodgers auf den Außenbahnen durchsetzen konnte, dann brannte der Baum im Leipziger Strafraum. Erst spät kamen die Leipziger Tugenden zum Tragen, die Freude über den verdienten Ausgleich währte indes nicht lange. Gemessen am Leistungsvermögen der letzten Wochen und dem Hinspiel hat sich RBL durch Untätigkeit und mangelnde Präzision vor allem selbst geschlagen.

Das der 8. November kein Glückstag im Rasenballsportkalender ist, wurde bereits im Vorbericht erwähnt. Mit nun drei Niederlagen in drei Spielen gibt es bisher keinen Tag im Jahr, an dem RB Leipzig erfolgloser war.

Damit geht zwar der direkte Vergleich an RBL, zum Weiterkommen benötigen die Rasenballer aber nun wohl einen Sieg in Salzburg. Auch dort wird wieder ein großer RB-Fans-Auswärtsmob erwartet. Die Zugfahrt ist ausgebucht. Fantechnisch war das heute stark, die Rasenballsportfans gut zu hören, trotz stimmgewaltiger Schotten. Am Ende tauschten einige Fans dann über den Zaun hinweg ihre Schals – abseits des Ergebnisses war es eine schöne Auswärtsfahrt!



Statt sich in den kommenden Europa League Begegnungen zurückzulehnen, muss jetzt mit voller Pulle gespielt werden. Schön für die Zuschauer, der Frische, die in den Wintermonaten sowieso leidet, aber eher abträglich. Am Sonntag, als letztes Spiel vor der Länderspielpause, kommt Leverkusen nach Leipzig. An das letzte Gastspiel hat RBL keine guten Erinnerungen und die Herrlich-Elf spielt derzeit entweder himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, meist nicht dazwischen. Daher gilt es das Spiel schnell abzuhaken und am Sonntag möglichst dreifach zu punkten, hoffentlich erneut mit ordentlicher Fanunterstützung.


Statistik
Celtic Glasgow:
Gordon – Lustig, Benkovic, Boyata, Tierney – Rogic, McGregor, Forrest (83. Mulumbu) – Christie – Sinclair (90. Ajer), Edouard
RB Leipzig: Mvogo – Mukiele (70. Demme), Orban, Upamecano, Saracchi (16. Halstenberg) – Laimer, Ilsanker (46. Kampl), Sabitzer – Augustin, Bruma, Cunha
Schiedsrichter: Javier Estrada Fernandez (Spanien)
Tore: 1:0 Tierney (11.), 1:1 Augustin (78.), 2:1 Edouard (79.)
Torschüsse: 10 / 17
Schüsse aufs Tor: 4 / 5
Passquote: 68% / 71%
Zweikampfquote: 51% / 49%
Ballbesitz: 47% / 53%
Fouls: 16 / 15
Ecken: 4 / 9
Abseits: 4 / 5
Gelbe Karten:
Benkovic, Tierney / Augustin, Laimer, Sabitzer, Halstenberg
Zuschauer: 55.000 (ca. 2.200 RBL-Fans)

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20181108-spielbericht-celtic.html

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