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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
VfL Wolfsburg
RB Leipzig
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KEINE ZEIT ZUM AUSRUHEN – WUNDERTÜTE LEVERKUSEN IST ZU GAST

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Leipzig - (09.11.2018) Letztes Spiel vor der Länderspielpause und wieder ein erneutes Top-Spiel. Nach dem kräftezehrenden Spiel im Celtic Park von Glasgow sollten unsere Rasenballer noch einmal alle Sinne schärfen und alle Kräfte mobilisieren, will man eine Wiedergutmachung für die letzte klare Heimniederlage vor sieben Monaten wie auch eine volle Punkteausbeute in diesem Bundesligaspiel erreichen.

 

Die zweite Phase der englischen Wochen hatte es in sich und endet nun mit der kommenden Begegnung gegen die Werkself aus Leverkusen. Mit Augsburg, Celtic Glasgow, Schalke 04, Hoffenheim, Hertha und wieder Celtic ging es gegen gute und namhafte Teams im Drei- bis Viertagesrhythmus um wichtige Zähler und ums Weiterkommen in den verschiedenen Wettbewerben, was die Roten Bullen bis auf das letzte enge Match in Glasgow bravourös gemeistert haben. Ja, unsere Leipziger Rasenballer haben schon einen unglaublich guten Lauf hingelegt. Auch bei der knappen und unnötigen Niederlage in Glasgow zuletzt war die richtige Körpersprache zu erkennen – Die Jungs leben den Fußball richtig und verkörpern das auch auf dem Spielfeld.

Es ist genau das, was wir Fans uns so sehr wünschen… mit Leidenschaft und mit herzerfrischendem Fußball. Ralf Rangnick und sein Trainerteam wie auch unsere Roten Bullen haben es zusammen geschafft, aus den Fehlern der Auftaktpleiten zu Saisonbeginn gegen Dortmund und Salzburg zu lernen, um anschließend auf den Platz die richtigen Antworten zu geben. Natürlich gehört dabei auch etwas Spielglück dazu, wenn der Gegner seine wenigen Torschussmöglichkeiten nicht nutzt. Aber es ist ein Ruck durch das gesamte Team gegangen und wenn man zuvor seit zehn Pflichtspielen unbesiegt war, dabei nur drei Gegentreffer zu verkraften hatte, kommt dies nicht von ungefähr und zeugt von intensiver Arbeit aller Beteiligten.

Gegen Glasgow hat man nun nach langer Erfolgsserie einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen, trotzdem war nicht alles falsch in diesem Match; vielmehr ist die Niederlage begründet durch das Fehlen wichtiger Spieler, leider aber auch auf kleine Konzentrationsfehler im Defensivverhalten in den bestimmten Momenten, die sich dann radikal auswirken. Ansonsten hat man oft die richtigen Lösungen parat - klingt etwas paradox, da in den englischen Wochen eigentlich gar kein richtiges Training möglich ist. Schließlich sind Reisestrapazen zu kompensieren oder man bringt sich nur mit Regenerationseinheiten von Spiel zu Spiel in Form. Aktuell findet man größtmöglich die richtigen taktischen Mittel, die von Nöten sind um die Balance vom konsequenten Verteidigen und gelungenem Offensivspiel zu praktizieren. „Die Mannschaft hat Spaß am Verteidigen“ meinte erst kürzlich Ralf Rangnick. Sowohl mannschaftlich agiert man dabei enger zusammen, unter dem Motto ‚Jeder hilft Jeden‘, aber auch individuell konnte geglänzt werden, wenn mit dem letzten Einsatz ein Schuss abgeblockt wurde oder zwischen den Pfosten unsere beiden Torhüter glänzend parierten. Wenn es läuft, dann läuft’s halt; das Glück des Tüchtigen kann man auch getrost sagen.

Nichtsdestotrotz erwarten wir mit Bayer 04 Leverkusen eine sehr torgefährliche Mannschaft, die insgeheim viel zu bieten hat. Zwar hinkt die Bayer-Elf den Erwartungen in der Bundesliga bisher hinterher, jedoch konnten die Leverkusener zuletzt gegen Werder Bremen und M’gladbach (im Pokal) das Leistungspotential wieder abgerufen werden. Die Niederlage gegen Celtic war für unsere Jungs zumindest ein wichtiger Weckruf zur rechten Zeit, diese Fehler in der Bundesliga nicht zu machen und konzentrierter zu Werke zu gehen. So gesehen ist die Ausgangslage sehr gut und mit einem Sieg könnte man sich endgültig ganz oben in der Tabelle festsetzen.


Hoffen auf unser kreatives Mittelfeldspiel

Ohne Forsberg, ohne Poulsen und ohne Timo Werner ging es unter der Woche nach Glasgow. Aber auch ohne Kampl und ohne Demme begann man diese Europa League Partie und schnell war zu erkennen, dass die kreativen Spielgestalter mit ihren Ideen fehlten, und so auch die entscheidenden Pässe in die Spitze wie auch allgemein das Ballhalten in bestimmten Spielsituationen. Zwar scheinen einerseits Verletzungssorgen der Grund zu sein, das besagte Spieler nicht dabei waren und kein unnötiges Risiko eingegangen werden möchte, aber andererseits sind diese bisher immer wieder schnell genesen und einsetzbar gewesen im darauffolgenden Duell. Diese Rotation hatte bisher gut gepasst, war aber in Glasgow wohl ein zu großer Rundumschlag. Zumindest zeigte sich, dass nicht jeder Spieler uneingeschränkt ersetzt werden kann - es fehlte insgesamt an spielerischer Qualität, um dort erfolgreicher bestehen zu können.

Parallel war dieser kleine Denkzettel mit den teilweise zu fahrlässigen, unkonzentrierten Verhalten im Defensivverbund mal wieder ein wichtiger Fingerzeig, dass man kein bisschen nachgeben und sich zu sehr auf die bisherige Erfolgsserie stützen oder auf seinen Nachbarspieler verlassen darf. Denn gegen die Leverkusener sollte man dies nicht wiederholen. Zu frisch sind noch die Erinnerungen als im April 2018 die Herrlich-Elf genau diese Momente schadlos ausnutzte. Da Saracchi sich in Glasgow verletzte, dürfte Halstenberg wieder in die linke Außenverteidigung rücken. Gut möglich das auch Klostermann für Mukiele auf der anderen Abwehrseite eine Einsatzchance erhält. Ibrahima Konaté sollte zumindest in der Innenverteidigung von Beginn an ran dürfen, wie auch Péter Gulácsi im Tor wieder. Fraglich bleibt, ob Timo Werner hundert Prozent geben kann, da der verletzte Zeh und eventuelle Schmerzen zu viel Einfluss nehmen könnten. Gleiches gilt auch für Yussuf Poulsen und seine Rückenschmerzen unter der Woche. Wären beide fit, wie auch die Doppelsechs besetzt durch unsere Spielgestalter Kampl und Demme, dürfte wieder eine starke und gefestigte Mannschaft auf den Platz stehen, die in der Lage ist, gegen jedes Team gut aufzuspielen.

Mögliche Startaufstellung RB Leipzig: Gulácsi - Klostermann, Upamecano, Konaté – Halstenberg, Demme, Kampl, Sabitzer, Bruma – Werner, Poulsen


‚Wundertüte‘ Bayer Leverkusen

Nun kommen die Mannen um Bayer-Trainer Heiko Herrlich an die Pleiße und allen ist noch die Erinnerung tief gebrandmarkt, als unser Gast im letzten Heimspiel vor allem unsere Defensive schwindlig spielte. Zusätzlich ließen sich unsere Rasenballer bei der 1:4 Niederlage nach einem Eckball auskontern und ebenso nach einer Standardaktion einen gegnerischen Torerfolg zu. Vor allem die drei Gegentreffer im zweiten Durchgang ließen viele Fragen offen und ebenso viele verdutzte Gesichter zurück. Aber es waren diese Umschaltmomente, die unseren kommenden Gegner immer wieder auszeichnen, auch gegen die Mannschaften der Stunde wie Bremen und M‘gladbach teilweise unberechenbar aufzutrumpfen. So gesehen musste Werder Bremen zuhause ganze sechs Gegentreffer verkraften, wie auch M‘gladbach, die im Pokal vor heimischem Publikum eine 0:5 Klatsche hinnehmen mussten. Ein Gefühl, dass die Leipziger Roten Bullen schon in der letzten Saison erfahren hatten und in den beiden Leverkusener Partien gegen die besagten Bundesligagegner nun ihr neuerliches Déjà-vu wiederfand.


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Einst Spielerkollegen bei Bayer 04 – Kevin Volland und Kevin Kampl im packenden Duell. Auch diesmal könnten beide aufeinandertreffen


Dass die Herrlich-Elf sich momentan auf Rang 13 wiederfindet, ist größtenteils dem Heimkomplex geschuldet, aber auch teilweise einer Spielweise, die der Abwehr nicht gut bekommt. Während zuhause erst eine von fünf Partien gewonnen werden konnten, geht man zumindest auswärts unbeschwerter zu Werke und spielt erfolgreicher. Dabei kommt zugute dass die Heimmannschaft, und somit nicht die Werkself selbst, vor eigenem Publikum eher das Spiel forciert und über mehr Ballbesitz agiert. So kann dann Bayer seine Stärken gezielt einsetzen, im Sinne eines klassischen schnellen Umschaltspiels. Die nötige Spielerqualität für diese Taktik haben sie an Bord. Mit Bailey, Brandt, Volland, Alario und Bellarabi haben sie torgefährliche Spieler im Offensivbereich, die mit ihren schnellen Dribblings und mit ihrem Drang zum Tor auch wunderbar untereinander spielerisch harmonieren können. Zusätzlich wird diese Reihe noch durch die Mittelfeldtalente wie Havertz, Weiser oder Bender unterstützt.

Eigentlich ist die Bayer-Elf mit ihren elf deutschen Spielern eine gelungene Talentschmiede, die von der Nationalmannschaft mehr Berücksichtigung finden könnte. Nationalmannschaftshoffnungen hegt dagegen der 28-jährige deutsche Bellarabi nicht mehr, zeigt aber momentan was in ihm steckt. 7 Treffer konnte er ereignisübergreifend in Bundesliga, EuroLeague und Pokal bereits beisteuern und 3 Assists, dabei bestritt er erst die Hälfte aller Bundesligaspiele. Durch seine Dynamik in seinen Tempodribblings und mit seiner kräftigen Statue wird er eine große Herausforderung für unsere linke Abwehrseite darstellen.

Entlang der linken Außenbahn wirbelt Julian Brandt, der dann über unsere rechte Abwehrseite spielen und auf Mukiele oder Klostermann treffen könnte. Durch seine Offensivqualitäten ist er teils unberechenbar und spielt dabei auch hervorragend mit Sturmspitze Volland wie auch mit seinem Mittelfeldkollege Havertz zusammen. Und wer dann auch noch einen Leon Bailey als Alternative hat, sollte eigentlich in der Lage sein für den einen oder anderen Treffer in jeder Partie. Diese schmerzliche Erfahrung mussten schließlich auch unsere Roten Bullen im letzten Aufeinandertreffen verkraften, als alle genannten Leverkusener Akteure auch auf dem Platz standen und sich damals klar durchsetzen konnten.


Starke Offensive - schwächelnde Defensive

Die Stärke der Herrlich-Elf liegt klar im Umschaltspiel und in der Offensive. Offensivpower bedeutet aber auch nicht alles, wenn man selbst im Ballbesitz gegen eine abwartende Mannschaft das Spiel gestalten muss und dabei kaum genügend Räume erhält, um seine Qualitäten gewinnbringend einsetzen zu können. Letztendlich begibt man sich dadurch immer wieder selbst in gefährliche Gegenangriffe, verliert zuvor unnütz die Bälle und stellt dabei seine Abwehrleute vor zu großen Problemen. Letzteres scheint das Hauptproblem von Bayer-Trainer Heiko Herrlich zu sein, der daran gemessen wird, diese Baustelle in naher Zukunft besser zu lösen.

Mit 21 Gegentreffer hält man derzeit einen Schnitt von 2 Gegentoren pro Spiel. Dass da nicht immer drei oder vier eigene Treffer erzielt werden können um zu gewinnen, offenbart auch irgendwie das gleiche Problem, mit dem wir zuvor noch gekämpft haben. Es fehlt an taktischer Variabilität im Aufbauspiel, an entsprechende Lösungen wie auch an einer sicheren Spielweise, so wie es unsere Leipziger Rasenballer in der Bundesliga zuletzt praktizierten. Wenn Heiko Herrlich wieder die Roten Bullen überraschen möchte, dann wird er ähnlich agieren wie beim so erfolgreichen 1:4 Auswärtssieg vor sieben Monaten in der Rückrunde 2017/18. Durch situatives Pressen und nach Balleroberung in der gegnerischen Hälfte möchte man schnellstmöglich den Torabschluss suchen. Hilfreich sind dabei auch die Tempodribblings von Julian Brandt, Bellarabi und Bailey, wie auch die Spiel- und Abschlussstärke von Havertz und Volland.

Eine weitere Niederlage kann man sich eigentlich in Leipzig nicht leisten, will man nicht zu sehr Richtung Tabellenkeller und Abstiegskampf rutschen. Ähnlich wie Schalke 04 wird man nun versuchen, diesmal konzentrierter zu verteidigen und abwartender zu agieren, während man auf die Momente liebäugelt, die das schnelle Umschaltspiel ermöglichen. Der Druck lastet also auch nicht nur auf die Leipziger Heimelf, von der ein Sieg erwartet wird, sondern man muss auch aufgrund der Tabellenkonstellation und Platz 13 zusehends selber liefern, um die nötigen Punkte zu sammeln. Ob die Herrlich-Elf die nötige Balance zwischen den Offensivqualitäten und über einer sicheren Abwehr auf dem Platz zeigen und finden kann, verspricht viel Brisanz für die Partie, denn die Leipziger haben in der Bundesliga es insgesamt verstanden, genau diese Marschroute der Gegner erfolgreich zu bekämpfen.

Mögliche Aufstellung Bayer 04 Leverkusen: Hradecky - Tah , S. Bender, Jedvaj (Dragovic) - Weiser , L. Bender, Havertz , Wendell – Bellarabi (Bailey), Brandt - Volland


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Schöne Choreo‘ vor dem Leverkusenspiel im April 2017 - Unsere Farben sind bunt. Passend auch dazu: Rasenballsport Leipzig und wir Fans sind gegen Rassismus und Homophobie.


Das Team von RB-Fans.de wünscht dem Trainerteam um Ralf Rangnick wie immer maximalen Erfolg und hofft auf eine volle Punktausbeute! Wer noch kurzerhand sich entschließt unsere Leipziger Rasenballer unterstützen zu wollen, der kann noch über den Ticket-Onlineshop oder über die Ticketbörse an Karten gelangen. Zu verfolgen ist die Partie wie immer im Liveticker und über dem Bullenfunk - alternativ läuft das Spiel bei Sky.

oligei


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