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KURZSTRECKE OHNE PUNKTE DIE AUSWÄRTSFAHRT NACH WOLFSBURG

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Wolfsburg - (26.11.2018) Ungefähr 1.900 RBL-Fans machten sich am Samstag auf den Weg nach Wolfsburg. Eine der kürzesten Auswärtsfahrten der Saison. Sportlich lohnte sich die Fahrt bekanntermaßen nicht. Doch was war mit dem Drum Herum...

Der frühe Vogel und so weiter

Das oft zitierte und notorisch wochenendbefreite Federvieh hatte diesmal die Möglichkeit gemütlich die Fußball-Reise anzugehen. Dank einer geschätzten Fahrtzeit von 2,5 bis 3 Stunden und einer Anstoßzeit zum Vesper, konnte sich der Reisende Fan entspannt sein Frühstück rein pfeifen, die diversen Jacken anziehen, um dann zum Lunch das erste Wegbier mit den Mitfahren ansetzen.

Fast schon erholend, vergleicht man die letzten Auswärtsfahrten wie beispielsweise Glasgow oder die kommende am Donnerstag nach Salzburg. Kein gechartertes Flugzeug, kein zu besetzender Zug, keine Fähr-Zeiten. Klar fuhren die obligatorischen Fan-Club Busse. Allerdings tat es diesmal auch der voll besetzte Multi-Van um die Kurzstrecke über die A14 und A2 nach Wolfsburg anzugehen.

Ob die bei Kurzstreckenfahrten der LVB avisierten vier Haltestellen genutzt wurden, hing zum einen von der Aufnahmefähigkeit der Blasen ab, zum anderen könnte auch ein gewisser Rasthof-Hopping-Modus eingeschaltet werden, um den Fanbus mit dem selbstgemachten Eierlikör abzupassen.

Egal wie man es gestaltet hat. Kaum eingestiegen, schon auf Parkplatz-Suche für die PKW-Fahrer. Die Fans aus den Fanbussen fielen sogar direkt von der Bustür ins Drehkreuz des Gästebereichs.


Spaziergang zum Stadion

Die mit privaten Automobil angereisten, konnten nach einer ggf. kurzen Schilder-Irritation in Wolfsburg zwischen den friedlichen Wolfsburg-Fans und ohne irgendwelchen Versteck-Deinen-Schal-Maßnahmen zum Stadiongelände spazieren. Dank relativ wenig hoher Bebauung das Stadion immer fest im Blick, folgte man den weitläufigen Fußwegen und konnte sich sogar an einer Original Thüringer Bratwurst als Wegzehrung für den 10 Minütigen Spaziergang bedienen.

Etwas kurios: Nimmt man diesen Weg gelangt man an der Heimkurve vorbei und gelangt durch eine Sicherheitskontrolle auf das Stadiongelände. Will man dann zum Gästesektor, läuft man links am Stadion vorbei nur um dann wieder an eine Sicherheitskontrolle diesmal von hinten und ohne Kontrolle das Stadiongelände scheinbar wieder zu verlassen.

Dort erwartet einen, kurz vor dem Drehkreuz zum Gästebereich, ein einsamer Bierwagen, der zwar eigentlich nur alkoholfreie Getränke ausschenken sollte, jedoch nach einhelliger Expertenmeinung das Bier wohl doch in seiner Reinform verkaufte. Auf alle Fälle wurden dort die Leipziger mit der ersten Einschränkung konfrontiert. Denn das Bargeld, welches man gewohnter Maßen mit sich genommen hatte, war nichts mehr Wert und so musste man sich eine Wolfsburger-Aufladekarte besorgen, welche grundsätzlich das einzige Bezahlmittel in der VFL-Arena ist.



Knast-Stimmung hinter Gittern

Durch die letzte Kontrolle und ab zum Platz. Nunja, gilt zumindest nicht für Kartenkäufer im Unterrang, die keine Stunde vor Anpfiff im Stadion gewesen sind. Denn die Handtuchreservierungs-Mentalität aus Sektor B führte dazu, dass der Unterrang sehr schnell belegt war. Aber okay, dann halt ausweichen nach oben, in der Hoffnung doch noch was vom Spiel zusehen. Die Ordner machten dieses Unterfangen jedoch auch nicht gerade einfach. Wenn auch immer freundlich, wurde man bei dem Versuch nach oben zu gelangen darauf hingewiesen, dass der Oberrang voll wäre. Ziemlich unlogisch bei einem nicht ausverkauften Gästeblock und bereits überfüllten Unterrang. Mittels Diskussion oder einer gewissen Dreistigkeit in dem man einfach Durchlief ließ sich jedoch das Kommunikations-Chaos der Wolfsburger-Ordner umgehen.

Diese Variabilität lässt sich jedoch nicht auf die Architektur und die Bedingungen für Gästefans im Wolfsburger-Stadion anwenden. Neben der eigenwilligen Anordnung eines kleinen Capo-Podestes, welches vielleicht circa 20 Leuten ermöglicht direkt an der Quelle des Supports zu stehen, versperrten 2 Meter metallene Zäune mit Spitzen oben drauf die Sicht auf das Spielfeld für die mitgereisten Anhänger. So eingepfercht, schießt einem schon die ein oder andere Meldung wegen Massentierhaltung von Roten Bullen durch den Kopf.

Vor den Gittern fand das VW-Spektakel mit Zeppelin und Werbeaktionen statt, was sich die weniger zahlreich vertretenen Heimfans gönnten und auf die Leipzig-Fans in ihrem Käfig obskur wirken musste, wenn dann die Heile-Schöne-Welt mittels Lichter-Show und Klimbim präsentiert wird und man als verurteilter Schwerverbrecher mit geduldeten Ausgang das Amüsement der gesitteten Gesellschaft beobachten darf.

Diese Situation, der Umstand eines wenig attraktiven Spiels, Wetter in Tristesse-Laune und die allgemeine Uneinigkeit in der Fanszene sorgten wohl dafür, dass auch auf den Rängen die Stimmung eher Richtung: Können wir nicht gehen? ging und die Stimmung bestenfalls als Schlecht-Gelaunt beschrieben werden kann. Die rauen Sitten, welche solche Umstände generieren, scheinen sich allgemein verbreitet zu haben, hört man doch vom Streit vor dem Capo-Pult, kleineren Rangeleien sowie rücksichtsloses Verhalten untereinander oder Bannerplatz-Gestreite.

Kurz: Die Stimmung war getrübt und irgendwie werden viele froh gewesen sein, nach Abpfiff entspannt zum motorisierten Gefährt zu gelangen und die kurze Heimstrecke anzugehen. Und immerhin nutzte der Verein die kurze Zeit um drei weitere verdiente Fanclubs, um die Red Ox, den Rainbow Bullen und den Unified Bulls, den Status OFC zu verleihen.

Bei dieser Auswärtsfahrt lag also die Würze tatsächlich in der Kürze. Von einem unvergesslichen Ausflug ist man weit entfernt und wenn man nur das Stadionerlebnis betrachtet, gibt es einiges zu bedenken. Der Rot-Weiße Party-Zug geht jedoch bald schon weiter und wahrscheinlich mit einer ordentlichen Ladung Spaß im Gepäck, so dass auch Gitterstäbe die Stimmung nicht verhageln könnten.

tony4arsenal


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