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31. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 27.04.2019, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
SC Freiburg
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
70
2
Borussia Dortmund
69
3
RB Leipzig
61
4
Eintracht Frankfurt
52
5
Bor.Mönchengladbach
51
6
1899 Hoffenheim
50
7
Bayer 04 Leverkusen
48
8
SV Werder Bremen
46
9
VfL Wolfsburg
45
10
Fortuna Düsseldorf
37
11
Hertha BSC
36
12
1. FSV Mainz 05
36
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SC Freiburg
32
14
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31
15
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AUFTAKTKNALLER ZUR RÜCKRUNDE – TABELLENFÜHRER DORTMUND ZU GAST

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Leipzig - (16.01.2019) Auftaktknaller zur Rückrunde. Mit dem Tabellenführer Borussia Dortmund empfangen unsere Leipziger Rasenballer das wohl spiel- und offensivstärkste Team der Bundesliga. Mit Leidenschaft und den Fans im Rücken möchte RBL jedoch in der Festung Red Bull Arena weiterhin ungeschlagen bleiben.

Vier Wochen sind seit dem letzten Bundesligaspiel schon wieder vergangen und somit auch die relativ kleine Winterpause. Nun beginnt die Rückrunde für die Roten Bullen aus der Messestadt gleich mit einem brisanten Duell. Nicht vergessen ist der Hass, der damals vom Dortmunder Publikum mittels Gewalt gegenüber den Leipziger Fans und dem Rasenballer-Team erhoben wurde, aber auch im positiven Sinne der Auswärtserfolg im Westfalenstadion eine Saison zuvor. Die Emotionen liegen demnach sehr nah beieinander, so nah, dass die Dortmunder Ultras mit ihrer Ablehnung uns gegenüber das Spiel in der Leipziger Red Bull Arena boykottieren, dessen frei gewordene Plätze jedoch schnell durch die BVB-Fans aus dem Umfeld genutzt wurden.

Sportlich gesehen stehen die Chancen gegen den souveränen Tabellenführer der Bundesliga gar nicht mal so schlecht, da man vor allem vor heimischen Publikum bisher ungeschlagen ist und diese Erfolgsserie soll auch gegen die Borussia aus Dortmund weiterhin aufrecht erhalten werden. Positiv erscheint letztendlich auch der Vergleich beider Mannschaften gegeneinander in der Red Bull Arena. Nach zwei Bundesliga-Spielzeiten stehen ein Sieg (1:0) und ein Unentschieden (1:1) gegen den BVB zu Buche. Rein statistisch ist man also gewappnet für das erste Match im neuen Jahr und es wird mit der Vorgeschichte sicherlich auch wieder ein stimmungsgeladenes Spiel werden.

Unsere Leipziger Rasenballer stehen nach der Hinrunde sogar ein Zähler besser da als der Vizemeister Schalke 04 zur gleichen Zeit vor einem Jahr, jedoch reicht es diesmal zwischenzeitlich ‚nur‘ zu Rang Vier. Auch unser Gegner aus Dortmund beendete die Hinrunde mit einer höheren Punktzahl als der spätere Meister Bayern München. Nicht nur punktetechnisch haben sich beide Teams zur letzten Saison verbessert, denn nahezu gleichstark erwiesen sich beide Teams vor heimischen Publikum mit einem positiven Torverhältnis von +18. Fast jedes der Heimspiele konnte gewonnen werden, während auf Leipziger Seite nur ein Unentschieden mehr zu verzeichnen ist. Der Unterschied beider Mannschaften liegt letztendlich auf fremden Platz, wo der BVB elf Punkte mehr holte und dort auch die einzige Saisonniederlage bisher verkraften musste. Zwar ist die Borussia auswärtsstark, aber im Verhältnis sind unsere Rasenballer daheim noch erfolgreicher. Und auf diese Stärke möchten sich unsere Jungs auch diesmal berufen und hoffen gleichermaßen auf uns Fans, sie lautstark dabei zu unterstützen.


Die Dortmunder Stärke – das Umschaltspiel „par excellence“

Mit 44 Saisontreffer nach 17 Hinrundenspiele kann das Dortmunder Team einen Toreschnitt von 2,6 Treffern pro Partie vorweisen. Damit ist man unangefochten die Nummer Eins in der Liga und hier zeigt sich auch die wahre Stärke unseres Gegners, nämlich der unbändige Drang zum Tor. Er wird verkörpert durch viel Laufarbeit vieler Mitspieler, wie auch durch eine enorm hohe Geschwindigkeit gepaart mit der entsprechenden Spielintelligenz und Passgenauigkeit bis hin zum präzisen Torabschluss.

Zur bildlichen Veranschaulichung sei die Bundesliga-Partie Dortmund gegen Werder Bremen aufgegriffen, wie die Borussia ihre Stärken in der Offensive umsetzt:


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Kein Team schaltet nach Balleroberung, wenn es die Situation hergibt, gleichzeitig mit so vielen Spielern so schnell auf Angriffsmodus um wie die Borussia aus Dortmund. Wehe dem ein Team verliert in der Vorwärtsbewegung durch ein unpräzises Zuspiel den Ball, dann öffnet man den Westfalen genau die Räume und das Dortmunder Spiel weiß entsprechend die Stärken der eigenen Spieler sofort am besten einzusetzen.


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Mit Reus, Sancho, Götze, Guerreiro, Pulisic, Philipp und Bruun Larsen (oder auch Kagawa) hat man hierfür genau die notwendigen offensiven Spielertypen, die nicht nur schnell sondern auch gleichzeitig technisch sehr versiert sind. Wenn dann noch das schnell vorgetragene Angriffsspiel durch die flinken Außenverteidiger Hakimi und Piszczek unterstützt wird und im Sturmzentrum ein bedingungslos effektiver Paco Alcacer auftrumpft, dann wird es für alle Teams der Welt sehr schwer, gegen diese schnell vorgetragene Offensivwucht die richtigen Abwehrmittel zu finden. Zu guter Letzt sind die zentralen Mittelfeldstützen Witsel und Delaney mit entscheidende Schlüsselträger im nachfolgenden Rückraumspiel.


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Letztendlich kommt es dem Dortmunder Spiel sehr gelegen, wenn die gegnerischen Mannschaften den spielerischen Part selber übernehmen und somit man auf sich die Lauer legen kann, um nach entsprechenden Pressing und Balleroberung die Stärke des schnellen Umschaltspiels abrufen und ausnutzen zu können. So leicht wird es aber dem aktuell souveränen Tabellenführer nicht gemacht, da die meisten Gegner um diese Stärke genau wissen. Jedoch kann man sich die ganze Spielzeit auch nicht hinten einigeln und hoffen, den einen oder anderen Nadelstich über den Konterfußball erfolgreich setzen zu können. Was zählt werden eine immens hohe Laufarbeit und viel Leidenschaft sein. Gerade Letztgenannte bringt viel verstecktes Potenzial mit sich. Bestes Beispiel ist die Fortuna aus Düsseldorf, die zu jeder Zeit im Spiel gegen den BVB hellwach war und mit hohen läuferischen Aufwand das Angriffsspiel der Dortmunder in ihrer Spielfeldhälfte attackierten und größtenteils auch erfolgreich unterbinden konnten. Zu guter Letzt schlug man die Borussia mit ihren eigenen taktischen Mitteln in Form von Kontertreffer - und es offenbart aber auch gleichzeitig genau die neu formierte und erfolgreiche Fußballphilosophie des schnellen Umschaltspiels.


Wer zuerst trifft, hat den Vorteil?

Nicht viele Mannschaften können oder wollen über Ballbesitz auftreten und sich darüber einen Torerfolg erarbeiten. Wie Weltmeister Frankreich es am besten vorzeigte, geht es heute eher darum vor allem schnell die freien Räume erkennen und im schnellen Umschaltspiel ausnutzen zu können. Förderlich ist dabei auch die Unordnung der gegnerischen Spieler, die gerade erst im Vorwärtsdrang den Ball verloren hatten und dabei nicht die innere Linie zum eigenen Torwart abdecken können. So bieten sich schließlich die meisten Räume und die gilt es mit hoher Geschwindigkeit aufzusuchen, was nur mit einer hohen Auffassungsgabe und entsprechender Umschaltfähigkeit bewerkstelligt werden kann. Die vielen Vorteile des Umschaltspiels weiß ebenso natürlich RB Leipzig nicht erst seit kurzem; noch zu wach sind noch die Erinnerungen der ersten Bundesligasaison, die schließlich zum Vizemeister führte.

Nun sind favorisierte Mannschaften verdammt, selbst das Spiel größtenteils gestalten zu müssen und kommen daher weniger im Genuss eines einfacheren Konterspiels - und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer es zu einer richtigen Top-Mannschaft schaffen will, der muss auch über eine sichere Spielanlage mit Tempofußball Lösungen sich herausarbeiten, was letztendlich Borussia Dortmund am besten in dieser Saison gelingt und daher taktisch flexibel als Team auch am besten funktioniert. Wie schwierig sich teilweise unsere Rasenballer mit mehr Ballbesitz gegen fleißig verteidigende Mannschaften tun, dass durfte man auch in vielen vergangenen Partien wieder erfahren. Dementsprechend hoch wird diesmal auch der Fokus liegen, über einem dichtgestaffelten Abwehrverbund erst einmal sicher zu stehen und parallel dem eigentlichen Favoriten und Tabellenführer den Ball und das Spiel mehr zu überlassen. Kein allzu schlechter Gedanke, da auch in dieser Saison man wieder an das Umschaltspiel in der ersten Bundesligasaison anzuknüpfen versucht und somit viele Spiele vor allem mit weniger Ballbesitz gewonnen werden konnten.


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Hoffen auf die Offensivqualitäten von Timo Werner – mit 11 Saisontreffern nach der Hinrunde unser bester Torschütze. Gegen die Borussia hatte er aber bislang noch nicht getroffen.


Zwar hat die Borussia in der Kaderbreite ein größeres Repertoire vor allem in den Offensivqualitäten, jedoch hat RB Leipzig in seinen Reihen insbesondere durch Timo Werner genau den Spielertyp, der die Vorteile der eigenen Spielphilosophie am besten verkörpert und somit Marco Reus auf der anderen Seite um nichts nachsteht. Auf beide Nationalspieler kommt es an, wie man ihre Offensivqualitäten am besten einsetzen kann, aber auch sie zu verhindern weiß. Von Vorteil ist es sicherlich immer zuerst in Führung zu gehen und damit im Nutzen des Umschaltspiels zu kommen. Nicht von ungefähr sehen darin spielerisch unterlegene Teams die Möglichkeit auch über den ruhenden Ball zum Torerfolg zu kommen. Daran gilt es verstärkt zu arbeiten, was auch Ralf Rangnick und sein Trainerteam unter der Woche mit als Schwerpunkt erkannt hatte, denn viel zu harmlos präsentiert man sich immer noch bei der Ausführung eigener Standards.


Dortmunder Abwehr verwundbar?

In Führung ging letztendlich auch unser Team im Hinspiel, als Jean-Kévin Augustin schon in der 1. Spielminute traf. Aber die eigenen, teils unglücklichen, Fehler und ebenso die taktische Flexibilität der Dortmunder brachten schließlich unser Team auf die Verliererstraße, deren 1:4 Niederlage letztendlich auch sehr hoch ausfiel. Diese individuellen und mannschaftlich taktischen Fehler will man nun vor heimischen Publikum für die anstehende Partie vermeiden und sich strikt am vorgegebenen taktischen Konzept halten. Das Arbeiten gegen den Ball ab Höhe der Mittellinie wird einerseits wieder eine hohe Bedeutung zukommen, da dieses Grundkonzept bisher schon sehr wenige gegnerische Chancen und Tore zugelassen hat. Anderseits wird es aber auch sehr wichtig sein, nicht nur in der Defensive auf Raumdeckung zu agieren, sondern in den gefährlichen Zonen und im letzteren Drittel in Manndeckung überzugehen.

Gelingt dies in der Rückwärtsbewegung und im Verteidigen in der eigenen Hälfte, hat man eine gute Basis geschaffen mit zunehmender Spielzeit oder je nach Spielgelegenheit auch in der Offensive mehr zu riskieren. Denn auch dort ist es wichtig, die Dortmunder Defensive unter Druck zu setzen. Darin scheint auch der Schlüssel zum Erfolg zu liegen, wenn das Team aus Westfalen hoch aufgerückt ist. Parallel könnten sich auch die Personalausfälle negativ auswirken, da in der Innenverteidigung Akanji sich mit einer hartnäckigen Hüftverletzung plagt. Auch Innenverteidiger Diallo musste zuletzt passen, wie auch Zagadou, was schließlich dem BVB zwang noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen und jetzt schon den 19-jährigen Leonardo Balerdi von den Boca Juniors für 16 Millionen Euro zu verpflichten.

Insgeheim bleibt die Hoffnung das Timo Werner gegen das Dortmunder Team seinen ersten Torerfolg feiern kann, denn außer Yussuf Poulsen drängen sich insgesamt keine weiteren Spieler auf, um das Sturmspiel mit zu unterstützen. Hier liegt letztendlich der gewisse Unterschied wenn es darum geht auch über das Mittelfeld torgefährlich zu werden. Augustin, der sich leider außer Form und größtenteils auf der Bank befindet, ist mit drei Toren Abstand der nächste in der Reihe und zudem auch ein Stürmer. Vom Mittelfeld wäre Marcel Sabitzer mit zwei Toren noch zu nennen, aber von allen verfügbaren Mittelfeldspielern spiegeln insgesamt nur fünf Tore letztendlich auch die niedrige Unterstützung aus der zweiten Reihe wieder, was in Zukunft durch Haidara oder auch Forsberg gehofft wird zu tilgen.

Taktik hin oder her – Personalausfälle hin oder her. Beide Mannschaften haben in der Vorbereitung Zeit gehabt damit umzugehen und Lösungen zu finden. Es ist angerichtet für einen tollen Fußballabend. Es ist ein Spitzenspiel ‚Vierter gegen Erster‘ und es ist ein Spiel zweier Mannschaften, die vor allem in der Offensive mit hoher Geschwindigkeit sich sehr viele Torchancen und Torschüsse erarbeiten. Es ist aber auch ein Spiel zweier defensiv sicher agierender Teams, denn beide können bisher die wenigsten Gegentreffer vorweisen. Umso wichtiger wird wieder einmal die mentale Komponente zum Tragen kommen, wenn es darum geht den Heimvorteil auszunutzen und den Kampfes- und Siegeswille unserer Leipziger Rasenballer zu unterstützen. Wir Fans sollten von der ersten Sekunde an unsere Spieler nach vorne tragen und wenn es mal nicht so läuft, weiterhin lautstark hinter unserem Team stehen.


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Unser Team bejubelt den 1:0 Führungstreffer durch Jean-Kévin Augustin im letzten Heimspiel gegen den BVB (Endstand 1:1)


Mögliche Startaufstellung Bor. Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Toprak, Hakimi – Witsel, Delaney – Sancho, Reus, Guerreiro – Paco Alcacer

Mögliche Startaufstellung RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Upamecano, Konaté, Halstenberg – Demme, Kampl – Sabitzer, Laimer – Werner, Poulsen


Das Team von RB-Fans.de wünscht dem Trainerteam um Ralf Rangnick wie immer maximalen Erfolg und hofft auf eine volle Punktausbeute! Vor ausverkaufter Kulisse erwartet uns mal wieder ein enges Match zweier spielstarker Mannschaften. Zu verfolgen ist die Partie wie immer im Liveticker und über dem Bullenfunk - alternativ läuft das Spiel bei Sky.

oligei


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