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6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 28.09.2019, 15:30 Uhr
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„NUN SAG, WIE HAST DU'S MIT DIESEM RASENBALLSPORT?“

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Leipzig - (10.06.2019) Im Zuge der Kooperation mit dem SC Paderborn hat sich der Fanklub Red Aces geäußert und den Verantwortlichen von RB Leipzig bzw. Red Bull u. a. kriminelles Verhalten unterstellt. Autor justgroovy äußert sich dazu in einem persönlichen Kommentar.

„Nun sag, wie hast du's mit diesem RasenBallsport?“

Ich liebe es, mich voller Leidenschaft auf das Sportliche zu konzentrieren. Kaderplanung, Spieleranalysen, Spielstrategien rundum unseren geliebten RasenBallsport sind mein Steckenpferd. Da nutze ich meinen Urlaub auch schon mal für einen Trainingslagerbesuch. Aber ich mag auch Emotionen im Stadion, das gemeinschaftliche Erleben in Sieg und Niederlage. Mir ist daher nicht nur die sportliche Entwicklung des Vereins wichtig, sondern auch die des Umfelds. Über Fanthemen zu schreiben, ist eigentlich nicht so mein Ding. Zu wenig objektiv kann man es betrachten. In der Regel ist man vorgeprägt und in der Natur der Sache liegt die Vielfältigkeit. Einfache Lösungen sind schwierig oder gar unmöglich. Hier kann man es eigentlich nie jemanden recht machen und letztendlich immer nur verlieren. Aber heute kann ich nicht anders (ich bereue es jetzt schon).

Als es bspw. darum ging, dem Verein zu zeigen, wie wichtig eine professionelle Fanbetreuung ist, waren andere, aber auch ich mit der sogenannten aktiven Fanszene an vorderster Front dabei. Es war mir eine Herzensangelegenheit. Für die Entwicklung eines (Fußball-)Vereins halte ich diese Schnittstelle, neben dem sportlichen, strategischen und dem finanziellen Aspekt, als essentiell. Ich habe an den Treffen im Vorfeld teilgenommen. Ich habe kennengelernt, kontrovers diskutiert, vorgeschlagen, nach Kompromissen gesucht. Kurz: ich habe zugehört, mich darauf eingelassen und vernünftige Gespräche geführt. Es geht!! Aktiver Troykott, hieß die als Kompromiss vorgeschlagene Wahl. Ein diskutables, aber m.E. richtiges, wichtiges und letztendlich hoffentlich erfolgreiches Signal an den Verein. Denn ja, wie in einer guten Beziehung, benötigt es manchmal ein Korrektiv, das letztendlich hilft, beide Seiten weiterzuentwickeln.

Aber ich bin auch ein guter Beobachter. Mit Wohlgefallen und mit vollstem Respekt nehme ich immer wieder wahr, wie sehr sich Teile der Fans als Gruppierung klar gegen intolerante, undemokratische Werte positionieren, Spenden für Notleitende sammeln oder Choreos im Stadion oder Auswärtsfahrten planen und organisieren etc. Fanarbeit ist vielfältig und beschränkt sich nicht nur auf das Unterstützen des Vereins im Stadion. Dennoch basiert eben alles auf dem Fan-Dasein gegenüber unserem Verein, sprich RasenBallsport Leipzig.

Neben den positiven Dingen, nehme ich (insbesondere gehäuft in den letzten Jahren) leider auch einige Entwicklungen wahr, die mir die Sorgenfalten ins Gesicht treiben. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber für mich gibt es eine klare Bewegung hin zu einer bewussten Ignoranz und Abspaltung, insbesondere Besserstellung gegenüber dem (wie ich subjektiv beurteile) Großteil der anderen Fans. Da wird von bestimmten Gruppierungen die eigene Fanhymne boykottiert, aber gleichzeitig der eigene Ultra-Singsang unabhängig vom Spielgeschehen betont. Es gibt plötzlich einen befremdlich anmutenden, bestimmenden („Wir wollen eine eigene Audienz beim Verein!“ oder „ihr müsst das so machen“) Duktus, wenig miteinander und eine völlige Abkehr von der Einzigartigkeit, ja dem ironischen Umgang mit anderen schmähenden oder gewaltbereiten Fanszenen. Teilweise erlebe ich sogar immer wieder eine direkte Hinwendung zu eben genau solchen Schmähgesängen und Illegalität (Pyro im Stadion), die wir bisherig so erfolgreich ablehnten und die niemals Teil unserer Fanszene werden sollten.

Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, dass es vereinzelten Gruppierungen immer weniger um den Verein, das gemeinschaftliche Unterstützen, die Mitnahme anderer Fans, Stimmung im Stadion, Fanarbeit oder den Fußball als solches geht, sondern eher um das eigene „sich selbst Feiern“, dem Nacheifern einer zwielichtigen Ultrakultur, wie man sie von anderen kennt und der Zurschaustellung eigener, teilweiser radikalen gesellschaftspolitischen oder (partei-) politischen Sichtweisen im Stadion weitab von selbstverständlichen, demokratischen Grundwerten, die allgemeiner Konsens sein sollten und für die es richtigerweise zu kämpfen lohnt.

Nun setzen einige Gruppierungen dieser Entwicklung mit ihrer Kritik an der vom Verein angestrebten Kooperation mit dem SC Paderborn aber die Krone auf. Entlarvend, ihr Statement von heute. Konstruktive Kritik, belegte Thesen - fehl am Platze. Es ist sogar noch viel schlimmer. Verkürzt zusammengefasst, lehnen sie darin indirekt aber auch offen direkt sogar alles ab, für was der Verein, teilweise verankert in seinen (natürlich besonderen und natürlich auch diskutablen) Grundsätzen, steht.

Ja, man darf kritisieren, wenn es wie oben skizziert, Missstände gibt, auf die man konstruktiv aufmerksam machen möchte. Der Ton und letztendlich natürlich der Gehalt bzw. Inhalt machen hier die Musik. Wenn sich Kritik aber nahe am Rufmord bzw. Verleumdung  („zutiefst kriminell ist auch das Handeln Red Bulls in Brasilien“ etc.) bewegt und inhaltlich (bzw. ideologisch) quasi den vollkommenen Gegenpol zu dem Verein und seinen (teilweise schon mit Gründung in seine Statuten geschriebenen) Werten einnimmt, darf man sich schon fragen, warum sich solche Gruppierungen als Fans des Vereins überhaupt bezeichnen? Fan von was dann eigentlich genau? Wenn ich grün mag, warum kleide ich mich dann in rot? Warum kommen sie ins Stadion? Warum schauen sie sich diesen Rasenballsport, der ist, was er ist und auch nie einen Hehl daraus gemacht hat, überhaupt an? Wo ist die Basis für (wie sie am Ende schreiben) „unseren Verein“? Was ist denn genau dieses „unseres“? Auch wenn sie es offensichtlich nicht wahrhaben wollen: RasenBallsport steht für Red Bull. Und nein, ein Vertreter von ihnen wird auch niemals als 18. Mitglied in den Verein aufgenommen werden. Sorry für die Polemik, aber das muss doch auch noch einmal deutlich gesagt werden.

Nein, hier schießen sie weit am Ziel vorbei. Wieder einmal wurde eine Chance vertan, für Zuspitzung gesorgt und das Verhältnis zum Verein und anderen Fans nachhaltig geschädigt oder sogar unwiderruflich zerstört. Wenn dir jemand offen und medial kriminelles Verhalten ohne jeglichen Beweis unterstellt, wie kannst du dann jemals wieder auf Augenhöhe aufeinander zugehen?

Nochmal zur Verdeutlichung, konstruktive Kritik ist richtig und wichtig. Fankultur lebt von Vielfalt. Aber wenn es eigentlich keine gemeinsame Basis gibt (und wenn man das letzte Statement liest bzw. die o.g.  Beispiele bewertet, offensichtlich noch nie gegeben hat), dann sollte man schon auch ehrlich zu sich selbst sein, wie in einer Beziehung Konsequenzen ziehen, sich trennen und eigene, passendere Wege gehen. Passiert das nicht, stelle ich mir natürlich unweigerlich die Frage, was dann der Sinn sein sollte, weiter ins Stadion zu gehen, Fanarbeit zu leisten oder dem Verein die Treue halten zu wollen? Denn der Verein oder die Gemeinschaft kann es ja offensichtlich nicht sein. Zumal es in Leipzig wirklich genügend Möglichkeiten gibt, seine Bedürfnisse in passenderen Vereinen befriedigt zu sehen.

Aber offensichtlich ist die Bühne in der Bundesliga größer, um sie zum Selbstzweck oder Eigennutz nichtmissbrauchen zu wollen und ungenutzt zu lassen. Mir ist bewusst, dass diese These provozierend sein mag. Aber ich habe keine andere Erklärung dafür.

(Bevor jetzt aber die falschen klatschen). Apropos demokratische Grundwerte: auch martialisches, aggressives Auftreten, undemokratische, intolerante Sichtweisen, Gewalt und Hass gegen andere Menschen im als auch außerhalb des Stadions sind ein No-Go und immer und überall zutiefst zu verurteilen, zu benennen und zu bekämpfen.

Kurzum: Ich persönlich möchte diese Entwicklung, Spaltung und Abkehr nicht. Damals bin ich auf Vernunft gestoßen, war überrascht und voller Hoffnung. Doch nach dieser entlarvenden Entgleisung wäre ich einfach froh, wenn sich manche Gruppierungen bitte einfach einen anderen Verein suchen. Ich bin mir über den ultima-ratio Charakter meiner Äußerung bewusst, aber ohne die erwähnte Basis, machen auch die positiven Aspekte des Fan-Dasein überhaupt keinen Sinn mehr. Die kann man auch woanders machen. Es wäre schade, aber damit wäre offensichtlich wirklich allen geholfen.

Justgroovy


Das Statement der Red Aces.

Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20190610-special-kommentarredaces.html

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