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LYON – DIE REISE ZUM GRUPPENSIEG

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Lyon - (15.12.2019) Es war die letzte europäische Reise im Jahr 2019 für die Roten Bullen. Nachdem die Basis für weitere Auswärtsfahrten nach Italien, England oder Spanien geschaffen wurde, konnte die Mannschaft den Gruppensieg fest machen. Doch welche Eindrücke konnte man noch aus Lyon mitnehmen.

Lyon – Eine Partnerstadt mit Charme

Im touristischen Schatten der großen französischen Reiseziele wie Paris oder der Côte d'Azur liegt dieses malerisch, historische Kleinod. Der Lyonnaise selbst ist stolz auf seinen Rotwein, die Würste, seine Quenelles oder den Salats. Nicht umsonst gilt Lyon als eine der Städte, welche für Gourmets und Fachsimpler des gepflegten Essens eine der besten Anlaufstellen weltweit sind.

Da wo sich Rhône und Sâone Bon Voyage sagen und zwischen Hügeln, wie der Einheimische behauptet, liegt Lyon an guten Tagen in Sichtweite des Mt. Blanc. Die bereits ca. 50 Jahre vor Jesus von den Römern als Lugdunum gegründete Stadt kombiniert Altes mit Neuem. In der Altstadt warten enge, holprige Gassen in der sich Bar an Restaurant an Restaurant-Bar und Geschäft drängeln. Braucht man etwas Luft und Überblick, sollte man den Aufstieg zur Basilika Notre Dame La Fouvière wagen. Von dort aus hat man einen wunderbaren Überblick über Stadt und kann sich einen Plan für die nächsten Ziele schmieden. Die Basilika selbst wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet, besticht allerdings nicht nur durch den Ausblick, sondern auch innerlich, dank eines Innenausstatters der wohl auf minuziös verarbeitete Mosaike stand. Wer dennoch auf etwas Älteres steht, der geht von der Basilika ca. fünf Minuten zu Fuß entfernt zu den antiken römischen Amphitheatern. Dort kann man frei durch die alte Kulturstädte umherirren oder sich im Museum über die römische Zeit von Lyon informieren.


Malerisches Lyon, umso mehr mit Rasenballaufkleber.


Eingebettet in mittelalterlichen Gebäuden liegt am Fuß des Fouvière die mittelalterliche Kathedrale Saint Jean. Und wer hier in der Gegend nichts an Gaumenfreuden findet, ist selber schuld. Zudem kann man hier den Gang über die Sâone wagen. Vorbei am Museum des Kinos, welches in Lyon erfunden wurde und an ein paar typisch französischen Alibi-Ampeln gelangt man zum Place Bellecour. Dort grüßen einem neben dem Riesenrad, eine Statue von Ludwig XIV, aka der Sonnenkönig, und ein Denkmal des Schöpfers und gebürtigen Lyonnaise Antoine de Saint-Exupéry, der Schöpfer des Klassikerd "Der Kleine Prinz". Dieser gibt sich selbstverständlich ebenfalls die Ehre. Vom Bellecour aus kann man sich in jede Himmelsrichtung verteilen und je nach Gusto seinen Gelüsten frönen. Ob nun Shopping in der nahe gelegenen Einkaufsmeile, Essen in den immer noch zahlreichen Cafés und Restaurants, Kultur mit Denkmälern, Brunnen, Museen und natürlich Kirchen oder einfach nur Bummeln an der Rhône entlang bis zum Park Tête d'Or, dem Rosental Lyons. 

Etwas ganz besonderes hielt der Spielansetzungs-Gott für diejenigen bereit, welche noch ein paar Urlaubstage im Köcher hatten. Das Festival der Lichter, der Fête des Lumiéres. Ab dem Donnerstag vor dem Spiel bis einschließlich Sonntag wurde in Lyon das Fest der Lichter gefeiert. Künstler stellten Ihre Lichtprojekte vor und erzählten an den Fassaden der verschiedensten Sehenswürdigkeiten ganze Geschichten. Nur mit Licht, ganz ohne Rauch und Hitze. Eine besonderes Indiz für die Kombination aus Alt und Moderne, war die Freilicht Disko vor der Basilika Notre Dame und der andächtigen Show im Inneren dieses Lyoner Wahrzeichens.


Fête des Lumiéres – Lichterfest wie in LE!


Anreise, Streik und Wartezeiten

Am Dienstag sollte dann auch noch Fußball gespielt werden und knapp 1.200 Anhänger aus Leipzig wollten neben dem Erreichen des Achtelfinales der Champions League auch den Gruppensieg feiern. Die Anreisemöglichkeiten sind vielfältig. Ob Auto, Bus, Zug oder Flugzeug. Alle Varianten sind machbar und ertragbar. Nur macht der französische Generalstreik einigen einen Strich durch die Rechnung.

Wer nicht schon ein paar Tage vorher anreiste, sah sich mit den Konsequenzen konfrontiert. Der Flug- und Bahnverkehr lahmte erheblich bei unseren westlichen Nachbarn. In Lyon selber eher weniger, was das Hinkommen betraf doch umso mehr. Paris lag zu diesem Zeitpunkt quasi in Ohnmacht und Internationale Fluggesellschaften wurden zur Streichung etwaiger Flüge gedrängt. Auch die landesweiten Züge erfuhren erhebliche Beeinträchtigungen. Und was macht der Franzose, wenn er nicht auf Schienen oder in der Luft unterwegs ist? Richtig, er fährt auf der Straße, welche hierdurch nicht unerheblich verstopft wird.

Die Fans welche es dann endlich geschafft haben oder sich bereits in der Stadt befunden haben, erwartete ein malerischer Dienstag bei bestem Wetter im Dezember. Nur Leider hatte der gemeine französische Revoluzzer was dagegen.

Der Fantreffpunkt wurde kurzer Hand gestrichen, da Proteste am Bellecour mittels Wasserwerfer und Polizeischwadronen bekämpft werden mussten. Alles halb so schlimm. Der Platz der noch am Sonntag überfüllt war, war nun maximal zur Hälfte besetzt und eine Seitenstraße weiter, gab es auch schon wieder gemütlich Rotwein und Baguette. Nur der Zustieg zur Metro in Richtung Stadion hatte sich verlegt. Allerdings fuhr dieses fahrerlose Fahrzeug auch eine Haltestelle vor dem eigentlichen Abfahrtsziel und mit einmal Umsteigen gelang man zum Shuttle im außerhalb gelegenen Stadion.

Und dann war Warten im Bus angesagt. Okay, man muss nicht zwangsläufig mit dem letzten Shuttle zum Spiel los legen, weil man noch mal kurz auf Toilette muss. Dafür war es neben der motorisierten Polizei-Eskorte schon ein bisschen erhaben. Ist ja nicht so, dass man sich sowieso schon gut gefüllt hat, wenn man die ganze Zeit Madame oder Monsieur genannt wird. Am Stadion selbst war der Eingang problemlos. Noch ein Uri vom Fanverbands-Bus gechartert und auf ging es zur nächsten Lichtershow...

Die Leipziger Treppen gewohnt, hüpfte man zum Oberrang des Gästeblocks und konnte erblicken, was für ein schönes und modernes Stadion Lyon doch hat. Beim ganzen Feiern der eigenen Mannschaft hatten die Lyonnaisen jedoch fast vergessen, die Champions League Hymne zu spielen, welche im heimischen Rund noch etwas epischer wirkt.


Die Ruhe nach dem Sturm.


Wenn man Lyon kennen lernen darf, darf man auch eine friedvolle Lethargie kennen lernen. Insgesamt war Feierstimmung, was nicht zuletzt am Weiterkommen von beiden Mannschaften lag, aber auch langsam und behäbig. In Lyon hat man alles im Griff. Ohne Hektik und einer gewissen Ruhe. So musste man als Leipziger eine Stunde nach Abpfiff warten ehe man den Block verlassen durfte. Immerhin wurde das Rauchverbot eigeninitiativ, wie schon zur Halbzeit, aufgehoben und nicht sanktioniert. Dennoch war das Warten auf den nötigen Toilettengang und das Hoffen auf das Erreichen der Metro lästig. Immerhin konnte man so auf die schönen Sitzschalen im leeren Stadion, welche in den Vereinsfarben getüncht wurden, und auf das anglistische Anagramm "Only Lyon" schauen.  

Nach der Freilassung ging es für alle, die nicht mit dem Bus gekommen sind, in den Bus zum mittlerweile leeren Bellecour. Natürlich nicht ohne kuschlige Wartezeit im benannten Vehikel auf die Polizei-Eskorte. Ob nachts halb Eins in Lyon noch öffentliche Verkehrsmittel fahren, ist nicht verbrieft. Vermutlich schon, denn es gab wenige Verlustmeldungen seitens der Schar Leipziger in der Innenstadt. Und selbstverständlich sind in der Stadt der Lichter die Wege immer gut ausgeleuchtet, sollte sich ein Fußgänger unter den Nachhausewollenden befinden. Ein Späti (franz.: La Latê) befindet sich zudem sicher auf den einen oder anderen Weg, selbst wenn die viel gelobten Restaurants und Bars mittlerweile im wohlverdienten Nachtschlaf befanden.

Wer nicht gleich zurück nach Leipzig oder halb zwei im Hotel angekommen ist, konnte sich am nächsten Tag nochmal der Schönheit der Stadt Lyon zuwenden. Ob im Kunstmuseum oder wieder auf einen Hügel rauf klettern, die eine oder andere Traboule durchkämmen bzw. der Köstlichkeiten zuwenden...Irgendwie bietet diese Stadt mehr als Lichter und Fußball. Und kommt man noch mit der pragmatischen Haltung der Einheimischen zurecht, hat man nicht nur einen wunderbaren Aufenthalt in Lyon, sondern auch den Geheimtipp für eine schöne Reise gefunden.

tony4arsenal


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